Einen wissenschaftlichen Vortrag frei halten
Wissenschaftlichen Vortrag frei halten
Die Quelle ordnet den freien wissenschaftlichen Vortrag als Abfolge von Planung, Vorbereitung, Durchführung und Rückmeldung ein. Der folgende Aufbau macht diese Abfolge für das wissenschaftliche Arbeiten nachvollziehbar.
Freier wissenschaftlicher Vortrag im wissenschaftlichen Arbeiten
Einen wissenschaftlichen Vortrag frei zu halten steht in der vorliegenden Quelle nicht am Anfang einer Aufgabe. Der Ausgangspunkt ist die Planung und Vorbereitung; erst danach folgt das Halten des Vortrags. Diese Reihenfolge ordnet das Thema in eine Arbeitsweise ein, bei der Inhalt, Zuhörende und Vortragsbedingungen vor der Darbietung berücksichtigt werden. Für das wissenschaftliche Schreiben lässt sich daraus eine klare Lesart ableiten: Nicht die spontane Formulierung allein steht im Mittelpunkt, sondern die vorbereitete Vermittlung eines wissenschaftlichen Gegenstands.
Der Bezug zum Studium und zum wissenschaftlichen Arbeiten liegt hier in den ausdrücklich genannten Planungsgegenständen. Die Quelle führt Ziele, Thema, Zuhörende und Bedingungen des Vortrags auf. Sie nennt außerdem Manuskript, Beispielmaterial sowie Folien und Dias als Gegenstände der Vorbereitung. Wer Bestandteile einer wissenschaftlichen Arbeit bearbeitet, eine Hausarbeit schreiben oder eine Masterarbeit schreiben möchte, kann diese Begriffe als Anlass nehmen, den eigenen Vortragsgegenstand zunächst zu klären und erst anschließend die Darbietung vorzubereiten.
Die Quelle trennt drei Bereiche: planen und vorbereiten, frei vortragen sowie Rückmeldung geben. Diese Gliederung verhindert, dass Vorbereitung und Durchführung sprachlich zu einer einzigen, unbestimmten Tätigkeit werden. Ein freier wissenschaftlicher Vortrag wird damit als vorbereitete Darbietung behandelt, zu der auch eine spätere Rückmeldung gehört. Bei den Themen Forschungsfrage formulieren und wissenschaftliche Argumentation ist deshalb vor allem zu prüfen, welches Ziel und welches Thema der Vortrag nach der Quellenstruktur erhalten soll. Aussagen über Prüfungsformen, feste Vorgaben oder erwartete Wirkungen sind aus der Quelle nicht abzuleiten; dafür ist die jeweilige Aufgabenstellung gesondert zu prüfen.
Passend dazu findest du weitere Hinweise im Beitrag wissenschaftliches Schreiben.

Begriff und Bestandteile in der Quellenreihenfolge
Die Quelle verwendet den Begriff des freien wissenschaftlichen Vortrags für einen Vortrag, der geplant und vorbereitet wird, gehalten wird und zu dem Rückmeldung möglich ist. Als zentrale Merkmale erscheinen somit nicht nur die Darbietung, sondern auch die vorausgehende Planung und die nachfolgende Beurteilung. Die Anwendung besteht darin, die genannten Teile nacheinander zu bearbeiten, statt sie nur als lose Stichworte zu sammeln.
- Planung: Zuerst nennt die Quelle Ziele, Thema, Zuhörende und Bedingungen des Vortrags. Diese Begriffe bilden den Orientierungsrahmen. Das Ergebnis ist eine gegliederte Planungsgrundlage, in der diese vier Punkte getrennt festgehalten sind.
- Vorbereitung: Danach folgen Manuskript, Beispielmaterial, Folien und Dias sowie der Probevortrag. Das Ergebnis ist vorbereitete Vortragsunterlage, ergänzt um Material und eine Probehandlung.
