Manuskript bei Goldmann oder Droemer Knaur: Die Unterschiede
Goldmann oder Droemer Knaur: Gruppenportal und eigenes Formular
Goldmann wird über das Einreichportal der Penguin Random House Verlagsgruppe erreicht und hat kein eigenes Verfahren, Droemer Knaur nimmt über ein eigenes Formular an, eine Vita ist dort unerwünscht, und Schweigen nach drei Monaten gilt als Absage. Der folgende Vergleich zeigt Weg, Unterlagen und Wartefrist beider Häuser nebeneinander.
Zwei Häuser, zwei Wege zum Manuskript
Goldmann und Droemer Knaur haben unterschiedliche Einreichwege. Ein eigenes Einreichverfahren für Goldmann nennen die offiziellen Seiten nicht. Stattdessen verweist das FAQ der Penguin Random House Verlagsgruppe, zu der Goldmann zählt, bei entsprechenden Fragen auf einen digitalen Service für den Manuskriptversand. Auch die Goldmann-Verlagsseite führt im Servicebereich einen Punkt, der genau dorthin leitet, und der konkrete Verlag wird im Formular der Gruppe ausgewählt. Droemer Knaur geht einen anderen Weg: Der Verlag nimmt Manuskripte über ein eigenes Formular entgegen, in dem Anrede, Name, E-Mail-Adresse und eine kurze Nachricht angegeben werden. Einen weiteren Weg beschreibt die Seite nicht. Wer dort einreicht, wählt zudem einen von fünf Verlagsbereichen aus, darunter Belletristik, Sachbuch, Bewusst leben, Geschenkbuch und Christliche Spiritualität (bene!).
Im Kern läuft der Weg bei Goldmann also über das gemeinsame Portal einer ganzen Verlagsgruppe, während Droemer Knaur ein eigenes Formular des Hauses betreibt. Welcher Weg für die eigene Einreichung angenehmer wirkt, lässt sich daraus nicht ableiten, beide folgen einfach einer unterschiedlichen Struktur. Bevor die Entscheidung fällt, lohnt sich ein Blick in die folgende Tabelle. Sie stellt die wichtigsten Punkte nebeneinander und zeigt, wo die Belege eine Angabe tragen und wo nicht.
Vor dem eigentlichen Versand kann ein unabhängiger Manuskript-Check helfen, die eigenen Unterlagen noch einmal durchzusehen und zu prüfen, ob Exposé und Textprobe in sich stimmig sind.
| Frage | Goldmann | Droemer Knaur |
|---|---|---|
| Einreichweg | Gemeinsames Portal der Verlagsgruppe, Verlag wird im Formular gewählt | Eigenes Formular auf der Verlagsseite |
| Unterlagen | Exposé und/oder zwei bis drei Kapitel, zusammengefasst in einer PDF-Datei | Exposé, Leseprobe (max. 30 Seiten), Vergleichstitel, alles als PDF, max. 9 MB gesamt |
| Vita | Dazu nennen die Belege keine Angabe | Ausdrücklich nicht gewünscht |
| Post | Wird laut Gruppen-FAQ weder bearbeitet noch zurückgeschickt | Kann nicht bearbeitet werden, geht in Verlagseigentum über |
| Wartefrist bis Absage anzunehmen | Zwölf Wochen laut FAQ der Gruppe | Drei Monate laut Verlagsseite |
| Programmschwerpunkt | Belletristik, Sachbuch, Ratgeber | Belletristik, Sachbuch, Geschenkbuch, weitere Bereiche |
Die Tabelle zeigt bereits, wie eng Einreichweg und Wartefrist bei beiden Häusern mit der jeweiligen Quelle verknüpft sind. Die folgenden Abschnitte gehen auf jeden dieser Punkte einzeln ein.

Was das Gruppenportal für Goldmann verlangt
Weil Goldmann über das gemeinsame Portal der Penguin Random House Verlagsgruppe erreicht wird, gelten für eine Einsendung an Goldmann genau die technischen Vorgaben dieses Portals. Verlangt wird eine einzige PDF-Datei pro Upload. Ein Exposé, ein Auszug aus dem Manuskript und weitere Textteile müssen also vorher zu einem gemeinsamen Dokument zusammengeführt werden, denn getrennte Dateien lässt der Upload nicht zu. Diese Regel gilt für Goldmann nur über den Umweg des Gruppenportals, ein eigenes Format legt die Goldmann-Verlagsseite selbst nicht fest.
