Fußnote und Endnote Unterschied erkennen und nutzen

Fußnote oder Endnote: der Unterschied und die Word-Anleitung

Lesezeit ca. 7 Min. · zuletzt aktualisiert: 18. September 2026 · Zitierweisen im Überblick

Fußnote und Endnote unterscheiden sich allein durch den Ort der Anmerkung, nicht durch ihren Inhalt. Dieser Ratgeber erklärt die Grundlagen und die Umsetzung in Word.

Grundlegendes Verständnis der beiden Formen

Eine Fußnote und eine Endnote unterscheiden sich allein durch den Ort der Anmerkung, nicht durch ihren Inhalt.

Eine Anmerkungsziffer steht hinter dem Wort, einer Wortgruppe, einem Satzteil, Satz oder Absatz, auf den sie sich bezieht. Befindet sich der zugehörige Text auf derselben Seite, ist es eine Fußnote. Steht der Text am Schluss eines Kapitels oder des gesamten Werks, handelt es sich um eine Endnote. Die Anmerkungsziffer macht dabei die Verbindung zwischen Textstelle und Anmerkung sichtbar. Für die Entscheidung ist deshalb nicht maßgeblich, welche Information die Anmerkung enthält, sondern wo sie im Dokument erscheint.

DIN 5008 sieht für Fußnoten eine fortlaufende Zählung über die Seiten vor; dafür kommen arabische Ziffern oder römische Zahlen infrage. Umfasst ein vollständiger Text höchstens drei Fußnoten, können auch Zeichen statt Ziffern verwendet werden. Diese DIN-Angabe ist eine Empfehlung für den deutschen Schriftverkehr. Sie legt nicht fest, dass Hochschulen oder Textprogramme dieselbe Zählung verbindlich einsetzen müssen. Prüfe deshalb vor dem Formatieren den Leitfaden deines Fachbereichs und die Vorgaben für deine Arbeit. So trennst du die Frage nach dem Ort der Anmerkung von der Frage, welche Nummerierung in deinem Dokument verlangt wird.

Fußnote oder Endnote: den Unterschied klären: der Ablauf in drei Schritten

Anwendung verschiedener Zitiersysteme

Fußnoten richtig setzen: Am Historischen Seminar der LMU München wird für Literatur- und Quellennachweise ein Fußnotenapparat der deutschen Zitierweise eingesetzt. Dort enthält die erste Nennung einer Quelle ein vollständiges Zitat einschließlich der betreffenden Seite. Bei späteren Nennungen folgt ein Kurzbeleg mit Nachname, Kurztitel und Seitenangabe. Diese Beschreibung gilt für das genannte Seminar und ist keine Vorgabe für andere Fächer oder Hochschulen.

Für dieses LMU-Beispiel wird ein Kurztitel einmal festgelegt und anschließend nicht verändert. Das erleichtert es, wiederholte Nachweise einheitlich zu halten. Fußnote vor oder nach Punkt: Ob diese Frage in deiner Arbeit geregelt ist, klärst du im Leitfaden des eigenen Fachbereichs. Er enthält die Vorgaben, die für dein Thema und deine Abgabe gelten.

Auch das Seminar für Allgemeine Religionswissenschaft der Universität Münster nennt eine Fußnotenlösung. Seine Vorgaben lehnen sich an das Chicago Manual of Style an und unterscheiden ausführliche bibliografische Angaben in Fußnoten von kurzen Angaben im Fließtext. Nach dieser Seminarvorgabe ist die ausführliche Form vorgesehen; bei kurzen Texten und Essays kann die Kurzform mit Klammerangaben eingesetzt werden. Zitierweisen im Überblick: Für längere wissenschaftliche Arbeiten ordnet dieses Münsteraner Beispiel die vollständige Fußnotenvariante ein, während kurze Texte auf die kürzere Form ausweichen können. Übernimm diese Einordnung nur, wenn sie auch zu den Regeln deiner eigenen Arbeit passt.

