Wann schreibt man „wann“ und wann „dass“?
Wann dass: richtige Schreibweise
„Wann“ fragt nach einem Zeitpunkt oder einer Bedingung. „Dass“ verbindet Sätze oder Satzteile. Die richtige Schreibweise ergibt sich aus der Funktion im Satz.
Kurzantwort: „wann“ oder „dass“?
Die richtige Schreibweise bei „Wann dass“ hängt davon ab, welche Aufgabe das Wort im Satz übernimmt. „Wann“ schreibt man, wenn nach einem Zeitpunkt oder nach einer Bedingung gefragt wird. „Dass“ schreibt man, wenn das Wort als Konjunktion Sätze oder Satzteile miteinander verbindet.
Ein Satz wie „Wann beginnt der Kurs?“ enthält „wann“, weil nach einem Zeitpunkt gefragt wird. Ein Satz wie „Ich weiß, dass der Kurs beginnt“ enthält „dass“, weil das Wort zwei Satzteile verbindet. Die beiden Formen sind deshalb nicht frei austauschbar.
Für die konkrete Entscheidung hilft ein Blick auf die Funktion. Frage zunächst, ob das Wort nach dem Zeitpunkt oder nach einer Bedingung fragt. Trifft das zu, ist „wann“ die passende Form. Verbindet das Wort dagegen einen Satzteil mit einem anderen Satzteil, ist „dass“ die passende Form.
Diese Unterscheidung gehört zur Rechtschreibung, lässt sich aber nur zusammen mit der Grammatik des Beispiels sicher anwenden. Die Rechtschreibregeln werden hier nicht über den Klang erschlossen, sondern über die Aufgabe des Wortes im Satz.
Die richtige Form ist damit sofort sichtbar: Frage nach dem Zeitpunkt oder der Bedingung, schreibe „wann“. Erkenne eine verbindende Funktion zwischen Sätzen oder Satzteilen, schreibe „dass“.

Die Regel hinter der Schreibweise
Für die Entscheidung sind die Wortarten wichtig. „dass“ wird als Konjunktion verwendet; Konjunktionen verbinden Sätze oder Satzglieder. „das“ kann dagegen Artikel oder Pronomen sein. Artikel begleiten ein Substantiv, während Pronomen ein Substantiv vertreten können. Damit haben „das“ und „dass“ unterschiedliche Aufgaben im Satz.
„wann“ erfüllt eine andere Aufgabe. Das Wort kann nach dem Zeitpunkt eines Geschehens fragen. Es kann auch eine Bedingung erfragen. Der Satz „Wann beginnt der Unterricht?“ fragt nach einem Zeitpunkt. „Wann ist der Zugang möglich?“ kann nach einer Bedingung fragen. Diese Bedeutung unterscheidet „wann“ von der Konjunktion „dass“.
In „Ich weiß, dass der Kurs startet“ verbindet „dass“ zwei Satzteile. In „Wann startet der Kurs?“ fragt „wann“ nach der Zeit. Vergleiche daher die Aufgabe des fraglichen Wortes im jeweiligen Satz: Geht es um einen Zeitpunkt oder eine Bedingung, steht „wann“; verbindet das Wort Satzteile, steht „dass“.
Die Ersatzprobe betrifft nur „das“ und „dass“. Wenn sich das fragliche Wort durch „dieses“, „jenes“ oder „welches“ austauschen lässt, handelt es sich um „das“. Passt keiner dieser Ersatzwörter, kann die Funktion als Konjunktion geprüft werden. Die Probe beantwortet nicht die Frage nach „wann“.
Die Begriffe Rechtschreibreform, Groß- und Kleinschreibung und Getrennt- und Zusammenschreibung bleiben bei dieser Wortwahl unverändert: Entscheidend ist, welche Funktion „wann“, „das“ oder „dass“ im Satz übernimmt. Prüfe deshalb die Wortart und die Bedeutung des Wortes im Satz.
Auch Kommasetzung und Zeichensetzung sind nicht die Ersatzprobe für diese Entscheidung. Für „das“ und „dass“ ist maßgeblich, ob ein Artikel oder Pronomen vorliegt oder ob das Wort Satzteile verbindet. Für „wann“ ist maßgeblich, ob nach Zeit oder Bedingung gefragt wird.
Richtig oder falsch im Satz
Behandle den Satzanfang getrennt von der eigentlichen Regel. Dass ein Wort am Anfang oder in der Mitte steht, entscheidet nicht allein über seine Schreibweise. Prüfe stattdessen, ob „wann“ fragt oder „dass“ verbindet.
| Richtig | Falsch | Prüfung |
|---|---|---|
| Wann startet die Besprechung? | Dass startet die Besprechung? | Die Frage zielt auf einen Zeitpunkt. Daher steht „wann“. |
| Er sagt, dass die Besprechung startet. | Er sagt, das die Besprechung startet. | Das Wort verbindet zwei Satzteile. Daher steht „dass“. |
| Wann gilt diese Vereinbarung? | Dass gilt diese Vereinbarung? | Die Frage zielt auf eine Bedingung. Daher steht „wann“. |
Das erste Paar zeigt „wann“ am Satzanfang. Das Wort fragt nach dem Zeitpunkt. Im zweiten Paar steht „dass“ innerhalb eines Satzes. Es verbindet die Aussage „Er sagt“ mit der folgenden Aussage. Im dritten Paar fragt „wann“ nach der Bedingung, unter der etwas gilt.
