Manuskript beim Secession Verlag einreichen: das sagt der Verlag

Secession Verlag: Weg, Papier und Absage

Lesezeit ca. 7 Min. · zuletzt aktualisiert: 9. Oktober 2026 · Buch veröffentlichen

Der Secession Verlag verlegt Stand 9. Oktober 2026 ausschließlich Belletristik und Lyrik, nimmt Manuskripte per E-Mail als PDF entgegen und nennt weder Umfang noch Frist.

Welche Texte passen ins Programm

Der Secession Verlag verlegt ausschließlich Belletristik und Lyrik. Das ist nach eigener Angabe des Verlags die einzige Eingrenzung, die er zu seinem Programm macht, und sie steht auf der Manuskriptseite als klare Ansage an alle, die ein Projekt anbieten möchten. Wer mit einem Roman, einem Erzählband oder einem Gedichtband an diesen Verlag denkt, liegt damit inhaltlich im genannten Programmbereich; andere Textformen fallen laut dieser Angabe nicht darunter. Wie der Verlag Das Wunderhorn mit Einsendungen umgeht, beschreibt die Seite Wunderhorn Manuskript einreichen.

Zum Profil gehört laut Verlag auch, dass das Programm nationale und internationale Literatur aus über 25 Ländern umfasst. Der Verlag wurde außerdem 2019, 2020 und 2024 mit dem Deutschen Verlagspreis ausgezeichnet, 2021 kam der Große Berliner Verlagspreis hinzu. Diese Angaben zeigen die Reichweite und die Wahrnehmung des Hauses, sagen aber nichts darüber, welche Stoffe, Längen oder Erzählweisen innerhalb von Belletristik und Lyrik bevorzugt werden. Die Verlagsseite trifft dazu keine Aussage, und auch die genannten Preise sind keine Regel dafür, was angenommen wird oder nicht.

Daraus lässt sich ableiten, dass Sachbuch, Ratgeber oder Fachtexte nach der Angabe des Verlags nicht zum Programm gehören. Bevor ein Manuskript verschickt wird, lohnt sich deshalb eine nüchterne Einordnung: Ist der eigene Text wirklich Belletristik oder Lyrik, oder liegt er eher im Bereich von Sachtext und Ratgeber? Wer sich unsicher ist, ob Form und Ton zum literarischen Anspruch passen, kann einen Manuskript-Check nutzen, um die eigene Einschätzung vor dem Versand zu überprüfen. Das ersetzt keine Verlagsentscheidung, hilft aber bei der ersten Einordnung des Textes.

Manuskript beim Secession Verlag einreichen: der Ablauf in drei Schritten

Der Weg zum Verlag: PDF per E-Mail

Der Verlag bittet um Manuskripte per E-Mail im PDF-Format. Das ist der einzige Weg, den die Manuskriptseite nennt, und die passende Adresse findet sich dort direkt auf der Seite des Verlags. Wer sein Projekt einreichen möchte, sollte also eine saubere PDF-Datei vorbereiten und sie auf diesem Weg verschicken, statt nach einem alternativen Kanal zu suchen, der auf der Seite nicht erwähnt wird.

Zur Orientierung lässt sich zusammenfassen, was der Verlag zu einzelnen Bausteinen sagt und was daraus für die eigene Vorbereitung folgt:

Tabelle: Baustein, Angabe des Verlags, Worauf zu achten ist
BausteinAngabe des VerlagsWorauf zu achten ist
DateiformatPDF-Format wird genanntDatei vor dem Versand als PDF speichern, keine anderen Formate verwenden
VersandwegVersand per E-MailAdresse von der Manuskriptseite des Verlags übernehmen
Umfangkeine Angabeeigene Einschätzung der Textlänge vornehmen, da die Seite nichts vorgibt
Fristenkeine Angabeeigene Zeitplanung treffen, da der Verlag dazu keine Angabe macht

Die Verlagsseite schreibt weder eine bestimmte Seitenzahl noch ein Exposé, eine Textprobe oder einen Lebenslauf vor. Dieses Schweigen ist kein Hinweis auf eine Absage, sondern einfach eine fehlende Angabe. Als allgemeine Praxis bei literarischen Verlagen ist es sinnvoll, trotzdem ein knappes Exposé und eine Textprobe als PDF beizulegen, auch wenn der Secession Verlag das so nicht ausdrücklich verlangt. Wer eine Vorlage für den Aufbau sucht, kann sich an Hinweisen zu einem Exposé für den Roman orientieren, um die Zusammenfassung knapp und klar zu halten.

