Sinn ergeben oder Sinn machen – was ist richtig?
Ergeben ist die saubere Wahl – Sinn immer groß
Sinn ergeben oder Sinn machen – stilistisch sauber ist Sinn ergeben; Sinn machen gilt als umgangssprachlicher Anglizismus. In beiden Fällen ist Sinn groß und getrennt. Hier bekommst du Regel, Stil-Hinweis und Beispiele, damit du Sinn ergeben sicher schreiben kannst.
Die Schreibweise: getrennt, Sinn groß
In beiden Wendungen ist Sinn ein Substantiv und wird großgeschrieben, das Verb steht getrennt: Das ergibt Sinn. Ergibt das Sinn? Zusammenschreibungen wie sinnmachen oder Kleinschreibung wie sinn ergeben sind falsch.
Sinn ergeben – die empfohlene Wendung
Standardsprachlich korrekt heißt es Sinn ergeben (auch: Sinn haben): Die Gliederung ergibt Sinn. Das hat keinen Sinn. In wissenschaftlichen Arbeiten und förmlichen Texten ist das die sichere Wahl.
Sinn machen – der Anglizismus
Sinn machen ist die Lehnübersetzung von to make sense. Umgangssprachlich ist die Wendung längst etabliert, in Stilratgebern und bei vielen Prüfern gilt sie aber als schlechtes Deutsch – der Stil entscheidet hier mehr als die Rechtschreibung – im Zweifel ersetzt du sie durch ergibt Sinn oder ist sinnvoll.
Häufige Fehler
Neben dem Stil-Thema sind es Schreibfehler: sinn machen klein oder sinnvoll ergeben als Vermischung. Merke: Sinn groß, Verb getrennt, in der Hausarbeit ergibt statt macht. So schreibst du Sinn ergeben richtig.
Das Wichtigste in Kürze
Die wichtigsten Punkte zu diesem Zweifelsfall auf einen Blick:
- In beiden Wendungen ist Sinn ein Substantiv und wird großgeschrieben, das Verb steht getrennt: Das ergibt Sinn.
- Standardsprachlich korrekt heißt es Sinn ergeben (auch: Sinn haben): Die Gliederung ergibt Sinn.
- Sinn machen ist die Lehnübersetzung von to make sense.
- Neben dem Stil-Thema sind es Schreibfehler: sinn machen klein oder sinnvoll ergeben als Vermischung.
Mehr knifflige Schreibweisen sammeln wir in den Rechtschreibregeln. Für den kompletten Text hilft ein Korrekturlesen.