DGPs zitieren: Richtlinien und Autorenreihung
DGPs zitieren: Richtlinien, Autorenreihung, Auflage
Dieser Leitfaden erklärt die wichtigsten Aspekte der DGPs-Manuskriptrichtlinien. Von der richtigen Gliederung über die Unterscheidung zwischen deutscher und englischer Schreibweise bis hin zur korrekten Darstellung von Autorenreihen erhalten Sie hier fundiertes Wissen für Ihre akademische Arbeit.
DGPs-Richtlinien: Ausgabe und Sprachbezug
Der Hogrefe-Katalog führt die Richtlinien zur Manuskriptgestaltung in der 5., aktualisierten und erweiterten Auflage von 2019; verzeichnet ist die DOI 10.1026/02954-000. Die Beschreibung nennt ergänzende und präzisierende Hinweise zum Erstellen psychologischer Manuskripte. Die Richtlinien zur Manuskriptgestaltung der Deutschen Gesellschaft für Psychologie bauen dabei auf Richtlinien der APA und DGPs auf.
Die Mannheimer Ausarbeitungsrichtlinien ordnen deutschsprachige psychologische Arbeiten der DGPs-Ausgabe 2019 zu und englischsprachige der APA-Ausgabe 2020. Bedeutung der APA-Zitationsregeln lässt sich für psychologische Arbeiten daher anhand der Sprache der Arbeit einordnen. Eine Fußnote beschreibt die Richtlinien beider Fachgesellschaften als weitestgehend identisch, verweist jedoch auf einzelne länderspezifische Besonderheiten. Als Beispiel nennt sie die Kommasetzung vor und beziehungsweise and bei Aufzählungen.
Die Katalogangaben verzeichnen zudem frühere Auflagen desselben Titels, darunter Ausgaben von 1987, 1997, 2007 und 2016. Für die Einordnung einer herangezogenen Quelle können Titel, Jahr, Auflage und DOI miteinander abgeglichen werden. Weichen diese Angaben voneinander ab, lässt sich vor der Übernahme einer Regel die betreuende Person oder das maßgebliche Regelwerk heranziehen.
Die Leseprobe zeigt für wissenschaftliche Arbeiten eine Gliederung mit Titelseite, Zusammenfassung oder Abstract, Theorie mit Einleitung und Hypothesen, Methode, Ergebnissen und Diskussion. Die Diskussion wird dort als Interpretation der Ergebnisse und Reflexion der Arbeit beschrieben.

DGPs und APA: belegte Sprachbesonderheit
Um APA-Quellenangaben prüfbar anwenden zu können, ist die sprachbezogene Zuordnung der Richtlinien zu prüfen. Die Mannheimer Richtlinien beschreiben die Vorgaben von DGPs und APA in einer Fußnote als weitgehend gleich. Zugleich nennen sie einzelne landesspezifische Besonderheiten. Als Beispiel führen sie die Zeichensetzung vor und beziehungsweise and in Aufzählungen an.
| Sprache | Fachgesellschaft | Besonderheit |
|---|---|---|
| Deutsch | DGPs | Vor und steht in der genannten Aufzählung kein zusätzliches Komma. |
| Englisch | APA | Das letzte Element wird zusätzlich mit Komma und and abgetrennt. |
Die Tabelle fasst nur dieses in den Mannheimer Richtlinien genannte Beispiel zusammen. Für einen deutschen Text kann daher geprüft werden, ob vor und ein Komma steht. Für einen englischen Text kann geprüft werden, ob das letzte Listenelement durch Komma und and angeschlossen ist. Weitere Unterschiede lassen sich aus dieser Quelle nicht ableiten.
Bei Punkten, die über dieses Beispiel hinausgehen, sollte die verwendete Ausgabe unmittelbar nachgeschlagen werden. Eine Rücksprache mit der betreuenden Person ist sinnvoll, falls die Arbeitsvorgabe keine Sprache oder Ausgabe benennt. Auf diese Weise wird keine allgemeine Regel aus einer einzelnen Besonderheit abgeleitet.
Autoren im Text und in Klammern
APA-Zitate mit mehreren Autoren erfordern zunächst die Prüfung, ob die Namen im Fließtext oder in runden Klammern erscheinen. Die Heidelberger Richtlinien beschreiben für Autorenreihungen genau diese Unterscheidung. Das Dokument datiert vom 12.08.2010 und verweist selbst auf die DGPs-Richtlinien von 2007.
- Bei zwei Autoren im Fließtext werden die Namen mit und verbunden.
- Bei zwei Autoren in runden Klammern steht das kaufmännische Und (&).
- Bei mehreren Autoren in der ersten Zitation: die verwendete Richtlinie für diesen Fall nachschlagen.
- Bei mehreren Autoren in jeder weiteren Zitation: ebenfalls die einschlägige Ausgabe prüfen.
Die ersten beiden Punkte geben die in Heidelberg genannte Regel wieder. Die letzten beiden Punkte sind Prüfhandlungen, weil die Heidelberger Richtlinie keine Vorgabe zur Zahl der Namen oder zu einer Verkürzung bei weiteren Nennungen enthält. Ein neutrales Beispiel für die erste Form ist: Müller und Schmidt untersuchten das Thema. Für die Klammerform kann geprüft werden, ob zwischen zwei Namen das Zeichen steht, das als kaufmännisches Und (&) bezeichnet wird.
Die Quelle trägt keine Aussage über technische Eingabegeräte, Schriftarten oder eine Reihenfolge von Autorennamen. Solche Fragen sollten deshalb nicht aus der und/&-Unterscheidung abgeleitet werden. Wenn eine aktuelle Fassung verlangt wird, ist die Ausgabe vor der Übernahme der Schreibweise zu kontrollieren.
