Ein MAXQDA-Codesystem gezielt exportieren

Maxqda Codesystem exportieren

Lesezeit ca. 8 Min. · zuletzt aktualisiert: 15. August 2026 · Weitere Tipps für Studium und wissenschaftliches Arbeiten

MAXQDA kann ein im Projekt angelegtes Codesystem als eigene Datei ausgeben. Daneben stehen Ausgaben für Codebuch, Codelisten und ausgewählte codierte Segmente zur Verfügung.

Den Export im wissenschaftlichen Arbeiten einordnen

Maxqda Codesystem exportieren bezeichnet das Ausgeben des im Projekt erstellten Codesystems als MAXQDA-Codesystem. Dabei entsteht eine Datei mit der Endung .mtr24. Diese Datei lässt sich in eine andere Projektdatei wieder importieren, damit die Arbeit mit dem angelegten Codesystem dort fortgesetzt werden kann. Der Export betrifft damit das Codesystem selbst und nicht automatisch Transkripte, codierte Dokumente oder eine Liste codierter Segmente.

Für wissenschaftliches Schreiben kann der Schritt als klar abgrenzbare Arbeitsoperation festgehalten werden: Zuerst wird im Projekt mit Codes gearbeitet, anschließend wird das vorhandene Codesystem ausgegeben. Wer Bestandteile einer wissenschaftlichen Arbeit, Hausarbeit schreiben oder Masterarbeit schreiben als eigene Themen bearbeitet, sollte diesen technischen Vorgang nicht mit der inhaltlichen Ausarbeitung gleichsetzen. Der Export liefert nach der belegten Funktion eine übertragbare Codesystemdatei.

Auch Forschungsfrage formulieren und wissenschaftliche Argumentation bezeichnen andere Arbeitsschritte als den Export. Für den Export selbst ist aus der Quelle entscheidend, dass das Codesystem im Projekt erstellt wurde und als .mtr24-Datei ausgegeben wird. Soll ein gemeinsames Codesystem weitergegeben werden, nennt die Quelle die Funktion ausdrücklich als hilfreich für die Zusammenarbeit im Team: Die Datei kann an Mitarbeitende gesendet werden, damit mit demselben Codesystem gearbeitet wird.

Eine Gliederung einer Hausarbeit, Literaturverzeichnis erstellen und Quellenangaben richtig zitieren können neben der Softwarearbeit dokumentiert werden. Sie verändern jedoch weder das exportierte Dateiformat noch die in der Quelle beschriebene Reimport-Funktion. Für Zitierweisen, deutsche Zitierweise und Harvard-Zitierweise ist eine getrennte Prüfung sinnvoll: Prüfe im eigenen Arbeitskontext, welche Angaben für Nachweise benötigt werden, statt diese Anforderungen aus dem Codesystemexport abzuleiten.

Konkreter Abschlusscheck zu Ein MAXQDA-Codesystem gezielt exportieren

Welche Exportformen unterschieden werden müssen

Der Begriff Codesystemexport ist von weiteren MAXQDA-Ausgaben zu trennen. Beim Export des Codesystems wird eine .mtr24-Datei erzeugt. Ihr Merkmal ist die erneute Einlesbarkeit in eine andere Projektdatei. Die Anwendung besteht darin, das erstellte Codesystem zu übertragen und die Arbeit mit ihm in einem anderen Projekt weiterzuführen.

Eine zweite Form ist das Codebuch. Über Reports > Codebook kann das Codesystem zusammen mit sämtlichen Codedefinitionen ausgegeben werden. Dafür müssen die Definitionen in den Codememos eingetragen sein. Das Ergebnis ist nach der Quelle eine Word-Datei, die Codesystem und Codedefinitionen enthält. Fehlen Definitionen in den Codememos, ist die genannte Voraussetzung für diese Ausgabe nicht erfüllt; prüfe daher vor der Ausgabe die Codememos.

