Unterschiede zwischen APA 6 und APA 7 verstehen

Sechste und siebte Auflage auseinanderhalten

Lesezeit ca. 7 Min. · zuletzt aktualisiert: 9. September 2026 · Alle Zitierweisen im Überblick

Der Wechsel von der sechsten zur siebten Auflage bringt Anpassungen beim Zitieren mit sich. Dieser Leitfaden zeigt dir, welche Stellen in deiner Arbeit betroffen sind und wie du die Vorgaben sicher umstellst.

Kernerkenntnisse zum Vergleich der Auflagen

Das Verständnis dafür, was sich geändert hat, beginnt mit dem Blick auf die Veröffentlichungsgeschichte. Die zuständige Vereinigung hat ihren Leitfaden im Herbst 2019 neu herausgegeben. Durch diesen Schritt entstand die aktuelle Ausgabe, die bewusst stärker auf die Bedürfnisse von Studierenden eingeht.

Die Neuerungen betreffen drei Bereiche: die Formatierung von Arbeiten, den Kurzbeleg im Fließtext und den Verzeichniseintrag im Literaturverzeichnis. Wer diese Bereiche kennt, vermeidet es, veraltete Gewohnheiten fortzusetzen.

Zur Orientierung unterstützt es, die elementaren Grundlagen des wissenschaftlichen Schreibens zu kennen. Dabei kommt der Fähigkeit, richtig zitieren zu können, große Bedeutung zu, denn sie schafft das Fundament, auf dem die detaillierten Konventionsregeln aufruhen.

Gleichzeitig gewinnt die ordnungsgemäße Anlage einer Quellenangabe enorme Wichtigkeit. Sie gewährleistet Transparenz gegenüber Korrektoren und bewahrt vor Verdachtsmomenten bezüglich unerlaubter Übernahme fremden Gedankenguts. Deshalb sollten Aufzeichnungen lückenlos und widerspruchsfrei ausfallen, ganz gleich welches Regelwerk zur Anwendung kommt.

APA 6 und APA 7 im Vergleich: der Ablauf in drei Schritten

Anpassungen bei der Nennung im Fließtext

Einer der deutlichsten Brüche zwischen den alten und neuen Richtlinien betrifft die Darstellung von Autorennamen innerhalb des Haupttexts. Früher gab es komplexere Regelungen je nachdem, wie viele Personen an einem Werk beteiligt waren. Jetzt vereinfacht sich die Situation erheblich zugunsten der Lesbarkeit. Diese Vereinfachung macht die Texte übersichtlicher und erleichtert die Kontrolle durch Leser sowie Gutachter gleichermaßen.

Tabelle: Situation, Alte Vorgehensweise, Neue Regelung
SituationAlte VorgehensweiseNeue Regelung
Drei bis fünf AutorenNamensänderung beim zweiten MalVon Anfang an erster Name plus et al.
Mehr als fünf AutorenEt al. ab sofortKeine Änderung nötig

Laut aktuellen Vorgaben werden Schriften mit drei oder mehr Verfasserinnen und Verfassern einheitlich über den Namen der zunächst genannten Person und den lateinischen Zusatz gekennzeichnet. Dieses Verfahren greift unabhängig davon, ob es sich um das allererste oder ein späteres Erscheinen desselben Werks handelt. Die frühere Notwendigkeit, beim erneuten Zitat sämtliche beteiligten Personen namentlich aufzuführen, fällt somit vollständig weg. Dadurch gewinnen die Sätze an Fluss und verlieren ihre bürokratische Schwere.

Ausnahme bei möglicher Verwirrung: Zusätzliche Namen angeben, soweit dies zur eindeutigen Abgrenzung erforderlich ist.

Trotzdem bleibt eine wesentliche Einschränkung bestehen. Nur dann, wenn eine Verwechselung verschiedener Publikationen wahrscheinlich wäre, dürfen ergänzende Hinweise genutzt werden. Kommt etwa dieselbe Initialkombination in mehreren Jahren vor, lassen sich weitere Identifikatoren benennen, sofern dies zur klaren Differenzierung unabdingbar erscheint. Ansonsten hält man sich strikt an die verkürzte Fassung. Für die tägliche Praxis heißt das konkret, dass man spürbar weniger Tastatureingaben tätigt und der gesamte Ausdruck visuell beruhigter wirkt. Wer Zweifel hegt, wie man solche Sonderfälle korrekt löst, stößt in spezialisierten Ratgebern auf vertiefte Erklärungen dazu, wie man APA zitieren beherrscht. Dort werden typische Stolperfallen aufgegriffen und praxisnah aufgelöst.