Für die Datei selbst gelten weitere Grenzen. Sie soll höchstens 50 MB groß sein, und der Dateiname sollte weder Sonderzeichen noch Leerzeichen noch Umlaute tragen. Ein Name wie Manuskript_Mueller_Exposee.pdf entspricht dieser Vorgabe, ein Name mit ä, ö oder ü dagegen nicht. Zum Umfang reicht nach den Hinweisen des Portals ein Exposé, oder auch zwei bis drei Kapitel aus dem Manuskript, ein vollständiges Werk wird also nicht vorausgesetzt. Wer vor dem Hochladen noch unsicher ist, ob der eigene Text diesem Rahmen entspricht, kann die Unterlagen vorab auch bei einem Buch-Lektorat durchsehen lassen, um Form und Länge noch einmal zu prüfen.
Technisch läuft die Einreichung über das Portal in zwei Schritten ab. Zunächst wird ein kurzes Formular mit Anrede, Name und E-Mail-Adresse ausgefüllt. Im Anschluss verschickt das System einen Upload-Link, über den die eigentliche Datei übertragen wird, dieser Link verliert nach 48 Stunden seine Gültigkeit. Der gewünschte Verlag, in diesem Fall Goldmann, wird direkt im Formular ausgewählt, denn das Portal dient als gemeinsamer Einreichweg für viele Verlage der Gruppe zugleich. Diese Dateivorgaben gelten damit ausdrücklich für den Weg zu Goldmann über das Portal und dürfen nicht mit den Vorgaben von Droemer Knaur verwechselt werden, die in einem eigenen Formular ganz anders aussehen.
Unterlagen für das Formular von Droemer Knaur
Droemer Knaur erwartet bei einer Einreichung zwei zentrale Bestandteile: ein Exposé, also eine Inhaltsangabe des Projekts, und eine Leseprobe, beide als PDF-Datei. Für die Leseprobe gilt eine Obergrenze von 30 Seiten, mehr Text wird nicht verlangt und auch nicht erwartet. Begleitend sollen Vergleichstitel benannt werden, die zeigen, wie sich das eigene Werk im Markt verorten lässt. Für sämtliche Anhänge insgesamt darf die Dateigröße 9 MB nicht überschreiten. Wer an einem Exposé für den Roman arbeitet, plant diese Vorgaben am besten von Beginn an mit, statt die Unterlagen erst kurz vor dem Versand anzupassen.
Im Online-Formular selbst gehören Kurzexposé und Leseprobe zu den Pflichtfeldern, ohne beide Dateien lässt sich die Einreichung nicht abschicken. Der Verlag lässt dabei nur ein einziges Dateiformat zu: PDF. Wer sein Manuskript bislang als Word-Dokument vorliegen hat, wandelt es also vorher um. Eine auffällige Besonderheit betrifft die eigene Person: Der Verlag möchte ausdrücklich weder eine Vita noch einen Lebenslauf als Anhang erhalten. Die eingereichten Unterlagen sollen sich ganz auf Exposé, Textprobe und Vergleichstitel beschränken, persönliche Angaben haben darin keinen Platz.
Eine weitere Voraussetzung betrifft die Entstehung des Manuskripts selbst: Angenommen werden nur Texte, die von der Autorin oder dem Autor persönlich verfasst wurden, die schöpferische Leistung darf also nicht an Künstliche Intelligenz ausgelagert worden sein. Wer sich ausführlicher mit dem gesamten Ablauf beschäftigen möchte, findet dazu weiterführende Hinweise im Beitrag Droemer Knaur Manuskript einreichen 2026. In der Summe rückt Droemer Knaur damit Exposé, Leseprobe und Vergleichstitel klar in den Mittelpunkt und schließt die Vita bewusst aus, während die Belege zu Goldmann an dieser Stelle keine vergleichbare Angabe zur Vita enthalten.
Post, Wartefrist und Nachfragen im Vergleich
Beim Postweg verfolgen beide Häuser denselben Grundsatz, wenn auch aus unterschiedlichem Anlass. Laut dem FAQ jener Verlagsgruppe, der Goldmann angehört, werden Manuskripte, die auf dem Postweg eintreffen, weder geprüft noch an die Absenderin oder den Absender zurückgesandt. Für eine Einreichung bei Goldmann bleibt deshalb nur der digitale Upload der Gruppe, ein anderer Zugang ist dort nicht vorgesehen. Dieselbe Quelle hält zusätzlich fest, dass die Gruppe für auf diesem Weg eingesandte Publikationsangebote keine Haftung übernimmt.
Zur Wartezeit trifft dieselbe FAQ eine klare Aussage: Wer zwölf Wochen lang nichts hört, soll das als Absage werten. Fragen zum aktuellen Bearbeitungsstand beantwortet die Gruppe dabei grundsätzlich nicht, unabhängig davon, ob sie schriftlich oder telefonisch gestellt werden. Diese drei Punkte, die Regelung zur Post, die Zwölf-Wochen-Frist und der Verzicht auf Rückmeldungen zu Nachfragen, gelten für Goldmann nur über den Umweg des Gruppenportals, eine eigenständige Aussage von Goldmann dazu liegt nicht vor.
