Nach mit Dativ oder Akkusativ sicher verwenden
Nach mit Dativ oder Akkusativ einfach erklärt
Als Präposition steht „nach“ mit Dativ: nach dem Unterricht, nach der Sitzung, nach den Übungen. Die folgenden Beispiele zeigen, wie du die Wortgruppe im Satz erkennst.
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Präpositionen und ihr Fall: Merkzettel
Die Verwendung von nach im Satz und die Frage dahinter: welcher Fall nach welcher Präposition? Die Übersicht führt Dativ, Akkusativ und Genitiv auf, dazu die Wechselpräpositionen mit der Wo-oder-wohin-Probe, Beispiele inklusive. Wo die Umgangssprache abweicht, steht es dabei.
Die zentrale Regel zu „nach“
Nach verlangt als Präposition den Dativ, nicht den Akkusativ. Frage deshalb nach der Wortgruppe, die auf „nach“ folgt: nach dem Seminar, nach der Sitzung, nach den Übungen.
Die Wortfolge nach dem Schema nach + Dativ wird als geschlossene Einheit behandelt. Zuerst bestimmst du, welches Wort direkt auf „nach“ kommt. Danach schaust du, ob dieses Wort inklusive Artikel oder Pronomen im Dativ steht. Steckt die Form uneindeutig, kläre die grammatische Rolle anhand des ganzen Satzes. Entscheide nicht allein aufgrund des Hörens, der gesprochenen Alltagssprache oder eines angenommenen Klangs.
„Nach“ kann eine Richtung oder einen Zeitpunkt ausdrücken, etwa in „nach Berlin“ oder „nach dem Unterricht“. Als Präposition bleibt es dabei beim Dativ.
Schreibe nach „nach“ nicht zwei Kasusvarianten auf. Prüfe die vollständige Wortgruppe; für die Präposition gilt der Dativ.
Wer seine Rechtschreibung ordnet, sollte die grammatische Frage von anderen Prüfungen trennen. Rechtschreibregeln können bei der Schreibung helfen, ersetzen aber in diesem Zusammenhang nicht die Prüfung der Wortgruppe. Auch Groß- und Kleinschreibung, Getrennt- und Zusammenschreibung, Kommasetzung und Zeichensetzung beantworten nicht die Frage, welche Form nach der Präposition steht.

Die Form im vollständigen Satz erkennen
Achte auf drei Punkte: „nach“, die folgende Wortgruppe und deren Form. So erkennst du im Satz, ob die Präpositionalgruppe im Dativ steht.
Beispiel: Wir gehen nach dem Unterricht. „Nach dem Unterricht“ ist eine Präpositionalgruppe. „Dem Unterricht“ steht im Dativ.
Beispiel: Nach dem Gespräch notierte sie die wichtigsten Punkte. Die Wortfolge „nach dem Gespräch“ beginnt den Satz. Diese Position verschiebt den Quellenbefund nicht. Hebe „nach“ hervor, grenze die nächste Wortgruppe ab und teste dort die Form „dem Gespräch“. Die darauffolgende Tätigkeit ist für die Analyse nur der Kontext, in dem die Präpositionalphrase auftaucht.
Beispiel: Nach der Vorlesung blieb der Raum noch offen. Hier folgt auf „nach“ die Wortgruppe „der Vorlesung“. Analysiere wieder die Kombination aus Präposition und anschließender Form. Eine andere Satzstellung, ein anderes Substantiv oder eine andere Bedeutung darf nicht ohne Beleg als neue Regel formuliert werden.
Bei der Überarbeitung eines Textes kannst du zuerst die markierte Wortgruppe isolieren. Notiere dann „nach“ und die folgende Form nebeneinander. Vergleiche diese Struktur mit dem belegten Muster nach + Dativ. Erst danach prüfst du den übrigen Satz. So bleiben Rechtschreibreform, der Bereich Rechtschreibprogramme sowie das Thema wissenschaftliches Schreiben von der konkreten Kasusprüfung getrennt.
Ein Textprogramm darf einen Hinweis liefern, aber die Begründung muss am Satz erfolgen. Schreibe deshalb nicht nur „richtig“ oder „falsch“, sondern benenne die Wortgruppe und ihre Form. Für Abkürzungen richtig schreiben, Wortbedeutungen und Abkürzungen, den Artikel der, die und das, die Pluralbildung und Synonyme gelten in dieser Analyse keine zusätzlichen Aussagen, weil der Quellenbeleg allein die hier erklärte Verwendung von „nach“ trägt.
Drei analysierte Beispielsätze
Beispiel 1: Nach dem Seminar las Mara ihre Notizen. „Dem Seminar“ steht im Dativ. Die Präpositionalgruppe lautet „nach dem Seminar“.
Beispiel 2: Nach der Sitzung ordnete Tom die Unterlagen. „Der Sitzung“ ist Dativ. Entscheidend ist die Wortgruppe „nach der Sitzung“, nicht das Verb „ordnete“.
Beispiel 3: Nach den Übungen wiederholte Lea die Regel. „Den Übungen“ steht im Dativ Plural. Die Wortgruppe folgt dem Muster nach + Dativ.
