Was bedeutet „deplorabel“?
Deplorabel: Bedeutung und Verwendung
Deplorabel bezeichnet etwas, das beklagenswert oder bedauernswert ist. Die folgenden Beispiele zeigen die Bedeutung im Satz und grenzen nahe Wörter vorsichtig voneinander ab.
Deplorabel bedeutet beklagenswert oder bedauernswert
Deplorabel heißt beklagenswert oder bedauernswert. Mit dem Wort wird etwas als beklagenswert oder als bedauernswert bezeichnet.
Die beiden Bedeutungsangaben sind Alternativen. Beklagenswert und bedauernswert müssen deshalb nicht als zwei getrennte Merkmale verstanden werden. Sie benennen die Bedeutung von deplorabel auf zwei ähnliche Arten.
Zum Vergleich können auch die Wörter bedauerlich und bejammernswert herangezogen werden. Die direkte Kurzantwort bleibt: Deplorabel bedeutet beklagenswert oder bedauernswert.
Eigene Beispielsätze verdeutlichen die Bedeutung: Der deplorable Zustand des leer stehenden Hauses war beklagenswert. Das deplorable Ergebnis des Vorhabens war bedauernswert. Die deplorable Lage nach dem Sturm erschien den Beteiligten bedauernswert.

So lässt sich deplorabel im Satz verstehen
Für die Bedeutung im Satz stehen zwei Alternativen bereit: beklagenswert und bedauernswert. Deplorabel kann daher etwas als beklagenswert bezeichnen; ebenso kann es etwas als bedauernswert bezeichnen.
- Alternative 1: beklagenswert. Der deplorable Zustand des Parks war beklagenswert. Der Satz bezeichnet den Zustand als beklagenswert.
- Alternative 2: bedauernswert. Das deplorable Ende der Veranstaltung war bedauernswert. Der Satz bezeichnet das Ende als bedauernswert.
Die nummerierten Angaben sind keine gemeinsamen Pflichtmerkmale. Im Satz kann deplorabel im Sinn von beklagenswert stehen oder im Sinn von bedauernswert.
Weitere eigene Beispielsätze: Die deplorable Entwicklung des Projekts war bedauernswert. Der deplorable Zustand der Unterlagen blieb beklagenswert. Das deplorable Ergebnis der Abstimmung war bedauernswert. In allen Beispielen steht deplorabel für beklagenswert oder bedauernswert.
Zum Vergleichen können bedauerlich und bejammernswert neben den beiden direkten Bedeutungsangaben stehen. Für die Einordnung eines Satzes genügt die Frage, ob deplorabel dort durch beklagenswert oder bedauernswert verständlich wird.
Beklagenswert, bedauernswert und bedauerlich
Die Wörter beklagenswert, bedauernswert und bedauerlich können als Vergleichswörter für deplorabel dienen. Eine solche Nähe bedeutet nicht, dass alle drei Wörter in jedem Satz vollständig austauschbar sind. Entscheidend bleibt die konkrete Bedeutung im Satz.
| Wort | Bedeutungsprobe | Prüfung im Satz |
|---|---|---|
| beklagenswert | Der beschriebene Gegenstand gibt Anlass zum Beklagen. | Prüfe, ob ein beklagenswerter Zustand oder ein entsprechendes Ergebnis gemeint ist. |
| bedauernswert | Der beschriebene Gegenstand gibt Anlass zum Bedauern. | Prüfe, ob deplorabel durch bedauernswert verständlich gemacht werden kann. |
| bedauerlich | Das Wort kann als weiteres Vergleichswort dienen. | Prüfe die konkrete Satzbedeutung, ohne weitere Unterschiede zu behaupten. |
Die wichtigste Abgrenzung besteht deshalb nicht in einer unbelegten Rangfolge zwischen den Vergleichswörtern, sondern in der Frage nach dem Anlass zum Bedauern. Deplorabel sollte nicht einfach mit jedem Ausdruck für etwas Negatives gleichgesetzt werden. Ist nur „schlecht“, „peinlich“ oder „unangenehm“ gemeint, ohne dass ein beklagenswerter Zustand oder ein bedauernswertes Ergebnis erkennbar ist, sollte die Wortwahl erneut geprüft werden.
Drei eigene Sätze mit deplorabel
Die folgenden Sätze zeigen jeweils einen erkennbaren Anlass zum Bedauern. Die kurze Bedeutungsprobe ersetzt deplorabel gedanklich durch beklagenswert oder bedauernswert.
- Der Anblick des deplorablen Zustands des alten Hauses ließ den fortschreitenden Verfall erkennen. Bedeutungsprobe: Der Zustand ist beklagenswert.
- Die Beteiligten waren mit dem deplorablen Ergebnis des Projekts konfrontiert. Bedeutungsprobe: Das Ergebnis ist bedauernswert.
- Die deplorable Lage der Sammlung machte den Verlust einzelner Stücke besonders bedauerlich. Bedeutungsprobe: Die Lage gibt Anlass zum Bedauern.
In jedem Beispiel bezeichnet deplorabel nicht bloß eine unangenehme oder peinliche Eigenschaft. Das Wort bezieht sich jeweils auf einen Zustand, eine Lage oder ein Ergebnis, bei dem das Bedauern als Bedeutungsprobe erkennbar ist. Die Sätze veranschaulichen die Bedeutung, ohne eine Herkunft, Fachbedeutung oder besondere Wertung zu behaupten.
Für einen eigenen Satz kann dieselbe Prüfung verwendet werden: Markiere das Wort, auf das sich deplorabel bezieht. Ersetze deplorabel anschließend probeweise durch beklagenswert oder bedauernswert. Wenn der Satz dadurch inhaltlich verständlich bleibt und ein Anlass zum Bedauern sichtbar wird, ist die beabsichtigte Bedeutung klarer.

Kurzcheck für Bedeutung und Verwendung
- Kernbedeutung: Bedeutet deplorabel im Satz beklagenswert oder bedauernswert?
- Kontext: Bezeichnet das Wort einen Zustand, eine Lage oder ein Ergebnis, bei dem ein Anlass zum Bedauern erkennbar ist?
- Abgrenzung: Wird deplorabel nicht lediglich als Ersatz für schlecht, peinlich oder unangenehm verwendet?
- Vergleichswörter: Wurde geprüft, ob beklagenswert, bedauernswert oder bedauerlich die Bedeutung verständlich machen?
- Register: Wenn das Sprachregister für den eigenen Text wichtig ist, prüfe es in einem Wörterbuch.
- Satzprobe: Lässt sich der konkrete Satz mit beklagenswert oder bedauernswert als Bedeutungsprobe nachvollziehen?
Wenn die Kernbedeutung, der Anlass zum Bedauern und die Abgrenzung zu bloß negativen Beschreibungen zusammenpassen, ist die Verwendung inhaltlich geprüft. Prüfe Herkunft, Register oder besondere Fachbedeutungen bei Bedarf in einem Wörterbuch.
Passende nächste Schritte
Quellen und Stand
- Fachquelle: www.duden.de (geprüft am 2026-08-15)