So verwendest du die Abkürzung ders. korrekt

ders.: Bedeutung und Gebrauch beim Zitieren

Lesezeit ca. 5 Min. · zuletzt aktualisiert: 13. September 2026 · Wortbedeutungen und Abkürzungen im Überblick

„ders.“ ist die Abkürzung für „derselbe“; seine Wortart ist Abkürzung. Hier erfährst du, was die Kurzform bedeutet, wie sie beim Zitieren verwendet wird und wie sie sich von ähnlichen Angaben unterscheidet.

Direkte Antwort auf die Kernfrage

„ders.“ ist die Abkürzung für „derselbe“ und kann in Fußnoten sowie im Literaturverzeichnis einen bereits genannten Autor bezeichnen. „dies.“ steht entsprechend für „dieselbe“ oder „dieselben“.

Als Abkürzung ersetzt „ders.“ im Göttinger Leitfaden den Namen, wenn aufeinanderfolgend mehrere Werke desselben Autors genannt werden. Für eine Autorin oder mehrere Autoren verwendet der Leitfaden „dies.“. Die Kürzel werden dort wie Verfassernamen gesetzt. Davon unterscheidet sich „Ebd.“: Es verweist nur dann auf ein zuvor genanntes Werk, wenn der Bezug in derselben oder der unmittelbar vorigen Anmerkung möglich ist. Für andere Zitierrichtlinien prüfst du deren Vorgaben.

Das ausgeschriebene Wort „derselbe, dieselbe, dasselbe“ ist ein Demonstrativpronomen. Es bezeichnet etwas Bekanntes als identisch mit dem schon Gemeinten, also als dieses und nicht als ein anderes. In der Umgangssprache kann „dasselbe“ auch „der Gleiche“ bedeuten. Eine weitere, als papierdeutsch und veraltet bezeichnete Verwendung steht nachgestellt und verweist auf eine zuvor erwähnte Größe. Diese Wortbedeutungen betreffen das ausgeschriebene Pronomen; „ders.“ bleibt eine Abkürzung. Zur Abgrenzung hilft der Vergleich mit ebd. zitieren.

ders.: Bedeutung: das Wort in drei Schritten

Grammatische Einordnung und Ursprung

„ders.“ führt das deutsche Wiktionary als Abkürzung. Die Kurzform steht für „derselbe“. Damit ist ihre belegte Wortart Abkürzung, nicht Pronomen. Für die Abkürzung nennt das Quellenmaterial weder Genus noch Plural, Steigerung oder weitere Formen. Duden und DWDS behandeln hingegen die ausgeschriebenen Formen „derselbe, dieselbe, dasselbe“. Dort sind sie als Pronomen eingeordnet, genauer als Demonstrativpronomen. Ein Substantiv ist „ders.“ nicht.

Die Trennung des ausgeschriebenen Wortes lautet „der-sel-be“; außerdem sind „die-sel-be“ und „das-sel-be“ belegt. Eine Betonung ist im vorliegenden Material weder für die Kurzform noch für das ausgeschriebene Wort angegeben. Die Punkte gehören zur Schreibung der Abkürzung „ders.“ und ändern ihre Einordnung als Kurzform nicht.

Zur Herkunft nennt der Duden mittelhochdeutsch „der, diu, daz selbe“ sowie althochdeutsch „der selbo, diu, daz selba“. Die Herkunftsangaben beziehen sich auf das ausgeschriebene Wort. „ders.“ ist dessen Abkürzung und kein eigenständiges Demonstrativpronomen. Für die Verwendung beim Zitieren ist vor allem wichtig, die Kurzform nicht mit einem Verweis auf dieselbe Fundstelle gleichzusetzen. Eine Abgrenzung zu ebd. im Zitat steht im folgenden Vergleich bereit.

