Einleitung Beispiel für eine wissenschaftliche Arbeit
Einleitung Beispiel
Eine Einleitung eröffnet die Arbeit, weckt Interesse und gibt Orientierung. Dieses Beispiel zeigt, wie sich die belegten Merkmale strukturiert anwenden und prüfen lassen.
Die Einleitung im wissenschaftlichen Arbeiten
Ein Beispiel für eine Einleitung gehört an den Beginn einer schriftlichen Arbeit. Die Fachquelle ordnet die Einleitung als ersten Teil der Abfolge aus Einleitung, Hauptteil und Schluss ein. Sie steht damit am Anfang der Gesamtstruktur und eröffnet den ausformulierten Text. Im Studium oder beim wissenschaftlichen Arbeiten lässt sich prüfen, ob der Textanfang Thema und Richtung der eigenen Arbeit erkennen lässt.
Die Quelle beschreibt zwei Aufgaben der Einleitung: Sie soll Interesse für Thema und Arbeit wecken und zugleich deutlich machen, worum es in der Arbeit geht. Prüfe an einem Einleitungsbeispiel deshalb, ob der Anfang Aufmerksamkeit für das Thema erzeugt und Orientierung über den Gegenstand der Arbeit gibt.
Die Einleitung ist nach der Quelle der erste ausformulierte Textteil, den Leserinnen und Leser wahrnehmen; sie wird dort als „Visitenkarte“ der Arbeit bezeichnet. Prüfe für den wissenschaftlichen Textanfang, ob Thema und Richtung der Arbeit erkennbar sind.
Die Quelle beschreibt außerdem das Schreiben in zwei Arbeitsständen. Am Beginn kann eine vorläufige Einleitung entstehen, die Zielstellung und grobe Arbeitsrichtung festhält. Die endgültige Fassung wird gegen Ende der Arbeit überarbeitet, wenn Richtung sowie behandelte Punkte und Fragestellungen konkret vorliegen. Prüfe getrennt, ob ein früher Entwurf die Zielstellung festhält und ob die Endfassung den tatsächlichen Arbeitsstand aufnimmt.

Merkmale und Bestandteile der Einleitung
Der Aufbau lässt sich aus den belegten Funktionen und der von der Quelle beschriebenen Trichterform entwickeln. Der Text beginnt breit und allgemein. Danach wird er von Abschnitt zu Abschnitt spezieller. Diese Bewegung bildet die Grundrichtung des Beispiels: Zuerst wird ein übergeordneter Zugang zum Thema eröffnet, anschließend wird die Darstellung auf den konkreteren Gegenstand der Arbeit zugespitzt.
Als erster Bestandteil steht ein allgemeiner thematischer Einstieg. Er nimmt die Funktion auf, Interesse für das Thema und die Arbeit zu wecken. Prüfe dabei, ob die Hinführung bei dem Thema bleibt, das die Arbeit behandelt.
Als zweiter Bestandteil folgt die schrittweise Spezialisierung. Der Text bewegt sich vom breiten thematischen Rahmen zu den behandelten Punkten oder Fragestellungen der eigenen Arbeit. Die Trichterform beschreibt dabei die Bewegung von allgemein zu speziell.
Als dritter Bestandteil wird die Orientierung über die Arbeit deutlich. Die Einleitung soll erkennen lassen, worum es in der Arbeit geht. Prüfe dafür, ob die behandelten Punkte oder Fragestellungen dem feststehenden Arbeitsstand entsprechen.
Ein weiterer Aufbauaspekt ist das Verhältnis zum Hauptteil. Die Quelle nennt für die Einleitung einen Umfang von nicht mehr als 10 bis 15 Prozent des Gesamttextes. Sie erläutert zugleich, dass dies ungefähr einer Seite entsprechen kann und von Art und Länge der Arbeit abhängt. Diese Angabe gehört zur belegten Umfangsorientierung und darf nicht in eine starre Seitenvorgabe umformuliert werden.
