Metapher: Bedeutung, Synonyme und Verwendung
Metapher Synonym: Bedeutung und Verwendung
Eine Metapher ist ein bildhafter sprachlicher Ausdruck mit übertragener Bedeutung. Als deutsche Synonyme nennt die Quelle Bild und Übertragung.
Was bedeutet Metapher und welches Synonym passt?
Eine Metapher ist ein sprachlicher Ausdruck, bei dem Wörter oder Wortgruppen ihren eigentlichen Bedeutungszusammenhang verlassen und in einen anderen Zusammenhang übertragen werden. Die Quelle führt die Metapher besonders als Stilmittel. Anders als bei einem direkten Vergleich wird die Beziehung zwischen Bezeichnendem und Bezeichnetem dabei nicht ausdrücklich gezeigt. So entsteht ein bildlicher Ausdruck.
Die Quelle nennt Bild und Übertragung als deutsche Synonyme. Prüfe im vollständigen Satz, ob eines dieser Wörter die gemeinte Bezeichnung verständlich wiedergibt. Für die sprachliche Form hilft die Rechtschreibung bei Schreibweise und Grammatik von „Metapher“. Die Rechtschreibregeln betreffen dagegen die sprachliche Form und nicht die Bedeutung im Satz.
In einem eigenen Text bezeichnet „Metapher“ den sprachlichen Ausdruck. Mit „Bild“ oder „Übertragung“ lässt sich die bildliche Seite benennen, wenn diese Bezeichnung zum konkreten Satz passt. „Der Satz enthält eine Metapher“ benennt die Erscheinung; „Der Satz arbeitet mit einem Bild“ verwendet eines der genannten Synonyme.

Bedeutung und Kontext unterscheiden
Die folgenden Einordnungen sind als Alternativen zu prüfen. Sie sind keine gemeinsamen Pflichtmerkmale jeder einzelnen Metapher.
- Sprachliche Übertragung: Ein Wort oder eine Wortgruppe wird in einen anderen Bedeutungszusammenhang versetzt. Prüfe im Satz, welches Bild dadurch entsteht.
- Bildlicher Ausdruck: Die Quelle nennt „Bild“ als Synonym. Prüfe, ob diese Bezeichnung im konkreten Satz die übertragene Aussage treffend beschreibt.
- Verkürzter Vergleich: Die Quelle beschreibt auch eine metaphorische Form als verkürzten bildlichen Vergleich. Prüfe, ob eine Vergleichspartikel ausdrücklich gesetzt ist oder fehlt.
Der Kontext verbindet Bedeutung und Aussageabsicht. Bestimme zunächst, welches Wort nicht in seinem eigentlichen Bedeutungszusammenhang gelesen wird. Prüfe danach, auf welchen anderen Zusammenhang der Satz verweist und welche Vorstellung er ausdrückt. So lässt sich die übertragene Bedeutung am konkreten Satz prüfen, ohne die Formulierung vorschnell als direkten Vergleich einzuordnen.
Für den sprachlichen Rahmen sind andere Nachschlagefragen getrennt zu betrachten. Die Groß- und Kleinschreibung betrifft die Schreibweise, die Getrennt- und Zusammenschreibung die Verbindung von Wörtern. Kommasetzung und Zeichensetzung betreffen die formale Gestaltung des Satzes. Diese Prüfungen ersetzen nicht die Bedeutungsprüfung im Kontext. Auch die Rechtschreibreform beantwortet nicht, welche übertragene Bedeutung ein Ausdruck im Satz trägt.
Drei eigenständige Beispiele für Metaphern
Die folgenden Sätze zeigen unterschiedliche Kontexte. Sie übernehmen keine Quellenbeispiele, sondern veranschaulichen die übertragene Verwendung mit eigenständigen Formulierungen.
- Arbeitskontext: „Nach der Besprechung öffnete sich für das Team eine neue Tür.“ Das Wort „Tür“ bezeichnet hier nicht zwingend einen Gegenstand, sondern steht im Satz für eine neue Möglichkeit. Die Beziehung wird bildlich übertragen.
- Alltag: „Ihre Nachricht war ein Lichtblick an diesem Tag.“ „Lichtblick“ wird als bildlicher Ausdruck verwendet, um eine positive Bedeutung innerhalb des beschriebenen Tages auszudrücken.
- Studium: „Der Gedanke bildet das Rückgrat des Kapitels.“ „Rückgrat“ wird aus seinem eigentlichen Bedeutungszusammenhang in den Zusammenhang einer gedanklichen Gliederung übertragen.
