Masterarbeit auf Englisch: klar planen und schreiben

Masterarbeit englisch

Lesezeit ca. 8 Min. · zuletzt aktualisiert: 15. August 2026 · Weitere Tipps für Studium und wissenschaftliches Arbeiten

Der englische Leitfaden des Instituts für Umweltplanung ordnet Englisch als mögliche, häufig bevorzugte Sprachwahl ein und verbindet sie mit formaler Sprache, Forschungsfrage, Literaturüberblick, rotem Faden und Schluss.

Was beim Schreiben einer englischen Masterarbeit zuerst zu klären ist

Wenn du eine Masterarbeit auf Englisch schreiben möchtest, kannst du den direkten englischen Hochschulleitfaden deines Instituts zur Orientierung lesen. Der hier zugrunde gelegte Leitfaden stammt aus dem Institut für Umweltplanung der Leibniz Universität Hannover. Seine Aussagen beschreiben den dort genannten Rahmen und sind nicht automatisch allgemeine Regeln für jede Hochschule oder jedes Fach.

Der Leitfaden ordnet die Sprachwahl ausdrücklich ein: Eine Arbeit kann dort auf Englisch oder Deutsch verfasst werden. Englisch wird im Leitfaden häufig bevorzugt, besonders weil die zugrunde liegende Literatur häufig englischsprachig ist. Lies für die Sprachwahl den direkten Leitfaden. Die konkrete Gestaltung des Hauptteils soll nach dem Leitfaden mit der Betreuung besprochen werden.

Die Entscheidung für Englisch steht nicht allein. Sie verbindet sich mit der Forschungsfrage, dem wissenschaftlichen Stil, dem Literaturüberblick und der späteren Argumentation. Der Leitfaden verlangt eine streng formale Sprache. Außerdem soll die Einleitung das Thema motivieren, eine Forschungslücke hervorheben und die Forschungsziele oder Forschungsfragen ausdrücklich nennen. Am Ende der Einleitung wird die Struktur der Arbeit kurz beschrieben.

Für die Masterarbeit ergibt sich damit eine belastbare Grundorientierung: Prüfe zuerst die Sprachwahl im direkten Institutsleitfaden, formuliere danach die Forschungsfrage und plane anschließend die Argumentation anhand des Literaturüberblicks. Die konkrete Ausgestaltung des Hauptteils bleibt an Thema und Umfang gebunden und soll mit der Betreuung besprochen werden.

Ungeeignete und belastbare Vorgehensweise bei Masterarbeit englisch

Streng formale Sprache für den englischen Text

Der Leitfaden fordert für Seminar- und Abschlussarbeiten eine streng formale Sprache. Lies wissenschaftliche Arbeiten, um Stil und Formulierungen fortgeschrittener Autorinnen und Autoren zu verstehen.

Slang gehört nach dem Leitfaden nicht in die wissenschaftliche Arbeit. Auch Kurzformen sollen vermieden werden. Schreibe daher beispielsweise eine vollständige englische Form statt einer verkürzten Form mit Apostroph. Ebenso sollen Wendungen wie I think oder I believe nicht in einer wissenschaftlichen Arbeit stehen. Der Leitfaden nennt diese Ausdrücke ausdrücklich als unpassend für den wissenschaftlichen Text.

Die Motivation des Themas, die Forschungslücke sowie Forschungsziele oder Forschungsfragen gehören nach dem Leitfaden in die Einleitung. Aussagen, die auf Gedanken oder Ergebnissen anderer beruhen, müssen korrekt zitiert werden.

Auch direkte und indirekte Zitate behandelt der Leitfaden unterschiedlich. Ein direktes Zitat übernimmt die Worte der Quelle und wird mit Anführungszeichen sowie einer genauen Seitenangabe kenntlich gemacht. Eine indirekte Wiedergabe formuliert die Aussage in eigenen Worten, benötigt aber ebenfalls einen korrekten Quellenhinweis. Prüfe den Text auf Slang, Kurzformen, persönliche Wendungen und fehlende Quellenhinweise.

