Zitierfehler: Zahlen und Rangfolge in Abschlussarbeiten

Benjamin LohrerFachlich geprüft von Benjamin Lohrer, Lektor bei korrektur.de · Stand: 5. November 2026
251Arbeiten mit Autor-Jahr-Belegen
mind. 0,22nie zitierte Einträge je 1.000 Wörter
mind. 0,12abweichendes Belegjahr je 1.000 Wörter

Bereinigte Untergrenze je 1.000 Wörter

Eintrag nie zitiert
0,22
Jahr weicht ab
0,12

Bereinigte Untergrenze je 1.000 Wörter

Tabelle: Fehlerart, mindestens je 1.000 Wörter, Bereich, Trefferquote (Bereich)
Fehlerartmindestens je 1.000 WörterBereichTrefferquote (Bereich)
Verzeichnis­eintrag, der im Text nie belegt wird0,220,20 bis 0,2475,8 % (67,4 bis 82,6)
Belegjahr weicht vom Verzeichnis ab0,120,11 bis 0,1381,7 % (73,8 bis 87,6)

Arten ohne Zahl: nur Rang und Trefferquote

Tabelle: Fehlerart, Rang bei den Meldungen, Trefferquote (Bereich), Urteile
FehlerartRang bei den MeldungenTrefferquote (Bereich)Urteile
Beleg im Text ohne Verzeichnis­eintrag1 von 441,7 % (33,2 bis 50,6)120
wörtliches Zitat ohne Seitenangabe4 von 440,0 % (28,6 bis 52,6)60

Zitierfehler: Belege und Literaturverzeichnis

Lesezeit ca. 5 Min. · zuletzt aktualisiert: 5. November 2026 · Alle Seiten zu Zitierweisen

In 251 offenen Abschlussarbeiten mit Autor-Jahr-Belegen und einem Literaturverzeichnis ab 10 Einträgen (1.224.085 Wörter, 7 Hochschulquellen, Entstehungsjahre 2006 bis 2026) treten nach der eigenen Auswertung von korrektur.de (Stand 5. November 2026) bereinigt mindestens 0,22 nie im Text belegte Verzeichniseinträge je 1.000 Wörter (Bereich 0,20 bis 0,24) und mindestens 0,12 Belege mit abweichendem Jahr je 1.000 Wörter (Bereich 0,11 bis 0,13) auf. Diese Teilmenge entstammt dem Gesamtkorpus aus 950 offenen Abschlussarbeiten (4.712.082 Wörter, 8 Hochschulquellen, Entstehungsjahre 2003 bis 2026, keine Kundentexte), wobei die Werte für die häufigste Zitierfehler-Statistik ausschließlich an den 251 Arbeiten mit Autor-Jahr-Belegen gemessen wurden.

Was ist die Kernzahl, in einem Satz?

Nach der eigenen Auswertung von korrektur.de (Stand 5. November 2026) an einer Teilmenge von 251 offenen Abschlussarbeiten mit Autor-Jahr-Belegen und einem Literaturverzeichnis ab 10 Einträgen (1.224.085 Wörter aus 7 Hochschulquellen der Entstehungsjahre 2006 bis 2026) tritt ein im Text nie belegter Verzeichniseintrag bereinigt mit mindestens 0,22 Fehlern pro 1.000 Wörter auf (Bereich 0,20 bis 0,24), was mindestens etwa 269 Stellen in diesen 251 Arbeiten entspricht (Bereich 239 bis 293). Als zweiter bezifferbarer Befund erreicht ein vom Verzeichnis abweichendes Belegjahr bereinigt mindestens 0,12 Fehler pro 1.000 Wörter (Bereich 0,11 bis 0,13) oder mindestens etwa 143 Stellen (Bereich 129 bis 153), während Belege im Text ohne Verzeichniseintrag auf Rang 1 von 4 bei den gefilterten Meldungen liegen, wegen einer Trefferquote unter dem Grenzwert von 70 Prozent aber ohne Fehlerzahl bleiben. Sämtliche Zahlen für die häufigste Zitierfehler-Statistik bilden bereinigte Untergrenzen für die untersuchten 251 Arbeiten aus dem Gesamtkorpus und lassen sich weder auf andere Zitierstile übertragen noch auf alle Abschlussarbeiten hochrechnen.

