So setzt man das Komma bei Datum und Uhrzeit korrekt

Komma bei Datum und Uhrzeit: die richtige Schreibweise anwenden

Lesezeit ca. 7 Min. · zuletzt aktualisiert: 21. September 2026 · Kommasetzung im Überblick

Viele Schreibende fragen sich, ob und wo bei der Kombination aus Wochentag, Kalenderdatum und Uhrzeit ein Komma steht. Dieser Leitfaden klärt die Unterschiede zwischen eingeschobenen Zusätzen und satzendständigen Angaben. Sie erfahren zudem, welche grammatikalischen Varianten beim Anschluss zulässig sind und wie Sie häufige Fehler vermeiden können.

Komma bei eingeschobenen Datumsangaben

Nach Paragraf 72 mit Erläuterung E5 des amtlichen Regelwerks werden eingeschobene Datumsangaben mit einem Komma vor und einem Komma nach der Angabe gekennzeichnet. Entscheidend ist ihre Stellung im Satz. Folgt nach dem Datum weiterer Satztext, schließt das zweite Komma den Zusatz ab. Das Regelwerk zeigt diesen Fall mit einer Freitags- und Septemberangabe, nach der der Satz weiterläuft.

Endet der Satz dagegen mit der Datumsangabe, fehlt das abschließende zweite Komma. Dafür enthält Paragraf 72 E5 ein Beispiel mit einem Mittwoch im November. Die Zeichensetzung richtet sich damit danach, ob der Satz nach der Angabe fortgesetzt wird, und nicht nach der verwendeten Präposition. Vor dem Schreiben lässt sich daher konkret prüfen: Steht nach Wochentag und Datum noch ein Satzteil, ist die Angabe ein Einschub mit zwei Kommas; endet der Satz dort, bleibt es beim ersten Komma.

Wochentage groß oder klein schreiben ist ein eigenes Thema neben der Kommasetzung. Ein eigener Ratgeber zu Wochentage groß oder klein schreiben vertieft diesen Punkt. Für Datum und Komma bleibt der Blick auf die Satzposition maßgeblich. Das amtliche Regelwerk nennt Orts-, Wohnungs- und Zeitangaben besonders für formale Korrespondenzen als mögliche Zusätze. Prüfen Sie bei einem vollständigen Satz deshalb, ob die Datumsangabe eingeschoben ist oder am Satzschluss steht.

Komma bei Datum und Uhrzeit richtig setzen: der Ablauf in drei Schritten

Schreibweisen für Wochentag und Datum

Datum nach DIN 5008 wird hier nur für den belegten Hinweis zur Ziffernschreibung behandelt: Die Duden-Seite verweist dafür auf DIN ISO 8601. Für Wochentag und Kalendertag nennt Duden mehrere orthografisch richtige Formen. Steht die Datumsangabe als Einschub im Satz und folgt weiterer Text, steht ein Komma auf beiden Seiten der Angabe. Die folgenden Beispiele zeigen die von Duden behandelten Anschlussformen mit neu formulierten Sätzen.

Tabelle: Anschlussform, Beispiel
AnschlussformBeispiel
ohne PräpositionDer Kurs beginnt Montag, 5. April, wieder.
mit amDer Kurs beginnt am Montag, 5. April, wieder.
mit demDer Kurs beginnt am Montag, dem 5. April, wieder.
mit denDer Kurs beginnt am Montag, den 5. April, wieder.

Die Tabelle beschreibt keine stilistische Rangfolge. Sie hält fest, dass Duden für die Verbindung von Wochentag und Kalendertag mehrere richtige Schreibweisen aufführt. Bei eingeschobener Stellung bleibt die beidseitige Kommakennzeichnung erhalten. Für eine Zifferndarstellung des Datums verweist dieselbe Seite auf die internationale Norm DIN ISO 8601. Welche Schreibweise eine eigene Vorgabe verlangt, lässt sich anschließend in dieser Vorgabe prüfen.

Komma bei Uhrzeitangaben

Folgt eine Uhrzeit ohne einleitendes Wort unmittelbar auf eine eingeschobene Datumsangabe, behandelt Duden die Uhrzeit als eigenen Zusatz. Dann steht vor und nach der Uhrzeit ein Komma. Die Kommas des Datums und der Uhrzeit sind dabei getrennt zu betrachten. Lisa kommt Dienstag, 7. Juli, 18 Uhr, vorbei, zeigt den Anschluss ohne Präposition mit doppeltem Komma vor und nach der Uhrzeit.

Leitet hingegen ein Wort wie um oder gegen die Uhrzeit ein, bleibt das schließende Komma der Datumsangabe stehen; für die Uhrzeit kommt kein weiteres Komma hinzu. Lisa kommt am Dienstag, dem 7. Juli, um 18 Uhr vorbei, zeigt den Anschluss mit Präposition und nur einem Komma vor der Uhrzeit. Beide Fälle werden auf der Duden-Seite zur Datums- und Uhrzeitangabe dargestellt.

Fehlt der Kalendertag vollständig, setzt Duden bei der Uhrzeit kein Komma. Ein Satz kann dann etwa lauten: Lisa kommt Dienstag um 18 Uhr vorbei. Prüfen Sie bei einer Zeitangabe zuerst, ob ein eingeschobenes Datum vorausgeht. Prüfen Sie danach, ob die Uhrzeit ohne Präposition angeschlossen wird oder ob um beziehungsweise gegen davorsteht. So lässt sich der belegte Fall einem der drei dargestellten Muster zuordnen.