Einleitung, Hauptteil, Schluss und Literaturverzeichnis verbinden

Der Leitfaden nennt für eine erste Orientierung eine Abfolge aus Titelseite, Inhaltsverzeichnis, gegebenenfalls weiteren Verzeichnissen, Einleitung, Hauptteil, Schluss, Literaturverzeichnis, Anhang und Eigenständigkeitserklärung. Für die hier verlangte inhaltliche Orientierung sind besonders Einleitung, Hauptteil, Schluss und Literaturverzeichnis miteinander zu verbinden. Diese Elemente geben die im Leitfaden beschriebene Orientierung wieder und sind keine allgemeingültige Vorgabe für jede Hochschule oder jedes Fach.

Die Einleitung motiviert das konkrete Thema und hebt die Forschungslücke hervor. Sie kann außerdem den zusätzlichen Wert der Arbeit erläutern. Forschungsziele oder Forschungsfragen sollen ausdrücklich genannt werden. Am Ende der Einleitung wird kurz erklärt, wie die Arbeit aufgebaut ist.

Der Hauptteil hängt laut Leitfaden wesentlich vom Thema und vom Umfang der Arbeit ab. Seine genaue Gestaltung darf deshalb nicht als allgemeingültiger Kapitelplan dargestellt werden. Besprich sie mit der Betreuung. Ausgehend von der Einleitung wird im Hauptteil der Argumentationsgang entwickelt. Der Leitfaden sieht außerdem einen Literaturüberblick vor und nennt idealerweise einen theoretischen sowie einen empirischen Teil.

Die einzelnen Unterkapitel sollen sinnvoll miteinander verbunden sein, damit ein roter Faden erkennbar bleibt. Gegenpositionen aus der Literatur werden mit Quellen angezeigt und ihre jeweiligen Grenzen herausgearbeitet. Eigene Gedanken werden aus dieser Auseinandersetzung entwickelt und begründet. Wenn Daten verwendet werden, werden die Ergebnisse mit dem theoretischen Rahmen verbunden.

Der Schluss fasst die zentralen Ergebnisse zusammen und zieht weitere Schlussfolgerungen. Zuerst werden die in der Einleitung formulierten Forschungsfragen beantwortet. Der Leitfaden ordnet außerdem die Diskussion der Ergebnisse und Grenzen der eigenen Arbeit, Handlungsempfehlungen sowie weiteren Forschungsbedarf dem Schluss zu. Das Literaturverzeichnis enthält nur die Quellen, die in der Arbeit verwendet und zitiert wurden.

Ein praktischer Arbeitsablauf von der Sprachwahl bis zum Schluss

  1. Sprachwahl prüfen: Lies den direkten englischen Institutsleitfaden. Der Leitfaden ordnet Englisch und Deutsch als wählbare Sprachen ein und bezeichnet Englisch häufig als bevorzugt, weil die zugrunde liegende Literatur häufig englischsprachig ist.
  2. Forschungsfrage festhalten: Plane in der Einleitung die Motivation des Themas, die Forschungslücke sowie ausdrücklich genannte Forschungsziele oder Forschungsfragen.
  3. Allgemeinen Aufbau planen: Ordne die Arbeit zunächst über Einleitung, themenabhängigen Hauptteil, Schluss und Literaturverzeichnis. Behandle diese Reihenfolge als Orientierung des Leitfadens, nicht als universelle Regel für jede Masterarbeit.
  4. Formalen Stil festlegen: Schreibe streng formal. Streiche Slang, Kurzformen sowie Formulierungen wie I think und I believe. Nutze wissenschaftliche Arbeiten als Orientierung für Stil und Formulierungen.
  5. Literaturüberblick planen: Plane den im Leitfaden vorgesehenen Literaturüberblick; dieser kann einen theoretischen und einen empirischen Teil umfassen. Gib Gedanken und Ergebnisse anderer mit korrekten Quellenhinweisen an.
  6. Roter Faden entwickeln: Verbinde die Unterkapitel sinnvoll. Stelle kontrastierende Literaturpositionen mit Quellen dar, arbeite ihre Grenzen heraus und entwickle daraus begründete eigene Gedanken. Wenn Daten verwendet werden, verbinde die Ergebnisse mit dem theoretischen Rahmen.
  7. Schluss vorbereiten: Führe die Argumentation zur Forschungsfrage zurück. Beantworte zuerst die Fragen aus der Einleitung, fasse die zentralen Ergebnisse zusammen und ordne Grenzen der eigenen Arbeit, Handlungsempfehlungen sowie weiteren Forschungsbedarf im Rahmen des Leitfadens ein.