Die drei Beispiele zeigen denselben Prüfweg mit unterschiedlichen anschließenden Wortgruppen. Aus dem Wechsel von „dem“, „der“ und „den“ folgt hier keine Behauptung über sämtliche Formen der deutschen Sprache. Er zeigt nur, wie du den jeweils vollständigen Ausdruck am eigenen Satz untersuchst. Wenn du den Satz in einem längeren Text verwendest, halte die geprüfte Wortgruppe unverändert fest und bearbeite danach die übrigen Schreibfragen.
Für die weitere Textarbeit können Textformen unterschieden werden, sofern diese Unterscheidung im jeweiligen Arbeitsauftrag benötigt wird. Die drei Sätze bleiben jedoch grammatische Einzelbeispiele. Sie belegen nicht eigenständig eine zusätzliche Bedeutung, eine Häufigkeit oder eine allgemeine Ausnahme. Wenn eine Form nicht eindeutig zugeordnet werden kann, kennzeichne die Stelle zur Prüfung, statt aus dem Beispiel eine neue Variante abzuleiten.
Was der Quellenbeleg nicht entscheidet
Die Kasusregel betrifft „nach“ als Präposition. Das gleich geschriebene Wort kann in anderen Verwendungen, etwa als Adverb, eine andere Wortart haben. Für Präpositionalgruppen wie „nach dem Seminar“ gilt der Dativ.
Auch aus einem einzelnen Ausdruck darf keine Regel für einen anderen Ausdruck entstehen. Wenn ein Satz eine feste Verbindung, eine besondere Bedeutung oder eine Form enthält, prüfe diese Stelle gesondert. Übertrage weder die Form noch die Bedeutung allein wegen einer ähnlichen Aussprache. Die Quellenregel verlangt keine Entscheidung aus dem Gehör.
Die Quelle enthält außerdem einen Hinweis auf eine veraltende Bedeutung beziehungsweise Verwendung. Dieser Hinweis darf nicht zu einer allgemeinen zeitlichen, regionalen oder stilistischen Aussage erweitert werden. Wenn du eine konkrete Form als veraltet, gegenwärtig, umgangssprachlich oder fachsprachlich einordnen möchtest, benötigst du dafür einen direkten Beleg. Liegt er nicht vor, formuliere eine Prüfhandlung: Prüfe die Einordnung in einer geeigneten Sprachquelle.
Der Beleg transportiert ebenso wenig Informationen über eine bestimmte Gattung, Organisation, Ausbildung, Testphase oder berufliche Intention. Bezüglich wissenschaftliches Schreiben ergibt sich aus dem Material nur das Ziel der genauen Satzkontrolle, nicht aber eine spezifische Organisationsvorgabe. In Bezug auf Rechtschreibprogramme darf ein Vermerk somit nicht als abschließendes Argument gelten, wenn die zugrunde liegende Wortreihe nicht untersucht wurde.
Falls eine Korrektur mehrere Schreibweisen anbietet, vergleiche jede angebotene Form mit dem belegten Muster. Frage dabei nicht zuerst, welche Variante vertrauter klingt. Prüfe, ob die Quelle die betreffende Bedeutung, die betreffende Wortgruppe und den betreffenden Kasus direkt trägt. Wenn eine dieser Prüfungen nicht möglich ist, bleibt die Aussage auf die belegte Dativverbindung beschränkt.

Prüfablauf beim eigenen Satz
Arbeite die folgende kurze Kontrolle vollständig ab:
- Setze das Zeichen „nach“ hervor.
- Bestimme die Grenzen der unmittelbar folgenden Wortgruppe.
- Vergleiche die Wortgruppe mit dem Muster nach + Dativ.
- Bestimme die Rolle der Wortgruppe nur anhand des ganzen Satzes.
- Überlege, ob du eine Richtungsbedeutung oder eine zeitliche Bedeutung im Sinn von anschließend oder danach beschreibst. Verwende keine weitergehende Bedeutungsangabe ohne direkten Beleg.
- Lösche jegliche Aussage, die eine Akkusativalternative ohne Quellenbasis erlaubt.
- Nutze deine drei Beispiele oder baue einen neutralen Satz und wiederhole den Ablauf.
- Separiere die Fallanalyse von Kommasetzung, Zeichensetzung, Groß- und Kleinschreibung sowie Getrennt- und Zusammenschreibung.
Der Kurzcheck lautet: Steht „nach“ als Präposition, folgt der Dativ. Bei einer unklaren Verwendung prüfst du Wortart und Wortgruppe in einer Sprachquelle.
Weiterführende Hinweise findest du bei Rechtschreibung, Rechtschreibregeln, Rechtschreibreform, Abkürzungen richtig schreiben, Wortbedeutungen und Abkürzungen, Artikel der, die und das, Pluralbildung, Synonyme und Textformen.
Quellen und Stand
- nach ▶ Rechtschreibung, Bedeutung, Definition, Herkunft | Duden: www.duden.de (zuletzt geprüft: 2026-08-30)
Die Beispiele zeigen, wie du „nach“ mit Dativ sicher verwendest.