Lektorat für Dozenten: Skripte, Fachaufsätze und Prüfungsunterlagen
Zwischen Lehrdeputat und Publikationsdruck bleibt wenig Zeit
Lehrende an Hochschulen schreiben in zwei Registern gleichzeitig. Das Skript muss so klar sein, dass Studierende im dritten Semester folgen können. Der Fachaufsatz muss so präzise sein, dass die Gutachter im Peer Review nichts zu bemängeln finden. Beide Texte entstehen oft in derselben Woche, meist nachts, meist ohne dass jemand gegenliest.
Das Lektorat für Dozenten übernimmt genau diesen fehlenden Gegenblick, ohne inhaltlich einzugreifen. Fachliche Aussagen bleiben unangetastet, geprüft wird, ob der Satz das sagt, was gemeint ist.
Skripte und Foliensätze über mehrere Semester
Lehrmaterial wächst über Jahre, ein Vorlesungsskript besonders. Kapitel werden ergänzt, Beispiele ausgetauscht, ein Abschnitt aus einer anderen Veranstaltung übernommen. Was dabei entsteht, ist ein Text mit mehreren Schichten: Derselbe Begriff heißt in Kapitel zwei anders als in Kapitel neun, Nummerierungen laufen nach einer Einfügung auseinander, ein Verweis zeigt auf ein Kapitel, das inzwischen anders heißt.
Genau diese Brüche sind es, die Studierende in der Sprechstunde ansprechen, und sie kosten dort mehr Zeit, als das Lektorat gekostet hätte. Wir vereinheitlichen Begriffe, Nummerierung und Zitierweise und legen dafür auf Wunsch eine Begriffsliste an, die für spätere Semester weiterverwendbar bleibt.
Bei Foliensätzen kommt ein zweiter Punkt dazu: Folientext ist kein Fließtext. Halbsätze auf der Folie sind richtig so, sie müssen aber untereinander demselben Muster folgen, sonst wirkt der Satz unruhig. Wir vereinheitlichen deshalb Groß- und Kleinschreibung am Zeilenanfang, Verbform und Zeichensetzung über alle Folien hinweg, ohne die Kürze anzutasten.

Fachaufsatz und Beitrag vor der Einreichung
Bei Aufsätzen ist die Einreichung der kritische Moment. Formale Mängel führen zu einer Rückgabe, bevor überhaupt jemand den Inhalt gelesen hat, und der Weg zurück durch die Redaktion kostet Wochen. Wir prüfen deshalb vor allem, was formal geprüft wird: Zitierweise durchgehend nach einem Stil, vollständiges Literaturverzeichnis, konsistente Abkürzungen, Abbildungsverweise, die auf die richtige Abbildung zeigen.
Wer auf Englisch publiziert, ohne englischer Muttersprachler zu sein, bekommt zusätzlich die sprachliche Durchsicht durch eine muttersprachliche Lektorin. Weiterführend dazu: wissenschaftlich publizieren mit dem Ablauf von der Einreichung bis zur Veröffentlichung.
Studentische Arbeiten prüfen
Der zweite Anlass ist die Bewertung. Bei Haus- und Abschlussarbeiten stellt sich regelmäßig die Frage, ob eine Passage übernommen oder generiert wurde. Wie Hochschulen dabei technisch vorgehen, zeigt die Übersicht zur Plagiatssoftware an Hochschulen; wie das aus Studierendensicht aussieht, steht unter wie Dozenten Plagiate prüfen.
Für einzelne Verdachtsfälle lohnt keine Campuslizenz. Die Prüfung einzelner Arbeiten kostet 0,29 € pro Normseite bei 2,90 € Mindestbestellwert, mit einem Bericht, der jede Fundstelle samt Quelle nennt. Wichtig bleibt die Einordnung: Ein Detektorwert ist ein Anlass für ein Gespräch, kein Nachweis.
Was ein Lektorat nicht leistet
Drei Dinge machen wir ausdrücklich nicht. Wir bewerten nicht, ob eine These trägt oder eine Methode zum Forschungsstand passt: Das ist Sache der Fachcommunity und Ihrer Gutachter. Wir schreiben keine fehlenden Abschnitte, auch nicht als Entwurf. Und wir treffen keine Aussage darüber, ob eine studentische Arbeit selbst verfasst wurde, sondern liefern nur den Befund einer Software.
Diese Trennung ist bei Prüfungsangelegenheiten wichtig. Wenn ein Verfahren eingeleitet wird, zählt Ihre fachliche Einschätzung als Prüferin oder Prüfer, nicht ein Prozentwert. Der Bericht dient dazu, die konkreten Fundstellen im Text zu zeigen, damit das Gespräch an einer belegbaren Passage ansetzt statt an einem Gefühl.

Vertraulichkeit bei unveröffentlichten Texten
Unveröffentlichte Manuskripte und Prüfungsaufgaben sind heikles Material. Prüfungsunterlagen dürfen vor dem Termin nirgends auftauchen, und ein eingereichter Aufsatz darf keinem Dritten vorliegen. Alle Lektorinnen und Lektoren arbeiten unter Vertraulichkeitsvereinbarung, die Dateien werden nach Abschluss gelöscht und nicht für Trainingszwecke verwendet.
Konditionen für Lehrende
Das Lektorat kostet ab 4,90 € pro Normseite mit 1.800 Zeichen inklusive Leerzeichen, das reine Korrektorat ab 1,90 €. Für Lehrstühle und Institute mit laufendem Bedarf gibt es ein kostenloses Geschäftskonto mit monatlicher Sammelrechnung, Staffelrabatt ab 100 Seiten je Bestellung und bis zu 15 Prozent ab 1.000 Seiten. Abgerechnet wird auf den Namen, den Sie angeben, also auch auf Institut oder Drittmittelprojekt.
Ein Skript mit 60 Normseiten liegt damit bei rund 114 € im Korrektorat und rund 294 € im Lektorat, jeweils im günstigsten Liefertempo. Für Institute, die einen ganzen Studiengang durchsehen lassen, lohnt der Blick auf die Konditionen für Hochschulen und Bildungsträger, weil dort ein Rahmenauftrag mit hinterlegten Hausschreibweisen möglich ist. Wer selbst promoviert oder betreut, findet die passenden Themen im Promotions-Hub.