So liegen für die weitere Arbeit eine geprüfte Sprachwahl, eine formulierte Forschungsfrage, ein allgemeiner Aufbau, ein Literaturüberblick, verbundene Argumentationsschritte und ein Schlussplan vor. Die Detailgestaltung des Hauptteils bleibt mit Thema und Umfang verbunden und wird mit der Betreuung abgestimmt.

Kurze Planungsprobe an einem fiktiven englischen Thema

Fiktives Thema: Digital participation in urban planning. Die folgenden Notizen zeigen ausschließlich belegte Planungsschritte. Sie behaupten kein fachliches Ergebnis und legen keinen universellen Kapitelaufbau fest.

  • Sprachwahl: Die Arbeitsnotizen werden auf Englisch angelegt. Vor der endgültigen Ausarbeitung wird der direkte Institutsleitfaden auf die dort beschriebene Sprachwahl geprüft. Der Leitfaden ordnet Englisch als mögliche und häufig bevorzugte Wahl ein.
  • Einleitende Motivation: Die Einleitung soll erklären, warum das fiktive Thema untersucht wird, eine Forschungslücke markieren und den zusätzlichen Wert der Arbeit benennen.
  • Forschungsfrage: Planungsnotiz: How does the selected research perspective frame digital participation in urban planning? Die Frage wird ausdrücklich in der Einleitung genannt und bildet den Bezugspunkt für die weitere Argumentation.
  • Literaturüberblick: Zuerst werden einschlägige theoretische und empirische Quellen gesammelt. Jede Aussage, die auf fremden Gedanken oder Ergebnissen beruht, erhält einen passenden Quellenhinweis. Der Überblick bleibt auf die tatsächlich verwendete Literatur beschränkt.
  • Argumentationslinie: Die Notizen verbinden die Unterkapitel sinnvoll. Unterschiedliche Literaturpositionen werden mit Quellen dargestellt, ihre Grenzen werden herausgearbeitet und eigene Überlegungen werden daraus begründet entwickelt. Ein konkretes fachliches Ergebnis wird an dieser Stelle nicht erfunden.
  • Hauptteil: Die genaue Gestaltung wird nicht aus diesem Beispiel verallgemeinert. Sie wird wegen der Themen- und Umfangsabhängigkeit mit der Betreuung besprochen.
  • Schlussfrage: Planungsnotiz: What does the argument answer, and which limitations remain? Im Schluss werden zunächst die Forschungsfragen aus der Einleitung beantwortet. Danach werden die zentralen Ergebnisse und Grenzen der eigenen Arbeit zusammengeführt.

Das Beispiel zeigt damit eine englische Planung, ohne den Institutsleitfaden als allgemeine Hochschulregel auszugeben oder fachliche Ergebnisse zu behaupten.

Fortschrittsbalken für die einzelnen Ablaufstationen zu Masterarbeit englisch

Systematischer Qualitätscheck vor der Abgabe

Prüfe die Arbeit in einer festen Reihenfolge und vergleiche die Institutsvorgaben mit den Absprachen mit der Betreuung.