Die Quelle nennt Absätze als Möglichkeit, den Lesefluss zu verbessern. Prüfe, ob die Einleitung ohne weitere Untergliederung auskommt und ob Absätze den Text auflockern. Prüfe außerdem, ob für die eigene Disziplin oder durch die Dozentin oder den Dozenten eine Besonderheit besteht. Für die Rechtswissenschaften nennt die Quelle eine sprechende Überschrift als Beispiel, die über den Inhalt der Einleitung informiert.
Schritt für Schritt zur eigenen Einleitung
- Arbeitsstand klären: Notiere das Thema, die Zielstellung und die Punkte oder Fragestellungen, die deine Arbeit behandelt. Das Ergebnis dieses Schrittes ist eine knappe Grundlage für den späteren Textanfang.
- Vorläufigen Einstieg formulieren: Schreibe zu Beginn der Arbeit eine vorläufige Einleitung. Ihr Ergebnis ist ein grober Fahrplan, der die Zielstellung deiner Arbeit im Blick hält. Dieser Entwurf muss noch nicht die endgültige Richtung des Textes vollständig abbilden.
- Breit beginnen: Formuliere einen allgemeinen Zugang zum Thema. Das Ergebnis ist ein Einstieg, der Interesse am Thema und an der Arbeit ansprechen soll, ohne bereits unbelegte Zusatzinformationen einzuführen.
- Schrittweise zuspitzen: Führe den Text von der allgemeinen Ebene zu den konkreten Punkten oder Fragestellungen deiner Arbeit. Das Ergebnis ist eine trichterförmige Bewegung vom breiten Beginn zum spezielleren Arbeitsgegenstand.
- Orientierung geben: Mache erkennbar, worum es in der Arbeit geht. Das Ergebnis ist ein Textabschnitt, der die behandelten Punkte oder Fragestellungen aufnimmt, soweit sie feststehen.
- Verhältnis prüfen: Vergleiche den Umfang der Einleitung mit dem Gesamttext. Die Quelle nennt als Orientierung einen Anteil von nicht mehr als 10 bis 15 Prozent und beschreibt ungefähr eine Seite als mögliche Größenordnung. Das Ergebnis ist eine Umfangsentscheidung, die Art und Länge der Arbeit berücksichtigt.
- Absätze einsetzen: Prüfe, ob Absätze den Lesefluss verbessern. Das Ergebnis ist eine lesbare Gliederung innerhalb der Einleitung, ohne daraus automatisch zusätzliche Unterüberschriften abzuleiten.
- Endfassung schreiben: Finalisiere die Einleitung zum Ende der Arbeit. Dann stehen die eingeschlagene Richtung sowie die tatsächlich behandelten Punkte und Fragestellungen konkret fest. Das Ergebnis ist eine Fassung, die auf dem fertigen Arbeitsstand beruht.
- Fachliche Besonderheiten abgleichen: Prüfe, ob für deine Disziplin oder durch deine Dozentin oder deinen Dozenten eine Besonderheit besteht. Der Quellenauszug nennt für die Rechtswissenschaften eine sprechende Überschrift als Beispiel. Das Ergebnis ist eine bewusste Entscheidung über die Form der Überschrift.
Durchgängiges Beispiel für eine Einleitung
Angenommen, eine studentische Arbeit trägt den Titel „Digitale Lernpläne in der Seminarorganisation“. Die folgende Einleitung führt das Thema vom weiteren Rahmen zu einer konkreten Fragestellung. Sie trifft keine Aussage über Wirkungen oder Ergebnisse digitaler Lernpläne.
Seminarorganisation bildet den Ausgangspunkt dieser Arbeit. Innerhalb dieses Themenrahmens richtet sie den Blick auf digitale Lernpläne. Im Mittelpunkt steht die Frage, wie ein digitaler Lernplan für die Seminarorganisation im gewählten Untersuchungsrahmen beschrieben und eingegrenzt werden kann. Dazu erläutert die Arbeit zunächst, was sie unter einem digitalen Lernplan versteht. Anschließend beschreibt sie die für ihre Untersuchung ausgewählten Merkmale und ordnet diese Darstellung in den weiteren Aufbau der Arbeit ein. Die Einleitung zeigt damit, welchen Gegenstand die Arbeit behandelt und welche Frage ihre folgenden Abschnitte leitet.
