Eine Dissertation korrekt zitieren
Zitieren einer Dissertation
Beim Zitieren einer Dissertation kommt es auf die Bestimmung des Quellentyps, vollständige bibliografische Angaben und die Übereinstimmung zwischen Kurzbeleg und Literaturangabe an.
Quellentyp und Zweck des Belegs bestimmen
Beim Zitieren einer Dissertation steht zuerst die Einordnung der Quelle. Bestimme den Quellentyp ausdrücklich als Dissertation und wähle für deinen Text ein Zitiermuster. Die Vorlage zur Dissertation nennt Name und Vorname, Titel und Untertitel, Veröffentlichungsart, Universität sowie Erscheinungsjahr. Ermittle diese Angaben in der verwendeten Quelle und übertrage sie vollständig in deinen Beleg. Ergänze keine Angabe, die dort nicht vorliegt.
Die Einordnung bleibt bei einer konkreten Frage: Welche Quelle verwendest du, und welche Angaben sind auf ihr vorhanden? Prüfe deshalb die vorliegende Dissertation selbst. Eine DOI oder URL übernimmst du nur, wenn sie tatsächlich angegeben ist. Fragen zu Studienordnung, Fristen, Kosten oder Zulassung gehören nicht zu dieser Quellenbeschreibung, solange sie nicht für die konkrete Dissertation belegt sind.
Beim Thema wissenschaftliches Schreiben hilft es, Quelle, Beleg und eigene Aussage getrennt zu bearbeiten. Lies die bibliografischen Angaben aus der Quelle ab, formuliere deine Aussage eigenständig und setze den Beleg an die vorgesehene Stelle in deinem Text. Beim Thema Hausarbeit schreiben und beim Thema Masterarbeit schreiben kannst du diese Angaben früh notieren, damit du sie später erneut mit der Quelle abgleichen kannst.
Kontrolliere vor dem Abschluss, ob Name, Titel mit Untertitel, Veröffentlichungsart, Universität und Erscheinungsjahr aus derselben Dissertation stammen. Prüfe danach, ob dein gewähltes Zitiermuster diese vorhandenen Angaben einheitlich abbildet. So bleibt die Beschreibung auf die verwendete Quelle beschränkt und enthält keine geratenen Zusatzangaben.

Die Bestandteile in nachvollziehbarer Reihenfolge
Ein übersichtlicher Aufbau beginnt mit dem Quellentyp. Notiere zunächst, dass es sich um eine Dissertation handelt. Danach erfasst du den Urheber oder, falls die Quelle anders ausgewiesen ist, die ausdrücklich genannte Institution. Anschließend übernimmst du den Titel und den Untertitel genau aus der verwendeten Quelle. Danach prüfst du das Datum beziehungsweise das Erscheinungsjahr. Im nächsten Schritt ergänzt du die Fundstelle. Das kann eine vorhandene DOI oder URL sein. Eine fehlende Angabe wird nicht geraten.
- Quellentyp bestimmen: Schreibe für deine Arbeitsnotiz fest, dass die Quelle als Dissertation behandelt wird. Das Ergebnis ist eine eindeutige Zuordnung der Quelle.
- Urheber erfassen: Übernimm den Namen der Person oder die ausdrücklich ausgewiesene Institution. Das Ergebnis ist die Urheberangabe für Kurzbeleg und Literaturangabe.
- Titel und Untertitel übernehmen: Prüfe die Schreibweise anhand der Quelle. Das Ergebnis ist der vollständige Werktitel.
- Datum und Veröffentlichungsart erfassen: Suche nach dem Erscheinungsjahr und der Bezeichnung der Veröffentlichungsart. Das Ergebnis ist die zeitliche und formale Beschreibung, soweit sie in der Quelle vorhanden ist.
- Universität und Fundstelle notieren: Übernimm die genannte Universität sowie eine vorhandene Fundstelle, DOI oder URL. Das Ergebnis ist eine überprüfbare Quellenbeschreibung, ohne fehlende Daten zu ergänzen.
