Lektorat für Dozenten: Skripte, Fachaufsätze und Prüfungsunterlagen

Zwischen Lehrdeputat und Publikationsdruck bleibt wenig Zeit

Lesezeit ca. 5 Min. · aktualisiert: 6. August 2026 · zur Akademie

Lehrende an Hochschulen schreiben in zwei Registern gleichzeitig. Das Skript muss so klar sein, dass Studierende im dritten Semester folgen können. Der Fachaufsatz muss so präzise sein, dass die Gutachter im Peer Review nichts zu bemängeln finden. Beide Texte entstehen oft in derselben Woche, meist nachts, meist ohne dass jemand gegenliest.

Das Lektorat für Dozenten übernimmt genau diesen fehlenden Gegenblick, ohne inhaltlich einzugreifen. Fachliche Aussagen bleiben unangetastet, geprüft wird, ob der Satz das sagt, was gemeint ist.

Skripte und Foliensätze über mehrere Semester

Lehrmaterial wächst über Jahre, ein Vorlesungsskript besonders. Kapitel werden ergänzt, Beispiele ausgetauscht, ein Abschnitt aus einer anderen Veranstaltung übernommen. Was dabei entsteht, ist ein Text mit mehreren Schichten: Derselbe Begriff heißt in Kapitel zwei anders als in Kapitel neun, Nummerierungen laufen nach einer Einfügung auseinander, ein Verweis zeigt auf ein Kapitel, das inzwischen anders heißt.

Genau diese Brüche sind es, die Studierende in der Sprechstunde ansprechen, und sie kosten dort mehr Zeit, als das Lektorat gekostet hätte. Wir vereinheitlichen Begriffe, Nummerierung und Zitierweise und legen dafür auf Wunsch eine Begriffsliste an, die für spätere Semester weiterverwendbar bleibt.

Bei Foliensätzen kommt ein zweiter Punkt dazu: Folientext ist kein Fließtext. Halbsätze auf der Folie sind richtig so, sie müssen aber untereinander demselben Muster folgen, sonst wirkt der Satz unruhig. Wir vereinheitlichen deshalb Groß- und Kleinschreibung am Zeilenanfang, Verbform und Zeichensetzung über alle Folien hinweg, ohne die Kürze anzutasten.

Lektorat für Dozenten: Skripte, Fachaufsätze und Prüfungsunterlagen prüfen
Lektorat für Dozenten: Skripte, Fachaufsätze und Prüfungsunterlagen im Überblick.

Fachaufsatz und Beitrag vor der Einreichung

Bei Aufsätzen ist die Einreichung der kritische Moment. Formale Mängel führen zu einer Rückgabe, bevor überhaupt jemand den Inhalt gelesen hat, und der Weg zurück durch die Redaktion kostet Wochen. Wir prüfen deshalb vor allem, was formal geprüft wird: Zitierweise durchgehend nach einem Stil, vollständiges Literaturverzeichnis, konsistente Abkürzungen, Abbildungsverweise, die auf die richtige Abbildung zeigen.

Wer auf Englisch publiziert, ohne englischer Muttersprachler zu sein, bekommt zusätzlich die sprachliche Durchsicht durch eine muttersprachliche Lektorin. Weiterführend dazu: wissenschaftlich publizieren mit dem Ablauf von der Einreichung bis zur Veröffentlichung.

Studentische Arbeiten prüfen

Der zweite Anlass ist die Bewertung. Bei Haus- und Abschlussarbeiten stellt sich regelmäßig die Frage, ob eine Passage übernommen oder generiert wurde. Wie Hochschulen dabei technisch vorgehen, zeigt die Übersicht zur Plagiatssoftware an Hochschulen; wie das aus Studierendensicht aussieht, steht unter wie Dozenten Plagiate prüfen.

Für einzelne Verdachtsfälle lohnt keine Campuslizenz. Die Prüfung einzelner Arbeiten kostet 0,29 € pro Normseite bei 2,90 € Mindestbestellwert, mit einem Bericht, der jede Fundstelle samt Quelle nennt. Wichtig bleibt die Einordnung: Ein Detektorwert ist ein Anlass für ein Gespräch, kein Nachweis.