Bei Droemer Knaur läuft die Bearbeitung ebenfalls vollständig digital ab. Unterlagen, die trotzdem per Post ankommen, werden dort nicht geprüft, sondern gehen in den Besitz des Verlags über. Bleibt eine Rückmeldung innerhalb von drei Monaten aus, gilt dies als Zeichen dafür, dass das eingereichte Projekt nicht ins Programm aufgenommen wird. Eine Begründung für eine Ablehnung liefert der Verlag dabei nicht, und er bittet ausdrücklich darum, von weiteren Nachfragen abzusehen. Bei beiden Wegen gilt Schweigen somit als Absage, allerdings mit unterschiedlicher Frist: zwölf Wochen beim Gruppenportal, drei Monate bei Droemer Knaur. Wer sich parallel dazu überlegt, eine Literaturagentur finden zu wollen, kann diesen Schritt unabhängig von den genannten Wartezeiten angehen und die eigenen Unterlagen vorab anhand der aktuellen Hinweise der jeweiligen Agentur prüfen.
Programmprofile beider Häuser im Vergleich
Goldmann beschreibt sein eigenes Programm als Sammlung von Büchern, die Leserinnen und Leser mit berührenden Geschichten und anregenden Gedanken erreichen sollen. Drei Bereiche werden dabei genannt: Belletristik, Sachbuch und Ratgeber. Innerhalb der Belletristik führt die Verlagsseite internationale Bestsellerreihen, Thriller, leichte und mitreißende Unterhaltung, New-Adult-Titel sowie romantische Liebesgeschichten als Beispiele aus dem laufenden Programm auf. Im Bereich Sachbuch und Ratgeber reicht die Bandbreite von persönlichen Erinnerungsbänden über populär aufbereitete Philosophie bis hin zu praktischen Ratgebern für Alltag und Selbstmanagement. Außerdem erscheinen im Haus Goldmann auch die Titel des Wunderraum Verlags, der auf der Seite als Zuhause liebevoll gestalteter Geschenkbücher beschrieben wird.
Die Verlagsgruppe Droemer Knaur sitzt in München und gehört zum Holtzbrinck-Verbund. Nach eigener Darstellung deckt ihr Programm ein breites belletristisches Spektrum ab, von Kriminalromanen über Thriller, historische Erzählungen und Liebesromane bis hin zu Fantasy und Science Fiction, ergänzt um Sachbücher und Geschenktitel. Auf der Verlagsseite stellt sich die Gruppe zudem mit mehreren eigenständigen Marken vor, darunter Droemer, Knaur, Knaur Menssana, O.W. Barth, Knaur Balance und bene. Das Einreichformular fragt dabei lediglich nach dem passenden Verlagsbereich ab, eine gesonderte Möglichkeit, gezielt an eine einzelne dieser Marken einzureichen, lässt sich aus den Belegen nicht ableiten.
Beide Programme decken damit sowohl Belletristik als auch Sachbuch ab, ohne dass sich daraus eine Aussage treffen ließe, welches Haus ein konkretes Manuskript eher annehmen würde. Wer sich noch unschlüssig ist, welches der beiden Häuser oder welcher andere Verlag besser zum eigenen Projekt passt, kann mit dem Beitrag Verlag finden die eigene Auswahl systematisch erweitern und so die Entscheidung auf eine breitere Grundlage stellen.

Kosten, Alternativen und eine eigene Entscheidung
Zur Frage der Kosten liefert das FAQ der Verlagsgruppe, zu der Goldmann gehört, eine klare Aussage: Bei der Veröffentlichung eines Manuskripts wird kein Druckkostenzuschuss verlangt. Kommt es zu einer Publikation, schließt der Verlag stattdessen einen Vertrag und zahlt ein Autorenhonorar. Diese Aussage gilt für Goldmann allerdings nur über die Zugehörigkeit zur Gruppe, denn Goldmann selbst ist Teil dieser größeren Verlagsgruppe. Zur Einordnung: Zur Gruppe zählen mehr als 40 Verlage mit jeweils eigenen Teams, Goldmann ist einer davon.
Zur Frage der Kosten bei Droemer Knaur nennen die Belege keine Angabe, das steht hier ausdrücklich so im Text, ohne eine eigene Aussage zu Zuschüssen zu treffen. Dafür beschreibt Droemer Knaur eine Alternative für den Fall, dass ein Projekt nicht ins aktuelle Programm passt: das Selbstverlegen innerhalb der Holtzbrinck Verlagsgruppe, konkret über epubli mit Print-on-Demand oder über Autaria mit Auflagendruck und persönlicher Beratung. Dieses Angebot gehört dabei ausdrücklich nicht zum eigentlichen Verlagsprogramm, sondern steht daneben.