Eine dritte Form ist die Codeliste. Sie kann als Word- oder Excel-Datei exportiert werden. Die Ausgabe enthält Codesystem, Memos und Häufigkeiten der Codezuweisungen. Diese Liste ist keine .mtr24-Datei und die Quelle beschreibt für sie keine Reimport-Funktion. Halte daher vor dem Export fest, ob eine übertragbare Codesystemdatei oder eine lesbare Aufstellung benötigt wird.

Als vierte Form nennt die Quelle codierte Segmente. Im Smart Publisher unter Reports > Smart Publisher lassen sich Codes und Dokumente bestimmen, deren codierte Segmente als Word-Datei ausgegeben werden. Alternativ können gewünschte codierte Segmente aktiviert und über das Exportsymbol ausgegeben werden. Dabei können Memos, Kommentare, Variablen und weitere Inhalte ausgewählt werden. Methoden wissenschaftlicher Arbeiten sowie qualitative und quantitative Forschung sind dabei sichtbare Themenbegriffe, aber keine im Quellenmaterial erläuterten Eigenschaften dieser Exportformen. Prüfe ihre fachliche Einordnung außerhalb dieses Exportschritts.

Ablauf für einen passenden MAXQDA-Export

  1. Exportziel bestimmen. Entscheide zunächst zwischen übertragbarem Codesystem, Codebuch, Codeliste oder codierten Segmenten. Das Ergebnis ist eine eindeutige Auswahl der Exportform statt einer Vermischung mehrerer Ausgaben.
  2. Codesystem für die Übertragung auswählen. Soll das Codesystem in einer anderen Projektdatei weiterverwendet werden, exportiere das im Projekt erstellte Codesystem als MAXQDA-Codesystem. Das Ergebnis ist eine Datei mit der Endung .mtr24.
  3. Datei für die Weiterarbeit verwenden. Importiere die erzeugte .mtr24-Datei in eine andere Projektdatei, wenn dort mit dem erstellten Codesystem weitergearbeitet werden soll. Das Ergebnis ist ein weiter nutzbares Codesystem in der anderen Projektdatei.
  4. Codebuch gesondert vorbereiten. Wenn Codedefinitionen ausgegeben werden sollen, prüfe, ob sie in den Codememos stehen, und nutze Reports > Codebook. Das Ergebnis ist eine Word-Datei mit Codesystem und Codedefinitionen.
  5. Codeliste oder Segmente bewusst ergänzen. Für eine Codeliste wähle Word oder Excel. Für Segmente lege im Smart Publisher Codes und Dokumente fest oder aktiviere die gewünschten Segmente und nutze das Exportsymbol. Das Ergebnis ist entweder eine Liste mit Codesystem, Memos und Zuweisungshäufigkeiten oder eine Segmentausgabe, die auch ausgewählte Memos, Kommentare, Variablen und weitere Inhalte enthalten kann.
  6. Arbeitsstand getrennt prüfen. Wenn Plagiat vermeiden als eigener Prüfpunkt notiert wird, prüfe konkrete Übernahmen und Belege im eigenen Text. Das Ergebnis ist eine Trennung zwischen dieser Textprüfung und dem technischen Export.

Kurzes Anwendungsbeispiel mit klaren Ergebnissen

Eine Person hat in einem MAXQDA-Projekt ein Codesystem angelegt und möchte mit diesem Codesystem in einer anderen Projektdatei weiterarbeiten. Sie wählt deshalb den Export des Codesystems als MAXQDA-Codesystem. Als Ergebnis entsteht eine .mtr24-Datei. Diese Datei wird anschließend in die andere Projektdatei importiert. Dort kann mit dem angelegten Codesystem weitergearbeitet werden.

Zusätzlich soll eine lesbare Übersicht der Codebedeutungen vorliegen. Die Person trägt die Codedefinitionen in die Codememos ein und nutzt Reports > Codebook. Als Ergebnis erhält sie eine Word-Datei, in der Codesystem und Codedefinitionen ausgegeben sind. Für eine andere Fragestellung, bei der nicht das Codesystem, sondern ausgewählte Textstellen benötigt werden, bestimmt sie im Smart Publisher die betreffenden Codes und Dokumente. Das Ergebnis ist eine Word-Datei mit den ausgewählten codierten Segmenten.