Der Einstieg nennt zunächst die Seminarorganisation als weiteren Rahmen. Danach beschränkt der Text den Gegenstand auf digitale Lernpläne. Mit der Frage nach Beschreibung und Eingrenzung erhalten Leserinnen und Leser eine konkrete Orientierung. Die anschließenden Sätze benennen zudem, was im weiteren Text erfolgen soll: eine Begriffsbestimmung, die Auswahl von Merkmalen und ihre Einordnung in den Aufbau.
Für die eigene Fassung lässt sich dieses Muster nur verwenden, wenn Gegenstand, Frage und angekündigte Abschnitte zum tatsächlichen Text passen. Schreibe zunächst den weiteren Themenrahmen auf. Benenne danach den engeren Gegenstand. Formuliere anschließend nur die Fragestellung, die im weiteren Text tatsächlich behandelt wird, und nenne nur die Schritte, die dort tatsächlich ausgeführt werden.
Der Mustertext kann zunächst als vorläufige Einleitung dienen. Vor der Endfassung ist zu prüfen, welche Richtung die Arbeit eingeschlagen hat und ob die angekündigten Punkte sowie die Fragestellung im Hauptteil vorkommen. Passe die Einleitung anschließend an diesen Arbeitsstand an. Prüfe außerdem, ob ihr Umfang in einem angemessenen Verhältnis zum Hauptteil steht und ob für die eigene Disziplin oder durch die betreuende Person besondere Vorgaben bestehen.

Definition, Abgrenzung und formale Prüfung
Inhaltliche Prüfung: Prüfe zuerst, ob der Text die Einleitung als ersten Teil des Dreischritts aus Einleitung, Hauptteil und Schluss einordnet. Kontrolliere danach, ob Interesse am Thema und an der Arbeit sowie Orientierung über den Gegenstand der Arbeit erkennbar werden.
Merkmalsprüfung: Prüfe, ob der Aufbau vom Allgemeinen zum Spezielleren führt. Kontrolliere außerdem, ob der Text die behandelten Punkte oder Fragestellungen aufnimmt und ob sie mit dem tatsächlichen Arbeitsstand übereinstimmen. Ergänze keine Epochenmerkmale, Jahreszahlen oder sonstigen Fachbehauptungen, wenn dafür kein direkter Beleg vorliegt.
Anwendungsprüfung: Vergleiche das eigene Ergebnis mit dem beschriebenen Ablauf. Wurde zunächst ein allgemeiner Zugang formuliert? Wurde anschließend auf das Thema der konkreten Arbeit zugespitzt? Gibt der Text Orientierung? Wurde eine vorläufige Fassung von der späteren Finalisierung unterschieden? Das Ergebnis dieser Prüfung ist eine Einleitung, deren Aussagen auf der eigenen Arbeit beruhen.
Abgrenzung: Die Einleitung wird nicht mit dem Hauptteil oder dem Schluss gleichgesetzt. Sie eröffnet den Text und bietet Orientierung. Prüfe, ob der Text keine zusätzlichen institutionellen, rechtlichen oder fachübergreifenden Aufgaben zuschreibt. Prüfe außerdem den Umfang im Verhältnis zum Gesamttext, statt die Orientierung von 10 bis 15 Prozent als starre Vorgabe auszugeben.
Formale Prüfung: Prüfe, ob Absätze den Lesefluss verbessern. Kontrolliere außerdem den Umfang im Verhältnis zum Gesamttext. Prüfe statt einer automatischen weiteren Untergliederung, ob für die eigene Disziplin oder durch die Dozentin oder den Dozenten eine Besonderheit besteht. Für die Rechtswissenschaften nennt die Quelle als Beispiel eine sprechende Überschrift, die über den Inhalt der Einleitung informiert.
Abschließende Kontrolle: Prüfe jeden Satz gegen den konkreten Inhalt der eigenen Arbeit und die belegten Merkmale der Einleitung. Fehlt eine Grundlage, streiche die Aussage oder formuliere eine konkrete Prüfung am eigenen Arbeitsstand. So bleiben Definition, Merkmale, Anwendung und Abgrenzung sichtbar getrennt.
Passende nächste Schritte
Quellen und Stand
- Fachquelle: www.uni-osnabrueck.de (geprüft am 2026-08-15)