Komma vor sodass richtig schreiben
Komma vor sodass: richtige Schreibweise
Die korrekte Form lautet „sodass“. In den Beispielsätzen steht vor dem anschließenden Satzteil ein Komma.
Die richtige Schreibweise auf einen Blick
Die richtige Schreibweise lautet sodass. Das Wort wird in dieser Form zusammengeschrieben. Vor dem mit „sodass“ eingeleiteten Satzteil steht ein Komma, wenn die Folge im Satz abgetrennt wird. Beispiel: Die Straße war gesperrt, sodass der Bus einen anderen Weg nahm.
Daneben nennt das Wörterbuch auch die Schreibweise so dass. Diese Form wird getrennt geschrieben und ist von der zusammengeschriebenen Form zu unterscheiden. Die Schreibweise so daß ist als ungültig gekennzeichnet. Für die konkrete Frage nach dem Komma vor „sodass“ ist deshalb sofort festzuhalten: richtig ist „, sodass“.
Das Komma ist ein Satzzeichen. Es gliedert einen zusammengesetzten Satz und trennt Satzteile voneinander. Wer seine Rechtschreibung prüfen möchte, sollte deshalb zwei Entscheidungen auseinanderhalten: Erstens geht es um die Schreibweise des Ausdrucks, zweitens um die Zeichensetzung an der Satzgrenze.
Auch im Bereich des wissenschaftlichen Schreibens lässt sich die Entscheidung mit kurzen, sachlichen Beispielen prüfen: Die Messung wurde wiederholt, sodass der Wert genauer bestimmt werden konnte. Die Form „sodass“ bleibt dabei als zusammengehöriges Wort sichtbar.
Passend dazu findest du weitere Hinweise im Beitrag wissenschaftliches Schreiben.

Welche Regel die Entscheidung trägt
„Sodass“ ist eine Konjunktion und leitet einen Konsekutivsatz ein. Ein solcher Satz beschreibt die Folge eines vorher genannten Sachverhalts. Die Wörterbuchangabe führt dafür die alternative Schreibung „so dass“ und die Rechtschreibregel § 39 (E3.2) an. Diese belegte Einordnung trägt die Entscheidung über die Schreibweise.
Die Formen lassen sich so unterscheiden:
- sodass: zusammengeschriebene Form der Konjunktion
- so dass: getrennte alternative Schreibung
- so daß: ungültige Schreibung
Bei der Kommasetzung zeigt sich die Struktur am vollständigen Satz. Vor „sodass“ steht das Komma, wenn danach der eingeleitete Konsekutivsatz folgt. Beispiel: Der Wind nahm zu, sodass das Fenster geschlossen wurde. Das Komma markiert hier die Gliederung zwischen dem ersten Satzteil und dem Folgesatz.
Ein zweites Beispiel lautet: Die Erklärung war verständlich, sodass die Entscheidung nachvollziehbar blieb. Ein drittes Beispiel lautet: Der Termin verschob sich, sodass die Besprechung später begann. In allen drei Sätzen wird die Folge durch „sodass“ angeschlossen.
Für weiterführende Rechtschreibregeln sollte die konkrete Regelstelle nachgeschlagen werden. Die Frage gehört außerdem zur Kommasetzung und zur allgemeinen Zeichensetzung. Die Schreibweise selbst betrifft die Getrennt- und Zusammenschreibung: Die Wörterbuchinformation unterscheidet „sodass“ und „so dass“. Sie betrifft nicht die Groß- und Kleinschreibung.
Wer ältere Schreibweisen vergleichen möchte, kann die Rechtschreibreform als eigenes Thema prüfen. Für die vorliegende Entscheidung genügt jedoch die belegte Unterscheidung zwischen „sodass“, „so dass“ und „so daß“.
Richtig und falsch im Satzvergleich
Die Satzanfänge sind nicht die eigentliche Regel. Entscheidend ist, welcher Ausdruck die Folge einleitet und wie die Schreibweise dieses Ausdrucks aussieht. Die folgenden Paare trennen deshalb Satzanfang und Regelentscheidung voneinander.
| Richtig | Falsch |
|---|---|
| Der Regen setzte ein, sodass das Spiel endete. | Der Regen setzte ein sodass das Spiel endete. |
| Die Datei war beschädigt, sodass sie nicht geöffnet wurde. | Die Datei war beschädigt, so daß sie nicht geöffnet wurde. |
| Die Aufgabe war klar, sodass die Lösung verständlich blieb. | Die Aufgabe war klar, sodassdie Lösung verständlich blieb. |
Im ersten Paar fehlt in der falschen Fassung das Komma vor dem angeschlossenen Folgesatz. Die richtige Fassung trennt den ersten Satzteil von dem durch „sodass“ eingeleiteten Satzteil.
Im zweiten Paar betrifft der Unterschied die Buchstabenfolge. „Sodass“ ist die belegte zusammengeschriebene Form. „So daß“ wird im Wörterbuch als ungültige Schreibung ausgewiesen. Die Aussprache entscheidet nicht allein über diese Schreibweise.
