Was „richtig zitieren“ bedeutet

Richtig zietieren: Bedeutung und Verwendung

Lesezeit ca. 6 Min. · zuletzt aktualisiert: 15. August 2026 · Weitere Wortbedeutungen

Die Suchanfrage „zietieren“ wurde im DWDS als passend zur Wortinformationsseite „zitieren“ eingeordnet. Die Bedeutung erschließt sich aus dem jeweiligen Satzkontext.

Bedeutung und Verwendung von „richtig zitieren“

Für die Suchanfrage „zietieren“ wurde im DWDS der Artikel „zitieren“ als am besten passend ermittelt. Zugleich kann im DWDS eine Wortinformationsseite zu „zietieren“ aufgerufen werden. Die direkte Erklärung bezieht sich deshalb auf das dokumentierte Stichwort „zitieren“ und nicht auf eine zusätzliche Bedeutung der Suchanfrage.

„Zitieren“ hat mehrere Bedeutungen. Eine Bedeutung besteht darin, eine Person an einen bestimmten Ort zu beordern oder vorzuladen. Eine andere Bedeutung besteht darin, Geschriebenes oder Gesprochenes wörtlich wiederzugeben. Außerdem kann „zitieren“ bedeuten, etwas oder jemanden anzuführen oder zu erwähnen. Diese Bedeutungen stehen als Alternativen nebeneinander. Ein einzelner Satz muss daher nicht zugleich alle Bedeutungsmerkmale enthalten.

Welcher Sinn gemeint ist, zeigt der konkrete Zusammenhang. Geht es um eine Person und einen bestimmten Ort, passt die Bedeutung des Herbeibeorderns oder Vorladens. Geht es um Worte, einen geschriebenen Abschnitt oder eine gesprochene Äußerung, passt die Bedeutung der wörtlichen Wiedergabe. Geht es um das Anführen oder Erwähnen von etwas oder jemandem, liegt die entsprechende weitere Bedeutung nahe. Für Fragen zur Rechtschreibung lässt sich damit zunächst festhalten: Die Schreibung „zitieren“ ist die richtige, und sie hat die genannten Bedeutungen.

Wer einen eigenen Satz prüft, sollte daher nicht nur die Buchstabenfolge betrachten. Zu prüfen sind außerdem die im Satz genannte Person, der erwähnte Ort, der wiedergegebene Wortlaut oder der Gegenstand des Anführens.

Konkrete Regel und vollständige Beispielsätze zu richtig zietieren

Bedeutung und Kontext unterscheiden

Es gibt drei inhaltliche Richtungen, die als getrennte Alternativen gelten:

  1. Eine Person an einen Ort beordern oder vorladen: Ein neutraler Beispielsatz ist: „Das Gericht zitierte die Person zu einem Termin.“ Hier verbindet der Satz das Verb mit einer Person und einem Termin.
  2. Geschriebenes oder Gesprochenes wörtlich wiedergeben: Ein neutraler Beispielsatz ist: „Im Bericht zitierte sie einen kurzen Satz aus dem Interview.“ Hier steht die Wiedergabe von Gesprochenem im Mittelpunkt.
  3. Etwas oder jemanden anführen oder erwähnen: Ein neutraler Beispielsatz ist: „Der Vortrag zitierte mehrere historische Namen.“ Hier bezeichnet der Satz das Anführen oder Erwähnen, ohne daraus automatisch eine wörtliche Wiedergabe abzuleiten.

Diese nummerierten Bedeutungen sind keine gemeinsame Pflichtbeschreibung. Der erste Beispielsatz zielt auf eine Vorladung, der zweite auf wörtliche Wiedergabe und der dritte auf Anführen oder Erwähnen. Der Kontext macht sichtbar, welche Aussageabsicht der jeweilige Satz trägt.

Bei der Prüfung eines Ausdrucks im eigenen Text helfen sprachliche Bezugspunkte. Ein Satz über einen Wortlaut steht in einem anderen Zusammenhang als ein Satz über eine vorgeladene Person. Auch der Ausdruck „anführen“ oder „erwähnen“ setzt einen anderen Schwerpunkt als die ausdrückliche Wiedergabe gesprochener oder geschriebener Worte. Für Rechtschreibregeln sowie für Groß- und Kleinschreibung gibt es hier keine zusätzlichen Einzelregeln; es geht allein um die Schreibung und die genannten Bedeutungen.