Am Ende hängt die Wahl zwischen beiden Häusern vor allem an der Passung des eigenen Manuskripts zum jeweiligen Programm und an den eigenen Unterlagen. Wer die Entscheidung vorbereitet, kann parallel einen überzeugenden Klappentext formulieren, denn ein knapper, klarer Text hilft unabhängig davon, für welchen der beiden Wege man sich am Ende entscheidet. Beide Häuser verlangen saubere, formal passende Unterlagen, der Unterschied liegt vor allem im Weg dorthin und in der jeweils geltenden Wartefrist.
Quellen und Stand
- Penguin Random House, Verlagsseite Goldmann: www.penguin.de (geprüft am 2026-10-04)
- Penguin Random House, Verlagsseite Goldmann: www.penguin.de (weitere Quelle) (geprüft am 2026-10-04)
- Penguin Random House, Verlagsseite Goldmann: www.penguin.de (Quelle 2) (geprüft am 2026-10-04)
- Penguin Random House, Verlagsseite Goldmann: www.penguin.de (Quelle 3) (geprüft am 2026-10-04)
- Penguin Random House, FAQ (Manuskript senden): www.penguin.de (geprüft am 2026-10-04)
- Penguin Random House, FAQ (Manuskript senden): www.penguin.de (weitere Quelle) (geprüft am 2026-10-04)
- Penguin Random House, Über uns: www.penguin.de (geprüft am 2026-10-04)
- Droemer Knaur, Manuskripteinreichung: www.droemer-knaur.de (geprüft am 2026-10-04)
- Droemer Knaur, Manuskripteinreichung: www.droemer-knaur.de (weitere Quelle) (geprüft am 2026-10-04)
- Droemer Knaur, Manuskripteinreichung: www.droemer-knaur.de (Quelle 2) (geprüft am 2026-10-04)
- Droemer Knaur, Manuskripteinreichung: www.droemer-knaur.de (Quelle 3) (geprüft am 2026-10-04)
- Droemer Knaur, Manuskripteinreichung: www.droemer-knaur.de (Quelle 4) (geprüft am 2026-10-04)
- Droemer Knaur, Manuskripteinreichung: www.droemer-knaur.de (Quelle 5) (geprüft am 2026-10-04)
- Droemer Knaur, Manuskripteinreichung: www.droemer-knaur.de (Quelle 6) (geprüft am 2026-10-04)
- Droemer Knaur, Manuskripteinreichung: www.droemer-knaur.de (Quelle 7) (geprüft am 2026-10-04)
- Droemer Knaur, Manuskripteinreichung: www.droemer-knaur.de (Quelle 8) (geprüft am 2026-10-04)
- Droemer Knaur, Verlagsgruppe: www.droemer-knaur.de (geprüft am 2026-10-04)
- Droemer Knaur, Verlagsgruppe (Marken): www.droemer-knaur.de (geprüft am 2026-10-04)
- Penguin Random House, Service Manuskript-Upload (Portal-Texte): manuskripte.penguinrandomhouse.de (geprüft am 2026-10-04)
- Penguin Random House, Service Manuskript-Upload (Portal-Texte): manuskripte.penguinrandomhouse.de (weitere Quelle) (geprüft am 2026-10-04)
- Penguin Random House, Service Manuskript-Upload (Portal-Texte): manuskripte.penguinrandomhouse.de (Quelle 2) (geprüft am 2026-10-04)
- Penguin Random House, Service Manuskript-Upload (Portal-Texte): manuskripte.penguinrandomhouse.de (Quelle 3) (geprüft am 2026-10-04)
- Penguin Random House, Service Manuskript-Upload (Portal-Texte): manuskripte.penguinrandomhouse.de (Quelle 4) (geprüft am 2026-10-04)
- Penguin Random House, Service Manuskript-Upload (Portal-Texte): manuskripte.penguinrandomhouse.de (Quelle 5) (geprüft am 2026-10-04)
- Penguin Random House, FAQ (Manuskript senden): www.penguin.de (Quelle 2) (geprüft am 2026-10-04)
- Penguin Random House, FAQ (Manuskript senden): www.penguin.de (Quelle 3) (geprüft am 2026-10-04)
- Penguin Random House, FAQ (Manuskript senden): www.penguin.de (Quelle 4) (geprüft am 2026-10-04)
- Penguin Random House, FAQ (Vertrag und Honorar): www.penguin.de (geprüft am 2026-10-04)
- Penguin Random House, Über uns: www.penguin.de (weitere Quelle) (geprüft am 2026-10-04)
Im Zusammenhang „Manuskript bei Goldmann oder Droemer Knaur: Die Unterschiede“ werden die zentralen Punkte gebündelt.