- Kurzbeleg und Literaturangabe bilden: Übertrage die erhobenen Angaben in den gewählten Zitierstil. Das Ergebnis sind zwei aufeinander abgestimmte Belegformen.
- Übereinstimmung prüfen: Vergleiche beide Formen miteinander. Das Ergebnis ist eine konsistente Verbindung zwischen Textbeleg und Eintrag im Literaturverzeichnis.
Wer die Bestandteile einer wissenschaftlichen Arbeit ordnet, kann diese Angaben an der passenden Stelle dokumentieren. Eine Gliederung einer Hausarbeit entscheidet dabei nicht über den Quellentyp. Ebenso ersetzt ein sorgfältig aufgebautes Literaturverzeichnis erstellen keine Prüfung der einzelnen Quelle. Für die Auswahl zwischen Zitierweisen, deutsche Zitierweise und Harvard-Zitierweise gilt: Verwende den Stil, der für den konkreten Text festgelegt ist, und übertrage die Dissertation vollständig in dieses Muster.
Schritt für Schritt zur passenden Quellenangabe
Arbeite die Quelle in einer festen Abfolge durch. Jeder Schritt endet mit einem sichtbaren Ergebnis, damit keine Angabe nur beiläufig übernommen wird.
- Quelle ansehen: Ermittle, ob die verwendete Quelle als Dissertation bezeichnet ist. Ergebnis: der festgehaltene Quellentyp Dissertation.
- Urheber und Titel sammeln: Lies Namen, Titel und Untertitel aus der Quelle ab. Ergebnis: ein Datensatz mit Urheber und vollständigem Titel.
- Veröffentlichungsart und Universität notieren: Übernimm die vorhandenen Bezeichnungen. Ergebnis: eine formale Beschreibung der Dissertation mit der genannten Universität.
- Jahr prüfen: Suche das Erscheinungsjahr in der Quelle. Ergebnis: ein dokumentiertes Datum oder ein klar markierter Prüfpunkt, falls die Angabe nicht auffindbar ist.
- Fundstelle prüfen: Ermittle, ob eine DOI, URL oder andere Fundstelle angegeben ist. Ergebnis: die tatsächlich vorhandene Fundstelle oder die Entscheidung, keine zu ergänzen.
- Zitierstil festlegen: Ordne die Angaben dem für deinen Text vorgesehenen Stil zu. Ergebnis: ein konkretes Format für Kurzbeleg und Literaturangabe.
- Kurzbeleg schreiben: Bilde den Kurzbeleg aus den im Stil vorgesehenen Angaben. Ergebnis: ein Beleg an der Textstelle.
- Literaturangabe schreiben: Bilde den vollständigen Eintrag nach demselben Stil. Ergebnis: ein Eintrag im Literaturverzeichnis.
- Abgleichen: Vergleiche Urheber, Titel, Datum und alle verwendeten Zusatzangaben in beiden Formen. Ergebnis: eine Liste bestätigter Übereinstimmungen oder konkreter Korrekturen.
Wenn du zuerst eine Forschungsfrage formulieren oder eine wissenschaftliche Argumentation aufbauen möchtest, bleibt die Quellenprüfung davon getrennt. Der Beleg beschreibt die Dissertation; deine Argumentation erklärt, welche Aussage du daraus verwendest. Auch bei der Auswahl zwischen Methoden wissenschaftlicher Arbeiten und qualitative und quantitative Forschung darfst du keine bibliografische Angabe ergänzen, die in der Quelle oder im gewählten Zitierstil nicht getragen ist.
Durchgängiges Beispiel ohne erfundene Pflichtangaben
Angenommen, die Titelseite nennt Mara Beispiel als Urheberin, den Titel Sprachgebrauch im digitalen Unterricht, die Veröffentlichungsart Dissertation, die Universität Beispielstadt und das Erscheinungsjahr 2024. Für dieses Beispiel wird ein einheitliches Belegmuster mit dem Namen „Name, Jahr“ verwendet. Bestimme den Quellentyp als Dissertation und notiere die Angaben aus der vorliegenden Quelle vollständig.
