Reüssieren Bedeutung: Definition und Herkunft

Herkunft, Schreibweise und Verwendung des Begriffs reüssieren

Lesezeit ca. 6 Min. · aktualisiert: 14. Juni 2026 · zurück zum Blog

Die Reüssieren Bedeutung lautet: Erfolg haben, sich durchsetzen. Das Wort stammt aus dem Französischen und ist im Deutschen gehoben, es begegnet vor allem in Kritiken, in der Wirtschaftspresse und in österreichischen Texten. Auffällig ist die Schreibweise mit dem Trema auf dem u, das kein Umlaut ist, sondern ein Trennzeichen: Es zeigt an, dass e und u getrennt zu sprechen sind.

Reüssieren Bedeutung: Kurze Definition

Reüssieren heißt Erfolg haben, sich durchsetzen, ankommen. Das Wort betont, dass der Erfolg vor einem Publikum oder in einem Umfeld erzielt wurde, in dem er nicht selbstverständlich war.

Es ist gehoben und in der Alltagssprache selten. In Rezensionen und in der Wirtschaftsberichterstattung ist es dagegen etabliert.

Herkunft und Schreibweise im Detail

Das Wort kommt vom französischen réussir für gelingen und Erfolg haben. Dieses geht auf das italienische riuscire zurück, wörtlich wieder herauskommen, aus ri und uscire für hinausgehen.

Die Bildlichkeit passt: Wer reüssiert, kommt aus einer Sache erfolgreich heraus. Verwandt ist im Deutschen kein gebräuchliches Wort, weshalb die Herkunft nicht mitgedacht wird.

Das Trema auf dem u ist kein Umlautzeichen. Es zeigt an, dass die beiden Vokale getrennt gesprochen werden: re-üssieren, nicht reussieren. Dieselbe Funktion hat es in Wörtern wie Alëuten oder im französischen Noël.

Reüssieren Bedeutung
Reüssieren Bedeutung im Überblick.

Beispielsätze und Verwendung von reüssieren

In der Kritik: Das Stück reüssierte beim Publikum. Es kam an und wurde angenommen, was zuvor offen war.

In der Wirtschaft: Das Unternehmen konnte im neuen Markt reüssieren. Gemeint ist ein Erfolg gegen Widerstand oder Wettbewerb.

Im Beruf: Sie reüssierte als Verhandlungsführerin. Hier ist die Anerkennung in einer Rolle gemeint, nicht nur ein einzelnes Ergebnis.

Synonyme und passende Alternativen

Für den Erfolg stehen Erfolg haben, sich durchsetzen und ankommen bereit. In den meisten Texten sind sie die verständlichere Wahl.

Für das Gelingen passen gelingen, glücken und Anklang finden. Anklang finden trifft die Publikumsbedeutung besonders gut.

Für den Aufstieg eignen sich sich etablieren und Fuß fassen. Sie betonen die Dauer, während reüssieren auch einen einzelnen Erfolg meinen kann.

Richtige Verwendung und häufige Verwechslungen

Zur Schreibweise: Richtig ist reüssieren mit Trema auf dem u. Die Formen reussieren und reüßieren sind falsch. In Umgebungen ohne Sonderzeichen wird das Trema weggelassen, was in Dateinamen unproblematisch ist, in Fließtexten aber nicht.

Zur Aussprache: Gesprochen wird re-üssieren mit vier Silben und Betonung auf der dritten. Die zusammengezogene Aussprache reussieren gilt als falsch, und genau dafür steht das Trema.

Zum Register: Das Wort ist gehoben und wirkt in Alltagstexten fremd. In Bewerbungen sollte es nicht stehen, weil es leicht bemüht klingt, und in wissenschaftlichen Arbeiten ist Erfolg haben oder sich durchsetzen die sachlichere Wahl.

Regional ist eine Besonderheit zu beachten: In Österreich ist reüssieren deutlich gebräuchlicher als in Deutschland und begegnet dort auch in Nachrichtentexten. Wer für ein österreichisches Publikum schreibt, kann es unbefangener verwenden.

Nicht zu verwechseln ist das Wort mit resümieren, das zusammenfassen bedeutet. Beide beginnen mit re und stammen aus dem Französischen, meinen aber Verschiedenes.

Reüssieren Bedeutung

Gehobene Wörter im richtigen Text

Wörter wie reüssieren gehören zu einer Gruppe, die Zugehörigkeit signalisiert: Wer sie verwendet, zeigt, dass er ein bestimmtes Register beherrscht. In Feuilleton und Wirtschaftspresse ist das erwünscht.

In Texten für ein breites Publikum wirkt dieselbe Wortwahl ausschließend. Wer verstanden werden will, wählt das geläufige Wort, und das ist keine Frage des Niveaus, sondern der Zielgruppe.

Ein brauchbarer Prüfstein ist die Frage nach dem Gewinn. Sagt das gehobene Wort etwas, das die einfache Entsprechung nicht sagt? Bei reüssieren ist das gelegentlich der Fall, weil es den Erfolg vor einem Publikum mitdenkt, in den meisten Sätzen aber nicht.

Für Abschlussarbeiten gilt eine besondere Vorsicht. Gehobene Fremdwörter erwecken leicht den Eindruck, es solle Eindruck gemacht werden, und Prüfende lesen das als Unsicherheit. Fachbegriffe sind erwünscht, Schmuckwörter nicht.

Die Unterscheidung ist einfach: Ein Fachbegriff ist in der Literatur des Faches belegt und hat eine feste Bedeutung. Ein Schmuckwort ersetzt nur ein geläufiges durch ein selteneres. Wer das prüft, behält die Fachsprache und streicht den Rest.

Fazit: Reüssieren Bedeutung auf den Punkt gebracht

Reüssieren heißt Erfolg haben und sich durchsetzen. Das Wort kommt vom französischen réussir und über das Italienische von uscire für hinausgehen.

Das Trema auf dem u ist kein Umlaut, sondern ein Trennzeichen: Es zeigt, dass e und u getrennt gesprochen werden. Und in Texten für ein breites Publikum ist Erfolg haben die klarere Wahl.

Aus dem Wortfeld Erfolg und Ansehen ambitioniert, souverän und Reputation.

Das richtige Register für jede Zielgruppe: Unser Lektorat prüft Wortwahl und Verständlichkeit.

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Häufige Fragen zu Reüssieren Bedeutung

Was bedeutet reüssieren?

Erfolg haben und sich durchsetzen. Das Wort betont, dass der Erfolg in einem Umfeld erzielt wurde, in dem er nicht selbstverständlich war.

Warum steht ein Trema auf dem u?

Weil es kein Umlaut ist, sondern ein Trennzeichen. Es zeigt an, dass e und u getrennt gesprochen werden: re-üssieren.

Woher kommt das Wort reüssieren?

Vom französischen réussir für gelingen, das auf das italienische riuscire zurückgeht, wörtlich wieder herauskommen.

Ist reüssieren in Deutschland gebräuchlich?

Es ist gehoben und selten. In Österreich begegnet es deutlich häufiger, auch in Nachrichtentexten.

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