Duales Studium an Hochschule oder Universität prüfen

Duale Hochschule oder universität

Lesezeit ca. 8 Min. · zuletzt aktualisiert: 15. August 2026 · Weitere Tipps für Studium und wissenschaftliches Arbeiten

Ein duales Studium verbindet ein Hochschulstudium mit einer Berufsausbildung oder mit Berufspraxis in einem Unternehmen. Die beruflichen oder berufsbildenden Elemente gehören zum Studiengang; Studium und Berufspraxis sind curricular eng verzahnt und finden an zwei Lernorten statt.

Worum es bei der Einordnung geht

Für die fachliche Einordnung ist zunächst die Studienform zu prüfen. Ein duales Studium verbindet ein Hochschulstudium entweder mit einer Berufsausbildung oder mit berufspraktischen Anteilen in einem Unternehmen. Damit stehen Studienanteil und beruflicher beziehungsweise berufsbildender Anteil gemeinsam im Blick.

Für einen Text über Studium oder wissenschaftliches Arbeiten beschreibt diese Einordnung zunächst den Studiengang: Das Hochschulstudium gehört ebenso dazu wie die Berufsausbildung oder die Berufspraxis. Prüfe für weitergehende Aussagen zu Methoden, Prüfungsformen oder zur konkreten Durchführung die Unterlagen des jeweiligen Angebots.

Gegenüber einem Teilzeitstudium sind die beruflichen oder berufsbildenden Elemente bei einem dualen Studium Teil des Studiengangs. Studium und Berufspraxis sind dabei curricular eng miteinander verbunden; das Studium erfolgt an zwei Lernorten. Diese Merkmale können für die sachliche Beschreibung der Studienform herangezogen werden.

Ob eine konkrete Einrichtung als Hochschule oder Universität bezeichnet wird und ob dort ein bestimmtes Angebot besteht, ist anhand ihrer Unterlagen zu prüfen. Entscheidet man sich an einer Hochschule für ein duales Studium, ist nach der belegten Beschreibung zudem ein Vertrag mit einem Unternehmen abzuschließen.

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Welche Ausgangspunkte geklärt werden müssen

Für die Einordnung sind nur unmittelbar belegte Merkmale heranzuziehen. Prüfe, ob ein Hochschulstudium mit einer Berufsausbildung oder mit Berufspraxis in einem Unternehmen verbunden ist. Prüfe außerdem, ob die beruflichen oder berufsbildenden Bestandteile zum Studiengang gehören.

  • Prüfe in den Unterlagen, ob das Angebot als duales Studium bezeichnet wird.
  • Prüfe, ob eine Berufsausbildung oder berufspraktische Anteile genannt sind.
  • Prüfe, ob berufliche oder berufsbildende Elemente Teil des Studiengangs sind.
  • Prüfe, ob Studium und Berufspraxis curricular eng verzahnt beschrieben werden.
  • Prüfe, ob zwei Lernorte ausgewiesen sind.
  • Prüfe bei einem dualen Studium an einer Hochschule, ob ein Vertrag mit einem Unternehmen abgeschlossen werden soll.

Für einen konkreten Studiengang ist aus dessen Unterlagen zu ermitteln, wo Angaben zum Vertrag mit einem Unternehmen stehen und welche Stelle ihn nennt, erläutert oder entgegennimmt. So bleibt die Zuständigkeit ein konkreter Prüfauftrag.

Auch die Form des Angebots ist anhand seiner Beschreibung zu prüfen. Die belegte Darstellung nennt ausbildungsintegrierende, berufsintegrierende und praxisintegrierende duale Studienformen. Ordne ein Angebot nur dann einer dieser Formen zu, wenn seine Unterlagen dafür einen unmittelbaren Anhaltspunkt enthalten.

Begriff, Merkmale und Anwendung Schritt für Schritt

Eine sachliche Anwendung gelingt, wenn die Einordnung in aufeinanderfolgenden Schritten erfolgt. Jeder Schritt liefert ein konkretes Zwischenergebnis für den eigenen Text.