Einzelne Bedeutungen im Detail

Tabelle: Bedeutung, Kontext, Beispiel oder typische Verbindung
BedeutungKontextBeispiel oder typische Verbindung
Verfassernamen ersetzenZitierenders. beziehungsweise dies.
IdentitätDemonstrativpronomenein und derselbe
GleichheitUmgangsspracheder Gleiche
RückverweisPapierdeutsch, veraltetdas Dach desselben

Die Tabelle trennt die Bedeutung der Kurzform von den Bedeutungen des ausgeschriebenen Wortes. Wiktionary führt „ders.“ als Abkürzung für „derselbe“. Duden und DWDS ordnen „derselbe, dieselbe, dasselbe“ dagegen als Demonstrativpronomen ein. Die Wortbedeutungen des ausgeschriebenen Ausdrucks sind deshalb keine weiteren Wortarten von „ders.“.

Beim Zitieren beschreibt der Leitfaden der Universität Göttingen „ders.“ und „dies.“ als Ersatz für einen Verfassernamen, wenn mehrere Titel desselben Autors hintereinander genannt werden. Die Kurzformen vermeiden dabei die erneute Nennung des Namens. Der Leitfaden behandelt außerdem „Ebd.“ für den direkten Bezug auf ein zuvor genanntes Werk in derselben oder der unmittelbar vorherigen Anmerkung. Diese Abkürzung bezeichnet somit einen anderen Bezug als „ders.“ oder „dies.“.

Als Demonstrativpronomen bezeichnet „derselbe“ eine bekannte oder bereits genannte Größe, die mit der gemeinten Größe identisch ist. Gemeint ist dieser und kein anderer. In der Umgangssprache kann „dasselbe“ auch „der Gleiche“ bedeuten. Die papierdeutsche und veraltete Bedeutung verweist nachgestellt auf eine vorher erwähnte Größe. Ein neutraler Beispielsatz lautet: Nach der Beschreibung folgt eine Angabe zum Dach desselben.

et al. Bedeutung

Unterschied zu ähnlichen Kürzeln

Der Göttinger Leitfaden unterscheidet drei Kürzel. „Ebd.“ bedeutet „Ebenda“ und kommt infrage, wenn der Bezug unmittelbar zum zuvor genannten Werk in derselben oder der vorherigen Anmerkung besteht. „ders.“ und „dies.“ stehen dagegen für den Verfassernamen, wenn Titel desselben Autors direkt nacheinander folgen. „ders.“ verweist auf denselben Autor; „dies.“ kann dieselbe Autorin oder dieselben Autoren meinen.

Die Kürzel erfüllen daher verschiedene Aufgaben. Wer auf eine andere Veröffentlichung eines schon genannten Autors verweist, verwendet nach diesem Leitfaden „ders.“ oder „dies.“. Wer dagegen dieselbe Fundstelle erneut meint, prüft „Ebd.“. Andere Richtlinien können strengere oder abweichende Vorgaben enthalten und diese Kürzel im Literaturverzeichnis untersagen.

Zum ausgeschriebenen Wort „derselbe“ nennt der Duden die Synonyme „ebender“, „ebendieser“, „genau dieser“ und „kein anderer“. Sie passen zum Wortsinn: Gemeint ist diese identische Größe und keine andere. Als Ersatz für die Zitierabkürzung eignen sie sich jedoch nicht ohne Weiteres.

Für einen umfassenden Einstieg helfen weitere Hinweise zu Abkürzungen beim Zitieren.

Anwendung in eigenen Sätzen

Wörtlich belegte Beispiele sind: „Er ist ders.“; „er trägt denselben Anzug wie gestern“; „es war dieselbe Stadt wie damals“; „er fährt dasselbe Auto wie ich“; „das Haus, vor allem das Dach desselben“. Sie zeigen die Kurzform sowie die verschiedenen Bedeutungen des ausgeschriebenen Pronomens.

Eigenes Beispiel 1: In zwei aufeinanderfolgenden Fußnoten steht nach einem Titel von Krüger: „ders., Aufsatz B“. Bedeutungsprobe: „ders.“ ersetzt hier den Namen desselben Autors.

Eigenes Beispiel 2: Nach „Schulz, Buch A“ folgt im Beispiel „ders., Buch B“. Bedeutungsprobe: Die Kurzform verweist auf den bereits genannten Verfasser und nicht auf dieselbe Fundstelle.