Häufigste Zitierfehler: Kennzahlen im Überblick

Auf welcher Basis gelten die Zahlen?

Die Datengrundlage für alle Auswertungen zu Zitierfehlern umfasst genau 251 offene Abschlussarbeiten, die im Text mit Autor-Jahr-Belegen arbeiten und ein Literaturverzeichnis ab 10 Einträgen besitzen. Zusammen zählen diese 251 Schriften 1.224.085 Wörter, stammen aus 7 Hochschulquellen und verteilen sich auf die Entstehungsjahre 2006 bis 2026. Bei allen untersuchten Dokumenten handelt es sich um frei zugängliche Hochschulschriften und ausdrücklich um keine Kundentexte. Wenn du vorab verschiedene Zitierweisen im Überblick prüfst, gleichst du ab, ob deine Arbeit ebenfalls mit solchen Kurzbelegen aus Verfassername und Jahr im Text arbeitet.

Ausgewählt wurden diese 251 Arbeiten als Teilmenge aus dem Gesamtkorpus. Das Gesamtkorpus umfasst 950 offene Abschlussarbeiten mit zusammen 4.712.082 Wörtern aus 8 Hochschulquellen und den Entstehungsjahren 2003 bis 2026; auch im Gesamtkorpus befinden sich keine Kundentexte. Die 8 Hochschulquellen sowie die Zeitspanne von 2003 bis 2026 beschreiben ausschließlich dieses Gesamtkorpus als Auswahlmenge. Gemessen wurden die häufigsten Zitierfehler jedoch allein an der Teilmenge der 251 Arbeiten aus 7 Hochschulquellen der Jahre 2006 bis 2026. Ergänzend steht die Statistik zu Zitierstilen als eigenes Thema für sich, ohne dass deren Angaben mit dieser Teilmenge aus 251 Arbeiten vermischt werden dürfen.

Wegen dieser klar abgegrenzten Auswahlmenge darfst du die Befunde nicht auf sämtliche Abschlussarbeiten oder Studierende hochrechnen. Ebenso wenig lassen sich die Werte auf andere Zitierstile übertragen, etwa auf Nummernstile oder auf die deutsche Zitierweise mit Fußnoten. Die Messung greift ausschließlich dort, wo Kurzbelege mit Verfassername und Jahreszahl im Fließtext einem Literaturverzeichnis ab 10 Einträgen gegenüberstehen.

Welche Zitierfehler lassen sich beziffern?

Zwei der vier untersuchten Fehlerarten erreichen in der Stichprobenprüfung eine Trefferquote von mindestens 70 Prozent bei jeweils 120 Einzelurteilen und lassen sich deshalb mit einer belastbaren Untergrenze beziffern. Den höchsten bereinigten Wert weist ein Eintrag im Literaturverzeichnis auf, der im gesamten Fließtext nie belegt wird: Hier liegen bereinigt mindestens 0,22 Fehler auf 1.000 Wörter vor (Bereich 0,20 bis 0,24). Bezogen auf das Textvolumen von 1.224.085 Wörtern in den 251 Arbeiten sind das mindestens etwa 269 Stellen (Bereich 239 bis 293). Die Trefferquote für diesen Fehlertyp beträgt 75,8 Prozent (Bereich 67,4 bis 82,6) auf Basis von 120 Urteilen. Als frei erfundenes Muster steht etwa der Eintrag Berger, Julia (2019): Methoden der Sozialforschung, Köln. im Verzeichnis, während im gesamten Text kein einziger Kurzbeleg auf Berger (2019) verweist. Wenn du selbst ein Literaturverzeichnis erstellen und kontrollieren willst, prüfst du für jeden dort eingetragenen Titel einzeln, ob im Fließtext mindestens ein passender Kurzbeleg vorhanden ist.

