Hommage verstehen: Bedeutung und Verwendung
Hommage: Bedeutung, Herkunft und Beispiele
Hommage ist ein Substantiv für eine Huldigung durch ein Werk, eine Veranstaltung oder eine Darbietung. Hier folgen die belegte Bedeutung, grammatische Angaben, Herkunft, Beispiele und ein kurzer Passungstest.
Was bedeutet Hommage?
Eine Hommage ist eine Veranstaltung, ein Werk oder eine Darbietung als Huldigung für einen Menschen, besonders für einen Künstler. Das Wort ist ein Substantiv und wird im bildungssprachlichen Gebrauch verwendet. Die belegte Bedeutung lautet: Huldigung durch ein Werk, eine Veranstaltung oder eine Darbietung, meist für eine Künstlerin oder einen Künstler.
Damit bezeichnet Hommage nicht jede Form von Anerkennung. Der Ausdruck benennt hier eine Huldigung, die durch ein Werk, eine Veranstaltung oder eine Darbietung erfolgt. Diese drei Formen stehen im Mittelpunkt der Erklärung. Ein Werk kann dabei als künstlerische Gestaltung genannt werden; eine Veranstaltung oder Darbietung bildet jeweils die andere im Wörterbucheintrag genannte Form. Eine zusätzliche Bedeutung wird hier nicht angesetzt.
Für die Wortverwendung genügt zunächst eine einfache Frage: Wird ein Mensch durch ein Werk, eine Veranstaltung oder eine Darbietung gehuldigt? Wenn die Antwort ja lautet, lässt sich die belegte Bedeutung prüfen. Der Ausdruck steht dabei im bildungssprachlichen Register. Für eine genaue Einordnung können Sie die Wortarten im Überblick nachschlagen. Dort lässt sich die Angabe Substantiv mit anderen Wortarten vergleichen.
Die Kurzform lautet daher: Hommage bezeichnet eine bildungssprachliche Huldigung durch ein Werk, eine Veranstaltung oder eine Darbietung, meist für eine Künstlerin oder einen Künstler. Diese Formulierung hält die im Wörterbucheintrag genannten Merkmale zusammen und ergänzt keine weitere Bedeutung.

Wortart, Formen und Herkunft
Hommage ist ein Substantiv des Femininums. Der bestimmte Artikel lautet „die“: die Hommage. Der Genitiv Singular lautet „der Hommage“, der Nominativ Plural „die Hommagen“. Diese Formen sind für die Verwendung im Satz die wichtigsten grammatischen Angaben. Eine Steigerungsform ist bei einem Substantiv nicht anzugeben.
Die Worttrennung wird als „Hom|mage“ angegeben. Zur Aussprache nennt der Duden eine Lautschrift, die ungefähr „omaasch“ entspricht. Für Österreich wird ein anderer Auslaut angegeben. Diese Ausspracheangabe beschreibt, wie das Wort gesprochen wird. Sie dient hier nicht als Bewertung einer anderen Aussprache.
Zur Herkunft wird das Wort auf das Französische „hommage“ zurückgeführt. Im Französischen steht dazu „homme“; als weitere Herkunftsstufe wird das lateinische „homo“ genannt. Mehr lässt sich aus den vorliegenden Angaben nicht ableiten. Eine ausführliche historische Entwicklung wird hier deshalb nicht ergänzt.
Beim Beugen hilft ein Blick auf die belegten Formen: Im Singular steht „die Hommage“, im Genitiv „der Hommage“, und im Plural steht „die Hommagen“. Wer weitere Beispiele zur Formenbildung sucht, kann Fremdwörter deklinieren nachschlagen. Für die Herkunft verwandter Lehnwörter bietet die Seite Fremdwörter aus dem Französischen einen passenden weiteren Suchweg. Beide Hinweise ersetzen nicht die konkrete Prüfung der hier genannten Formen.
Bedeutung, Register und Beispiele
Hommage steht im bildungssprachlichen Gebrauch für eine Huldigung. Diese kann die Form eines Werks, einer Veranstaltung oder einer Darbietung haben. Gemeint ist dabei ein Mensch; in der Wörterbucherklärung werden besonders Künstlerinnen und Künstler genannt.
Werk, Veranstaltung und Darbietung beschreiben somit drei mögliche Formen derselben Bedeutung. Sie sind keine verschiedenen Bedeutungen des Wortes. Die folgende Tabelle trennt diese Einordnung von den Wörterbuchbelegen: Die Beispiele zeigen die Verwendung von Hommage, ordnen aber keine bestimmte Form der Huldigung zu.
| Bedeutung | Kontext | Beispiel |
|---|---|---|
| Huldigung in Form eines Werks, einer Veranstaltung oder einer Darbietung | bildungssprachlich; für einen Menschen, besonders für eine Künstlerin oder einen Künstler | „eine Hommage auf Nobelpreisträger Günter Grass“ |
| Dieselbe Bedeutung | bildungssprachlich; die Form bleibt im Beispiel offen | „Hommage à (für) Miró“ |
Das erste Duden-Beispiel enthält die Präposition „auf“. Im zweiten erscheint „à (für)“. Beide Belege machen die Wortverwendung sichtbar; aus ihnen folgt nicht, ob im einzelnen Fall ein Werk, eine Veranstaltung oder eine Darbietung gemeint ist.
Für weitere französische Lehnwörter können Sie die Fremdwörterliste verwenden. Ein Fremdwörterbuch ist ebenfalls ein geeigneter Ort, wenn Sie ein einzelnes Wort nachschlagen möchten. Bei Hommage hilft es, im Satz zu prüfen, ob eine Huldigung durch ein Werk, eine Veranstaltung oder eine Darbietung gemeint ist.
