Quellen in wissenschaftlichen Arbeiten richtig zitieren
Zitiertechnik verständlich erklärt
Zitiertechnik bedeutet hier: Quellen, die du für eine wissenschaftliche Arbeit verwendest, gibst du im Literaturverzeichnis richtig an. Die Zitierweise sollte mit der Lehrkraft abgesprochen werden; der Leitfaden zeigt Angaben für verschiedene Quellenformen.
Zitiertechnik als Teil wissenschaftlichen Arbeitens
Der Leitfaden behandelt das Zitieren verwendeter Quellen für wissenschaftliche Arbeiten. Er verbindet richtiges Zitieren ausdrücklich mit solchen Arbeiten. Der Bezug zum wissenschaftlichen Arbeiten liegt damit in den Quellen, die für die Arbeit verwendet und am Ende angegeben werden.
Die Quelle nennt die Vermeidung sogenannter Plagiate als Anlass für richtiges Zitieren. Sie beschreibt das Abschreiben fremder Ausführungen unter eigenem Namen und nennt Folgen in einer Klausur oder für einen akademischen Titel. Daraus werden hier keine weiteren Aussagen abgeleitet.
Für die konkrete Zitierweise soll die Absprache mit der Lehrkraft geprüft werden. Gibt es keine Absprache, kann der dargestellte Leitfaden für die beschriebenen Einträge herangezogen werden. Prüfe dafür den verwendeten Quellentyp und die Angaben, die der Leitfaden für diesen Typ nennt.
Der Quellenabschnitt nennt Verfasserin oder Verfasser, Jahr, Titel und weitere bibliografische Angaben. Er unterscheidet ein Buch, eine Quelle mit Link, einen Aufsatz aus einer gedruckten Zeitschrift und einen Aufsatz aus einem E-Journal. Ermittle die Angaben aus der verwendeten Quelle und notiere sie in der abgesprochenen Form.
Halte zuerst die verwendete Quelle fest und prüfe danach ihren Typ. Übertrage anschließend die im Leitfaden genannten Bestandteile und gleiche den Eintrag mit der Absprache mit der Lehrkraft ab.

Begriff, Merkmale und Bestandteile der Zitierweise
Der Aufbau lässt sich aus den im Quellenabschnitt genannten Eintragsformen ableiten. Ein Eintrag im Literaturverzeichnis nennt zunächst die Verfasserin oder den Verfasser. Danach folgen Jahr und Titel. Bei einem Buch nennt der Leitfaden außerdem Ort und Verlag. Eine knappe Grundstruktur lautet deshalb: Verfasserin oder Verfasser, Jahr, Titel, Ort und Verlag. Diese Reihenfolge entspricht der dargestellten Buchangabe.
Bei mehr als drei Personen nennt der Leitfaden nur die erste Person. Für die übrigen Personen ist dort die Abkürzung [u. a.] vorgesehen. Bei einer Herausgeberin oder einem Herausgeber kommt der Zusatz (Hrsg.) hinzu. Prüfe deshalb die Zahl der genannten Personen und danach, ob eine Herausgeberschaft angegeben ist.
Eine weitere Eintragsform betrifft eine Quelle mit Link. In der dargestellten Form folgen auf Verfasserin oder Verfasser, Jahr und Titel Ort und Verlag. Danach werden Link und Datumsangabe zum letzten Zugriff notiert. Ermittle diese Angaben in der verwendeten Quelle und übertrage sie in dieser Abfolge.
Für einen Aufsatz aus einer gedruckten Zeitschrift nennt der Leitfaden eine andere Kombination. Nach Verfasserin oder Verfasser, Jahr und Aufsatztitel stehen Zeitschrift, Jahrgang mit Heftangabe und Seiten. Die Struktur lautet damit: Person, Jahr, Aufsatztitel, Zeitschrift, Jahrgang, Heft und Seiten. Prüfe bei diesem Quellentyp diese Bestandteile statt der für das Buch genannten Angaben.
Der Quellenabschnitt nennt außerdem einen Aufsatz aus einem E-Journal als eigenen Quellentyp. Prüfe für diesen Typ die Absprache mit der Lehrkraft. Übernimm danach nur die Angaben, die aus dieser Absprache oder dem Leitfaden hervorgehen.