Der Kurzbeleg lautet in diesem Beispiel: (Beispiel 2024). Die vollständige Literaturangabe lautet: Beispiel, Mara: Sprachgebrauch im digitalen Unterricht, Dissertation, Universität Beispielstadt, 2024. Beide Formen beziehen sich damit auf Mara Beispiel, denselben Titel und dasselbe Jahr. Die Literaturangabe enthält außerdem Veröffentlichungsart und Universität, weil diese Angaben für die Dissertation vorliegen.
Prüfe anschließend die Angaben nebeneinander: Im Kurzbeleg stehen Name und Jahr; die Literaturangabe beschreibt dieselbe Dissertation mit den vorhandenen Angaben. Ergänze keine DOI, URL, Zahl oder Ortsangabe, wenn sie nicht in der Quelle steht. So lässt sich Quellenangaben richtig zitieren, ohne eine Angabe zu raten oder zwei verschiedene Werke zu bezeichnen. Für Plagiat vermeiden prüfst du konkret, ob die verwendete Dissertation im Textbeleg und in der Literaturangabe übereinstimmt.
Wenn deine Quelle andere Angaben zeigt, ersetzt du im Beispiel nur die tatsächlich vorliegenden Daten. Behalte dabei das gewählte Belegmuster innerhalb deines Textes bei und kontrolliere vor dem Abschluss erneut Name, Titel, Veröffentlichungsart, Universität und Erscheinungsjahr.

Abgrenzung und formale Prüfung trennen
Teile den abschließenden Check in zwei Bereiche. Die Abgrenzung klärt, was du überhaupt belegst. Die formale Prüfung klärt, ob die Angaben innerhalb des gewählten Zitierstils zusammenpassen.
Abgrenzung:
- Ist der Quellentyp ausdrücklich als Dissertation bestimmt?
- Beziehst du dich auf die tatsächlich verwendete Quelle?
- Sind Urheber oder ausdrücklich genannte Institution aus der Quelle übernommen?
- Sind Titel und Untertitel aus der Quelle abgelesen?
- Wurde das Erscheinungsjahr geprüft?
- Wurde keine lokale Studienstruktur, Zulassung, Frist, Kostenangabe oder sonstige Zusatzbehauptung aus der Quellenregel abgeleitet?
- Wurde eine DOI oder URL nur dann aufgenommen, wenn sie tatsächlich vorliegt?
Formale Prüfung:
- Ist der Zitierstil für den konkreten Text festgelegt?
- Passt der Kurzbeleg zu diesem Stil?
- Passt die Literaturangabe zu diesem Stil?
- Bezeichnen Kurzbeleg und Literaturangabe dieselbe Dissertation?
- Verweisen die Identifikationsmerkmale des Kurzbelegs eindeutig auf die passende vollständige Literaturangabe?
- Sind Veröffentlichungsart und Universität dort enthalten, wo der gewählte Stil sie verlangt oder die Quellenvorlage sie vorsieht?
- Wurde keine fehlende Pflichtangabe ergänzt?
Die Quellenregel nennt für eine Dissertation die bibliografischen Kernelemente Name, Titel, Veröffentlichungsart, Universität und Erscheinungsjahr. Nutze diese Angabe als Prüfbasis und ergänze nur das, was deine konkrete Quelle und der gewählte Zitierstil tragen. Wenn ein Punkt nicht ermittelt werden kann, markiere ihn als offene Prüfung und suche die Angabe in der Originalquelle oder den verbindlichen Stilvorgaben. Formuliere daraus keine allgemeine Behauptung über Hochschulen, Dokumentarten oder Zitierregeln, die über die belegte Dissertation hinausgeht.
Quellen und Stand
- Zitierregel für eine Dissertation › Wissenschaftliches-Arbeiten.org: www.wissenschaftliches-arbeiten.org (geprüft am 2026 bis 08 bis 30)
Die Einordnung „Eine Dissertation korrekt zitieren“ fasst den vollständigen Zusammenhang zusammen.