Metapher verständlich erklärt und richtig verwendet
Methapher: Bedeutung und Verwendung
Eine Metapher bezeichnet ein Wort oder eine Wortgruppe, die aufgrund eines Vergleichs außerhalb ihres eigentlichen Bereichs in übertragener Bedeutung verwendet wird.
Was bedeutet Metapher direkt?
Die Quelle ordnet die Suchanfrage „Methapher“ dem Wort „Metapher“ zu. Eine Metapher ist demnach ein Wort oder eine Wortgruppe, die auf der Grundlage eines Vergleichs außerhalb ihres eigentlichen Bereichs verwendet wird. Die Bedeutung ist dann übertragen und nicht auf den ursprünglichen, wörtlichen Bereich begrenzt.
Für das Verständnis sind drei Bestandteile wichtig: Es gibt einen Ausdruck, einen ursprünglichen Bereich und eine Übertragung in einen anderen Zusammenhang. Der Ausdruck wird also nicht einfach nur wörtlich gelesen. Seine Bedeutung erschließt sich aus dem Vergleich, der im Hintergrund steht. Der Satz „Seine Worte waren ein Messer“ beschreibt beispielsweise nicht notwendig einen Gegenstand, sondern überträgt die Vorstellung eines Messers auf die Wirkung von Worten.
Die Verwendung einer Metapher lässt sich deshalb am konkreten Satz prüfen. Frage zuerst, welcher Ausdruck nicht in seinem eigentlichen Bereich gebraucht wird. Ermittle danach, welcher Vergleich die übertragene Bedeutung verständlich macht. Für Fragen der Rechtschreibung bleibt zusätzlich die konkrete Schreibweise des verwendeten Wortes zu prüfen. Die Definition selbst sagt jedoch nichts über eine bestimmte Textsorte, Personengruppe, Institution oder Wirkung aus.
Auch beim Thema wissenschaftliches Schreiben sollte die Bedeutung eines bildhaften Ausdrucks aus dem jeweiligen Satz hervorgehen. Eine Metapher wird dadurch nicht zu einer zusätzlichen Fachdefinition. Die Quelle nennt außerdem bedeutungsverwandte Ausdrücke wie Tropos und Tropus. Daraus folgt nicht, dass jeder ähnliche Ausdruck in jedem Satz dieselbe Funktion oder Bedeutung besitzt.

Bedeutung und Kontext unterscheiden
Die Quelle beschreibt die Metapher als übertragene Verwendung eines Wortes oder einer Wortgruppe. Dabei beruht der Ausdruck auf einem Vergleich und steht außerhalb seines eigentlichen Bereichs. Diese beiden Aspekte gehören zusammen: Der Vergleich eröffnet die Übertragung, und die Übertragung zeigt sich daran, dass das Wort im Satz nicht in seiner ursprünglichen Sachbedeutung gelesen wird.
- Vergleich als Grundlage: In „Der Gedanke keimte langsam“ stellt „keimte“ die Entwicklung des Gedankens mithilfe einer Vorstellung aus einem anderen Bereich dar.
- Übertragene Verwendung im Satz: Weil ein Gedanke nicht als Pflanze gemeint ist, erhält „keimte“ hier seine Bedeutung aus dem Zusammenhang des Satzes.
- Zusammen prüfen: In „Die Diskussion war ein Minenfeld“ wird „Minenfeld“ nicht als Bezeichnung eines Ortes verwendet. Der Vergleich macht die Diskussion als Situation sichtbar, die besondere Vorsicht verlangt.
Der Kontext verbindet die verwendeten Wörter mit dem übrigen Satz und legt damit nahe, wie der Vergleich zu verstehen ist. Bei „keimte“ lenkt das Wort „Gedanke“ auf dessen Entwicklung. Bei „Minenfeld“ lenkt das Wort „Diskussion“ auf einen Gesprächszusammenhang. Auch die Aussageabsicht lässt sich am jeweiligen Satz prüfen: Man kann fragen, welche Vorstellung der Ausdruck aufruft und welchen Teil der Aussage diese Vorstellung verdeutlicht.
Für die Prüfung kann der Ausdruck zunächst allein betrachtet und dann wieder in seinen Satz eingesetzt werden. Anschließend hilft die Frage, aus welchem Bereich die Vorstellung stammt und was sie im neuen Zusammenhang beschreibt. So bleibt erkennbar, dass Vergleich und Übertragung nicht zwei unabhängige Bedeutungen sind, sondern zusammenwirken. Für die Wortbedeutungen und Abkürzungen ist deshalb der vollständige Zusammenhang maßgeblich.
Die Schreibweise des Begriffs selbst kann im Rahmen einer Rechtschreibreform nicht aus der Definition abgeleitet werden. Wer historische und aktuelle Schreibweisen vergleichen möchte, kann dafür eine passende Quelle heranziehen.
Drei eigenständige Beispiele
Die folgenden kurzen Sätze zeigen unterschiedliche Kontexte. Jeder Satz enthält einen Ausdruck, der außerhalb seines eigentlichen Bereichs übertragen gelesen wird.
- Alltag: „Nach dem Streit lag ein Schatten über dem Abend.“ Der Ausdruck „Schatten“ bezeichnet hier keinen sichtbaren Bereich ohne Licht. Er wird auf die belastende Stimmung übertragen.
- Unterricht: „Die Lehrerin öffnete ein Fenster zu einer unbekannten Epoche.“ Ein Fenster wird in diesem Satz nicht als Bauteil verwendet. Der Vergleich beschreibt einen Zugang zu einem historischen Thema.