Eigenes Beispiel 3: Die Anmerkung nennt zuerst einen Titel von Weber und danach „ders., Beitrag C“. Bedeutungsprobe: Gemeint ist wieder Weber als Autor eines weiteren Titels.

Fehler und Korrektur: „Ebd.“ passt nicht, wenn ein weiterer Titel desselben Autors gemeint ist; im Göttinger Leitfaden haben „ders.“ und „Ebd.“ verschiedene Funktionen. Bei einer Autorin steht „dies.“ statt „ders.“. Beginnt ein Eintrag ohne zuvor genannten Verfassernamen, wird der Name ausgeschrieben und nicht durch „ders.“ ersetzt.

Weitere Hinweise bietet der Beitrag Abkürzungen richtig schreiben.

ders.: Bedeutung: Prüfliste mit vier Punkten

Schnelle Prüfung vor dem Absenden

Prüfe zuerst die Bedeutung. Geht es um eine identische, bereits bekannte Größe, kann das ausgeschriebene „derselbe, dieselbe, dasselbe“ gemeint sein. Geht es um eine Quellenangabe, prüfe stattdessen, ob ein schon genannter Autor mit einem weiteren Titel folgt. Im Göttinger Leitfaden ist dies der Kontext für „ders.“ oder „dies.“.

Prüfe danach die Wortart. „ders.“ ist eine Abkürzung. „derselbe, dieselbe, dasselbe“ wird als Demonstrativpronomen geführt. Ein Substantiv ist die Kurzform nicht. Prüfe anschließend den Zusammenhang: Bei mehreren aufeinanderfolgenden Titeln desselben Autors kann die Kurzform den Namen ersetzen. Bei einem direkten Bezug auf das zuvor genannte Werk hat „Ebd.“ im Göttinger Leitfaden eine andere Funktion.

Für die Ersatzprobe kommen beim ausgeschriebenen Wort „ebender“, „ebendieser“, „genau dieser“ oder „kein anderer“ infrage, sofern die Aussage weiterhin passt. Bei Unsicherheit kannst du die belegte einfache Entsprechung „derselbe“ oder „kein anderer“ verwenden. Die Wendung „der Gleiche“ gehört zur umgangssprachlichen Bedeutung. Zur grammatischen Einordnung hilft Wortarten im Überblick.

Quellen und Stand

Die Einordnung „So verwendest du die Abkürzung ders. korrekt“ fasst den vollständigen Zusammenhang zusammen.

Du willst sicher sein, dass ders. und andere Fremdwörter in deinem Text richtig stehen?

Datei hochladen

Häufige Fragen zu ders.

Darf ich das Kürzel in jeder Disziplin nutzen?

Andere Institute oder Fachbereiche können strengere oder abweichende Vorgaben haben. Prüfe dein lokales Handreichungsdokument, bevor du die Abkürzung einsetzt.

Was mache ich, wenn mehrere Autoren beteiligt sind?

„dies.“ steht für „dieselbe“ oder „dieselben“.

Ist die Kurzform im Titel zulässig?

Prüfe die Zitierrichtlinie, die für deine Arbeit gilt. Der Göttinger Leitfaden beschreibt „ders.“ und „dies.“ für aufeinanderfolgende Titel desselben Autors.

Wie unterscheide ich es visuell vom nächsten Kürzel?

„ders.“ verweist auf denselben Autor, „dies.“ auf dieselbe Autorin oder dieselben Autoren. Nach dem Göttinger Leitfaden darf „Ebd.“ nur bei direktem Bezug auf das zuvor genannte Werk in derselben oder der unmittelbar vorherigen Anmerkung stehen.

Muss ich die Abkürzung im Glossar erklären?

Prüfe die Zitierrichtlinie deiner Arbeit. Der Göttinger Leitfaden beschreibt „ders.“ und „dies.“ für aufeinanderfolgende Titel desselben Autors; andere Vorgaben können abweichen.

Unsere Partner