Konsekutiv Bedeutung: Definition und Herkunft

Benjamin LohrerFachlich geprüft von Benjamin Lohrer, Lektor bei korrektur.de · Stand: 1. Oktober 2026

Herkunft, Grammatik und Verwendung des Begriffs konsekutiv

Lesezeit ca. 6 Min. · aktualisiert: 14. Juni 2026 · zurück zum Blog

Konsekutiv Bedeutung steht für zeitlich folgend oder für die Kennzeichnung einer Folge. In der Grammatik bezeichnet der Begriff ein Verhältnis von Ursache und Folge, das beispielsweise mit sodass ausgedrückt werden kann. Beim Dolmetschen erfolgt die Übertragung nach einem Redeabschnitt. Ein konsekutiver Master baut auf einem ersten Hochschulabschluss auf. Diese Verwendungen teilen den Grundgedanken des Nachfolgens.

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Konsekutiv Bedeutung: Kurze Definition

Konsekutiv bedeutet zeitlich folgend oder die Folge kennzeichnend. Der Begriff kennzeichnet eine Reihenfolge und verweist in der Grammatik zusätzlich auf eine Folge oder Wirkung.

Als Substantiv kommt Konsekutivität vor. Häufig verwendet werden die Zusammensetzungen Konsekutivsatz und Konsekutivdolmetschen sowie die Bezeichnung konsekutiver Master.

Herkunft und Wortgeschichte im Detail

Der Ursprung des Begriffs liegt im Lateinischen consequi, das „nachfolgen“ oder „erreichen“ bedeutet. Das Wort setzt sich aus con und sequi („folgen“) zusammen. Genau diese Grundlage findet sich auch in den deutschen Wörtern Konsequenz, Sequenz und konsequent.

Die fachsprachlichen Verwendungen knüpfen an die Grundbedeutung des Nachfolgens an. Je nach Kontext kann konsekutiv eine zeitliche Folge oder eine Folgerelation bezeichnen.

In medizinischen Texten kann konsekutiv zusätzlich auftretende Folgeerscheinungen bezeichnen, die infolge eines vorherigen Prozesses entstehen.

Konsekutiv Bedeutung
Konsekutiv Bedeutung im Überblick.

Beispiele und Verwendung

Syntaktisches Muster: Es regnete stark, sodass die Straße überflutet wurde. Hier benennt der zweite Teil die resultierende Situation und bildet somit einen Konsekutivsatz.

Fachgebiet Dolmetschen: Die Rede wird konsekutiv gedolmetscht. Dabei kann der Dolmetscher eine spezielle Notizentechnik nutzen und gibt den Inhalt nach dem jeweiligen Abschnitt wieder. Das unterscheidet das Verfahren vom Simultandolmetschen.

Akademischer Sektor: Ein konsekutiver Masterstudiengang baut auf einem ersten Hochschulabschluss auf. Welche fachliche Nähe verlangt wird, regelt die jeweilige Zulassungsordnung. Weiterbildende Masterstudiengänge setzen in der Regel Berufserfahrung voraus.

Passende Synonyme und Alternativen

Um die Folge auszudrücken, eignen sich folgend, nachfolgend und anschließend. Diese Vokabeln beschreiben rein die zeitliche Abfolge, ohne einen besonderen fachsprachlichen Charakter zu besitzen.

Die Begriffe Zusammenhang, ursächlich und daraus folgend betreffen unterschiedliche Seiten eines Ursache-Folge-Verhältnisses. Ein Konsekutivsatz gibt die Folge an, ein Kausalsatz den Grund.

Zur Beschreibung der Reihenfolge eignen sich aufeinanderfolgend und in Folge. In der Statistik kann konsekutiv bedeuten, dass Fälle nacheinander erfasst werden.

Die richtige Verwendung und häufige Verwechslungen

Von großer syntaktischer Relevanz ist die Unterscheidung zwischen konsekutiv und kausal. Konsekutive Nebensätze bezeichnen die Folge, beispielsweise mit sodass oder so dass; Kausalsätze nennen den Grund, etwa mit weil oder da.

Zur Interpunktion: Vor sodass steht ein Komma. Bei der Wortgruppe so... dass steht das Komma vor dass, zum Beispiel: Es regnete so stark, dass die Straße überflutet wurde. Sodass und so dass sind zulässige Schreibweisen; der Duden empfiehlt sodass.

Der Konsekutivsatz ist vom Finalsatz abzugrenzen. Ein Finalsatz nennt den Zweck und kann etwa mit damit oder durch eine um-zu-Infinitivgruppe ausgedrückt werden. Eine Folge tritt ein, während ein Zweck beabsichtigt wird.

