c. t. s. t. Bedeutung im Studium
Cum tempore und sine tempore einfach erklärt
Wer die c. t. s. t. Bedeutung kennt, weiß sofort, wann eine Vorlesung wirklich beginnt: c. t. steht für cum tempore und kennzeichnet das akademische Viertel, s. t. für sine tempore und einen Beginn zur angegebenen Uhrzeit. Beide Kürzel stammen aus dem Lateinischen und finden sich vor allem bei Zeitangaben in Vorlesungsverzeichnissen, Stundenplänen oder Einladungen. Wer die Bedeutung nicht kennt, verpasst leicht den Vorlesungsbeginn oder erscheint unnötig früh zu einem Termin.
Kostenlos herunterladen
Abkürzungen richtig schreiben: Merkzettel
Die akademischen Kürzel c.t. und s.t. im Studium als Thema, der Abkürzungszettel als Zugabe. Punkt oder kein Punkt, geschütztes Leerzeichen, Plural und Beugung auf der ersten Seite, die 30 häufigsten Kürzel wissenschaftlicher Arbeiten wie vgl., Hrsg. und ebd. auf der zweiten: zwei Seiten zum Nachschlagen.
c. t. s. t. Bedeutung: Die kurze Antwort
Die c. t. s. t. Bedeutung lässt sich in einem Satz zusammenfassen: c. t. (cum tempore) heißt wörtlich „mit Zeit“ und bezeichnet das akademische Viertel, also einen Beginn fünfzehn Minuten nach der genannten Uhrzeit; s. t. (sine tempore) heißt „ohne Zeit“ und kennzeichnet den Beginn zur angegebenen Uhrzeit. Beide Kürzel stehen bei Zeitangaben in Vorlesungsverzeichnissen oder Seminarplänen und regeln, wann eine Veranstaltung tatsächlich beginnt. Ohne ausdrückliche Angabe kann c. t. gelten; verbindlich ist jedoch die Regelung im jeweiligen Vorlesungsverzeichnis oder bei der Veranstaltung. Wer diese Konvention nicht kennt, verpasst leicht den Einstieg in eine Vorlesung oder wartet unnötig lange vor verschlossener Tür.

Herkunft und Verwendung von cum tempore und sine tempore
Die Langform von c. t. lautet cum tempore, wörtlich „mit Zeit“; bei Zeitangaben bezeichnet die Abkürzung das akademische Viertel. Die Gegenform s. t. steht für sine tempore, wörtlich „ohne Zeit“, und kennzeichnet einen Beginn zur angegebenen Uhrzeit. Die Ausdrücke gehen auf das Lateinische zurück. Wie Zeitangaben ohne Zusatz zu lesen sind, ist jedoch an Hochschulen, Fakultäten oder bei einzelnen Veranstaltungen unterschiedlich geregelt. Deshalb sollte die Erklärung im jeweiligen Vorlesungsverzeichnis beachtet werden.
Praxisnahe Beispielsätze zu c. t. und s. t.
In der Praxis tauchen die Kürzel meist direkt hinter der Uhrzeit auf, etwa in dem Satz Die Vorlesung beginnt um 10 Uhr c. t., was bedeutet, dass es tatsächlich erst um 10:15 Uhr losgeht. Steht dagegen Das Seminar startet um 14 Uhr s. t., beginnt es pünktlich um 14:00 Uhr. Auch in E-Mails von Dozierenden findet sich die Formulierung häufig, etwa Bitte seien Sie um 9 Uhr s. t. anwesend, da wir pünktlich mit der Prüfung beginnen. Wer eine Quelle oder einen Vorlesungsmitschnitt mit exakter Zeitangabe zitiert, sollte den Zusatz c. t. oder s. t. übernehmen, wenn er für das Verständnis der Zeitangabe relevant ist.
Verständliche Synonyme und Umschreibungen der Kürzel
Eine gebräuchliche deutsche Umschreibung für c. t. ist akademisches Viertel: Die Veranstaltung beginnt eine Viertelstunde nach der angegebenen Zeit. s. t. lässt sich je nach Zusammenhang mit „pünktlich zur angegebenen Uhrzeit“ oder „ohne akademisches Viertel“ erklären. In englischsprachigen Einladungen sollte die tatsächliche Startzeit eindeutig angegeben werden, statt c. t. oder s. t. als allgemein verständlich vorauszusetzen. Wichtig ist, die beiden Kürzel nicht zu verwechseln, denn sie bezeichnen gegensätzliche Zeitangaben.

Typische Schreibweisen und Missverständnisse bei c. t. und s. t.
Ein häufiges Missverständnis ist, s. t. als Beginn nach der angegebenen Uhrzeit zu lesen; tatsächlich kennzeichnet es einen Beginn zur angegebenen Zeit. Die Schreibweise kann in Vorlesungsverzeichnissen unterschiedlich formatiert sein. Der Duden führt die Abkürzung als c. t.; in diesem Text werden c. t. und s. t. mit Punkten und Leerzeichen verwendet. Wer unsicher ist, sollte im Vorlesungsverzeichnis oder direkt bei der Dozentin beziehungsweise dem Dozenten nachfragen, welche Regel für die konkrete Veranstaltung gilt.
Fazit: Bedeutung von c. t. und s. t. im Überblick
Im Kern erleichtert die c. t. s. t. Bedeutung das korrekte Lesen akademischer Zeitangaben: c. t. kennzeichnet einen Beginn eine Viertelstunde später, während s. t. den Start zur genannten Uhrzeit signalisiert. Welche Konvention gilt, richtet sich nach den Vorgaben der jeweiligen Bildungseinrichtung oder des Moduls. Bei schriftlichen Arbeiten empfiehlt sich zudem ein Blick auf die Abkürzungen im Zitat, damit Zeitangaben und andere lateinische Kürzel nachvollziehbar wiedergegeben werden.
Weitere Einträge im Wörterbuch: LP (Leistungspunkte), CP (Credit Points) und alle Rechtschreibregeln. Auch viele andere Begriffe, die im Studium häufig vorkommen, werden oft falsch verwendet oder flektiert: Im Beitrag Bedeutung und Plural von Bias geht es um ein weiteres solches Wort, das in Arbeiten und Gesprächen immer wieder auftaucht.