Warum Papier keine gute Idee ist

Manuskripte auf Papier sendet der Verlag nach eigener Angabe weder zurück noch bewahrt er sie auf. Diese Aussage bezieht sich ausdrücklich auf gedruckte Exemplare und steht so auf der Manuskriptseite. Wer also trotzdem einen Ausdruck verschickt, sollte wissen, dass dieser nach der Prüfung nicht wieder bei ihm landet und auch nicht dauerhaft beim Verlag verbleibt.

Der Verlag nennt an keiner Stelle einen Postweg als vorgesehenen Einreichweg. Der Verlag schließt lediglich die Rückgabe von Papierexemplaren aus, macht aber keine Aussage darüber, ob Papier überhaupt angenommen oder bearbeitet wird. Das ist ein wichtiger Unterschied: Die Regel betrifft die Rückgabe, nicht den Einreichweg selbst.

Daraus folgt in der Praxis, dass ein Papierausdruck besser als reine Kopie betrachtet wird, die nicht zurückkommt und mit deren Verlust zu rechnen ist. Der von der Verlagsseite genannte Weg bleibt die PDF-Datei per E-Mail, nicht der Postweg. Wer stattdessen über einen ganz anderen Zugang zum Buchmarkt nachdenkt, etwa weil ein großes Haus bevorzugt wird, kann parallel prüfen, wie sich eine Literaturagentur finden lässt, um Alternativen zur Direkteinreichung beim Verlag abzuwägen.

Prüfung und Absage: was realistisch ist

Der Verlag prüft nach eigener Angabe alle eingehenden Manuskripte. Gleichzeitig bittet er um Verständnis dafür, dass die Bearbeitung längere Zeit in Anspruch nehmen kann. Beide Aussagen stehen so auf der Manuskriptseite und zeigen, dass jedes eingesandte Projekt gesichtet wird, auch wenn das etwas dauert.

Fällt die Entscheidung negativ aus, kann der Verlag eine Absage nach eigener Angabe nicht detailliert begründen. Diese Formulierung bedeutet, dass auf eine ausführliche Erklärung der Gründe nicht zu rechnen ist, selbst wenn eine Rückmeldung erfolgt.

Der Verlag nennt keine Bearbeitungsdauer in Wochen oder Monaten und sagt auch nichts darüber, ob und wann der Verlag überhaupt antwortet. Daraus lässt sich ableiten, dass mit einer längeren Wartezeit und im Fall einer Absage mit einer knappen, nicht ausführlich begründeten Nachricht zu rechnen ist. Bleibt eine Rückmeldung über längere Zeit aus, lässt sich daraus allein kein Rückschluss auf das Urteil ziehen, weder positiv noch negativ. Wer parallel weitere Häuser ansprechen möchte, kann systematisch einen Verlag finden, der zum eigenen Projekt passt, statt nur auf eine einzige Antwort zu warten. Wie ein anderer unabhängiger Verlag mit Einsendungen umgeht, zeigt der Vergleich, wenn du Jung und Jung vergleichen möchtest, um die Vorgehensweisen zweier kleiner Literaturverlage gegenüberzustellen.

Das Verlagsprofil: Zürich und Berlin

Der Secession Verlag wurde 2009 als unabhängiger Verlag in Zürich gegründet. Seit 2018 kommt ein weiterer Sitz in Berlin hinzu, sodass das Haus heute an zwei Standorten aktiv ist. Diese Angaben stammen von der Seite des Verlags, die sich dem eigenen Profil und der Geschichte widmet.