Bestimme die Bestandteile in nachvollziehbarer Reihenfolge: erst den Quellentyp, dann verantwortliche Person, Jahr und Titel, danach die für diesen Typ genannten Zusatzangaben. Beim Buch sind das Ort und Verlag. Bei einer Quelle mit Link folgen Link und Zugriffsdaten. Beim gedruckten Zeitschriftenaufsatz folgen Zeitschrift, Jahrgang, Heft und Seiten. Prüfe bei mehreren Personen oder einer Herausgeberschaft die jeweilige Sonderangabe.
Schritt für Schritt zur passenden Quellenangabe
- Die Zitierweise klären. Sprich mit der Lehrkraft ab, welche Zitierweise für die wissenschaftliche Arbeit verwendet wird. Ergebnis: Die Form, an der sich der Eintrag orientiert, ist geklärt.
- Die Quelle erfassen. Halte die Angaben fest, die in der verwendeten Quelle stehen. Dazu können Verfasserin oder Verfasser, Jahr und Titel gehören. Ergebnis: Die vorhandenen Angaben liegen für den Eintrag bereit.
- Den Quellentyp zuordnen. Prüfe, ob es sich um ein Buch, eine Quelle mit Link, einen Aufsatz aus einer gedruckten Zeitschrift oder einen E-Journal-Aufsatz handelt. Ergebnis: Die dargestellte Form für den gewählten Typ kann herangezogen werden.
- Die Grundangaben setzen. Stelle Verfasserin oder Verfasser, Jahr und Titel in der für den Typ dargestellten Reihenfolge zusammen. Ergebnis: Der Eintrag enthält seine Grundangaben.
- Die Angaben für Bücher ergänzen. Prüfe bei einem Buch Ort und Verlag und füge diese Angaben in der dargestellten Buchform an. Ergebnis: Der Bucheintrag enthält Person, Jahr, Titel, Ort und Verlag.
- Weitere Quellentypen getrennt prüfen. Bei einer Quelle mit Link prüfst du Link und Datumsangabe zum letzten Zugriff. Bei einem Aufsatz aus einer gedruckten Zeitschrift prüfst du Zeitschrift, Jahrgang, Heft und Seiten. Ergebnis: Die Angaben richten sich nach der jeweiligen dargestellten Form.
- Sonderfälle prüfen. Bei mehr als drei Personen prüfst du, ob die erste Person und danach
[u. a.]angegeben werden. Bei einer Herausgeberin oder einem Herausgeber prüfst du den Zusatz(Hrsg.). Ergebnis: Die Personenangabe folgt der im Leitfaden beschriebenen Form. - Den Eintrag abgleichen. Vergleiche den fertigen Eintrag mit der Absprache mit der Lehrkraft und mit dem gewählten Quellentyp. Ergebnis: Abweichungen in der Zitierweise werden erkennbar.
- Alle verwendeten Quellen erfassen. Prüfe zum Schluss, ob die Quellen, die für die wissenschaftliche Arbeit verwendet wurden, im Literaturverzeichnis zitiert sind. Ergebnis: Die verwendeten Quellen sind im Literaturverzeichnis berücksichtigt.
Der Leitfaden nennt ein Literaturverwaltungsprogramm wie Zotero als mögliche Unterstützung für eine einheitliche Zitierweise. Wenn du ein solches Programm verwendest, kläre die verwendete Zitierweise weiterhin mit der Lehrkraft. Ergebnis: Die Zitierweise bleibt an der abgesprochenen Form ausgerichtet.
Ein kurzes durchgängiges Anwendungsbeispiel
Eine Studierende bereitet für eine wissenschaftliche Arbeit einen Eintrag zu einem Buch vor. Zuerst stimmt sie die Zitierweise mit ihrer Lehrkraft ab. Dann sammelt sie die Angaben, die sie für den Eintrag benötigt: Name der Verfasserin, Jahr, Titel, Ort und Verlag.
Für das Beispiel verwendet sie nur Platzhalter: Verfasserin Mira Muster, Jahr [Jahr], Titel [Buchtitel], Ort [Ort] und Verlag [Verlag]. Sie ordnet diese Angaben als Buch ein und bringt sie in die für Bücher gezeigte Abfolge.
Der fertige Eintrag lautet:
Muster, Mira ([Jahr]): [Buchtitel]. [Ort]: [Verlag].
