Konsekutiv Bedeutung: Definition und Herkunft

Herkunft, Grammatik und Verwendung des Begriffs konsekutiv

Lesezeit ca. 6 Min. · aktualisiert: 14. Juni 2026 · zurück zum Blog

Die Konsekutiv Bedeutung lautet: die Folge betreffend, aufeinanderfolgend. In der Grammatik bezeichnet der Konsekutivsatz die Folge einer Handlung und wird meist mit sodass eingeleitet. Im Dolmetschen meint konsekutiv die Übertragung nach dem Redeabschnitt statt gleichzeitig. Und im Hochschulwesen ist ein konsekutiver Master einer, der inhaltlich auf dem Bachelor aufbaut. Drei Felder, ein gemeinsamer Kern: das Nacheinander.

Konsekutiv Bedeutung: Kurze Definition

Konsekutiv heißt aufeinanderfolgend oder die Folge betreffend. Es beschreibt eine Reihenfolge und in der Grammatik zusätzlich ein Verhältnis von Ursache und Wirkung.

Das zugehörige Substantiv ist die Konsekutivität, gebräuchlicher sind jedoch die Fügungen Konsekutivsatz, Konsekutivdolmetschen und konsekutiver Master.

Herkunft und Wortgeschichte im Detail

Das Wort geht auf das lateinische consequi zurück, also nachfolgen und erreichen, aus con und sequi für folgen. Dieselbe Wurzel steckt in Konsequenz, Sequenz und Konsequent.

Die Grundbedeutung des Nachfolgens erklärt alle heutigen Verwendungen. Was konsekutiv ist, kommt danach und ergibt sich daraus.

In der Medizin bezeichnet konsekutiv zusätzlich eine Folgeerscheinung: Eine konsekutive Störung tritt als Folge einer anderen auf, nicht als eigenständiges Krankheitsbild.

Konsekutiv Bedeutung
Konsekutiv Bedeutung im Überblick.

Beispiele und Verwendung

In der Grammatik: Es regnete so stark, sodass die Straße überflutet wurde. Der zweite Teil nennt die Folge und ist ein Konsekutivsatz.

Beim Dolmetschen: Die Rede wird konsekutiv gedolmetscht. Der Dolmetscher notiert und überträgt nach dem Abschnitt, im Unterschied zum Simultandolmetschen.

Im Studium: Ein konsekutiver Masterstudiengang. Er baut fachlich auf dem Bachelor auf, im Unterschied zum weiterbildenden Master, der Berufserfahrung voraussetzt.

Synonyme und passende Alternativen

Für die Folge stehen folgend, nachfolgend und anschließend bereit. Sie beschreiben die Reihenfolge ohne Fachbezug.

Für den Zusammenhang passen ursächlich und daraus folgend. Achtung: Ein Konsekutivsatz nennt die Folge, ein Kausalsatz den Grund, und das ist die umgekehrte Blickrichtung.

Für die Reihenfolge eignen sich aufeinanderfolgend und in Folge. In Fachtexten der Statistik ist konsekutiv gebräuchlich für hintereinander erhobene Fälle.

Richtige Verwendung und häufige Verwechslungen

In der Grammatik ist die Unterscheidung von konsekutiv und kausal grundlegend. Der Kausalsatz nennt den Grund und wird mit weil oder da eingeleitet, der Konsekutivsatz die Folge und wird mit sodass eingeleitet. Dieselbe Sache lässt sich also von zwei Seiten beschreiben.

Zur Zeichensetzung: Vor sodass steht ein Komma. Bei der getrennten Form so, dass steht das Komma zwischen den beiden Teilen, und diese Variante betont das so stärker. Beide Schreibungen sind zulässig, aber die Kommasetzung unterscheidet sich.

Zu unterscheiden ist der Konsekutivsatz vom Finalsatz. Der Finalsatz nennt den Zweck und wird mit damit oder um zu eingeleitet. Der Unterschied ist die Absicht: Eine Folge tritt ein, ein Zweck wird verfolgt.

Beim Dolmetschen ist der Unterschied zum Simultanmodus praktisch erheblich. Konsekutiv verdoppelt etwa die Zeit einer Veranstaltung, braucht aber keine Technik und erlaubt genauere Übertragung. Simultan spart Zeit und verlangt Kabine, Technik und meist zwei Personen im Wechsel.

Im Hochschulwesen entscheidet die Einordnung als konsekutiv oder weiterbildend über Zugangsvoraussetzungen und Gebühren. Konsekutive Master an staatlichen Hochschulen sind in der Regel gebührenfrei, weiterbildende nicht.

Konsekutiv Bedeutung

Konsekutivsätze im eigenen Text

In Fachtexten sind Folgesätze nützlich, weil sie einen Zusammenhang zeigen, ohne ihn zu behaupten. Der Satz, die Frist sei kurz gewesen, sodass nur wenige teilnahmen, benennt eine beobachtete Folge.

Vorsicht ist geboten, wenn die Folge nicht belegt ist. Ein Konsekutivsatz unterstellt einen Zusammenhang, und in Ergebnisteilen sollte er deshalb nur stehen, wenn die Daten ihn tragen.

Stilistisch lohnt der Blick auf die Länge. Konsekutivsätze werden schnell lang, weil sie zwei vollständige Aussagen verbinden. Zwei kürzere Sätze mit einem Bindewort dazwischen sind oft leichter zu lesen.

Eine typische Fehlerquelle ist die Wortstellung nach sodass. Es leitet einen Nebensatz ein, deshalb steht das gebeugte Verb am Ende: sodass die Straße überflutet wurde. Die Hauptsatzstellung sodass wurde die Straße überflutet ist falsch.

Bei der getrennten Schreibung so, dass verschiebt sich die Betonung auf das so und damit auf das Ausmaß. Der Satz, es regnete so stark, dass die Straße überflutet wurde, hebt die Stärke des Regens hervor, während sodass allein die Folge nennt.

Für Ergebnisteile ist die vorsichtigere Form oft besser: zwei getrennte Sätze mit einer Angabe zum Zusammenhang. Damit steht die Beobachtung für sich, und die Deutung bleibt der Diskussion vorbehalten.

Fazit: Konsekutiv Bedeutung auf den Punkt gebracht

Konsekutiv heißt die Folge betreffend und aufeinanderfolgend. Das Wort kommt vom lateinischen consequi für nachfolgen, wie auch Konsequenz und Sequenz.

In der Grammatik nennt der Konsekutivsatz mit sodass die Folge, der Kausalsatz mit weil den Grund. Beim Dolmetschen bedeutet konsekutiv nacheinander, im Studium aufbauend.

Verwandte Begriffe für Folge und Reihenfolge kausal, Implikation und sukzessive.

Satzverbindungen, die den Zusammenhang zeigen: Unser Lektorat prüft Grammatik und Aufbau.

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Häufige Fragen zu Konsekutiv Bedeutung

Was bedeutet konsekutiv?

Aufeinanderfolgend oder die Folge betreffend. In der Grammatik nennt der Konsekutivsatz die Folge einer Handlung.

Was ist ein Konsekutivsatz?

Ein Nebensatz, der die Folge angibt und meist mit sodass eingeleitet wird. Vor sodass steht ein Komma.

Was ist konsekutives Dolmetschen?

Die Übertragung nach dem Redeabschnitt statt gleichzeitig. Sie braucht keine Technik, verdoppelt aber etwa die Dauer der Veranstaltung.

Was ist ein konsekutiver Master?

Ein Masterstudiengang, der fachlich auf dem Bachelor aufbaut. Weiterbildende Master setzen dagegen Berufserfahrung voraus.

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