Das Beispiel trennt damit drei Ergebnisse: die reimportierbare .mtr24-Datei, das Word-Codebuch und die Word-Ausgabe codierter Segmente. Es behauptet keine fachlichen Eigenschaften der untersuchten Inhalte. Vor einer weiteren Verwendung sollte die Person prüfen, ob sie tatsächlich eine Übertragung des Codesystems, eine Übersicht der Definitionen oder Segmente mit optionalen Zusatzinformationen benötigt.

Konkrete Kernpunkte zu Ein MAXQDA-Codesystem gezielt exportieren

Export, Abgrenzung und Formales kontrollieren

Definition prüfen: Kontrolliere, ob mit Codesystemexport wirklich die Ausgabe des im Projekt erstellten Codesystems als MAXQDA-Codesystem gemeint ist. Das erwartete Ergebnis dieser Form ist eine .mtr24-Datei, die in eine andere Projektdatei importiert werden kann.

Zentrale Merkmale prüfen: Kontrolliere das gewählte Ergebnisformat. Ein Codebuch wird als Word-Datei mit Codesystem und Codedefinitionen ausgegeben; dafür müssen die Definitionen in Codememos stehen. Eine Codeliste wird als Word- oder Excel-Datei ausgegeben und enthält Codesystem, Memos sowie Häufigkeiten der Codezuweisungen. Bei Segmenten kann die Ausgabe über Smart Publisher oder über aktivierte Segmente und das Exportsymbol erfolgen.

Anwendung prüfen: Kontrolliere, ob die Handlung zum Ziel passt. Für die Weiterarbeit in einer anderen Projektdatei ist die .mtr24-Datei zu prüfen. Für Definitionen ist das Codebuch zu prüfen. Für ausgewählte Textstellen ist zu prüfen, welche Codes und Dokumente im Smart Publisher festgelegt wurden. Werden Segmente über das Exportsymbol ausgegeben, prüfe die Auswahl der aktivierten Segmente sowie die gewünschten Memos, Kommentare, Variablen und weiteren Inhalte.

Abgrenzung sichtbar prüfen: Trenne den Codesystemexport von Transkriptexport, Dokumentexport, PDF-Ausgaben und Segmentexport. Prüfe außerdem, ob eine Codeliste nur als Liste benötigt wird, statt ihre Ausgabe mit einer reimportierbaren Codesystemdatei zu verwechseln.

Formale Prüfung sichtbar prüfen: Kontrolliere die Dateiendung .mtr24 bei der Übertragung des Codesystems. Kontrolliere bei einem Codebuch die Codememos. Kontrolliere bei Word- oder Excel-Ausgaben, ob die gewünschte Ausgabeform gewählt wurde. Prüfe anschließend die erzeugte Datei anhand des zuvor festgelegten Exportziels.

Quellen und Stand

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Häufige Fragen zu Maxqda Codesystem exportieren

Welche Datei entsteht beim Export eines MAXQDA-Codesystems?

Beim Export des im Projekt erstellten Codesystems entsteht eine Datei mit der Endung .mtr24.

Wofür lässt sich eine MTR24-Datei nutzen?

Die Datei kann in eine andere Projektdatei importiert werden, um dort mit dem erstellten Codesystem weiterzuarbeiten.

Was enthält das MAXQDA-Codebuch?

Das Codebuch gibt das Codesystem und alle Codedefinitionen als Word-Datei aus, sofern die Definitionen in Codememos eingetragen sind.

Welche Inhalte enthält eine exportierte Codeliste?

Die Codeliste enthält Codesystem, Memos und Häufigkeiten der Codezuweisungen und kann als Word- oder Excel-Datei ausgegeben werden.

Wie werden codierte Segmente exportiert?

Sie können im Smart Publisher für festgelegte Codes und Dokumente als Word-Datei ausgegeben oder aktiviert und über das Exportsymbol exportiert werden.

Können beim Segmentexport zusätzliche Inhalte ausgewählt werden?

Für abgerufene Segmente können unter anderem Memos, Kommentare und Variablen zur Ausgabe ausgewählt werden.

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