Mitbewohner und Mitbewohnerin passend gendern
Mitbewohner Mitbewohnerin richtig gendern
Der Wörterbucheintrag zeigt die grammatischen Formen von Mitbewohner und Mitbewohnerin sowie belegte Paarformen, Schrägstrichschreibungen, Klammerformen und geschlechtsneutrale Varianten.
Welche Formen gibt es für Mitbewohner und Mitbewohnerin?
Ausgangspunkt sind Mitbewohner und Mitbewohnerin. Der Eintrag weist für Mitbewohner im Singular Mitbewohner im Nominativ, Dativ und Akkusativ sowie Mitbewohners im Genitiv aus. Im Plural stehen Mitbewohner für Nominativ und Akkusativ und Mitbewohnern für den Dativ.
Bei Mitbewohnerin nennt der Eintrag im Singular durchgehend Mitbewohnerin. Die Pluralform lautet Mitbewohnerinnen.
Als Paarformen verzeichnet die Quelle im Nominativ Singular die Mitbewohnerin bzw. der Mitbewohner und im Genitiv der Mitbewohnerin bzw. des Mitbewohners. Im Plural sind unter anderem die Mitbewohnerinnen und -bewohner im Nominativ und den Mitbewohnerinnen und -bewohnern im Dativ aufgeführt.
Der Eintrag enthält außerdem Schrägstrichformen, darunter der/die Mitbewohner/-in im Nominativ Singular sowie die Mitbewohner/-innen im Nominativ Plural. Die dortigen Genitiv- und Dativformen tragen einen Stern. Vor der Übernahme einer Sternform sollte die vollständige Schreibweise im Eintrag geprüft werden.
Bei den Klammerformen stehen der/die Mitbewohner(in) im Nominativ Singular, die Mitbewohner(innen) im Nominativ Plural und den Mitbewohner(inne)n im Dativ Plural. Für die Verwendung ist jeweils die vollständig angegebene Form zu prüfen.
Als geschlechtsneutrale Bezeichnung führt die Quelle die Partizipialform Mitbewohnende. Genannt werden der/die Mitbewohnende im Nominativ Singular, des/der Mitbewohnenden im Genitiv und den/die Mitbewohnende(n) im Akkusativ. Im Plural unterscheidet der Eintrag Mitbewohnende, die Mitbewohnenden und den Mitbewohnenden für die jeweils aufgeführten Formen.

Welche Form passt zu welchem Satzkontext?
Für einen Satz lässt sich zunächst prüfen, welcher Kasus und welche Zahl benötigt werden. Im Nominativ Singular führt der Eintrag die Paarform die Mitbewohnerin bzw. der Mitbewohner, die Schrägstrichform der/die Mitbewohner/-in, die Klammerform der/die Mitbewohner(in) und der/die Mitbewohnende als Partizipialform auf.
Im Genitiv Singular sind die Paarform der Mitbewohnerin bzw. des Mitbewohners und die neutrale Form des/der Mitbewohnenden belegt. Die Schrägstrich- und Klammerformen sind an dieser Stelle im Eintrag mit einem Stern gekennzeichnet. Für eine Übernahme kann deshalb die vollständige, dort angegebene Form geprüft werden.
Im Nominativ Plural nennt die Quelle die Mitbewohnerinnen und -bewohner, die Mitbewohner/-innen und die Mitbewohner(innen). Bei der Partizipialform stehen Mitbewohnende und die Mitbewohnenden.
Für den Dativ Plural enthält der Eintrag den Mitbewohnerinnen und -bewohnern, den Mitbewohnern/-innen, den Mitbewohnenden und den Mitbewohner(inne)n. Die Schrägstrichform ist dort mit einem Stern gekennzeichnet. Für den Satz kann die vollständige Angabe aus dem Eintrag abgeglichen werden.
Bei der Auswahl kann der vollständige Ausdruck einschließlich Artikel mit der Satzstelle abgeglichen werden. Dabei lässt sich prüfen, ob Singular oder Plural sowie Nominativ, Genitiv, Dativ oder Akkusativ vorliegt. Einzelne Endungen oder abgeschnittene Textteile reichen nicht als vollständige Form.
Die Quelle stellt getrennte feminine und maskuline Formen, Paarformen, Schrägstrich- und Klammerformen sowie die partizipiale neutrale Bezeichnung nebeneinander. Für den konkreten Satz kann dann eine vollständig belegte Form mit dem passenden Kasus ausgewählt werden.
Welche Paarformen und neutralen Alternativen sind belegt?
Als Paarform nennt der Wörterbucheintrag ausgeschriebene Kombinationen aus femininer und maskuliner Personenbezeichnung. Im Nominativ Singular steht die Mitbewohnerin bzw. der Mitbewohner. Im Genitiv Singular lautet die belegte Form der Mitbewohnerin bzw. des Mitbewohners. Für den Nominativ Plural ist die Mitbewohnerinnen und -bewohner angegeben. Im Dativ Plural nennt die Quelle den Mitbewohnerinnen und -bewohnern.
Eine weitere belegte Schreibweise arbeitet mit dem Schrägstrich. Im Nominativ Singular führt die Quelle der/die Mitbewohner/-in auf. Im Nominativ Plural steht die Mitbewohner/-innen. Die Quelle versieht eine Genitivform und eine Dativform dieser Schreibweise mit einem Stern. Diese Kennzeichnung wird beibehalten und nicht durch eine zusätzliche Regel erklärt.