  1. Den Grundbegriff bestimmen: Schreibe zunächst fest, dass ein duales Studium ein Hochschulstudium mit einer Berufsausbildung oder mit Berufspraxis in einem Unternehmen verbindet. Zwischenergebnis: Die Grundstruktur des Studiums ist benannt.
  2. Die berufliche Verbindung prüfen: Ermittle, ob die beruflichen oder berufsbildenden Elemente zum Studiengang gehören. Sie dürfen nicht nur als äußerer Zusatz beschrieben werden, denn die belegte Erklärung stellt ihre Eigenschaft als integraler Bestandteil heraus. Zwischenergebnis: Der Stellenwert des beruflichen Elements ist geklärt.
  3. Die Verzahnung erfassen: Prüfe, ob Studium und Berufspraxis eng curricular miteinander verbunden sind. Zwischenergebnis: Der Text enthält ein Merkmal, das über das bloße Nebeneinander von Studium und Arbeit hinausgeht.
  4. Die Lernorte benennen: Halte fest, dass das duale Studium an zwei Lernorten absolviert wird. Zwischenergebnis: Die räumliche beziehungsweise organisatorische Struktur wird nur in dem Umfang beschrieben, den die Erklärung trägt.
  5. Die Form zuordnen: Prüfe, ob die Unterlagen eine ausbildungsintegrierende, berufsintegrierende oder praxisintegrierende Form nennen. Zwischenergebnis: Die verwendete Unterform bleibt an die konkrete Bezeichnung gebunden.
  6. Den Unternehmensbezug prüfen: Wenn das duale Studium an einer Hochschule gewählt wird, ist zu prüfen, ob ein Vertrag mit einem Unternehmen abzuschließen ist. Zwischenergebnis: Der Vertrag wird nur dort erwähnt, wo die Unterlagen diesen Bezug tragen.

Für die Anwendung in einem eigenen Text kann daraus eine kurze, neutrale Darstellung entstehen: Zuerst wird die Verbindung von Hochschulstudium und Berufsausbildung oder Berufspraxis erklärt. Danach werden die integrale Einbindung, die curriculare Verzahnung und die zwei Lernorte genannt. Zum Schluss wird geprüft, ob eine der drei belegten Formen ausdrücklich ausgewiesen ist. Die Bezeichnung Universität darf dabei nicht mit zusätzlichen Eigenschaften versehen werden. Für die konkrete Einrichtung ist die offizielle Beschreibung maßgeblich.

Beim Bezug zum wissenschaftlichen Arbeiten bleibt die Anwendung sachlich: Der Text kann das Hochschulstudium als Bestandteil des dualen Studiengangs benennen. Regeln zum wissenschaftlichen Arbeiten, Anforderungen an Nachweise oder Vorgaben für einzelne Studienleistungen dürfen nur ergänzt werden, wenn die einschlägigen Unterlagen diese Aussagen ausdrücklich enthalten.

Was aus der Erklärung nicht abgeleitet werden darf

Die Erklärung trägt eine klare Beschreibung des dualen Studiums, aber keine beliebige Erweiterung des Themas. Nicht ergänzt werden dürfen Epochenmerkmale, Jahreszahlen oder weitere Fachbehauptungen, wenn dafür kein direkter Beleg vorliegt. Auch Aussagen über die Geschichte der dualen Studienform, ihre Verbreitung oder ihre Bewertung bleiben außerhalb der belegten Einordnung.

Ebenso darf die Bezeichnung Universität nicht mit einer eigenen institutionellen Definition versehen werden. Die fachliche Erklärung arbeitet mit dem Begriff Hochschule. Für eine konkrete Universität ist deshalb zu prüfen, ob die offiziellen Unterlagen ein duales Studium und die genannten Merkmale ausweisen. Ohne diese Prüfung darf kein vorhandenes Angebot behauptet werden.

Eine weitere Grenze betrifft die Organisation. Die belegte Erklärung nennt zwei Lernorte, die curriculare Verzahnung, die möglichen Formen und den Vertrag mit einem Unternehmen. Daraus folgen keine Aussagen über konkrete Orte, Abläufe, Ansprechpartner, Bewerbungsbedingungen, Kosten, Vergütung oder Prüfungen. Solche Angaben müssen jeweils in den offiziellen Unterlagen geprüft werden.

Auch Fristen und Rechtsfolgen dürfen nicht ergänzt werden. Die Erklärung nennt keine Bewerbungsfrist, keine Vertragsfrist und keine rechtliche Folge für den Fall, dass ein Vertrag fehlt oder geändert wird. Formuliere daher keine Frist und keine Pflicht über den belegten Vertragsbezug hinaus. Wenn eine Frist oder Rechtsfolge für den eigenen Text erforderlich ist, lautet der sichere nächste Schritt: Ermittle die Angabe in den offiziellen Unterlagen des konkreten Studiengangs.