Anschließend vergleicht sie ihren Eintrag mit der abgesprochenen Zitierweise. Dabei prüft sie, ob alle fünf Angaben vorhanden sind und ob ihre Reihenfolge der Form für Bücher entspricht. Die Platzhalter zeigen lediglich, wie ein einzelner Bucheintrag aufgebaut werden kann; sie ersetzen keine Angaben aus einer tatsächlichen Quelle.
Hat ein Buch mehr als drei Verfasserinnen oder Verfasser, kontrolliert die Studierende die vorgesehene Kurzangabe: Sie nennt die erste Person und ergänzt [u. a.]. Ist eine Person als Herausgeberin oder Herausgeber angegeben, prüft sie den Zusatz (Hrsg.).
Für andere Quellen beginnt die Zuordnung erneut. Bei einem Aufsatz aus einer gedruckten Zeitschrift gehören zusätzlich Zeitschriftentitel, Jahrgang, Heft und Seiten zur dargestellten Form. Bei einer Quelle mit Link prüft sie auch den Link sowie die Angabe zum letzten Zugriff. Für einen Aufsatz aus einem E-Journal klärt sie die passende Form mit der Lehrkraft, bevor sie den Eintrag übernimmt.

Definition, Anwendung und formale Prüfung trennen
Der Qualitätscheck beginnt mit der Einordnung. Prüfe, ob der Text deutlich macht, dass die verwendeten Quellen einer wissenschaftlichen Arbeit zitiert werden sollen. Prüfe außerdem, ob die Erklärung beim Quellenrahmen bleibt und keine zusätzliche Bedeutung der Zitiertechnik behauptet. Ergebnis: Die Einordnung bezieht sich nachvollziehbar auf verwendete Quellen und wissenschaftliche Arbeiten.
Danach folgt die Prüfung der zentralen Merkmale. Kontrolliere, ob bei einem Buch Verfasserin oder Verfasser, Jahr, Titel, Ort und Verlag berücksichtigt werden. Prüfe zusätzlich die Sonderangaben für mehr als drei Personen sowie den Zusatz für Herausgeberinnen oder Herausgeber. Ergebnis: Die Angaben eines Bucheintrags sind einzeln auffindbar.
Die Anwendungsprüfung betrifft den Ablauf. Stelle fest, ob zunächst die Zitierweise mit der Lehrkraft abgestimmt wird, ob danach der Quellentyp bestimmt wird und ob anschließend die dazu dargestellte Form verwendet wird. Prüfe, ob die Erklärung für den gewählten Typ die vorgesehenen Angaben nennt. Ergebnis: Der Ablauf führt von der verwendeten Quelle zu einem passenden Eintrag.
Abgrenzung: Trenne die dargestellten Formen voneinander. Ein Buch erhält nicht dieselben Angaben wie ein Aufsatz aus einer gedruckten Zeitschrift. Bei einem gedruckten Aufsatz prüfst du Zeitschrift, Jahrgang, Heft und Seiten. Bei einer Quelle mit Link prüfst du Link und Datumsangabe zum letzten Zugriff. Für den im Auszug nicht vollständig beschriebenen E-Journal-Aufsatz wird keine Form ergänzt; die Zitierweise wird mit der Lehrkraft geklärt. Ergebnis: Die Unterschiede zwischen den Quellentypen bleiben erkennbar.
Formale Prüfung: Kontrolliere anschließend die Reihenfolge der Angaben, Klammern, Abkürzungen sowie die Angaben, die für den gewählten Typ genannt sind. Prüfe bei mehr als drei Personen [u. a.] und bei Herausgeberinnen oder Herausgebern (Hrsg.). Vergleiche den fertigen Eintrag mit der Absprache mit der Lehrkraft. Ergebnis: Abweichungen in der Form werden konkret sichtbar.
Zum Abschluss prüfst du, ob die Erklärung keine Angaben ergänzt, die im verwendeten Material nicht genannt sind. Fehlt für eine Quelle eine dargestellte Form, wird diese Form nicht erfunden. Stattdessen wird mit der Lehrkraft geklärt, welche Zitierweise verwendet werden soll. So bleiben Einordnung, Merkmale, Anwendung, Abgrenzung und formale Prüfung getrennt nachvollziehbar.
Passende nächste Schritte
Quellen und Stand
- Fachquelle: www.uni-bamberg.de (geprüft am 2026-08-15)