Es tut mir leid: So wird es richtig geschrieben
Es tut mir leid Rechtschreibung: richtige Schreibweise
Die korrekte Schreibweise lautet: Es tut mir leid. Entscheidend ist die Kleinschreibung von „leid“ in dieser festen Wendung.
Die richtige Schreibweise lautet „Es tut mir leid“
Die korrekte Schreibweise ist Es tut mir leid. Dabei wird „leid“ kleingeschrieben. Die Wendung steht für das Bedauern einer Sache. Das Wort gehört hier zur Verbindung mit „tun“ und ist nicht als das großgeschriebene Substantiv „Leid“ zu behandeln.
Für die gesuchte Schreibweise genügt zunächst dieser sichtbare Merksatz: Es tut mir leid. Prüfe danach, ob du tatsächlich diese Wendung meinst oder ob du von „Leid“ als starkem Kummer, seelischem Schmerz, Bösem oder Schaden sprichst. Diese Bedeutungsentscheidung trennt die beiden Schreibungen.
Wer allgemeine Rechtschreibung nachschlägt, sollte bei dieser Frage besonders auf die Wortart und die konkrete Verbindung achten. Auch Rechtschreibregeln lassen sich hier nicht durch die bloße Klangvorstellung ersetzen. Für eine vertiefte Prüfung von Groß- und Kleinschreibung und Getrennt- und Zusammenschreibung können die jeweiligen Regelbereiche getrennt betrachtet werden.
Die Formulierung „Es tut mir leid“ ist also nicht „Es tut mir Leid“. Das großgeschriebene „Leid“ gehört zu einer anderen Verwendung, etwa wenn von schwerem Leid oder dem Leid eines Menschen die Rede ist. Die richtige Form für eine Entschuldigung oder ein Bedauern bleibt: Es tut mir leid.

Warum „leid“ hier kleingeschrieben wird
Die Entscheidung beruht auf der Bedeutung und der Verbindung des Wortes. Die Beschreibung zu „leid“ nennt eine Verwendung im Sinn von Bedauern sowie eine Verwendung für etwas, dessen man überdrüssig ist. Das Duden-Material beschreibt „Leid“ dagegen als Substantiv mit der Bedeutung tiefer seelischer Schmerz infolge erfahrenen Unglücks und führt dafür die Großschreibung an.
Wende diese Unterscheidung an zwei Beispielen an: In „Es tut mir leid, dass ich dich unterbrochen habe“ bezeichnet „leid“ das Bedauern. In „Sie trug schweres Leid“ steht „Leid“ als Substantiv für erfahrenen Schmerz. Die unterschiedliche Bedeutung führt hier zur unterschiedlichen Schreibung.
Eine weitere Quelle ordnet „es tut mir leid“ dem Infinitiv „leidtun“ beziehungsweise der heutigen Zusammenschreibung „leidtun“ zu und weist darauf hin, dass vor der Rechtschreibreform „leid tun“ geschrieben wurde. Für den vorliegenden Ausdruck bleibt die gesuchte Form jedoch „Es tut mir leid“.
Trenne bei der Prüfung den Satzanfang von der eigentlichen Regel. Am Satzanfang steht in deinem Beispielsatz „Es“; anschließend untersuchst du unabhängig davon die Wortform „leid“. Die Kernfrage lautet nicht, wie die Wendung ausgesprochen wird, sondern ob das Wort hier das Bedauern ausdrückt oder das Substantiv „Leid“ gemeint ist.
Weitere Bereiche wie Kommasetzung und Zeichensetzung ändern an der Schreibung von „leid“ nichts. Sie werden nur dann zusätzlich geprüft, wenn der gesamte Satz bewertet werden soll. Für wissenschaftliches Schreiben kann die klare Trennung von Bedeutung, Regel und Beispiel besonders hilfreich sein, ohne dass daraus eine weitere Regel für diese Wendung abgeleitet wird.
Richtig oder falsch: drei Satzpaare
Bei jedem Paar wird zuerst der Satzanfang getrennt von der eigentlichen Schreibentscheidung betrachtet. Danach prüfst du, ob die Wendung des Bedauerns vorliegt oder das Substantiv „Leid“ gemeint ist.
| Richtig | Falsch | Prüfung |
|---|---|---|
| Es tut mir leid, dass ich zu spät antworte. | Es tut mir Leid, dass ich zu spät antworte. | Die Wendung drückt Bedauern aus; deshalb steht „leid“ klein. |
| Er sagte: „Es tut mir leid.“ | Er sagte: „Es tut mir Leid.“ | Der Punkt und die Anführungszeichen verändern die Wortschreibung nicht. |
| Sie sprach über schweres Leid. | Sie sprach über schweres leid. | Hier ist das Substantiv mit der Bedeutung seelischer Schmerz gemeint; deshalb steht „Leid“ groß. |
Das erste Wort des Satzes wird in den Beispielen gesondert betrachtet: „Es“ steht am Anfang, während die eigentliche Streitfrage bei „leid“ oder „Leid“ liegt. Diese beiden Ebenen dürfen nicht vermischt werden. Ein Großbuchstabe am Satzanfang ist kein Beleg dafür, dass jedes folgende Wort ebenfalls großgeschrieben werden muss.
