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Elsevier und Springer Nature für dein Paper vergleichen

Warum das konkrete Journal wichtiger als der Verlagsname ist

Lesezeit ca. 7 Min. · geprüft: 3. August 2026 · Vergleichsratgeber

Elsevier oder Springer Nature: Diese Frage klingt nach einer Entscheidung zwischen zwei Verlagen. Für Autorinnen und Autoren ist sie jedoch meist eine Entscheidung zwischen zwei konkreten Journals. Beide Gruppen führen große, fachlich vielfältige Portfolios. Scope, Begutachtung, Dateien, Kosten und Sichtbarkeit werden auf Journalebene beurteilt.

Kurzantwort: Wähle nicht zuerst den Konzern. Vergleiche zwei oder drei passende Zeitschriften anhand von fachlicher Passung, Leserschaft, Artikeltyp, transparenten Kosten, Rechten und realistischem Einreichungsweg. Ein bekannter Verlagsname gleicht einen unpassenden Journal-Scope nicht aus.

Elsevier und Springer Nature auf einen Blick

KriteriumElsevierSpringer Nature
AusgangspunktKonkretes Journal aus einem breiten PortfolioKonkretes Journal innerhalb verschiedener Marken und Portfolios
JournalhilfeOffizieller Journal Finder für VorschlägeAutorenseiten, Journalsuche und journalbezogene Informationen
SubmissionHäufig Editorial Manager, maßgeblich ist der Link des JournalsBei vielen Titeln SNAPP, andere Wege sind möglich
TransferPortfoliointerne Optionen können journalabhängig angeboten werdenOffizieller Transfer Desk für geeignete Fälle
Open AccessUnterschiedliche Modelle und journalbezogene PreiseUnterschiedliche Modelle und journalbezogene Preise

Die offiziellen Einstiege sind der Elsevier Journal Finder und die Springer Nature Autorenseite. Beide helfen bei der Orientierung, ersetzen aber nicht das Lesen von „Aims and Scope“ und den Autorenhinweisen des Zieljournals.

Elsevier vs Springer Nature: Journals nach Scope Kosten Rechten und Review vergleichen
Der beste Vergleich endet bei einem konkreten Journal, nicht beim Logo des Verlags.

Fachliche Passung und Zielgruppe

Öffne bei beiden Kandidaten die letzten Ausgaben und suche nach Beiträgen, die deinem Thema methodisch oder inhaltlich nahekommen. Prüfe, welche Community dort liest und zitiert. Ein kleineres Spezialjournal kann für dein Paper wertvoller sein als ein breiter, bekannter Titel, wenn genau die relevanten Forschenden erreicht werden.

Beziehe den Artikeltyp ein. Ein Journal kann dein Fach abdecken, aber keine Reviews, Method Papers, Fallstudien oder kurzen Berichte akzeptieren. Auch Wortzahl und Aufbau können sich stark unterscheiden. Wenn du dein Manuskript erst nach der Auswahl vollständig auf ein Journal zuschneidest, sparst du unnötige Formatierungsrunden.

Einreichungssystem und Transferoptionen

Elsevier verweist Autorinnen und Autoren über das einzelne Journal häufig in Editorial Manager. Springer Nature beschreibt für viele Zeitschriften SNAPP. Die Plattform ist jedoch kein Qualitätskriterium. Wichtiger ist, ob du Dateianforderungen, Anonymisierung, Metadaten und Erklärungen vollständig erfüllen kannst.

Ein Transfer kann nach einer Ablehnung Zeit sparen, wenn Metadaten oder Begutachtungsunterlagen übernommen werden. Er ist dennoch kein Automatismus und keine Annahmegarantie. Prüfe das vorgeschlagene Journal erneut selbst. Es muss fachlich, finanziell und strategisch zu deinem Paper passen.

Open Access, Gebühren und Rechte

Beide Verlagsgruppen umfassen Journals mit unterschiedlichen Modellen. Vergleiche deshalb den exakten Preis und die Lizenz auf der jeweiligen Journalseite. Kläre Förderfähigkeit, institutionelle Vereinbarungen und mögliche Erstattungen vor der Einreichung. Achte außerdem darauf, welche Version du später in einem Repositorium ablegen darfst.

Ein kostenloser Einreichungsweg kann später Publikationskosten enthalten, während andere Journals ohne Autorengebühr über Abonnements finanziert werden. Eine pauschale Aussage „Verlag A ist günstiger“ wäre deshalb unseriös. Nutze die aktuelle Preis- und Lizenzinformation des Zieljournals.

Elsevier oder Springer Nature: Entscheidungscheck vor der Paper Submission
Scope, Zielgruppe, Kosten, Rechte und Ablauf gemeinsam bewerten.

Qualität vor der Submission absichern

Unabhängig vom Verlag solltest du Manuskript, Abstract, Keywords und Metadaten sprachlich konsistent halten. Ein Paper-Lektorat kann sprachliche Hindernisse reduzieren. Ein Plagiat-Scan markiert mögliche Überschneidungen, ein KI-Scan liefert technische Hinweise auf statistische Muster. Diese drei Prüfungen beantworten unterschiedliche Fragen und ersetzen weder Peer Review noch die Richtlinien des Journals.

Bei Vorfassungen aus Dissertation, Konferenzbeitrag oder Preprint dokumentierst du transparent, welche Inhalte bereits zugänglich waren. Prüfe die konkrete Richtlinie zu parallelen Einreichungen, Vorveröffentlichungen, generativer KI, Daten und Interessenkonflikten.

Entscheidungsmatrix für deine Shortlist

  1. Scope und Artikeltyp als Ausschlusskriterien prüfen.
  2. Leserschaft und thematisch ähnliche Beiträge vergleichen.
  3. Reviewmodell und erwarteten Ablauf nachvollziehen.
  4. Gebühren, Finanzierung, Lizenz und Archivierungsrechte klären.
  5. Autorenhinweise und erforderliche Dateien nebeneinanderlegen.
  6. Plan B festlegen, falls die erste Einreichung abgelehnt wird.

Fazit: Journal gegen Journal vergleichen

Elsevier und Springer Nature lassen sich sinnvoll nur über konkrete Zeitschriften vergleichen. Nimm fachliche Passung als erstes Kriterium, danach Zielgruppe, Integrität, Kosten, Rechte und Ablauf. Für die praktische Vorbereitung findest du eigene Anleitungen zum Paper bei Elsevier und zum Paper bei Springer Nature.

Deine Zielzeitschrift steht fest? Dann prüfe die aktuelle Fassung getrennt auf Sprache, Textähnlichkeiten und KI-Indikatoren.

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