- Studium: „Das Argument trägt die Untersuchung wie ein Gerüst.“ Ein Gerüst gehört eigentlich in einen baulichen Bereich. Im Satz steht es übertragen für eine tragende Struktur des Arguments.
Bei jedem Beispiel lässt sich derselbe kurze Prüfschritt anwenden: Bestimme den Ausdruck, frage nach seinem eigentlichen Bereich und benenne den Vergleich im neuen Zusammenhang. So wird sichtbar, wie die Aussageabsicht aus dem Kontext entsteht. Die Beispiele sind eigenständig formuliert und übernehmen keine Quellenbeispiele.
Für die Rechtschreibregeln eines solchen Satzes sind die einzelnen Wörter und ihre Verbindung gesondert zu prüfen. Die Groß- und Kleinschreibung betrifft dabei die konkrete Schreibweise, nicht die übertragene Bedeutung. Auch die Getrennt- und Zusammenschreibung beantwortet nicht die Frage, ob ein Ausdruck metaphorisch verwendet wird.
Bei einer Überarbeitung können Synonyme als Vergleichsmöglichkeit dienen. Ein Ersatzwort darf jedoch nur eingesetzt werden, wenn es im konkreten Satz dieselbe beabsichtigte Bedeutung trägt. Der Begriff Textformen bezeichnet dabei keine automatisch festgelegte Verwendung der Metapher. Prüfe jede Formulierung am Satzkontext.
Wichtige Grenzen und Verwechslungen
Die Definition grenzt die Metapher über eine Übertragung aufgrund eines Vergleiches ab. Sie nennt keinen zusätzlichen Ursprung, keine Bewertung und keine besondere Fachbedeutung. Deshalb sollte aus dem Begriff weder eine bestimmte Herkunftserzählung noch eine allgemeine Wirkung abgeleitet werden.
Die Quelle nennt Tropos und Tropus als bedeutungsverwandte Ausdrücke. „Bedeutungsverwandt“ bedeutet nicht automatisch „in jedem Zusammenhang gleich“. Auch Dingsymbol, Falkenmotiv und Synekdoche werden im Quellenmaterial genannt. Ohne eine weitergehende direkte Erklärung darf daraus keine pauschale Gleichsetzung mit Metapher entstehen. Für eine genaue Unterscheidung ist der konkrete Satz sowie eine passende Fachquelle zu prüfen.
Eine Metapher ist außerdem nicht schon deshalb gegeben, weil ein Satz anschaulich klingt. Entscheidend bleibt die in der Quelle beschriebene Übertragung außerhalb des eigentlichen Bereichs. Der Ausdruck „Fenster“ im Satz „Sie öffnete ein Fenster“ kann wörtlich gemeint sein. Im Beispiel „Sie öffnete ein Fenster zu einer Epoche“ wird dagegen der Vergleich aus dem Kontext erschlossen.
Auch Abkürzungen richtig schreiben ist eine andere Prüffrage als die Bestimmung einer Metapher. Die Kommasetzung und die Zeichensetzung betreffen die Form des Satzes. Sie legen nicht fest, ob ein Ausdruck übertragen verwendet wird. Für die grammatische Einordnung kann der passende Artikel der, die und das geprüft werden. Die Pluralbildung ist ebenfalls eine eigene Frage und ersetzt keine Bedeutungsprüfung.

Metaphern im eigenen Satz prüfen
Nutze für die Prüfung des eigenen Textes diese kurze Reihenfolge:
- Markiere den Ausdruck, der möglicherweise außerhalb seines eigentlichen Bereichs verwendet wird.
- Formuliere die Kernbedeutung zunächst mit eigenen neutralen Worten.
- Prüfe den konkreten Satzkontext und benenne den Vergleich, der die Übertragung verständlich macht.
- Frage, ob eine wörtliche Lesart ebenfalls möglich ist. Wenn das unklar bleibt, prüfe die Quelle und den vollständigen Satzkontext.
- Grenze bedeutungsverwandte Begriffe ab, statt sie pauschal gleichzusetzen.
- Prüfe anschließend die sprachliche Form, etwa Rechtschreibprogramme als technisches Hilfsmittel. Ein Programm ersetzt nicht die Bedeutungsprüfung.
Der Kerncheck lautet: Wird ein Wort oder eine Wortgruppe aufgrund eines Vergleiches außerhalb des eigentlichen Bereichs in übertragener Bedeutung verwendet? Danach folgt der Kontextcheck: Welche Wörter in der Umgebung zeigen, worauf der Ausdruck übertragen wird? Zum Schluss steht der Abgrenzungscheck: Gibt es einen ähnlichen Begriff, dessen Bedeutung nicht einfach übernommen werden darf?
Wenn die Antwort nicht sicher aus dem Satz hervorgeht, ermittle die Bedeutung in einer geeigneten Quelle. Prüfe dabei insbesondere, ob die Quelle genau das gesuchte Wort behandelt. Für den vorliegenden Fall wurde die Suchanfrage „Methapher“ dem Eintrag „Metapher“ zugeordnet. Die Quelle weist außerdem darauf hin, dass automatisch ausgewählte Verwendungsbeispiele fehlerhaft sein können. Eine eigene Prüfung von Quelle und konkretem Satz bleibt daher erforderlich.
Quellen und Stand
- Metapher, Schreibung, Definition, Bedeutung, Etymologie, Synonyme, Beispiele | DWDS: www.dwds.de (geprüft am 2026 bis 08 bis 31)