Technische Umsetzung im Textverarbeitungsprogramm

Fußnote in Word anlegen: Klicke zuerst an die Textstelle, an der die Anmerkung erscheinen soll. Wähle anschließend unter Verweise den Befehl Fußnote einfügen. Word setzt ein Verweiszeichen in den Text und platziert die Fußnotenmarke am unteren Rand der Seite. Danach gibst du den Text der Fußnote ein. Damit ist die Verknüpfung zwischen der Textstelle und der Anmerkung angelegt.

Fußnoten und Fließtext verbindet Word über das Verweiszeichen. Wenn du Stil oder Nummerierung ändern möchtest, wähle unter Verweise zunächst Fußnoten anzeigen. Dort öffnest du Fußnoten formatieren. Im Dialog kannst du Größe, Schriftart und Einzug der Fußnoten anpassen. Prüfe nach der Änderung, ob die gewünschte Darstellung im Dokument sichtbar ist. Die Anleitung beschreibt diese Einstellungen für die Formatierung der Fußnoten, nicht als Vorgabe für einen bestimmten Zitierstil.

Der genaue Name eines Menübefehls kann sich je nach Word-Version und Sprache unterscheiden, etwa zwischen Desktop-Word und Word im Browser. Suche in deiner Ausgabe daher nach dem Bereich Verweise sowie nach dem Befehl zum Einfügen einer Fußnote. Für weitere Einstellungen nutzt du die Anzeige der Fußnoten und den Formatierungsdialog. Falls eine Vorlage für deine Arbeit feste Formatvorgaben enthält, gleiche Schriftgröße, Einzug und Nummerierung mit dieser Vorlage ab. So arbeitest du mit den verfügbaren Word-Funktionen und berücksichtigst zugleich die Vorgaben für dein Dokument.

Passend dazu findest du weitere Hinweise im Beitrag Fußnoten richtig setzen.

Abschlussnotizen platzieren und vergleichen

Setze den Cursor an die Stelle, an der die Endnote verknüpft werden soll. Wähle danach unter Verweise den Befehl Endnote einfügen. Word setzt ein Verweiszeichen in den Text und fügt das Endnotenzeichen am Ende des Dokuments ein. Anschließend trägst du dort den Endnotentext ein. Bei Dokumenten mit Abschnittsumbrüchen können Endnoten je nach Einstellung auch am Ende des jeweiligen Abschnitts gesammelt werden.

Tabelle: Merkmal, Fußnote, Endnote
MerkmalFußnoteEndnote
Ort der AnmerkungAuf derselben Seite wie die TextstelleAm Ende eines Kapitels oder des gesamten Werks
NummerierungDIN 5008 beschreibt eine fortlaufende Zählung über die SeitenFür Endnoten nennt die DIN-Angabe hier keine eigene Zählvorgabe
Belegtes Beispiel für ZitateDas Historische Seminar der LMU München verwendet einen FußnotenapparatDie Hochschulleitfäden nennen keine Endnote als Stilvorgabe
Weg in WordVerweise und Fußnote einfügenVerweise und Endnote einfügen

Zum Wechsel zwischen beiden Formen verweist Microsoft auf das Öffnen in Word und die dortige Konvertierung. Dort lassen sich Fußnoten in Endnoten umwandeln und Endnoten wieder in Fußnoten. Prüfe vor der Umwandlung den vorgesehenen Ablageort der Anmerkungen, damit die gewählte Form zu den Vorgaben deiner Arbeit passt. Die Word-Funktion ändert die Notizart; welche Form fachlich verwendet werden soll, ergibt sich aus dem jeweiligen Leitfaden.

Fußnote oder Endnote: den Unterschied klären: Prüfliste mit vier Punkten

Entscheidungskriterien für deine eigene Arbeit

Für das schnelle Nachschlagen während des Lesens ist eine Fußnote auf derselben Seite praktisch. Eine Endnote verlegt den Anmerkungstext dagegen an das Ende eines Kapitels oder des Werks. Dadurch bleibt die Seite selbst frei von langen Anmerkungstexten. Welche Form besser passt, hängt jedoch nicht allein von der Lesesituation ab. Entscheidend sind zunächst die Vorgaben für die konkrete Arbeit.