Bei der Klammerform nennt der Eintrag im Nominativ Singular der/die Mitbewohner(in). Für den Nominativ Plural ist die Mitbewohner(innen) angegeben. Im Dativ Plural steht den Mitbewohner(inne)n. Auch hier werden nur die vollständigen, ausdrücklich aufgeführten Formen verwendet.
Als geschlechtsneutrale Alternative ist die Partizipialform Mitbewohnende belegt. Die Quelle unterscheidet dabei nach Satzfunktion und Flexion. Genannt werden der/die Mitbewohnende im Nominativ Singular, des/der Mitbewohnenden im Genitiv Singular, den/die Mitbewohnende(n) im Akkusativ Singular, Mitbewohnende und die Mitbewohnenden im Nominativ Plural sowie den Mitbewohnenden im Dativ Plural.
Damit stehen mehrere direkt belegte Alternativen zur Verfügung. Eine einzelne Form wird durch den Eintrag nicht als überall verpflichtend ausgewiesen. Für die eigene Entscheidung sollten deshalb die Satzstruktur, der gewünschte Personenbezug und die Verständlichkeit der konkreten Form zusammen betrachtet werden. Wo die Quelle eine Form nur mit Stern markiert, sollte keine ergänzte Variante an ihre Stelle treten.
Drei vollständige Beispielsätze mit unterschiedlichen Formen
Die folgenden Sätze verwenden unterschiedliche, im Wörterbucheintrag genannte Formen. Sie zeigen jeweils einen vollständigen Satz mit erkennbarem Personenbezug und vollständiger grammatischer Form.
Die Mitbewohnerin bzw. der Mitbewohner unterschreibt die Vereinbarung.
Die Mitbewohnerinnen und -bewohner treffen sich im Gemeinschaftsraum.
Den Mitbewohnenden wurde der neue Schlüssel übergeben.
Im ersten Beispiel steht eine Paarform im Nominativ Singular. Der Ausdruck nennt die feminine und die maskuline Form und ist als vollständige Satzgruppe eingesetzt. Im zweiten Beispiel steht die im Eintrag aufgeführte Paarform im Nominativ Plural.
Im dritten Beispiel erscheint die partizipiale neutrale Form den Mitbewohnenden. Der Wörterbucheintrag führt diese Form für den Dativ Plural auf.
Die Beispiele legen keine einzelne Ausdrucksweise für alle Sätze fest. Sie zeigen nur, wie verschiedene belegte Formen in eigenständigen, kurzen Sätzen stehen können. Vor der Übernahme in einen eigenen Text ist die jeweilige Satzstelle erneut zu prüfen. Besonders bei Singular und Plural sowie bei Nominativ und Dativ ändern sich Artikel oder Endungen.

Wie lässt sich die passende Form auswählen?
Beginne mit der Ausgangsform des Satzes. Prüfe, ob der Text von Mitbewohner, Mitbewohnerin oder von beiden Personenbezeichnungen ausgeht. Wenn beide ausdrücklich genannt werden sollen, stehen im Quellenpaket ausgeschriebene Paarformen wie die Mitbewohnerin bzw. der Mitbewohner und die Mitbewohnerinnen und -bewohner zur Verfügung.
Prüfe anschließend den Personenbezug. Soll die feminine und die maskuline Bezeichnung sichtbar bleiben, ist eine belegte Paarform oder eine der genannten Kurzschreibweisen zu betrachten. Soll eine geschlechtsneutrale Bezeichnung verwendet werden, ist die Partizipialform Mitbewohnende mit ihren im Eintrag genannten Kasus- und Pluralformen zu prüfen.
Danach ist die Zielgruppe einzubeziehen. Lies die vollständige Form so, wie sie in deinem Text erscheinen würde. Vergleiche dabei nicht nur das einzelne Wort, sondern auch Artikel, Endung und Satzumgebung. Eine Form, die im Nominativ genannt ist, darf nicht ohne Prüfung in einen Genitiv oder Dativ übertragen werden.
Zum Schluss sollte die Lesbarkeit betrachtet werden. Wähle nur eine der im Quellenpaket belegten vollständigen Formen und setze sie in den konkreten Satz ein. Wenn eine Schreibweise im Eintrag mit einem Stern markiert ist, übernimm diese Markierung als Hinweis des Eintrags und ergänze keine eigene Variante.
- Ausgangsform: Mitbewohner, Mitbewohnerin, Paarform oder neutrale Form bestimmen.
- Personenbezug: prüfen, ob feminine und maskuline Bezeichnungen ausdrücklich erscheinen sollen.
- Zielgruppe: den vollständigen Ausdruck in der vorgesehenen Lesesituation betrachten.
- Lesbarkeit: Artikel, Kasus, Singular oder Plural und die vollständige Wortgruppe gemeinsam lesen.
Diese Prüfung führt zu einer begründeten Auswahl aus den belegten Formen, ohne eine einzelne Variante als überall verpflichtend oder immer passend darzustellen.
Passende nächste Schritte
Quellen und Stand
- Fachquelle: www.genderator.app (geprüft am 2026-08-15)