- Darbietung: Für das Halten nennt die Quelle äußere Erscheinung und Vortrag. Das Ergebnis ist die Durchführung, bei der diese beiden benannten Gesichtspunkte berücksichtigt werden.
- Rückmeldung: Anschließend führt die Quelle eine Beurteilungsskala mit inhaltlicher Verständlichkeit, Darbietung, didaktischen Hilfsmitteln, Einstellungen der vortragenden Person und Gesamtbeurteilung auf. Das Ergebnis ist eine strukturierte Rückmeldung zu den aufgeführten Bereichen.
Für eine Gliederung einer Hausarbeit ist diese Abfolge als Ordnungsmodell lesbar: Erst den Gegenstand und die Zielrichtung notieren, dann die Unterlagen vorbereiten, danach die Darbietung betrachten und zum Schluss die Rückmeldung auswerten. Literaturverzeichnis erstellen, Quellenangaben richtig zitieren, Zitierweisen, deutsche Zitierweise und Harvard-Zitierweise gehören nicht zu den im Quelleninhalt aufgeführten Vortragsteilen. Wenn diese Themen für eine konkrete Aufgabe relevant sind, ist anhand der eigenen Aufgabenunterlagen zu ermitteln, ob und wie sie einzubeziehen sind.
Ablauf von der Planung bis zur Rückmeldung
- Notiere zunächst Ziele und Thema. Die Quelle führt beide Punkte unter Planung. Ergebnis: Eine getrennte Ziel- und Themenfestlegung für den Vortrag.
- Halte anschließend fest, wer zuhört und unter welchen Bedingungen der Vortrag stattfindet. Beide Gesichtspunkte stehen ebenfalls im Planungsteil. Ergebnis: Eine Planung, die Zuhörende und Vortragsbedingungen ausdrücklich enthält.
- Bereite danach ein Manuskript vor. Ergänze, soweit für den eigenen Vortrag vorgesehen, Beispielmaterial sowie Folien und Dias. Diese Materialien nennt die Quelle im Vorbereitungsteil. Ergebnis: Ein Satz vorbereiteter Unterlagen, der Manuskript und gegebenenfalls die weiteren genannten Materialien umfasst.
- Führe einen Probevortrag durch. Der Probevortrag ist als eigener Vorbereitungspunkt aufgeführt. Ergebnis: Eine Probe der vorgesehenen Darbietung vor dem eigentlichen Vortrag.
- Halte den Vortrag und richte die Aufmerksamkeit dabei auf äußere Erscheinung und Vortrag. Die Quelle führt diese zwei Punkte im Durchführungsteil. Ergebnis: Die Darbietung des vorbereiteten wissenschaftlichen Vortrags.
- Ordne die Rückmeldung nach den in der Quelle genannten Bereichen: inhaltliche Verständlichkeit, Darbietung, didaktische Hilfsmittel, Einstellungen der vortragenden Person und Gesamtbeurteilung. Ergebnis: Eine Rückmeldung, deren Punkte sichtbar voneinander getrennt sind.
Methoden wissenschaftlicher Arbeiten und qualitative und quantitative Forschung werden in der Quelle nicht als Vortragsschritte genannt. Wer solche Begriffe in einen Vortrag aufnehmen soll, prüft zunächst Thema und Ziel des eigenen Vortrags und ermittelt dann aus den verwendeten Fachunterlagen, welche Inhalte tragfähig sind. Auch für wissenschaftliches Schreiben bleibt die praktische Reihenfolge der Quelle maßgeblich: erst planen und vorbereiten, dann vortragen, anschließend Rückmeldung betrachten.
Kurzes Anwendungsbeispiel für die Arbeitsfolge
Ein Beispiel bleibt bewusst bei der von der Quelle genannten Arbeitsfolge. Eine vortragende Person legt zunächst das Ziel und das Thema ihres wissenschaftlichen Vortrags schriftlich fest. Danach notiert sie die Zuhörenden und die Bedingungen, unter denen der Vortrag gehalten werden soll. Damit ist der Planungsteil nicht nur als Überschrift vorhanden, sondern durch die vier genannten Punkte ausgefüllt.