Das Historische Seminar der LMU München ist ein belegtes Beispiel für einen Leitfaden, der beim Nachweis von Literatur und Quellen einen Fußnotenapparat nutzt. Daraus folgt keine Regel für andere Studiengänge oder Hochschulen. Sieh deshalb in die Vorlage der betreuenden Hochschule oder des Fachbereichs. Die Wahl ist nicht nur Geschmackssache: Zuerst gelten die Vorgaben der eigenen Prüfungsordnung oder des Zitierleitfadens. Falls die Unterlagen keine klare Aussage enthalten, ermittle die zuständige Vorgabe aus den offiziellen Unterlagen deiner Arbeit.

Zitierweisen im Überblick helfen dir, die Entscheidung einzuordnen. Prüfe zuerst, ob dein Leitfaden eine bestimmte Form der Anmerkung nennt. Ist eine Fußnotenlösung verlangt, setzt du die Nachweise auf der jeweiligen Seite. Wenn Endnoten vorgesehen sind, sammelst du die Anmerkungen an der festgelegten Stelle im Dokument. Vergleiche anschließend die Word-Einstellung mit dieser Vorgabe, besonders bei Abschnittsumbrüchen. So vermeidest du, dass Fußnoten und Endnoten allein wegen ihres unterschiedlichen Ablageorts verwechselt werden. Für die technische Umsetzung setzt du den Cursor an der gewünschten Textstelle und wählst in Word die passende Notizart unter Verweise aus.

Quellen und Stand

Unter dem Titel „Fußnote oder Endnote: Unterschied und Word-Tipps“ ordnet dieser Beitrag „Fußnote und Endnote Unterschied erkennen und nutzen“ ein.

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Häufige Fragen zu Fußnote und Endnote

Kann ich meine bestehenden Fußnoten später in Endnoten verwandeln?

Ja. Wähle „In Word öffnen“ und nimm die Konvertierung dort vor, um Fußnoten in Endnoten oder Endnoten in Fußnoten umzuwandeln.

Muss ich mich strikt an die Nummernvorschrift halten?

Es kommt darauf an. Zwar empfiehlt die bekannte Norm eine kontinuierliche Fortführung über alle Seiten hinweg, doch gilt dies nicht universell bindend. Andere Einrichtungen oder Programme könnten abweichende Ansätze zulassen. Prüfe daher gezielt die Richtlinien deiner jeweiligen Einrichtung, um sicherzugehen.

Darf ich meinen gekürzten Quellennamen unterwegs ändern?

Am Historischen Seminar der LMU München bleibt ein dort einmal festgelegter Kurztitel bei weiteren Nachweisen unverändert. Prüfe, ob der Leitfaden deiner eigenen Arbeit dieselbe Vorgabe enthält.

Für wen ist die kurze Klammermethode geeignet?

Das Seminar für Allgemeine Religionswissenschaft in Münster ordnet für längere wissenschaftliche Arbeiten die ausführliche Fußnotenvariante ein. Bei kurzen Texten und Essays lässt sein Leitfaden die knappe Form mit Klammerangaben zu.

Beeinflusst die Länge meiner Notiz mein Seitenaufbau?

In Word lassen sich Größe, Schriftart und Einzug von Fußnoten über den Dialog Fußnoten formatieren anpassen. Welche Gestaltung deine Arbeit verlangt, prüfst du in der vorgesehenen Vorlage oder im Zitierleitfaden.

Sind die Menüpunkte überall gleich benannt?

Nicht zwingend. Je nachdem, welche Version installiert ist oder ob du online arbeitest, können die Beschriftungen geringfügig variieren. Suche im Zweifel nach ähnlichen Begrifflichkeiten rund ums Einfügen von Hinweisen, um den richtigen Button zu finden.

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