An zweiter Stelle der bezifferbaren Kategorien steht der Fall, dass das Belegjahr im Text vom Verzeichnis abweicht. Das Jahr weicht ab heißt in dieser Auswertung genau: Es gibt im Literaturverzeichnis keinen Eintrag desselben Verfassers mit dem im Text genannten Belegjahr. Für diese Abweichung ergibt die Auswertung bereinigt mindestens 0,12 Fehler auf 1.000 Wörter (Bereich 0,11 bis 0,13), was in den 251 Abschlussarbeiten mindestens etwa 143 Stellen ausmacht (Bereich 129 bis 153). Auf Basis von 120 Einzelurteilen liegt die Trefferquote hier bei 81,7 Prozent (Bereich 73,8 bis 87,6). Ein frei erfundenes Muster verdeutlicht das Prinzip: Im Text steht der Kurzbeleg (vgl. Kramer 2018, S. 44), doch die zugehörige Literaturangabe im Verzeichnis lautet auf Kramer (2016), und ein Werk von Kramer aus dem Jahr 2018 existiert dort nicht.

Vor der Bereinigung gab das Verfahren bei 39,4 Prozent der 251 Arbeiten mindestens eine Meldung über einen nie zitierten Verzeichniseintrag aus. Bei 38,6 Prozent der 251 Arbeiten meldete der Abgleich vor der Bereinigung mindestens ein abweichendes Belegjahr. Diese beiden Prozentwerte beschreiben ausdrücklich nur den Anteil der Arbeiten mit mindestens einer Meldung vor der Bereinigung und dürfen nicht als Anteil fehlerhafter Arbeiten gelesen werden, weil nicht jede rohe Meldung einen echten Zitierfehler darstellt.

Tabelle: Fehlerart, Bereinigte Fehler je 1.000 Wörter (Bereich), Bereinigte Stellen in 251 Arbeiten (Bereich), Trefferquote in Prozent (Bereich)
FehlerartBereinigte Fehler je 1.000 Wörter (Bereich)Bereinigte Stellen in 251 Arbeiten (Bereich)Trefferquote in Prozent (Bereich)Geprüfte Urteile
Verzeichnis­eintrag, der im Text nie belegt wirdmindestens 0,22 (Bereich 0,20 bis 0,24)mindestens etwa 269 (Bereich 239 bis 293)75,8 Prozent (Bereich 67,4 bis 82,6)120
Belegjahr weicht vom Verzeichnis ab (kein Eintrag desselben Verfassers mit dem Belegjahr)mindestens 0,12 (Bereich 0,11 bis 0,13)mindestens etwa 143 (Bereich 129 bis 153)81,7 Prozent (Bereich 73,8 bis 87,6)120

Und Beleg ohne Eintrag und Direktzitat ohne Seite?

Für zwei weitere in den 251 Abschlussarbeiten geprüfte Kategorien weist die Auswertung lediglich den Status einer Rangfolge aus und nennt bewusst keine bereinigte Fehlerzahl. Ein Beleg im Text ohne Eintrag im Literaturverzeichnis steht unter den vier untersuchten Arten zwar auf Rang 1 von 4 nach der Anzahl gefilterter Meldungen, womit an dieser Stelle ausschließlich die Reihenfolge vor der Bereinigung benannt ist. In der anschließend geprüften Zufallsstichprobe aus 120 Einzelurteilen erreichte die Trefferquote jedoch nur 41,7 Prozent bestätigter Treffer (Bereich 33,2 bis 50,6); in dieser Stichprobe war somit mehr als die Hälfte der gemeldeten Stellen kein echter Fehler. Weil dieser Wert deutlich unter dem festgelegten Grenzwert von 70 Prozent bleibt, wird dafür keine Fehlerzahl je 1.000 Wörter ausgewiesen. Als frei erfundenes Muster lässt sich ein Kurzbeleg wie (vgl. Lindner 2021, S. 12) im Fließtext denken, zu dem im Literaturverzeichnis der Arbeit kein passender Eintrag unter dem Namen Lindner verzeichnet ist.