Der Kontext zeigt außerdem die Aussageabsicht: Soll eine Handlung gegenüber einer Person beschrieben werden, soll fremder Wortlaut wiedergegeben werden oder soll etwas beziehungsweise jemand genannt werden? Diese Frage verbindet die Bedeutung mit dem Satz, ohne eine weitere Fachbedeutung zu erfinden. Bei Unsicherheit prüfe den konkreten Satz zusammen mit dem DWDS-Artikel.

Drei eigene Beispiele für unterschiedliche Kontexte

Die folgenden Sätze sind eigenständige, neutrale Beispiele. Sie übernehmen keine Wörterbuchbeispiele und zeigen die Bedeutungsrichtungen getrennt.

  1. Vorladung oder Beorderung: „Die Behörde zitierte den Zeugen zu einem Gespräch.“ Der Satz beschreibt eine Person, die an einen genannten Termin oder Ort gerufen wird. Aus dem Satz allein folgt keine zusätzliche Aussage über Zuständigkeit, Frist oder rechtliche Wirkung.
  2. Wörtliche Wiedergabe: „Die Studentin zitierte im Referat einen Satz aus dem Gespräch.“ Hier steht die Wiedergabe von Gesprochenem im Vordergrund. Wenn der Satz in einem Bereich wie wissenschaftliches Schreiben verwendet wird, bleibt für die Bedeutung entscheidend, dass Worte wiedergegeben werden.
  3. Anführen oder Erwähnen: „Der Artikel zitierte mehrere Namen aus der Debatte.“ In diesem Satz werden Namen angeführt oder erwähnt. Er behauptet nicht, dass die Namen zugleich wörtlich wiedergegeben wurden.

Die Beispiele lassen sich mit verschiedenen sprachlichen Prüfbereichen verbinden, ohne dass daraus neue Bedeutungen entstehen. Die Getrennt- und Zusammenschreibung betrifft hier nicht die drei Bedeutungsalternativen. Ebenso entscheidet die Kommasetzung nicht darüber, welcher Sinn von „zitieren“ vorliegt. Die Zeichensetzung kann im eigenen Satz gesondert geprüft werden, während die Bedeutung aus dem Zusammenhang von Verb, Bezug und Aussageabsicht bestimmt wird.

Für eine eigene Formulierung kann man zunächst feststellen, was im Satz genannt wird: eine Person und ein Ziel, ein wiedergegebener Wortlaut oder etwas beziehungsweise jemand, der angeführt wird. Danach lässt sich der Satz mit der passenden Bedeutungsalternative vergleichen. Ein bloßer Themenbereich reicht dafür nicht aus; entscheidend ist der konkrete Satzkontext.

Abgrenzung zu ähnlichen Ausdrücken

Das DWDS nennt bedeutungsverwandte Ausdrücke wie „sich auf etwas berufen“, „sich auf etwas beziehen“, „Bezug nehmen auf“, „verweisen auf“ und „zurückgreifen auf“. Diese Ausdrücke dürfen nicht pauschal mit „zitieren“ gleichgesetzt werden. Bedeutungsverwandt heißt aber nicht bedeutungsgleich, und im eigenen Satz sind die Ausdrücke nicht beliebig austauschbar.

Auch „anführen“ und „erwähnen“ erscheinen im DWDS als Bedeutungsangaben zu „zitieren“. Daraus folgt nicht, dass jeder Satz mit „anführen“ oder „erwähnen“ automatisch eine wörtliche Wiedergabe bezeichnet. Umgekehrt sollte ein Satz über wörtlich wiedergegebene Worte nicht ohne Prüfung einer anderen Bedeutungsrichtung zugeordnet werden. Die Verwechslung lässt sich vermeiden, indem man die Aussageabsicht des konkreten Satzes bestimmt.

Die Schreibfrage „zietieren“ ist ebenfalls nicht mit einer frei erfundenen Zusatzbedeutung zu beantworten. Die DWDS-Suche ordnet diese Abfrage dem Artikel „zitieren“ als am besten passend zu und verweist zugleich auf eine Wortinformationsseite zu „zietieren“. Deshalb sollte die Schreibweise im verwendeten Wörterbuch- oder Textzusammenhang geprüft werden. Eine Aussage über eine Rechtschreibreform, über Rechtschreibprogramme oder über eine verbindliche institutionelle Vorgabe lässt sich aus dem Wort allein nicht ableiten.

