Bonmot Bedeutung: Definition und Herkunft
Aussprache, Herkunft und Verwendung des Begriffs Bonmot
Die Bonmot Bedeutung geht auf das französische bon mot („gutes Wort“) zurück: Ein Bonmot ist ein treffender, geistreicher Ausspruch, kurz genug zum Weitererzählen und pointiert genug, um im Gedächtnis zu bleiben. Das Wort kommt aus dem Französischen und wird etwa [bɔ̃ˈmoː] gesprochen. In Reden und Essays sind Bonmots ein wirksames Mittel, in wissenschaftlichen Arbeiten sind sie dagegen mit Vorsicht zu verwenden, weil sie Behauptungen ersetzen können, statt sie zu belegen.
Bonmot Bedeutung: Kurze Definition
Ein Bonmot bezeichnet einen witzigen, klugen Spruch. Charakteristisch sind Kürze und Pointe. Je nach Situation kann es zum Weitererzählen oder Zitieren anregen.
Das Wort ist sächlich: das Bonmot, Plural die Bonmots. Anders als ein Witz braucht ein Bonmot keine Rahmenhandlung, sondern wirkt in einem Satz.
Herkunft und Wortgeschichte im Detail
Das französische bon bedeutet „gut“, mot bedeutet „Wort“.
Die deutsche Aussprache wird etwa mit [bɔ̃ˈmoː] wiedergegeben. Der erste Vokal ist nasal; das abschließende t wird nicht gesprochen.
Nahestehende Konzepte sind Pointe und Esprit. Demgegenüber steht der Kalauer, ein Wortwitz, der häufig bewusst auf einer flachen Pointe beruht.

Beispiele und Verwendung
Rhetorisches Beispiel: Mit einem Bonmot gewann er die Aufmerksamkeit des Publikums zurück. Die Bemerkung lockert hier die Stimmung und kann die Aufmerksamkeit wieder auf das Thema lenken.
Feuilleton-Kommentar: Der Text lebt von Bonmots, aber nicht von Argumenten. Diese Kritik bemängelt, dass hier geistreiche Formulierungen die eigentliche Begründungslast übernehmen.
Als Beispiel: Eine kürzere Fassung kann prägnanter sein, wenn dabei keine wichtigen Informationen verloren gehen. Als Einstieg kann eine solche Bemerkung dienen, wenn anschließend die Sache selbst folgt.
Synonyme und passende Alternativen
Als Varianten neben dem geistreichen Ausspruch kommen geistreiche Bemerkung, Pointe sowie treffender Satz infrage. Die Pointe bezeichnet dabei vor allem die zugespitzte Schlusswendung, nicht den gesamten Ausspruch.
Bei einer Lebensweisheit kommen eher Aphorismus und Sinnspruch infrage. Ein Aphorismus formuliert meist einen knappen Gedanken mit Erkenntnisanspruch; ein Bonmot zielt stärker auf geistreiche Wirkung.
Zum Wortwitz zählen Wortspiel und Kalauer. Ein Kalauer arbeitet häufig bewusst mit einer einfachen oder flachen Pointe.
Richtige Verwendung und häufige Verwechslungen
Ein Aphorismus formuliert einen eigenständigen, erkenntnisorientierten Gedanken knapp und erscheint häufig in Schriftform. Ein Bonmot ist dagegen oft situationsbezogen und zielt auf eine unmittelbare geistreiche oder witzige Wirkung.
Zu unterscheiden ist das Bonmot außerdem vom Zitat. Ein Zitat gibt eine Äußerung oder Textstelle wieder; seine Herkunft sollte durch eine nachvollziehbare Quelle belegt sein. Bonmots werden mitunter bekannten Personen zugeschrieben, obwohl sich die Zuschreibung nicht belegen lässt.
Bei Texten empfiehlt sich daher: Man sollte jede Bonmot-Zuschreibung vor Nutzung kontrollieren. In Studien kann eine falsche Angabe die Rückverfolgbarkeit der Recherche schwächen.
In Reden und Vorträgen kann ein Bonmot wirken, wenn es zur Sache gehört. Pointen ohne Bezug können ablenken oder einstudiert wirken. Sinnvoll ist eine Platzierung dort, wo sie den Übergang oder den Gedankengang unterstützt.
Bonmot wird groß- und zusammengeschrieben; der Plural lautet Bonmots.

Falsche Zuschreibungen erkennen
Manche umlaufenden Sprüche werden berühmten Personen zugeschrieben, ohne dass sich die Urheberschaft belegen lässt. Deshalb sollte eine Zuschreibung stets anhand einer verlässlichen Quelle geprüft werden.
Wer eine Fundstelle sucht und nur Zitatsammlungen findet, sollte weiter recherchieren. Besonders belastbar sind Nachweise in einer Werkausgabe, einem Archiv oder einer zeitgenössischen Quelle.
Bei Abgaben sollten Zitate nur verwendet werden, wenn ihre Quelle belegbar ist. Ein eigener Gedanke kann passender sein als ein fremder Spruch mit ungeklärter Zuschreibung.
Fazit: Bonmot Bedeutung kurz auf den Punkt gebracht
Unter einem Bonmot versteht man einen pointierten, geistvoll-humorvollen Kommentar. Der Name kommt vom französischen bon mot („gutes Wort“). Die deutsche Aussprache wird etwa mit [bɔ̃ˈmoː] wiedergegeben.
Aphorismen haben meist einen klaren Erkenntnisanspruch, während Bonmots stärker auf geistreiche oder witzige Wirkung zielen. Wer einen Satz einem Autor zuschreibt, sollte die Zuschreibung prüfen, weil sich manche bekannte Sprüche nicht eindeutig zuordnen lassen.
Zum Wortfeld Witz und Zuspitzung gehören die Begriffe lakonisch und sarkastisch. Eine Stilmittel-Übersicht kann weitere rhetorische Mittel einordnen.
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Stand: 13. Oktober 2026korrektur.de. (2026, 13. Oktober). Bonmot Bedeutung: Definition, Aussprache und Verwendung. korrektur.de. https://korrektur.de/bonmot-bedeutung
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