Ebenfalls ausschließlich mit seinem Rangplatz wird das wörtliche Zitat ohne Seitenangabe geführt. Es belegt unter den gefilterten Meldungen Rang 4 von 4, was wiederum nur die reine Reihenfolge innerhalb der vier Meldungsarten angibt. In der Zufallsstichprobe aus 60 geprüften Einzelurteilen lag die Trefferquote für das Direktzitat ohne Seite bei 40,0 Prozent bestätigter Treffer (Bereich 28,6 bis 52,6); auch in dieser Prüfung erwies sich mehr als die Hälfte der Meldungen als kein Fehler. Hinzu kommt hier ein zweiter Ausschlussgrund: Für das wörtliche Zitat ohne Seitenangabe liegen insgesamt nur 60 Urteile vor, also ausdrücklich weniger als die mindestens 100 Urteile, die nach den Regeln der Auswertung für eine belastbare Fehlerzahl nötig wären. Ein frei erfundenes Muster für eine solche Stelle ist ein Satz mit einer in Anführungszeichen gesetzten Textpassage und dem bloßen Kurzbeleg (Schubert 2020) ohne jede Angabe einer Seitenzahl.

Der Verzicht auf konkrete Fehlerwerte bei diesen beiden Kategorien folgt einer verbindlichen methodischen Schwelle: Sobald die Trefferquote in der Stichprobe unter dem Grenzwert von 70 Prozent liegt oder die Gesamtzahl der Einzelurteile unter 100 bleibt, ist lediglich die Reihenfolge der gefilterten Meldungen belastbar, während eine berechnete Fehlerzahl geraten wäre. Aus diesem Grund weist die Untersuchung für Rang 1 und Rang 4 weder unbereinigte Meldungszahlen noch aus Quote und Meldungen berechnete Fehlerwerte je 1.000 Wörter aus, während für den nie belegten Verzeichniseintrag und das abweichende Belegjahr dank jeweils 120 geprüfter Urteile und Trefferquoten über 70 Prozent bereinigte Untergrenzen vorliegen.

Tabelle: Geprüfte Fehlerart, Status bei den gefilterten Meldungen, Geprüfte Einzelurteile, Trefferquote in der Stichprobe (Bereich)
Geprüfte FehlerartStatus bei den gefilterten MeldungenGeprüfte EinzelurteileTrefferquote in der Stichprobe (Bereich)Grund für den Verzicht auf eine Fehlerzahl
Beleg im Text ohne Eintrag im VerzeichnisRang 1 von 4 (nur Reihenfolge)120 beurteilte Stellen41,7 Prozent bestätigter Treffer (Bereich 33,2 bis 50,6)Trefferquote bleibt unter dem Grenzwert von 70 Prozent
Wörtliches Zitat ohne SeitenangabeRang 4 von 4 (nur Reihenfolge)60 beurteilte Stellen40,0 Prozent bestätigter Treffer (Bereich 28,6 bis 52,6)Trefferquote liegt unter 70 Prozent und mit 60 Urteilen unter den nötigen mindestens 100 Urteilen

Was bedeutet die Zahl, und was bedeutet sie nicht?

Aus den vorliegenden Daten lassen sich zwei gesicherte Aussagen ableiten. Erstens ist belegt, dass in den 251 untersuchten Abschlussarbeiten mit Autor-Jahr-Belegen sowohl nie im Text belegte Verzeichniseinträge mit bereinigt mindestens 0,22 Fehlern pro 1.000 Wörter (Bereich 0,20 bis 0,24) als auch vom Verzeichnis abweichende Belegjahre mit bereinigt mindestens 0,12 Fehlern pro 1.000 Wörter (Bereich 0,11 bis 0,13) als bestätigte Zitierfehler vorkommen. Auf das Teilkorpus von 1.224.085 Wörtern bezogen entspricht dies mindestens etwa 269 bestätigten Stellen beim ungenutzten Verzeichniseintrag (Bereich 239 bis 293) sowie mindestens etwa 143 bestätigten Stellen beim abweichenden Jahr (Bereich 129 bis 153), wo das Literaturverzeichnis keinen Titel desselben Verfassers unter diesem Erscheinungsjahr aufführt. Die Begründung für diese Belastbarkeit liefern die hohen Quoten in den Zufallsstichproben aus jeweils 120 geprüften Einzelurteilen: Mit 75,8 Prozent bestätigter Treffer (Bereich 67,4 bis 82,6) beim nie belegten Eintrag und 81,7 Prozent bestätigter Treffer (Bereich 73,8 bis 87,6) beim abweichenden Belegjahr überschreiten beide Fehlerarten sowohl die erforderliche Schwelle von 70 Prozent als auch die Mindestzahl von 100 Urteilen deutlich.