Weitere sprachliche Nachschlagefragen bleiben davon getrennt. Die Form Abkürzungen richtig schreiben betrifft einen anderen Prüfgegenstand. Ebenso beantworten Wortbedeutungen und Abkürzungen, Artikel der, die und das, Pluralbildung, Synonyme und Textformen nicht automatisch die Bedeutung dieses Verbs. Sie können als eigene Nachschlagefragen behandelt werden, dürfen aber nicht als zusätzliche Definition von „zitieren“ ausgegeben werden.

Konkreter Abschlusscheck zu richtig zietieren

Kurzer Check für den eigenen Satz

Prüfe die Verwendung in dieser Reihenfolge:

  1. Vergleiche zuerst die Schreibweise und ermittle, ob der eigene Satz das dokumentierte Stichwort „zitieren“ meint oder ob die Suchanfrage „zietieren“ gesondert geprüft werden muss.
  2. Bestimme dann den Kern des Satzes: Wird eine Person an einen bestimmten Ort beordert oder vorgeladen, werden geschriebene oder gesprochene Worte wörtlich wiedergegeben, oder wird etwas beziehungsweise jemand angeführt oder erwähnt?
  3. Ordne anschließend nur eine passende Bedeutungsalternative zu. Behandle die nummerierten Bedeutungen nicht als gemeinsame Pflichtmerkmale.
  4. Prüfe den konkreten Satzkontext und die Aussageabsicht. Frage dabei, welche Person, welcher Wortlaut oder welcher Gegenstand im Satz tatsächlich genannt wird.
  5. Vergleiche schließlich ähnliche Ausdrücke mit dem DWDS-Artikel, statt sie pauschal gleichzusetzen. Besonders bei „sich beziehen auf“, „verweisen auf“ oder „sich berufen auf“ ist der konkrete Satz maßgeblich.

Wenn nach diesem Check keine tragende Zuordnung möglich ist, prüfe den DWDS-Artikel zusammen mit dem vollständigen Satz erneut. Die Prüfung bleibt damit auf Kernbedeutung, Kontext, Aussageabsicht und mögliche Verwechslungen beschränkt.

Quellen und Stand

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Häufige Fragen zu Richtig zietieren

Warum wird „zietieren“ mit „zitieren“ verbunden?

Die DWDS-Suche ermittelte für die Abfrage „zietieren“ den Artikel „zitieren“ als am besten passend. Zugleich gibt es im DWDS eine Wortinformationsseite zu „zietieren“. Diese Einordnung beschreibt die Suchausgabe und begründet keine zusätzliche Bedeutung.

Welche Bedeutung hat „zitieren“ bei einer Person?

Eine dokumentierte Bedeutungsalternative ist, jemanden an einen bestimmten Ort zu beordern oder vorzuladen. Ob diese Alternative im eigenen Satz passt, prüfst du am konkreten Bezug auf die Person und den genannten Ort oder Termin.

Was bedeutet „zitieren“ bei gesprochenen oder geschriebenen Worten?

Eine weitere Bedeutung ist, Geschriebenes oder Gesprochenes wörtlich wiederzugeben. Ein eigener Satz muss deshalb darauf geprüft werden, ob tatsächlich die Wiedergabe von Worten gemeint ist.

Kann „zitieren“ auch „anführen“ oder „erwähnen“ bedeuten?

Ja. Das DWDS führt „etwas oder jemanden anführen, erwähnen“ als weitere Bedeutungsrichtung an. Diese Alternative darf nicht automatisch mit der wörtlichen Wiedergabe gleichgesetzt werden.

Sind „sich beziehen auf“ und „zitieren“ dasselbe?

„Sich auf etwas beziehen“ ist ein bedeutungsverwandter Ausdruck. Daraus folgt keine vollständige Bedeutungsidentität. Für die passende Verwendung ist der konkrete Satzkontext zu prüfen.

Welche Angaben sollte ich bei einer unsicheren Verwendung prüfen?

Prüfe die dokumentierte Schreibung, die passende Bedeutungsalternative, den konkreten Satzkontext und die Aussageabsicht.

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