Im nächsten Schritt erstellt die Person ein Manuskript. Sie stellt Beispielmaterial zusammen und ordnet Folien oder Dias dem Manuskript zu. Anschließend hält sie einen Probevortrag. Das Beispiel behauptet dabei weder einen bestimmten Inhalt noch eine Wirkung des Materials; es setzt nur die in der Quelle aufgeführten Vorbereitungselemente in eine fortlaufende Handlung um.
Für die Durchführung richtet die Person ihre Aufmerksamkeit auf äußere Erscheinung und Vortrag. Nach dem Vortrag sammelt sie Rückmeldung in getrennten Notizen: eine Notiz zur inhaltlichen Verständlichkeit, eine zur Darbietung, eine zu didaktischen Hilfsmitteln, eine zu Einstellungen der vortragenden Person und eine zur Gesamtbeurteilung. So bleibt der Rückmeldungsteil an die Beurteilungsskala der Quelle gebunden. Wenn für das Thema zusätzlich Plagiat vermeiden behandelt werden soll, ist anhand der konkreten Materialien zu prüfen, ob dieser Punkt Teil der Aufgabe ist.

Prüfen: Inhaltliche Abgrenzung und formale Ordnung
Definition und Merkmale prüfen: Prüfe zunächst, ob der Text den freien wissenschaftlichen Vortrag als Folge von Planung, Vorbereitung, Halten und Rückmeldung beschreibt. Prüfe außerdem, ob Ziele, Thema, Zuhörende und Vortragsbedingungen im Planungsteil vorkommen. Für die Vorbereitung sind Manuskript, Beispielmaterial, Folien und Dias sowie Probevortrag als ausdrücklich genannte Punkte abzugleichen. Für die Durchführung sind äußere Erscheinung und Vortrag zu prüfen.
Anwendung prüfen: Prüfe, ob die Arbeitsschritte in der Quellenreihenfolge stehen und ob jedem Schritt ein sichtbares Ergebnis zugeordnet ist. Kontrolliere beim Rückmeldungsteil, ob inhaltliche Verständlichkeit, Darbietung, didaktische Hilfsmittel, Einstellungen der vortragenden Person und Gesamtbeurteilung getrennt erscheinen. Damit wird nicht nur ein Vortrag erwähnt, sondern die in der Quelle vorhandene Struktur angewendet.
Abgrenzung prüfen: Trenne den Quelleninhalt von zusätzlichen Themen. Die Quelle nennt keine Vorgaben zu Forschungsfrage formulieren, wissenschaftliche Argumentation, Literaturverzeichnis erstellen, Quellenangaben richtig zitieren, Zitierweisen, deutsche Zitierweise, Harvard-Zitierweise, Methoden wissenschaftlicher Arbeiten oder qualitative und quantitative Forschung als Bestandteile ihres Vortragsschemas. Prüfe für solche Ergänzungen die konkrete Aufgabenstellung und die dazugehörigen Fachunterlagen, statt sie dem Vortragsschema zuzuschreiben.
Formale Prüfung: Prüfe, ob die vier Planungsaspekte, die Vorbereitungspunkte, die zwei Durchführungspunkte und die Rückmeldebereiche klar voneinander unterscheidbar sind. Prüfe außerdem, ob keine Behauptung zu Fristen, Voraussetzungen, institutionellen Erwartungen oder Ergebnissen hinzugefügt wurde, denn solche Angaben stehen in der vorliegenden Quelle nicht. Für weiterführende Schreibaufgaben kann Bestandteile einer wissenschaftlichen Arbeit als eigenständiger Prüfpunkt neben dem Vortrag behandelt werden.
Quellen und Stand
- Inhalt: tu-dresden.de (geprüft am 2026-08-24)