Hommage, Ehrung und Lob unterscheiden
Hommage bezeichnet eine Huldigung durch ein Werk, eine Veranstaltung oder eine Darbietung. Ehrung und Lob stehen als allgemeinere Wörter daneben. Der Unterschied liegt deshalb in der jeweils bezeichneten Form: Bei Hommage wird die Huldigung über ein Werk, eine Veranstaltung oder eine Darbietung benannt. Ehrung und Lob können im Vergleich als allgemeinere Ausdrücke verwendet werden, ohne diese Form der Huldigung ausdrücklich zu nennen.
Als bedeutungsverwandte Ausdrücke werden Ehrenbezeigung, Ehrenbezeugung, Ehrung, Huldigung und Würdigung genannt. Diese Wörter können dort geprüft werden, wo ein Text eine passende Bezeichnung für Anerkennung oder Huldigung braucht. Hommage passt, wenn die im Wörterbucheintrag genannte Form der Huldigung gemeint ist. Ehrung oder Würdigung können als Ersatzprobe dienen, wenn der Satz nicht ausdrücklich ein Werk, eine Veranstaltung oder eine Darbietung bezeichnet.
Die Ersatzprobe ist keine neue Definition. Sie hilft nur bei der Entscheidung zwischen belegten Wörtern. Setzen Sie zunächst „Ehrung“, „Huldigung“ oder „Würdigung“ ein und prüfen Sie, ob der beabsichtigte Sinn erhalten bleibt. Wenn gerade die Huldigung durch ein Werk, eine Veranstaltung oder eine Darbietung gemeint ist, prüfen Sie anschließend Hommage.
Weitere passende Ersatzwörter können Sie über Synonyme finden suchen. Die dort gefundene Auswahl muss anschließend an der belegten Bedeutung geprüft werden. Vermeiden Sie zusätzliche Bedeutungen oder selbst gebildete Synonyme. Für diesen Artikel bleiben die genannten Ausdrücke die maßgebliche Vergleichsgruppe.
Belegte und eigene Beispielsätze
Vor eigenen Formulierungen stehen vier belegte Beispiele. Duden nennt „eine Hommage auf Nobelpreisträger Günter Grass“ und „Hommage à (für) Miró“. Das DWDS führt außerdem „die schönste Hommage, die ein Mann seiner großmütigen Frau widmen kann“ sowie „heißt das Buch dann auch Hommage à Caspar David Friedrich“ an. Diese Belege zeigen Hommage als Huldigung.
- Eigenes Beispiel: „Die Ausstellung ist eine Hommage auf die Malerin.“ Bedeutung: Die Veranstaltung würdigt einen Menschen.
- Eigenes Beispiel: „Der Film ist eine Hommage auf den Regisseur.“ Bedeutung: Das Werk dient als Huldigung.
- Eigenes Beispiel: „Der Konzertabend ist eine Hommage auf den Komponisten.“ Bedeutung: Die Darbietung ist als Huldigung gemeint.
Ein häufiger Fehler betrifft das Geschlecht des Wortes: Es heißt die Hommage, nicht „der Hommage“ oder „das Hommage“. Im Plural lautet die Form „die Hommagen“.
Bei der Präposition zeigen die Duden-Beispiele verschiedene Muster: „eine Hommage auf Nobelpreisträger Günter Grass“ sowie „Hommage à (für) Miró“. Diese Beispiele helfen dabei, die Formulierung im eigenen Satz an einem belegten Muster auszurichten.
Als Stichwort für einen eigenen Vergleich ähnlicher Wörter: Fremdwörterliste. Bei den eigenen Sätzen bleibt die Bedeutung gleich: Ein Werk, eine Veranstaltung oder eine Darbietung ist als Huldigung für einen Menschen gedacht.

Kurzer Passungstest
Prüfen Sie Hommage in dieser Reihenfolge. Erstens: Welche Bedeutung ist gemeint? Suchen Sie nach einer Huldigung durch ein Werk, eine Veranstaltung oder eine Darbietung. Zweitens: Welche Wortart wird gebraucht? Hommage ist ein Substantiv. Drittens: Welcher Kontext liegt vor? Die belegte Einordnung lautet bildungssprachlich.
Danach folgt die Ersatzprobe. Setzen Sie ein belegtes verwandtes Wort ein, zum Beispiel Ehrung, Huldigung oder Würdigung. Prüfen Sie, ob der Satz seinen beabsichtigten Sinn behält. Wenn die Huldigung ausdrücklich durch ein Werk, eine Veranstaltung oder eine Darbietung erfolgt, prüfen Sie erneut, ob Hommage die passende Bezeichnung ist.
Bei Zweifeln können Sie die einfachere deutsche Entsprechung wählen, sofern sie für den gemeinten Sinn belegt ist. Zur Prüfung von Hommage gehören außerdem die Formen „die Hommage“, „der Hommage“ und „die Hommagen“. Bei Beispielen mit einer Präposition vergleichen Sie die beiden belegten Muster „auf“ und „à“ aus den Wörterbuchbeispielen.
Zum Schluss lesen Sie den ganzen Satz noch einmal. Die Bedeutung muss zur Huldigung passen, die Wortart muss als Substantiv verwendet werden, und der Kontext darf der bildungssprachlichen Einordnung nicht widersprechen. Für weitere Nachschläge können Sie das Fremdwörterbuch oder die Wortarten im Überblick verwenden.
Quellen und Stand
- Duden: Rechtschreibung, Bedeutung, Definition, Herkunft zu Hommage: www.duden.de (geprüft am 2026-09-13)
- DWDS: Wörterbucheintrag Hommage (Bedeutung, Synonyme, Beispiele): www.dwds.de (geprüft am 2026-09-13)