Was ein Lektorat nicht leistet

Drei Dinge machen wir ausdrücklich nicht. Wir bewerten nicht, ob eine These trägt oder eine Methode zum Forschungsstand passt: Das ist Sache der Fachcommunity und Ihrer Gutachter. Wir schreiben keine fehlenden Abschnitte, auch nicht als Entwurf. Und wir treffen keine Aussage darüber, ob eine studentische Arbeit selbst verfasst wurde, sondern liefern nur den Befund einer Software.

Diese Trennung ist bei Prüfungsangelegenheiten wichtig. Wenn ein Verfahren eingeleitet wird, zählt Ihre fachliche Einschätzung als Prüferin oder Prüfer, nicht ein Prozentwert. Der Bericht dient dazu, die konkreten Fundstellen im Text zu zeigen, damit das Gespräch an einer belegbaren Passage ansetzt statt an einem Gefühl.

Lektorat für Dozenten: Ablauf vor Einreichung von Fachaufsatz und Prüfungsunterlagen

Vertraulichkeit bei unveröffentlichten Texten

Unveröffentlichte Manuskripte und Prüfungsaufgaben sind heikles Material. Prüfungsunterlagen dürfen vor dem Termin nirgends auftauchen, und ein eingereichter Aufsatz darf keinem Dritten vorliegen. Alle Lektorinnen und Lektoren arbeiten unter Vertraulichkeitsvereinbarung, die Dateien werden nach Abschluss gelöscht und nicht für Trainingszwecke verwendet.

Konditionen für Lehrende

Das Lektorat kostet ab 4,90 € pro Normseite mit 1.800 Zeichen inklusive Leerzeichen, das reine Korrektorat ab 1,90 €. Für Lehrstühle und Institute mit laufendem Bedarf gibt es ein kostenloses Geschäftskonto mit monatlicher Sammelrechnung, Staffelrabatt ab 100 Seiten je Bestellung und bis zu 15 Prozent ab 1.000 Seiten. Abgerechnet wird auf den Namen, den Sie angeben, also auch auf Institut oder Drittmittelprojekt.

Ein Skript mit 60 Normseiten liegt damit bei rund 114 € im Korrektorat und rund 294 € im Lektorat, jeweils im günstigsten Liefertempo. Für Institute, die einen ganzen Studiengang durchsehen lassen, lohnt der Blick auf die Konditionen für Hochschulen und Bildungsträger, weil dort ein Rahmenauftrag mit hinterlegten Hausschreibweisen möglich ist. Wer selbst promoviert oder betreut, findet die passenden Themen im Promotions-Hub.

Skript, Aufsatz oder Prüfungsunterlagen zu prüfen? Laden Sie die Datei hoch und sehen Sie sofort den Preis.

Datei hochladen

Häufige Fragen von Lehrenden

Greifen Sie in fachliche Aussagen ein?

Nein. Geprüft werden Sprache, Konsistenz und Formalia. Wo eine Formulierung mehrdeutig ist, setzen wir einen Kommentar, statt sie zu ersetzen. Die Entscheidung bleibt bei Ihnen.

Können Sie einen bestimmten Zitierstil durchsetzen?

Ja. Nennen Sie den Stil oder das Style Sheet der Zeitschrift, dann vereinheitlichen wir Belege, Literaturverzeichnis und Abkürzungen danach.

Bearbeiten Sie auch LaTeX-Dateien?

Nein, wir arbeiten mit Word und PDF. Ein aus LaTeX erzeugtes PDF können Sie einreichen, die Änderungen kommen dann als Kommentare zurück.

Rechnen Sie über das Institut ab?

Ja. Mit einem kostenlosen Geschäftskonto läuft die Abrechnung über eine monatliche Sammelrechnung auf Institut, Lehrstuhl oder Projekt statt über Einzelbelege.

Unsere Partner