Repertoire Bedeutung: Definition und Herkunft
Aussprache, Schreibweise und Verwendung des Begriffs Repertoire
Die Repertoire Bedeutung lautet: der Vorrat an Stücken, Werken oder Fähigkeiten, über die jemand verfügt und die er jederzeit abrufen kann. Ursprünglich stammt der Begriff aus dem Theater und bezeichnet dort die Stücke, die ein Haus derzeit spielen kann. Übertragen meint er das Können einer Person. Für Texte ist vor allem die Schreibweise heikel, denn das französische Wort trägt gleich zwei Stolperstellen.
Repertoire Bedeutung: Kurze Definition
Ein Repertoire ist der Bestand an Stücken oder Fähigkeiten, die zur Verfügung stehen. Entscheidend ist die Abrufbarkeit: Was im Repertoire ist, kann ohne lange Vorbereitung eingesetzt werden.
Im Theater und in der Oper bezeichnet es die Stücke, die eine Bühne derzeit aufführen kann. Übertragen steht es für das Können einer Person oder die Möglichkeiten eines Verfahrens.
Herkunft und Wortgeschichte im Detail
Das Wort kam aus dem Französischen répertoire ins Deutsche und geht auf das spätlateinische repertorium zurück, also Verzeichnis, zu reperire für auffinden.
Dieselbe Wurzel steckt im Repertorium, das im Deutschen ein Nachschlagewerk bezeichnet, und im juristischen Repertorium alter Registraturen. Die Grundbedeutung ist also die Liste, aus der sich etwas auffinden lässt.
Im Theaterwesen unterscheidet man das Repertoiretheater vom Stagione-Betrieb. Das Repertoiretheater wechselt die Stücke von Abend zu Abend, der Stagione-Betrieb spielt ein Werk in Serie und setzt es dann ab.

Beispiele und Verwendung
Im Theater: Das Stück steht wieder auf dem Repertoire. Gemeint ist, dass es aktuell gespielt werden kann.
Übertragen: Diese Technik gehört inzwischen zu ihrem Repertoire. Sie beherrscht sie sicher und kann sie abrufen.
Im Beruf: Das erweitert das methodische Repertoire. Hier ist die Menge der verfügbaren Verfahren gemeint, nicht deren Qualität.
Synonyme und passende Alternativen
Für den Vorrat stehen Bestand, Fundus und Vorrat bereit. Fundus ist im Theater ebenfalls belegt und bezeichnet dort die Sammlung an Kostümen und Requisiten.
Für die Fähigkeiten passen Können, Handwerkszeug und Werkzeugkasten. Die letzten beiden sind bildhaft und in Sachtexten gut verständlich.
Für die Auswahl eignen sich Angebot und Programm. Das Programm ist dabei enger: Es meint, was tatsächlich gespielt wird, das Repertoire, was gespielt werden könnte.
Richtige Verwendung und häufige Verwechslungen
Zur Schreibweise: Das Wort hat zwei Stolperstellen, das oi in der Mitte und das stumme e am Ende. Richtig ist Repertoire, falsch sind Repertoir und Repertoir. Der Plural lautet die Repertoires.
Zur Aussprache: Gesprochen wird es französisch, etwa repertoahr, mit betonter letzter Silbe. Das Wort ist sächlich: das Repertoire.
Zu unterscheiden ist das Repertoire vom Portfolio. Ein Portfolio ist eine Sammlung von Arbeitsergebnissen, die vorgezeigt wird. Ein Repertoire ist die Menge dessen, was jemand kann, unabhängig davon, ob es dokumentiert ist.
Ebenfalls zu trennen ist das Programm. Es nennt, was an einem Abend oder in einer Spielzeit tatsächlich stattfindet. Das Repertoire ist der größere Vorrat, aus dem das Programm zusammengestellt wird.
In Bewerbungen ist das Wort brauchbar, wenn es konkret gefüllt wird. Ein erweitertes methodisches Repertoire sagt nichts, solange nicht steht, welche Methoden gemeint sind, und genau danach wird im Gespräch gefragt.

Das eigene Repertoire beschreiben
Für Lebensläufe und Profile empfiehlt sich eine Dreiteilung: Was beherrsche ich sicher, was habe ich angewendet, was kenne ich nur theoretisch. Diese Abstufung ist ehrlich und beugt Rückfragen vor, die peinlich werden könnten.
Wirksamer als eine Aufzählung ist der Bezug zu einem Ergebnis. Nicht die Zahl der beherrschten Verfahren überzeugt, sondern die Angabe, welches wofür eingesetzt wurde und was dabei herauskam.
Für Bewerbungen im künstlerischen Bereich ist das Repertoire dagegen eine formale Angabe: Rollen, Werke, Instrumente mit Angabe der Aufführungen. Dort ist die Liste selbst das Dokument, und Vollständigkeit zählt mehr als Auswahl.
In Ausschreibungen begegnet der Begriff häufig als Anforderung: ein breites methodisches Repertoire. Gemeint ist damit selten Vollständigkeit, sondern die Fähigkeit, für eine Aufgabe das passende Verfahren zu wählen und die Wahl zu begründen.
Für Gespräche empfiehlt sich deshalb ein vorbereitetes Beispiel: eine Aufgabe, zwei mögliche Verfahren, die Entscheidung und ihr Grund. Diese kurze Erzählung zeigt das Repertoire besser als jede Aufzählung, weil sie das Auswählen sichtbar macht.
Fazit: Repertoire Bedeutung auf den Punkt gebracht
Ein Repertoire ist der abrufbare Vorrat an Stücken oder Fähigkeiten. Das Wort kommt über das Französische vom spätlateinischen repertorium für Verzeichnis.
Geschrieben wird es mit oi und stummem e am Ende, gesprochen repertoahr. Und es ist nicht dasselbe wie ein Portfolio, das Ergebnisse zeigt, oder ein Programm, das nennt, was tatsächlich stattfindet.
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