Zweitens lässt sich ableiten, dass eine ungeprüfte Meldung des Abgleichs nicht mit einem tatsächlichen Zitierfehler gleichgesetzt werden darf, selbst wenn eine Kategorie bei den gefilterten Meldungen auf Rang 1 von 4 steht oder vor der Bereinigung in 39,4 Prozent beziehungsweise 38,6 Prozent der 251 Arbeiten mindestens eine Meldung auftritt. Das begründen die Einzelfallprüfungen aus 120 Urteilen zum Kurzbeleg ohne Verzeichniseintrag mit lediglich 41,7 Prozent echter Treffer (Bereich 33,2 bis 50,6) sowie aus 60 Urteilen zum wörtlichen Zitat ohne Seitenangabe mit 40,0 Prozent echter Treffer (Bereich 28,6 bis 52,6). In beiden Stichproben war mehr als die Hälfte der geprüften Stellen kein Fehler, weshalb die bloße Meldungsdichte vor der Bereinigung keine Aussage über reale Fehlerzahlen erlaubt.

Demgegenüber stehen zwei Dinge, die du aus dieser Auswertung nicht ableiten darfst. Zum einen erlauben die Zahlen keinen Rückschluss auf alle Studierenden, auf unveröffentlichte Prüfungsarbeiten, auf Kundentexte oder auf Fußnoten- und Nummernstile, weil das untersuchte Teilkorpus ausschließlich 251 offene Abschlussarbeiten mit Autor-Jahr-Belegen aus 7 Hochschulquellen der Jahre 2006 bis 2026 umfasst. Zum anderen ist keine Aussage über die Gesamtzahl sämtlicher Zitierfehler in einer Arbeit möglich: Die Werte gelten nur für die vier definierten Fehlerarten und dort ausschließlich für die vom eigenen Abgleich gemeldeten und in der Stichprobe beurteilten Stellen. Was das Prüfverfahren nicht als Meldung erfasst, fließt nicht in die bereinigten Untergrenzen ein. Andere Auswertungen wie die Statistik zu Fehlern in Bachelorarbeiten stehen als eigene Seiten für sich, ohne dass deren Daten mit diesem Teilkorpus vermischt werden dürfen.

Woher stammen die Zahlen, und wo liegen die Grenzen?

Grundlage der Methodik mit Stand November 2026 (geprüft am 5. November 2026) ist die definierte Teilmenge von 251 offenen Abschlussarbeiten, die mit Autor-Jahr-Belegen arbeiten und ein Literaturverzeichnis ab 10 Einträgen aufweisen. Zusammen umfassen diese untersuchten Schriften 1.224.085 Wörter und stammen aus 7 Hochschulquellen der Entstehungsjahre 2006 bis 2026. Zur Erhebung der Zitierfehler diente ein eigener Abgleich, der sämtliche Kurzbelege einer Arbeit systematisch dem jeweiligen Literaturverzeichnis gegenüberstellt. Kein Rechtschreibprogramm und kein Grammatikprogramm war an dieser Auswertung beteiligt; allgemeine Fragen zu Rechtschreibung sind ebenfalls nicht Gegenstand der Untersuchung. Das Prüfverfahren unterscheidet vier klar abgegrenzte Fehlerarten: einen Beleg ohne zugehörigen Verzeichniseintrag, ein vom Verzeichnis abweichendes Belegjahr, einen im gesamten Text nie zitierten Verzeichniseintrag sowie ein wörtliches Direktzitat ohne Seitenangabe.