Die falsche Form „das“ im zweiten Paar darf nicht automatisch durch die Aussprache begründet werden. „Das“ und „dass“ werden gleich ausgesprochen, haben aber unterschiedliche Funktionen. Die Schreibweise wird deshalb über die Funktion geprüft.
Bei der Gegenprobe mit „das“ helfen „dieses“, „jenes“ oder „welches“, sofern eine solche Ersetzung im Satz möglich ist. Diese Probe gehört zur Unterscheidung von „das“ und „dass“. Sie ist nicht die Begründung dafür, „wann“ durch „dass“ zu ersetzen.
Wer den eigenen Satz überarbeitet, kann die Artikel der, die und das gesondert prüfen. Auch die Pluralbildung und der Bezug eines Pronomens gehören zu anderen grammatischen Fragen. Für das vorliegende Paar bleibt der Kern: „wann“ fragt nach Zeit oder Bedingung, „dass“ verbindet.
Typische Stolperfallen bei „wann“ und „dass“
Eine mögliche Verwechslung entsteht bei „das“ und „dass“, weil beide Wörter gleich ausgesprochen werden. Der Klang entscheidet daher nicht über die Schreibweise. Prüfe stattdessen die Aufgabe des Wortes: „das“ kann Artikel oder Pronomen sein, „dass“ ist eine Konjunktion und verbindet Sätze oder Satzglieder.
Auch „wann“ und „dass“ können in einem Satz zusammenstehen. In „Wann merkst du, dass das Licht ausgeht?“ fragt „wann“ nach dem Zeitpunkt. „dass“ verbindet den Satzteil mit der Aussage. Das „das“ vor „Licht“ ist ein Artikel. Jedes dieser Wörter wird somit über seine eigene Funktion bestimmt.
Die Ersatzprobe ist nur für „das“ und „dass“ gedacht. Lässt sich das fragliche Wort durch „dieses“, „jenes“ oder „welches“ ersetzen, spricht das für „das“. Diese Probe ist keine Entscheidungshilfe für „wann“, denn „wann“ fragt nach Zeit oder nach einer Bedingung.
Eine weitere Verwechslung kann entstehen, wenn nur ein einzelnes Wort betrachtet wird. Der vollständige Satz zeigt, ob nach einem Zeitpunkt gefragt wird, ob ein Wort Satzteile verbindet oder ob ein Artikel beziehungsweise Pronomen vorliegt. Vergleiche deshalb die Funktion des fraglichen Wortes mit der Satzaufgabe.
Beim Thema Rechtschreibprogramme und beim Thema wissenschaftliches Schreiben bleibt die hier behandelte Unterscheidung dieselbe: „wann“ fragt nach Zeit oder Bedingung, „dass“ verbindet Satzteile, und „das“ kann Artikel oder Pronomen sein. Die Entscheidung ergibt sich aus dieser Funktion.
Abkürzungen richtig schreiben, Wortbedeutungen und Abkürzungen, Synonyme und Textformen benennen andere Themen. Für die Frage nach „wann“ oder „dass“ hilft die Prüfung, ob das Wort nach Zeit oder Bedingung fragt oder Satzteile verbindet. Für „das“ und „dass“ ergänzt die Ersatzprobe die Funktionsprüfung.

Der schnelle Merkcheck
Prüfe die Schreibweise in fünf kurzen Schritten:
- Schreibweise ansehen: Markiere die Stelle, an der „wann“, „dass“ oder „das“ stehen soll.
- Regel bestimmen: Frage, ob das Wort nach einem Zeitpunkt oder nach einer Bedingung fragt. Dann lautet die Form „wann“.
- Verbindung prüfen: Frage, ob das Wort Sätze oder Satzteile miteinander verbindet. Dann lautet die Form „dass“.
- Beispielsatz bilden: Formuliere einen kurzen Satz mit derselben Funktion. Vergleiche etwa eine Zeitfrage mit einer verbindenden Aussage.
- Verwechslung ausschließen: Wenn die Entscheidung eigentlich zwischen „das“ und „dass“ liegt, prüfe die Ersatzprobe mit „dieses“, „jenes“ oder „welches“.
Der knappe Merksatz lautet: „Wann“ fragt, „dass“ verbindet. Ergänzend gilt: „Das“ kann als Artikel oder Pronomen auftreten. Diese Funktionen sind von der Konjunktion „dass“ zu unterscheiden.
Ein letzter Kontrollblick sollte den ganzen Satz erfassen. Prüfe, ob die gewählte Form zur Frage nach Zeit oder Bedingung passt, ob sie eine Verbindung herstellt und ob ein „das“ Satz durch „dieses“, „jenes“ oder „welches“ geprüft werden kann.
So bleiben Schreibweise, Regel, Beispielsätze und die häufige Verwechslung in einem einzigen Prüfweg zusammen. Bei weiteren Fragen zur deutschen Sprache kann eine Übersicht zu Rechtschreibung helfen. Die konkrete Entscheidung für „wann“ oder „dass“ bleibt jedoch an der Funktion im jeweiligen Satz orientiert.
Quellen und Stand
- „das“ oder „dass“? | So liegen Sie immer richtig | Duden: www.duden.de (geprüft am 2026 bis 08 bis 31)
- wann, Schreibung, Definition, Bedeutung, Etymologie, Synonyme, Beispiele | DWDS: www.dwds.de (geprüft am 2026 bis 08 bis 31)