Beim Dolmetschen ist der Unterschied zum Simultanmodus praktisch erheblich. Konsekutivdolmetschen benötigt für Redeabschnitte etwa die doppelte Zeit und meist keine Dolmetschkabine. Der konkrete Personal- und Technikbedarf hängt von Inhalt, Dauer und Rahmen der Veranstaltung ab.

Ob ein Masterstudiengang als konsekutiv oder weiterbildend eingeordnet wird, ergibt sich aus seinem Konzept und den Zulassungsvoraussetzungen. Weiterbildende Masterstudiengänge setzen in der Regel Berufserfahrung voraus; Gebühren und weitere Anforderungen sind je nach Hochschule und Studiengang zu prüfen.

Konsekutiv Bedeutung

Konsekutivsätze im eigenen Text

In wissenschaftlichen Schriften stellen Folgesätze einen Zusammenhang als Folge dar. Der Satz, die Frist sei kurz gewesen, sodass nur wenige teilnahmen, behauptet einen solchen Zusammenhang.

Vorsicht ist geboten, wenn die Folge nicht belegt ist. Ein Konsekutivsatz unterstellt einen Zusammenhang, und in Ergebnisteilen sollte er deshalb nur stehen, wenn die Daten ihn tragen.

Stilistisch lohnt der Blick auf die Länge. Konsekutivsätze werden schnell lang, weil sie zwei vollständige Aussagen verbinden. Zwei kürzere Sätze mit einem Bindewort dazwischen sind oft leichter zu lesen.

Eine typische Fehlerquelle ist die Wortstellung nach sodass. Als Nebensatzkonjunktion verlangt sodass das konjugierte Verb am Satzende: sodass die Straße überflutet wurde. Die Formulierung „sodass wurde die Straße überflutet“ hat keine korrekte Nebensatzstellung.

Bei der Wortgruppe so... dass kann das so das Ausmaß hervorheben. Der Satz „Es regnete so stark, dass die Straße überflutet wurde“ betont die Stärke des Regens; sodass kann dagegen die Folge ohne ein solches Bezugswort einleiten.

Gerade in Ergebniskapiteln empfiehlt sich oft die differenzierte Variante: zwei isolierte Sätze plus Hinweis auf den Bezug. Damit trennt man die reine Feststellung von ihrer Interpretation, die später im Diskussionsteil ihren Platz findet.

Fazit: Konsekutiv Bedeutung auf den Punkt gebracht

Mit dem Adjektiv bezeichnet man etwas, das nachkommt oder in einer Reihe folgt. Es geht auf das lateinische consequi (nachfolgen) zurück, aus dem auch Konsequenz und Sequenz hervorgegangen sind.

Sprachwissenschaftlich grenzt man den Konsekutivsatz, der eine Folge bezeichnet, vom Kausalsatz ab, der einen Grund nennt. Beim Dolmetschen bedeutet konsekutiv zeitversetzt, im akademischen Kontext auf einem ersten Hochschulabschluss aufbauend.

Nahestehende Begriffe zur Abgrenzung: kausal bezeichnet einen Grund, Implikation eine logische Folgerelation und sukzessive eine schrittweise Abfolge.

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Stand: 1. Oktober 2026

korrektur.de. (2026, 1. Oktober). Konsekutiv Bedeutung: Definition, Grammatik und Verwendung. korrektur.de. https://korrektur.de/konsekutiv-bedeutung

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Häufige Fragen zu Konsekutiv Bedeutung

Was bedeutet konsekutiv?

Beschreibt entweder eine zeitliche Abfolge oder die Folge eines Vorgangs. Ein Konsekutivsatz bezeichnet grammatisch die Folge einer Handlung.

Was ist ein Konsekutivsatz?

Ein Nebensatz, der die Folge angibt und meist mit sodass eingeleitet wird. Vor sodass steht ein Komma.

Was ist konsekutives Dolmetschen?

Die Übertragung erfolgt nach einem Redeabschnitt statt gleichzeitig. Dafür ist meist keine Dolmetschkabine nötig; für die Redeabschnitte sollte etwa die doppelte Zeit eingeplant werden.

Was ist ein konsekutiver Master?

Ein konsekutiver Master ist ein Masterstudiengang, der auf einem ersten Hochschulabschluss aufbaut. Weiterbildende Masterstudiengänge setzen in der Regel Berufserfahrung voraus; die genauen Zugangsvoraussetzungen legt die Hochschule fest.

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