Aus den gefilterten Meldungen wurde anschließend für jede dieser vier Fehlerarten separat eine Zufallsstichprobe gezogen. Jede ausgewählte Textstelle erhielt ein Einzelurteil darüber, ob tatsächlich ein echter Zitierfehler oder kein Fehler vorliegt. Bei den drei Kategorien des fehlenden Eintrags, des abweichenden Jahres und des nie belegten Verzeichniseintrags umfasste diese geprüfte Stichprobe jeweils 120 Stellen, während beim wörtlichen Direktzitat ohne Seitenangabe 60 Stellen beurteilt wurden. Gefällt wurden diese Einzelurteile durch ein KI-Modell, das streng nach festen Regeln vorging; zusätzlich wurden die Entscheidungen in Stichproben gegengeprüft. Aus dem Anteil bestätigter Fehler in der jeweiligen Zufallsstichprobe errechnet sich die Trefferquote einschließlich ihres statistischen Wilson-Bereichs für 95 Prozent Sicherheit. Für die Veröffentlichung gilt ein verbindlicher Grenzwert: Eine bereinigte Fehlerzahl wird ausschließlich dann genannt, wenn die ermittelte Trefferquote mindestens 70 Prozent erreicht und zugleich mindestens 100 geprüfte Urteile vorliegen; wird eine dieser beiden Bedingungen verfehlt, weist die Auswertung nur eine Rangfolge aus.

Die Methodik unterliegt zugleich klaren Grenzen bei der Interpretation. Weil sich jede bereinigte Zahl rechnerisch aus der Zahl der Meldungen multipliziert mit der jeweiligen Trefferquote ergibt, bildet jeder ausgewiesene Wert eine statistische Untergrenze: Was das eigene Abgleichverfahren in den Texten oder Verzeichnissen nicht als Meldung erfasst, fehlt in der Zählung. Darüber hinaus fungiert das übergeordnete Gesamtkorpus aus 950 offenen Abschlussarbeiten mit insgesamt 4.712.082 Wörtern aus 8 Hochschulquellen der Entstehungsjahre 2003 bis 2026, bei denen es sich um keine Kundentexte handelt, lediglich als Auswahlmenge und bildet ausdrücklich nicht die Basis der hier berechneten Zitierfehlerzahlen.

Häufigste Zitierfehler: Lesehilfe in vier Punkten

Wie zitiere ich diese Zahlen?

Du darfst alle Zahlen und Befunde dieser Seite mit Quellenangabe frei zitieren und in eigenen Texten, Präsentationen oder Lehrveranstaltungen verwenden. Nenne dabei immer korrektur.de als Quelle sowie den Stand 5. November 2026. Nutze für einen vollständigen Quellennachweis direkt den folgenden fertigen Zitiertext:

korrektur.de (2026): Häufigste Zitierfehler: Statistik. Eigene Auswertung von 251 offenen Abschlussarbeiten mit Autor-Jahr-Belegen aus einem Korpus von 950, Stand 5. November 2026. https://korrektur.de/haeufigste-zitierfehler

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Stand: 5. November 2026

korrektur.de. (2026, 5. November). Häufigste Zitierfehler: Statistik. korrektur.de. https://korrektur.de/haeufigste-zitierfehler

Quellen und Stand

  • Eigene Auswertung korrektur.de (geprüft am 2026-11-05)

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Häufige Fragen zu dieser Statistik

Welcher Zitierfehler hat in den untersuchten Abschlussarbeiten mit Autor-Jahr-Belegen die höchste bereinigte Fehlerzahl?

Ein nie belegter Eintrag im Literaturverzeichnis tritt bereinigt als Untergrenze mit mindestens 0,22 Fehlern auf 1.000 Wörter auf (Bereich 0,20 bis 0,24). In den 251 untersuchten Arbeiten mit Autor-Jahr-Belegen entspricht dieser Wert mindestens etwa 269 Stellen (Bereich 239 bis 293). Ein vom Verzeichnis abweichendes Belegjahr erreicht als Untergrenze mindestens 0,12 Fehler auf 1.000 Wörter (Bereich 0,11 bis 0,13), was mindestens etwa 143 Stellen (Bereich 129 bis 153) ausmacht. Beide Werte stammen aus 251 offenen Abschlussarbeiten aus 7 Hochschulquellen der Entstehungsjahre 2006 bis 2026 mit einem Literaturverzeichnis ab 10 Einträgen.

Warum weist die Auswertung für Belege ohne Verzeichniseintrag und für wörtliche Zitate ohne Seitenangabe keine Fehlerzahl aus?