Gliederung laut Hogrefe-Leseprobe
Die Hogrefe-Leseprobe zeigt im Inhaltsverzeichnis der fünften Auflage eine wissenschaftliche Arbeit mit Titelseite und Zusammenfassung oder Abstract. Es folgen ein Theorieteil mit Einleitung und zu prüfenden Hypothesen sowie Methode und Ergebnisse. Als weiterer Bestandteil ist das Kapitel Diskussion aufgeführt.
Die Leseprobe erläutert die Diskussion als Deutung der Ergebnisse und als Reflexion der Arbeit. Literaturverzeichnis nach APA aufbauen kann als Anlass dienen, die für die Arbeit verlangte Ausgabe direkt zu prüfen. Die vorliegende Quelle beschreibt jedoch keine vollständige Regel für einen einzelnen Literaturverzeichniseintrag. Daher sollte aus der dargestellten Kapitelabfolge keine Detailvorgabe für Quellenangaben abgeleitet werden.
Auch aus der Leseprobe folgt nicht, dass jede psychologische Arbeit diese Reihenfolge ohne Abweichung verwenden muss. Für die eigene Arbeit lässt sich zuerst kontrollieren, welche Kapitel im maßgeblichen Format vorgesehen sind. Bei einem abweichenden Studienformat oder einer abweichenden Vorgabe der Betreuung sollte die verlangte Gliederung dort geklärt werden. Die genannten Teile bleiben dabei eine belegte Orientierung aus dem Inhaltsverzeichnis der fünften Ausgabe.
Themenfelder der Richtlinien
Zeitschrift zitieren nach APA betrifft einen Bereich, den die Mannheimer Richtlinien neben weiteren Themen nennen. Sie führen Anleitungen zur Struktur der Arbeit, zum Schreiben einer Zusammenfassung, zum Zitieren im Text und zum Erstellen eines Literaturverzeichnisses auf. Damit beschreibt die Quelle einen Themenrahmen, aber keine vollständige Form eines einzelnen Zeitschriftennachweises.
Zusätzlich nennen die Richtlinien statistische Symbole im Text, Abkürzungen sowie die Erstellung und Einbindung von Tabellen und Abbildungen. Für jeden dieser Bereiche kann die einschlägige Stelle in der verwendeten Ausgabe geprüft werden. Aus der bloßen Themenliste ergeben sich keine einzelnen Satzzeichen, Reihenfolgen oder Pflichtangaben für einen konkreten Nachweis.
Wer einen Eintrag vorbereitet, kann zunächst feststellen, ob es um eine Textquelle, das Literaturverzeichnis, eine Tabelle oder eine Abbildung geht. Danach sollte die passende Vorgabe der festgelegten Fachgesellschaft und Ausgabe nachgeschlagen werden. Wenn die Arbeit keine Ausgabe nennt, ist eine Rücksprache mit der betreuenden Person oder ein Blick in das maßgebliche Regelwerk die belegtreue nächste Handlung.

Ausgaben und Quellenstand
Die Heidelberger Richtlinien zur Manuskriptgestaltung stammen aus dem Jahr 2010 und verweisen selbst auf DGPs-Richtlinien von 2007. Die Hogrefe-Produktseite führt dagegen eine fünfte, aktualisierte und erweiterte Ausgabe von 2019 mit der DOI 10.1026/02954-000. Psychologie studieren bedeutet in diesem Zusammenhang, Ausgabe und Stand einer verwendeten Richtlinie sichtbar zu prüfen.
Wer die und/&-Unterscheidung bei Autorenreihungen nachsehen möchte, sollte daher feststellen, ob die herangezogene Quelle die Ausgabe von 2019 oder eine ältere Fassung wiedergibt. Die und/&-Regel bei Autorenreihungen gilt von der älteren Fassung bis zur aktuellen Auflage unverändert fort. Das Heidelberger Dokument kann dennoch nicht als Wiedergabe der gesamten DGPs-Ausgabe von 2019 behandelt werden. Seine Aussage zur Verbindung von Namen im Fließtext und in Klammern ist als Aussage dieses Dokuments zu lesen.
Ein praktischer Abgleich beginnt mit Titel, Jahr, Auflagenangabe und gegebenenfalls DOI. Die Hogrefe-Seite listet auch frühere Ausgaben des Titels. Daraus folgt weder, dass alle älteren Fassungen unbrauchbar sind, noch dass sie dieselben Inhalte wie die Ausgabe von 2019 haben. Bei einer unklaren Zuordnung sollte die aktuelle Ausgabe geprüft oder die betreuende Person um Klärung gebeten werden.
Quellen und Stand
- Hogrefe Verlag: Richtlinien zur Manuskriptgestaltung (5. Auflage 2019), Elibrary: elibrary.hogrefe.com (geprüft am 2026-09-16)
- Hogrefe Verlag: Richtlinien zur Manuskriptgestaltung, Leseprobe: www.hogrefe.com (geprüft am 2026-09-16)
- Universität Mannheim, Lehrstuhl für Kognitive und Differentielle Psychologie: Richtlinien zur Gestaltung von schriftlichen Ausarbeitungen: www.sowi.uni-mannheim.de (geprüft am 2026-09-16)
- Universität Heidelberg, Institut für Psychologie: Richtlinien zur Manuskriptgestaltung: www.psychologie.uni-heidelberg.de (geprüft am 2026-09-16)
„DGPs zitieren: Richtlinien und Autorenreihung“ erscheint auf dieser Seite unter dem Titel „DGPs zitieren: Richtlinien, Autorenreihen und Aufbau“.