Struktur und Inhalt der Literaturliste

Auch am Ende der Arbeit, also im Bereich der Bibliografie, wurden signifikante Korrekturen vorgenommen. Besonders auffällig ist die Behandlung langer Autorschaftslisten. Während früher bereits nach wenigen Namen gekürzt wurde, räumt die aktuelle Fassung mehr Raum für Vollständigkeit ein.

  1. Zählen aller beteiligten Personen.
    Sind es maximal zwanzig, werden alle aufgelistet.
  2. Ist die Zahl größer?
    Nach dem neunzehnten Namen kommt ein Auslassungszeichen, gefolgt vom letzten Namen.

Bis zu zwanzig Namen werden somit im einzelnen Eintrag geführt. Dieses Limit bietet genug Übersichtlichkeit, verhindert aber gleichzeitig überlange Listen, die den Überblick erschweren könnten. Für Studierende heißt das: Man muss nicht mehr frühzeitig kürzen, sondern kann die tatsächliche Beteiligung breiter abbilden.

Ein weiterer wichtiger Aspekt betrifft digitale Adressdaten. Früher stand häufig das Akronym „DOI“ vor der eigentlichen Kennnummer. Heute entfällt dieses Kürzel. Stattdessen erscheint die Nummer direkt. Ebenso ändert sich die Präsentation von Internetadressen. Sowohl die Digital Object Identifier als auch einfache Web-Adressen fungieren als reine Verweise. Das Präfix „Retrieved from“ verschwindet, außer man ergänzt explizit ein Datum des Zugriffs. Diese Vereinfachung macht die Liste schlanker und moderner. Beim Literaturverzeichnis erstellen sollte man daher kontrollieren, ob solche Altvordergründe entfernt wurden.

Titelseite und Kopfzeilenführung

Die äußere Gestaltung des Dokuments unterliegt ebenfalls neuen Empfehlungen. Ein wesentlicher Unterschied liegt darin, wie die Titelseite aufgebaut ist. Es gibt nun differenzierte Ansätze je nach Status der Verfasserin oder des Verfassers.

Für Studierende und für Fachleute gibt es unterschiedliche Varianten. Studentinnen und Studenten richten sich idealerweise nach den Hinweisen ihrer Dozenten. Gibt es keine solchen Hinweise, greift die Standardvariante für Lernende. Experten hingegen nutzen eine andere Konfiguration, die bestimmte Elemente weglässt oder anders positioniert. Wichtig ist, dass man weiß, welche Variante für den eigenen Kontext vorgesehen ist.

An der oberen Ränder der Folgeseiten befindet sich die sogenannte Kopfzeile. Diese enthält kurz den Titel der Arbeit. Was sich hier geändert hat, ist die Beschriftung. Die bisherige Bezeichnung „Running head“, die oft links neben dem Titel stand, wird nicht mehr verwendet. Damit spart man Platz und vermeidet Verwirrung. Die Kopfzeile selbst bleibt erhalten, nur ihre sprachliche Begleiterscheinung fällt weg. Wer seine Dokumente professionell aufbereitet möchte, prüft diesen Bereich sorgfältig. Oftmals deckt ein externes formales Lektorat für Zitate und Verzeichnisse solche formellen Unstimmigkeiten schneller auf als der eigene Blick.

Bestimmung der gültigen Version

Häufig besteht Unklarheit, welcher Standard gilt. Es gibt keine allgemeine einheitliche Festlegung: Die Vorgabe des Lehrstuhls oder der Prüfungsordnung entscheidet. Aktiv nachfragen ist sicherer als schätzen.

  1. Prüfungsordnung lesen: Dort stehen verbindliche Vorgaben zur Zitierweise.
  2. Lehrende befragen: Sie benennen die erwartete Auflage konkret.
  3. Vorhandene Mustertexte sichten: Sie zeigen an Kurzbeleg und Verzeichnisaufbau, welche Auflage erwartet wird.