Eine belastbare Fehlerzahl setzt voraus, dass die Trefferquote in der geprüften Zufallsstichprobe mindestens 70 Prozent erreicht und zugleich mindestens 100 Einzelurteile vorliegen. Beim Kurzbeleg im Text ohne Eintrag im Literaturverzeichnis lag die Trefferquote bei 41,7 Prozent (Bereich 33,2 bis 50,6) aus 120 Urteilen und verfehlte damit die Schwelle von 70 Prozent. Beim wörtlichen Zitat ohne Seitenangabe lag die Trefferquote bei 40,0 Prozent (Bereich 28,6 bis 52,6) und es lagen zudem nur 60 Urteile vor, also weniger als die nötigen 100 Urteile. Für beide Kategorien ist deshalb nur die Rangfolge der gefilterten Meldungen belastbar, während eine berechnete Fehlerzahl geraten wäre.

Gelten die Ergebnisse auch für Abschlussarbeiten mit Fußnoten oder Nummernstilen?

Nein, eine Übertragung auf Fußnoten- oder Nummernstile ist nicht zulässig. Der eigene Abgleich hat ausschließlich 251 offene Abschlussarbeiten aus 7 Hochschulquellen (Entstehungsjahre 2006 bis 2026, zusammen 1.224.085 Wörter) untersucht, die Autor-Jahr-Belege im Fließtext und ein Literaturverzeichnis ab 10 Einträgen verwenden. Zudem lassen sich die Befunde nicht auf sämtliche Abschlussarbeiten oder Studierende hochrechnen, da sie nur die gemeldeten und beurteilten Stellen dieser offenen Hochschulpublikationen abbilden.

Was bedeutet die Fehlerart eines vom Verzeichnis abweichenden Belegjahres genau?

In der Untersuchung bedeutet ein abweichendes Belegjahr genau, dass im Literaturverzeichnis kein Eintrag desselben Verfassers mit dem im Text genannten Belegjahr vorhanden ist. Bereinigt tritt dieser echte Fehler in den 251 Arbeiten mit Autor-Jahr-Belegen als Untergrenze mindestens 0,12 Mal pro 1.000 Wörter auf (Bereich 0,11 bis 0,13). Das entspricht mindestens etwa 143 bestätigten Stellen (Bereich 129 bis 153) bei einer Trefferquote von 81,7 Prozent (Bereich 73,8 bis 87,6) aus 120 geprüften Urteilen.

Worin unterscheiden sich die untersuchte Teilmenge von 251 Arbeiten und das Gesamtkorpus von 950 Arbeiten?

Gemessen wurden die Zitierfehler ausschließlich an der untersuchten Teilmenge von 251 offenen Abschlussarbeiten mit Autor-Jahr-Belegen und einem Literaturverzeichnis ab 10 Einträgen, die 1.224.085 Wörter aus 7 Hochschulquellen sowie die Entstehungsjahre 2006 bis 2026 umfassen. Diese Teilmenge stammt aus dem ausdrücklich als Gesamtkorpus ausgewiesenen Bestand von 950 offenen Abschlussarbeiten mit insgesamt 4.712.082 Wörtern aus 8 Hochschulquellen und den Entstehungsjahren 2003 bis 2026 (keine Kundentexte), wobei dieses Gesamtkorpus lediglich die Auswahlmenge bildet.

Bedeuten die Anteile von 39,4 Prozent und 38,6 Prozent, dass so viele Abschlussarbeiten echte Zitierfehler enthalten?

Nein, die Werte von 39,4 Prozent beim nie belegten Verzeichniseintrag und 38,6 Prozent beim abweichenden Belegjahr nennen nicht den Anteil fehlerhafter Arbeiten. Sie geben ausschließlich an, bei welchem Anteil der 251 untersuchten Arbeiten das Verfahren vor der Bereinigung mindestens eine entsprechende Meldung ausgegeben hat. Da in den Zufallsstichproben von je 120 Urteilen die Trefferquote bei 75,8 Prozent (Bereich 67,4 bis 82,6) beziehungsweise 81,7 Prozent (Bereich 73,8 bis 87,6) lag, war nicht jede rohe Meldung ein echter Fehler.

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