  • Englischentscheidung: Ist anhand des direkten Leitfadens nachvollziehbar geklärt, dass die Arbeit auf Englisch geschrieben werden soll? Wird Englisch nicht als allgemeine Pflicht jeder Masterarbeit dargestellt?
  • Formale Sprache: Enthält der Text Slang, Kurzformen oder Wendungen wie I think und I believe? Sind diese Stellen in einen streng formalen wissenschaftlichen Stil überarbeitet? Sind fremde Gedanken und Ergebnisse korrekt zitiert?
  • Forschungsfrage: Werden Forschungsziel oder Forschungsfrage ausdrücklich in der Einleitung genannt? Beantwortet der Schluss zuerst die Fragen, die dort formuliert wurden?
  • Literaturbezug: Enthält die Arbeit einen Literaturüberblick? Sind direkte Zitate mit Anführungszeichen und genauer Seitenangabe versehen? Sind indirekte Wiedergaben ebenfalls korrekt belegt? Enthält das Literaturverzeichnis nur tatsächlich verwendete und zitierte Quellen?
  • Zusammenhängende Argumentation: Sind die Unterkapitel sinnvoll verbunden? Werden unterschiedliche Literaturpositionen mit Quellen angezeigt, ihre Grenzen erläutert und eigene Gedanken daraus begründet entwickelt? Werden verwendete Daten mit dem theoretischen Rahmen verbunden?
  • Schluss: Fasst der Schluss die zentralen Ergebnisse zusammen, zieht weitere Schlussfolgerungen und verbindet die Ergebnisse mit der Problemdefinition aus der Einleitung? Diskutiert er die Grenzen der eigenen Arbeit und ordnet Handlungsempfehlungen sowie weiteren Forschungsbedarf ein?
  • Vorgaben und Betreuung: Wurde die konkrete Gestaltung des Hauptteils erneut mit der Betreuung abgestimmt? Wurde der Institutsleitfaden noch einmal auf die dort genannten formalen und inhaltlichen Orientierungspunkte geprüft?

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Quellen und Stand

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Häufige Fragen zu Masterarbeit englisch

Kann eine Masterarbeit auf Englisch geschrieben werden?

Der zugrunde gelegte englische Institutsleitfaden ordnet Englisch und Deutsch als wählbare Sprachen ein. Englisch wird dort häufig bevorzugt, besonders wegen der häufig englischsprachigen Literatur. Prüfe die konkrete Sprachwahl im direkten Institutsleitfaden.

Welche Sprache soll eine englische Masterarbeit verwenden?

Der Leitfaden fordert eine streng formale Sprache. Slang, Kurzformen sowie Wendungen wie „I think“ und „I believe“ sollen nicht in die wissenschaftliche Arbeit aufgenommen werden.

Welche Teile nennt der Leitfaden für die Orientierung?

Als zentrale Orientierung verbindet der Leitfaden Einleitung, Hauptteil, Schluss und Literaturverzeichnis. Die genaue Gestaltung des Hauptteils hängt von Thema und Umfang ab und soll mit der Betreuung besprochen werden.

Was gehört in die Einleitung?

Die Einleitung soll das Thema motivieren, eine Forschungslücke hervorheben und Forschungsziele oder Forschungsfragen ausdrücklich nennen. Am Ende wird die Struktur der Arbeit kurz beschrieben.

Wie entsteht ein roter Faden?

Die Unterkapitel werden sinnvoll verbunden. Literaturpositionen werden mit Quellen dargestellt, ihre Grenzen werden herausgearbeitet und eigene Gedanken daraus begründet entwickelt.

Was wird im Schluss geprüft?

Der Schluss fasst die zentralen Ergebnisse zusammen und beantwortet zuerst die Forschungsfragen aus der Einleitung. Der Leitfaden ordnet außerdem die Diskussion der Ergebnisse und Grenzen der eigenen Arbeit, Handlungsempfehlungen sowie weiteren Forschungsbedarf dem Schluss zu.

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