Maßgeblich bleibt die Vorgabe des Lehrstuhls oder der Prüfungsordnung. Innerhalb einer Arbeit wird nur eine Auflage verwendet. Ein Gemisch aus Konventionen beider Auflagen erzeugt Widersprüche. Ist die Vorgabe unklar, lohnt sich die direkte Rückfrage, bevor Zeit in die falsche Richtung investiert wird. Wer die Grundlogik des richtig zitieren-Ablaufs kennt, erkennt außerdem schnell, ob die gewählte Auflage sachlich passt.

APA 6 und APA 7 im Vergleich: Prüfliste mit vier Punkten

Schritte zur Umstellung laufender Projekte

Hast du bereits begonnen, nach der älteren Richtlinie zu schreiben? Dann musst du systematisch vorgehen, um alles anzupassen. Am besten arbeitest du dich Schritt für Schritt durch dein Manuskript.

  • Belege im Text überprüfen
    Achte speziell auf Werke mit mehreren Autoren und passe die Kürzungen an.
  • Verzeichniseinträge aktualisieren
    Entferne unnötige Kürzel und ergänze fehlende Namen laut neuer Grenze.
  • Titelblatt und Kopfzeilen formatieren
    Lösche veraltete Labels und passe die Positionierung entsprechend an.

Parallel dazu solltest du dein Literaturverwaltungsprogramm auf denselben Stil umstellen. Andernfalls produziert es weiterhin Ausgaben im alten Layout. Prüfe außerdem, ob vorhandene Vorlagen angepasst werden müssen. Zum Abschluss empfiehlt es sich, den gesamten Text nochmals kritisch zu lesen. Bevor du abgibst, kannst du zusätzlich eine Plagiatsprüfung durchführen, um sicherzugehen, dass alle Bezüge sauber gesetzt sind.

Quellen und Stand

Bei „Unterschiede zwischen APA 6 und APA 7 verstehen“ werden zusätzlich „Änderungen“ und „erkennen“ eingeordnet.

Du willst deine Belege einheitlich auf eine Auflage bringen lassen?

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Häufige Fragen zu APA 6 und APA 7

Gilt die Et-al.-Regel ab drei Autoren auch schon beim ersten Zitat im Text?

Ja. Werke mit drei oder mehr Autorinnen und Autoren werden in APA 7 von Beginn an mit dem ersten Namen und et al. belegt. Die frühere Unterscheidung zwischen Erst- und Folgebeleg entfällt damit. Prüfe pro Quelle, ob eine Verwechslungsgefahr besteht; wenn ja, nenne so viele Namen, wie zur Unterscheidung nötig sind.

Darf ich in meiner Bachelorarbeit sowohl alte als auch neue Formate mischen?

Innerhalb einer Arbeit wird nur eine Auflage verwendet. Konsistenz ist essenziell. Mische deshalb nicht, sondern wähle diejenige Version, die von deinem Prüfungsteam verlangt wird, und bleibe dabei strikt.

Verändert sich etwas an der Länge der URLs im Verzeichnis?

Die Darstellungsform ändert sich, indem das Wort ‚Retrieved from‘ gestrichen wird, falls kein Abrufdatum vorhanden ist. Die Länge der Adresse selbst bleibt identisch, nur die umgebende Sprache reduziert sich.

Ist die Kopfzeile auf der Titelseite noch zulässig?

Für Studierende variiert dies je nach konkretem Hinweis der Lehre. Generell unterscheidet die neue Auflage zwischen Varianten. Kläre anhand deiner spezifischen Vorgaben, ob die Kopfzeile auf der ersten Seite sichtbar sein soll oder nicht.

Hilfe! Ich habe schon dreißig Quellen nach der alten Regel geschrieben. Wie gehe ich vor?

Gehe strukturiert vor: Filtere zuerst alle Einträge mit mehr als zwanzig Autoren, da hier die größte Änderung stattfindet. Danach prüfst du die DOI-Darstellungen. Lass dir ggf. Unterstützung holen, um Effizienz zu steigern.

Brauche ich für mein Seminarpapier überhaupt die neue Auflage?

Das bestimmt ausschließlich die Vorgabe des Lehrstuhls oder der Prüfungsordnung. Frag gezielt nach, welche Auflage erwartet wird, bevor du anfängst zu schreiben, um Überraschungen bei der Bewertung zu vermeiden.

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