In allen drei Beispielen ist der konkrete Satzkontext entscheidend. Das einzelne Wort genügt nicht, um die Aussageabsicht vollständig zu bestimmen. Wer die Formulierung in einem Text verwendet, kann sie als Metapher, als Bild oder als Übertragung beschreiben, sofern diese Benennung zur belegten Grundbedeutung passt. Für wissenschaftliches Schreiben ist deshalb die genaue Erklärung des Satzkontexts wichtig. Die Seite zu Abkürzungen richtig schreiben betrifft dagegen eine andere sprachliche Frage und ist für die Bedeutung dieser drei Beispiele nicht maßgeblich.
Weitere sprachliche Hilfen lassen sich ebenfalls getrennt nutzen: Wortbedeutungen und Abkürzungen unterstützen das Nachschlagen einzelner Begriffe, während Artikel der, die und das die Form des grammatischen Artikels betrifft. Für das Beispiel „die Metapher“ ist der bestimmte Artikel „die“ belegt.
Grenzen und mögliche Verwechslungen
Die Quelle nennt „Bild“ und „Übertragung“ als deutsche Synonyme der Metapher. Daraus folgt keine pauschale Gleichsetzung mit jedem bildhaften Ausdruck. Prüfe stattdessen im konkreten Satz, ob ein Ausdruck aus seinem eigentlichen Zusammenhang in einen anderen übertragen wird und ob die Beziehung ohne direkten Vergleich formuliert ist.
Ein direkter Vergleich ist deshalb bei der Abgrenzung zu prüfen. Die Quelle beschreibt die Metapher als eine Form, bei der die Vergleichsbeziehung nicht ausdrücklich durch eine Vergleichspartikel gezeigt wird. Untersuche die sprachliche Form des konkreten Satzes. Eine zusätzliche Herkunft, Bewertung oder fachliche Sonderbedeutung sollte ohne Beleg nicht ergänzt werden.
Auch „Bildsprache“ bezeichnet in der Quelle den gehäuften Einsatz von Bildern. Das ist eine Einordnung für einen gehäuften Einsatz und nicht automatisch die Bedeutung jedes einzelnen metaphorischen Ausdrucks. Der Ausdruck „Bilderrede“ wird in der Quelle für einen religionswissenschaftlichen Kontext genannt. Diese Einschränkung sollte erhalten bleiben, statt den Begriff allgemein mit „Metapher“ gleichzusetzen.
Die Pluralbildung ist ebenfalls klar abzugrenzen: Die Quelle nennt als Plural „Metaphern“. Synonyme helfen bei der begrifflichen Orientierung, entscheiden aber nicht ohne den Satzkontext über die passende Formulierung. Auch Textformen können unterschiedliche Anforderungen an eine Erklärung stellen, doch die Quelle liefert keine zusätzliche Regel, welche Textform eine Metapher verwenden muss.

Kurzcheck für die passende Verwendung
Prüfe die Verwendung in drei Schritten:
- Kernbedeutung prüfen: Frage, ob ein Wort oder eine Wortgruppe aus dem eigentlichen Bedeutungszusammenhang in einen anderen übertragen wird. Prüfe außerdem, ob „Bild“ oder „Übertragung“ die gemeinte Synonymbezeichnung verständlich wiedergibt.
- Kontext prüfen: Lies den vollständigen Satz und bestimme, welches Bild entsteht. Ermittle anschließend, welche Aussageabsicht durch die Übertragung sichtbar wird. Trenne dabei die mögliche bildliche Bedeutung von der bloßen Schreib- oder Satzzeichenprüfung.
- Verwechslungen prüfen: Prüfe, ob tatsächlich eine Metapher vorliegt oder ob der Satz eine ausdrücklich formulierte Vergleichsbeziehung verwendet. Berücksichtige außerdem, dass „Bildsprache“ in der Quelle den gehäuften Einsatz von Bildern bezeichnet und „Bilderrede“ dort einem religionswissenschaftlichen Kontext zugeordnet wird.
- Quelle und Satzkontext prüfen: Vergleiche die konkrete Formulierung mit der belegten Definition und den genannten Synonymen. Wenn der Satz keine sichere Einordnung zulässt, ermittle zunächst die Bedeutung der fraglichen Wörter aus dem vollständigen Kontext, bevor du eine Bezeichnung auswählst.
Für die formale Kontrolle können Rechtschreibprogramme die Schreibweise unterstützen. Sie ersetzen nicht die Prüfung der übertragenen Bedeutung. Ebenso führt ein Nachschlagen von Wortbedeutungen und Abkürzungen nur dann weiter, wenn der fragliche Ausdruck tatsächlich unklar ist. Der Kurzcheck endet mit der Frage, ob Bezeichnung, Kontext und Aussageabsicht zusammenpassen.
Quellen und Stand
- Metapher ▶ Rechtschreibung, Bedeutung, Definition, Herkunft | Duden: www.duden.de (geprüft am 2026 bis 08 bis 31)
- Metapher, Wikipedia: de.wikipedia.org (geprüft am 2026 bis 08 bis 31)