Schließlich darf die Definition nicht mit einem Teilzeitstudium gleichgesetzt werden. Die Abgrenzung ist nur in dem belegten Punkt zulässig: Beim dualen Studium sind die beruflichen beziehungsweise berufsbildenden Elemente integraler Bestandteil des Studiengangs. Weitere Unterschiede werden nicht behauptet, wenn sie nicht ausdrücklich belegt sind.

Fortschrittsbalken für die einzelnen Ablaufstationen zu Duale Hochschule oder universität

Prüfung vor der eigenen Entscheidung

Vor der Veröffentlichung oder Verwendung im eigenen Text sollte die Einordnung in vier Bereichen geprüft werden: Definition, zentrale Merkmale, Anwendung und Abgrenzung.

  • Definition: Beschreibt der Text ein duales Studium als Verbindung eines Hochschulstudiums mit einer Berufsausbildung oder mit Berufspraxis in einem Unternehmen?
  • Zentrale Merkmale: Sind die integrale Stellung der beruflichen oder berufsbildenden Elemente, die enge curriculare Verzahnung und die zwei Lernorte ausdrücklich berücksichtigt?
  • Unterform: Wird nur dann von einer ausbildungsintegrierenden, berufsintegrierenden oder praxisintegrierenden Form gesprochen, wenn die konkrete Beschreibung diese Bezeichnung trägt?
  • Anwendung: Wird der Bezug zum Studium klar dargestellt, ohne zusätzliche Regeln zum wissenschaftlichen Arbeiten zu erfinden?
  • Abgrenzung: Wird das duale Studium nur in dem belegten Punkt vom Teilzeitstudium unterschieden, nämlich durch die integrale Einbindung der beruflichen oder berufsbildenden Elemente?
  • Einrichtung: Wurde aus den offiziellen Unterlagen geprüft, ob das konkrete Angebot einer Hochschule oder Universität als duales Studium ausgewiesen ist?
  • Vertrag: Wurde geprüft, ob die Unterlagen bei dem konkreten dualen Studium einen Vertrag mit einem Unternehmen vorsehen?

Wenn eine Antwort fehlt, sollte keine Vermutung eingesetzt werden. Ermittle stattdessen die zuständige Quelle aus den offiziellen Unterlagen und prüfe dort die fehlende Angabe. Das gilt besonders für Zuständigkeiten, konkrete Angebote, Unterformen, Fristen, Rechtsfolgen und Anforderungen an wissenschaftliches Arbeiten.

Als abschließende Kurzform kann festgehalten werden: Ein duales Studium verbindet Hochschulstudium mit Berufsausbildung oder Berufspraxis, bindet die beruflichen beziehungsweise berufsbildenden Elemente in den Studiengang ein, verzahnt Studium und Berufspraxis curricular und findet an zwei Lernorten statt. Erst wenn diese Merkmale und die konkrete institutionelle Beschreibung geprüft sind, sollte die Formulierung im eigenen Text verwendet werden.

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Quellen und Stand

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Häufige Fragen zu Duale Hochschule oder universität

Was bedeutet duales Studium?

Ein duales Studium verbindet ein Hochschulstudium mit einer Berufsausbildung oder mit Berufspraxis in einem Unternehmen.

Wodurch unterscheidet sich ein duales Studium vom Teilzeitstudium?

Die beruflichen beziehungsweise berufsbildenden Elemente sind beim dualen Studium integraler Bestandteil des Studiengangs.

Welche Merkmale gehören zur Einordnung?

Genannt werden die enge curriculare Verzahnung von Studium und Berufspraxis sowie zwei Lernorte.

Welche Formen des dualen Studiums werden genannt?

Die belegte Erklärung nennt ausbildungsintegrierende, berufsintegrierende und praxisintegrierende Formen.

Braucht ein duales Studium einen Vertrag mit einem Unternehmen?

Für ein duales Studium an einer Hochschule nennt die Erklärung den Abschluss eines Vertrags mit einem Unternehmen. Für ein konkretes Angebot sind die offiziellen Unterlagen zu prüfen.

Wie prüfe ich eine konkrete Universität?

Ermittle aus den offiziellen Unterlagen, ob das konkrete Angebot als duales Studium ausgewiesen wird und ob die genannten Merkmale vorliegen.

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