Dem oder den beim Datum

Dem oder den beim Datum wird von grammis, der Grammatikdatenbank des Leibniz-Instituts für Deutsche Sprache, mit mehreren belegten Anschlussformen erläutert. Die Datenbank weist sowohl die Form mit dem als auch die Form mit den nach. Außerdem führt sie eine kurze Form ohne vorangestelltes am an. Damit sind unterschiedliche grammatische Anschlüsse für Wochentag und Kalendertag dokumentiert.

Zur Stützung der Darstellung zitiert grammis einen Beleg aus einem historischen Tagebuch und einen weiteren Nachweis aus einer Tageszeitung. Die Quellenbeispiele zeigen jeweils einen Kalendertag, der im Satz durch Kommas als Zusatz abgetrennt ist. grammis beschreibt dem und den als verschiedene grammatische Anschlussvarianten, die in der Schriftsprache seit Langem belegt sind.

Kommaregeln richtig anwenden heißt hier, Grammatik und Zeichensetzung getrennt zu prüfen. Ob dem oder den gewählt wird, betrifft den grammatischen Anschluss; es entscheidet nicht darüber, ob ein Komma zu setzen ist. Für das Komma bleibt maßgeblich, ob die Datumsangabe im Satz eingeschoben steht und danach weiterer Satztext folgt. Prüfen Sie daher erst die Satzstellung und anschließend die gewählte Anschlussform. So werden die beiden Fragen nicht miteinander vermischt.

Komma bei Datum und Uhrzeit richtig setzen: Prüfliste mit vier Punkten

Checkliste: Richtige und falsche Formen

Kommasetzung im Überblick: Die Tabelle verbindet die zuvor behandelten Fälle. Bei einer eingeschobenen Datumsangabe ist die Form mit Komma vor und nach dem Zusatz richtig, wenn danach der Satz weitergeht. Das amtliche Regelwerk behandelt diesen Fall in Paragraf 72 E5. Endet der Satz mit dem Datum, steht kein zweites abschließendes Komma.

Tabelle: Beispiel, Bewertung
BeispielBewertung
Am Freitag, den 25. September, beginnt die Feier.Richtig: eingeschobene Datumsangabe mit zwei Kommas.
Der Termin ist am Montag, dem 5. April, um 19 Uhr.Richtig: Das Komma schließt die Datumsangabe; die Uhrzeit folgt mit Präposition.
Die Tagung beginnt am Mittwoch, dem 14. November.Richtig: Die Datumsangabe beendet den Satz.
Am Samstag, dem 3. Oktober findet das Fest statt.Falsch: Das zweite Komma nach dem eingeschobenen Datum fehlt.

Am Samstag, dem 3. Oktober findet das Fest statt ist falsch, weil nach der eingeschobenen Datumsangabe das zweite Komma fehlt. Richtig ist die Fassung mit Komma auf beiden Seiten der eingeschobenen Datumsangabe, wie sie das amtliche Regelwerk für diesen Satzbau vorgibt. Als konkrete Prüfung reicht die Frage, ob nach dem Datum weiterer Satztext folgt. Ist das der Fall, wird der Zusatz am Ende mit einem Komma geschlossen.

Quellen und Stand

Die Einordnung „So setzt man das Komma bei Datum und Uhrzeit korrekt“ fasst den vollständigen Zusammenhang zusammen.

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Häufige Fragen zu Komma bei Datum und Uhrzeit

Braucht die Uhrzeit immer ein Komma, wenn sie nach dem Datum steht?

Nein, das hängt von der Präposition ab. Steht ein Wort wie "um" davor, erhält die Uhrzeit kein Komma, nur das Datum wird abgeschlossen. Ohne solches Wort wird die Uhrzeit wie ein zusätzlicher Einschub behandelt und braucht Kommas vorne und hinten.

Ist die Schreibweise mit "dem" oder "den" beim Datum falsch?

Die dem-Form und die den-Form sind unterschiedliche grammatische Anschlussvarianten und seit Langem in der Schriftsprache belegt. Für die Kommasetzung ist zusätzlich die Stellung entscheidend: Steht der Kalendertag als eingeschobener Zusatz und folgt weiterer Satztext, begrenzen Kommas die Angabe; am Satzende fehlt das schließende Komma.

Was passiert mit dem Komma, wenn das Datum am Ende des Satzes steht?

Steht die Datumsangabe am Satzende, entfällt das schließende Komma. Bei einem eingeschobenen Datum setzt man das zweite Komma nur, wenn danach weiterer Satztext folgt.

Verändert die Wahl der Präposition die Anzahl der benötigten Kommas?

Für die Kommasetzung des eingeschobenen Datums nicht. Ob ein Wochentag mit „am“ oder ohne Präposition steht, ändert die Markierung des eingeschobenen Kalendertags nicht. Davon getrennt steht bei einer Uhrzeit mit „um“ oder „gegen“ nach dem Kalendertag kein zusätzliches Komma; ohne solche Präposition wird die Uhrzeit als eigener Zusatz durch Kommas abgetrennt.

Muss ich mich für eine einzige Schreibweise entscheiden?

Die Quellen belegen mehrere orthografisch richtige Schreibweisen. Dazu gehören Wochentag und eingeschobener Kalendertag sowie Anschlussformen mit „dem“ oder „den“. Beide Formen sind grammatische Varianten.

Gilt die Regel auch für digitale Nachrichten und Chats?

Bei eingeschobenem Kalendertag stehen Kommas, sofern weiterer Satztext folgt. Eine Uhrzeit ohne Präposition kann als eigener Zusatz mit Kommas stehen; bei „um“ oder „gegen“ steht nach dem Kalendertag kein zusätzliches Komma.

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