Im dritten Paar fehlt in der falschen Fassung der Abstand innerhalb des Satzes. Die Buchstabenfolge „sodassdie“ bildet keine der genannten Schreibungen. Richtig ist die Form „sodass“ mit anschließendem Leerzeichen vor dem nächsten Satzwort.
Ein weiteres korrektes Beispiel lautet: Die Notizen waren vollständig, sodass der Text überarbeitet werden konnte. Bei der Prüfung sollten die Satzteile vollständig gelesen werden. Der Satzanfang kann dabei wechseln, die belegte Regel bleibt dieselbe.
Für die sichtbare Schreibprüfung eignen sich auch Rechtschreibprogramme. Sie ersetzen jedoch nicht die inhaltliche Unterscheidung der drei Formen. Bei Unsicherheit zu Abkürzungen richtig schreiben, Wortbedeutungen und Abkürzungen oder anderen Schreibfragen muss jeweils die passende Einzelregel geprüft werden.
Typische Verwechslungen vermeiden
Eine Stolperfalle besteht darin, die Schreibweise allein aus der Aussprache abzuleiten. Das ist für die hier belegte Unterscheidung nicht ausreichend. Die Wörterbuchseite nennt zwar eine Aussprache, trägt daraus aber keine eigene Entscheidung zwischen „sodass“, „so dass“ und „so daß“. Prüfe deshalb die geschriebene Form und die angegebene Regel.
Eine zweite Stolperfalle ist die Gleichsetzung von „so dass“ und „so daß“. Die getrennte Form „so dass“ ist als alternative Schreibung angegeben. „So daß“ ist dagegen als ungültige Schreibung markiert. Beide Formen dürfen deshalb nicht ohne Prüfung zusammengefasst werden.
Eine dritte Verwechslung betrifft das Komma. Die Frage nach der Schreibweise und die Frage nach dem Satzzeichen hängen im Beispiel zusammen, sind aber nicht identisch. Schreibe „sodass“ als Wortform und prüfe zusätzlich, ob der folgende Satzteil als angeschlossener Konsekutivsatz gegliedert ist.
Auch der Satzanfang kann die Prüfung erschweren. Ob der erste Teil mit einem Substantiv, einem Verb oder einer anderen Wortgruppe beginnt, ändert nichts an der sichtbaren Form „sodass“. Für Fragen zum Artikel der, die und das, zur Pluralbildung oder zu Synonymen gelten eigene Prüfgegenstände; sie entscheiden nicht automatisch über das Komma vor „sodass“.
Vermeide außerdem unbelegte Aussagen über Häufigkeit. Aus den Beispielen lässt sich die Schreibweise in den jeweiligen Sätzen ablesen. Eine Variante sollte nicht allein deshalb gewählt werden, weil sie umgangssprachlich vertraut klingt. Bei einem längeren Text kann die Prüfung mit Textformen und dem jeweiligen Satzbau verbunden werden.
Passend dazu findest du weitere Hinweise im Beitrag Synonyme.

Der kurze Prüfweg
Für eine schnelle Entscheidung genügen vier Prüfschritte:
- Schreibweise prüfen: Steht die beabsichtigte Form als „sodass“ oder als alternative getrennte Form „so dass“?
- Regel prüfen: Leitet das Wort den Satzteil ein, der eine Folge des vorher genannten Sachverhalts ausdrückt?
- Beispielsatz prüfen: Lies den vollständigen Satz und kontrolliere das Komma vor dem angeschlossenen Satzteil.
- Verwechslung prüfen: Steht versehentlich „so daß“, fehlt der Abstand oder fehlt das Komma?
Ein kurzer Merksatz lautet: „sodass“ richtig schreiben, den Folgesatz mit Komma abtrennen und „so daß“ nicht verwenden. Die alternative Schreibung „so dass“ bleibt als getrennte Form erkennbar.
Beispiel für den vollständigen Prüfweg: Die Angaben wurden ergänzt, sodass die Beschreibung verständlicher wurde. Die Wortform ist zusammengeschrieben, der Folgesatz beginnt nach dem Komma, und die Aussage beschreibt eine Folge.
Wer zusätzlich Synonyme oder andere sprachliche Fragen nachschlägt, sollte die jeweilige Bedeutung im konkreten Satz prüfen. Für die vorliegende Entscheidung bleiben jedoch Schreibweise, Regel, Beispielsatz und häufige Verwechslung die maßgeblichen Prüfpunkte.
Quellen und Stand
- sodass, Schreibung, Definition, Bedeutung, Synonyme, Beispiele | DWDS: www.dwds.de (geprüft am 2026 bis 09 bis 01)
- Komma, Schreibung, Definition, Bedeutung, Etymologie, Synonyme, Beispiele | DWDS: www.dwds.de (geprüft am 2026 bis 09 bis 01)
- Komma ▶ Rechtschreibung, Bedeutung, Definition, Herkunft | Duden: www.duden.de (geprüft am 2026 bis 09 bis 01)