Diese Gründungsgeschichte sagt für sich allein nichts über die Kriterien aus, nach denen eingesandte Manuskripte beurteilt werden. Wer ein Projekt verschickt, erfährt aus der Firmengeschichte also nicht, worauf die Prüfung im Einzelnen achtet, sondern nur, wie und wo der Verlag entstanden ist.

Für die Frage, ob ein eigenes Projekt grundsätzlich passen könnte, hilft das Profil als unabhängiger Literaturverlag mit zwei Sitzen trotzdem bei der groben Einordnung des Hauses. Eine Aussage über die Erfolgsaussicht einer Einsendung lässt sich daraus aber nicht ableiten. Wer den eigenen Text zusätzlich sprachlich überarbeiten lassen möchte, bevor er verschickt wird, kann sich vorab mit einem Buch-Lektorat befassen, um Stil und Konsistenz zu prüfen.

Manuskript beim Secession Verlag einreichen: Prüfliste mit vier Punkten

Zwei Gesellschaften im Impressum

Das Impressum des Verlags nennt zwei Gesellschaften: die Secession Verlag für Literatur GmbH mit Sitz in Zürich und die Secession Verlag Berlin GmbH mit Sitz in Berlin. Mehr als Firmenname und Ort lässt sich daraus für diesen Zusammenhang nicht sinnvoll ableiten, auch wenn das Impressum selbst weitere rechtliche Angaben enthält.

Das Impressum nennt die Rechtsform und die beiden Sitze, sagt aber nichts darüber, wie eingehende Manuskripte geprüft werden oder welche der beiden Gesellschaften dafür zuständig ist. Diese organisatorische Aufteilung bleibt also getrennt von der Frage, wie ein Projekt bewertet wird.

Daraus folgt, dass die beiden Gesellschaften für die eigentliche Einsendung ohne praktische Folgen bleiben. Es gibt nach den vorliegenden Angaben nur einen genannten Einreichweg, die E-Mail mit PDF-Anhang, unabhängig davon, welche der beiden Gesellschaften im Hintergrund steht. Wer sein Manuskriptpaket zusätzlich mit einem kurzen Text für die Verlagskommunikation ergänzen möchte, kann sich beim Verfassen eines Klappentext von den üblichen Merkmalen kurzer Buchbeschreibungen leiten lassen, auch wenn dieser nicht Teil der eigentlichen Einreichung ist.

Quellen und Stand

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Häufige Fragen zur Einreichung beim Secession Verlag

Nimmt der Secession Verlag auch Sachbücher an?

Nein. Der Verlag verlegt nach eigener Angabe ausschließlich Belletristik und Lyrik, Sachbuch oder Ratgeber sind davon nach dieser Eingrenzung nicht erfasst.

Muss ein Manuskript eine bestimmte Seitenzahl haben?

Die Manuskriptseite des Verlags nennt keine bestimmte Seitenzahl oder Wortanzahl. Dieses Schweigen ist keine Aussage über eine Absage, sondern einfach eine fehlende Angabe zum Umfang.

Bekommt man ein ausgedrucktes Manuskript zurück?

Nein. Manuskripte auf Papier sendet der Verlag nach eigener Angabe weder zurück noch bewahrt er sie auf, ein Ausdruck sollte also als Kopie betrachtet werden.

Erklärt der Verlag eine Absage ausführlich?

Nein. Der Verlag kann eine Absage nach eigener Angabe nicht detailliert begründen, eine ausführliche Erklärung der Gründe ist also nicht zu erwarten.

Seit wann hat der Secession Verlag einen Standort in Berlin?

Der Verlag wurde 2009 in Zürich gegründet und hat seit 2018 einen weiteren Sitz in Berlin, wie die Verlagsseite zum Profil angibt.

Welche Gesellschaften stehen im Impressum des Verlags?

Das Impressum nennt die Secession Verlag für Literatur GmbH in Zürich und die Secession Verlag Berlin GmbH in Berlin als die beiden genannten Gesellschaften.

Welche Auszeichnungen nennt der Verlag zu seinem Programm?

Der Verlag nennt den Deutschen Verlagspreis für 2019, 2020 und 2024 sowie den Großen Berliner Verlagspreis für 2021, verbunden mit einem Programm aus über 25 Ländern.

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