Interviews nach Transkriptionsregeln verschriftlichen

Vom Audio zum auswertbaren Text

Lesezeit ca. 6 Min. · aktualisiert: 14. Juni 2026 · zurück zum Blog

Transkriptionsregeln legen fest, wie du ein Interview vom Audio in Text überführst. Diese Anleitung zeigt die gängigen Transkriptionssysteme, die wichtigsten Regeln und wie genau du für eine qualitative Auswertung transkribieren musst.

Wozu Transkriptionsregeln dienen

Transkriptionsregeln sorgen dafür, dass aus einer Audioaufnahme ein einheitlicher, auswertbarer Text wird. Sie legen fest, wie du Pausen, Betonungen, Abbrüche oder Dialekt behandelst. Ohne feste Regeln wird die Verschriftlichung uneinheitlich und die spätere qualitative Inhaltsanalyse angreifbar.

Gängige Transkriptionssysteme

Verbreitet sind zwei Genauigkeitsstufen. Das einfache Transkript (etwa nach Dresing/Pehl) glättet Sprache leicht, lässt Dialekt in Standarddeutsch übersetzen und eignet sich für inhaltliche Analysen. Das komplexe System (etwa GAT 2) erfasst Betonung, Überlappungen und Lautstärke und ist für gesprächsanalytische Fragestellungen nötig. Für Bachelorarbeiten reicht meist das einfache System.

Die wichtigsten Regeln

Typische Konventionen im einfachen Transkript:

Wie genau muss man transkribieren?

Die nötige Genauigkeit richtet sich nach der Auswertungsmethode: Für eine inhaltliche Analyse zählt der Wortlaut, nicht jede Pause – das einfache System genügt. Für Konversations- oder Diskursanalysen brauchst du das komplexe System. Wähle die Regeln vor dem Transkribieren und dokumentiere sie im Methodenteil, damit die Verschriftlichung nachvollziehbar ist.

Von der Transkription zur Auswertung

Das fertige Transkript ist die Grundlage der Auswertung und des Zitierens. Wie du daraus korrekt zitierst und Aussagen belegst, zeigt Interview zitieren und transkribieren. Achte darauf, jede Zeile durchzunummerieren – so kannst du im Analyseteil präzise auf Fundstellen verweisen. Mit klaren Transkriptionsregeln lassen sich Interviews nachvollziehbar und richtig verschriftlichen.

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Häufige Fragen zu Transkriptionsregeln

Was sind Transkriptionsregeln?

Konventionen, die festlegen, wie ein Interview einheitlich vom Audio in auswertbaren Text überführt wird.

Welche Transkriptionssysteme gibt es?

Einfache Systeme (z. B. nach Dresing/Pehl) für inhaltliche Analysen und komplexe (z. B. GAT 2) für Gesprächsanalysen.

Wie genau muss man transkribieren?

So genau, wie es die Auswertungsmethode verlangt – für inhaltliche Analysen reicht meist das einfache System.

Muss man Dialekt transkribieren?

Im einfachen System wird Dialekt in Standarddeutsch übersetzt; komplexe Systeme erfassen ihn genauer.

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