Auch bei einem vorangestellten Nebensatz bleibt die Wortentscheidung dieselbe: „Wenn ich dich verletzt habe, tut es mir leid.“ Die Form „leid“ bezeichnet weiterhin das Bedauern. Dagegen weist „Das Leid der Betroffenen war groß“ auf das Substantiv hin. Die Beispiele zeigen die Entscheidung, ohne eine Variante aus der Aussprache abzuleiten.
Wenn du zusätzlich die Form eines ganzen Textes prüfst, können Abkürzungen richtig schreiben, Wortbedeutungen und Abkürzungen, Artikel der, die und das, Pluralbildung, Synonyme und Textformen eigene Nachschlagefragen sein. Für die hier geprüfte Wendung bleibt jedoch die konkrete Gegenüberstellung maßgeblich: „Es tut mir leid“ oder „schweres Leid“.
Typische Verwechslungen bei „leid“ und „Leid“
Eine naheliegende Stolperfalle ist die Verwechslung der festen Wendung mit dem Substantiv. „Es tut mir leid“ enthält die kleingeschriebene Form. „Leid“ wird großgeschrieben, wenn das Substantiv mit der Bedeutung von Kummer, seelischem Schmerz, Bösem, Schaden oder Unrecht gemeint ist. Die Schreibentscheidung folgt damit der jeweils belegten Bedeutung.
Leite keine Variante allein aus der Aussprache ab. Ein gleich oder ähnlich klingender Bestandteil entscheidet nicht darüber, ob „leid“ oder „Leid“ geschrieben wird. Prüfe stattdessen den Satzinhalt: Wird Bedauern ausgedrückt, gehört die Form „Es tut mir leid“ in den Satz. Wird schwerer Schmerz oder erfahrenes Unglück bezeichnet, prüfst du die substantivische Form „Leid“.
Eine zweite Stolperfalle entsteht durch den historischen Bezug. Die Quelle zum Wort weist darauf hin, dass der Infinitiv vor der Rechtschreibreform „leid tun“ geschrieben wurde. Daraus darfst du nicht automatisch die heutige Wendung mit großem „Leid“ bilden. Für den gesuchten Ausdruck ist die sichtbare Schreibweise weiterhin: Es tut mir leid.
Verwechsle außerdem nicht die Wortverbindung „jemandem etwas zu Leid oder zuleide tun“ mit „Es tut mir leid“. Das Duden-Material führt bei dieser anderen Verbindung Varianten der Groß- und Getrenntschreibung an. Sie beantwortet nicht automatisch die Schreibfrage zur Entschuldigung. Prüfe deshalb immer den vollständigen Ausdruck und seine Bedeutung.
Behaupte keine Häufigkeit aus dem bloßen Auftreten einer Form in Gesprächen oder Texten. Umgangssprache und Aussprache liefern für diese Entscheidung keinen eigenständigen Nachweis. Wenn Unsicherheit bleibt, vergleiche die konkrete Wendung mit einem Wörterbucheintrag und trenne sie vom Substantiv „Leid“.

Kurzer Prüfweg für den eigenen Satz
Nutze diesen knappen Prüfweg:
- Lies den vollständigen Satz und markiere die fragliche Stelle.
- Prüfe den Satzanfang getrennt: Beginnt der Beispielsatz mit „Es“, bleibt diese Frage unabhängig von der Schreibung von „leid“.
- Prüfe die Bedeutung: Drückt die Wendung Bedauern aus? Dann lautet die Form Es tut mir leid.
- Meint der Satz dagegen Kummer, seelischen Schmerz, Böses, Schaden oder Unrecht? Dann prüfst du das Substantiv Leid.
- Vergleiche anschließend einen Beispielsatz mit der passenden Form.
- Suche zum Schluss nach der häufigen Verwechslung „Es tut mir Leid“ und ersetze sie bei der Bedauernsform durch „Es tut mir leid“.
Der Prüfweg verbindet Schreibweise, Regel, Beispielsatz und Verwechslung. Er macht außerdem sichtbar, dass Satzanfang und Wortentscheidung zwei getrennte Fragen sind. Eine zusätzliche Prüfung von Rechtschreibung, Rechtschreibregeln oder Groß- und Kleinschreibung kann den Gesamttext betreffen, ersetzt aber nicht die Bedeutungsprüfung der konkreten Wendung.
Wenn du elektronische Rechtschreibprogramme verwendest, kontrolliere den vorgeschlagenen Ausdruck trotzdem am vollständigen Satz und an seiner Bedeutung. Entscheidend ist die belegte Unterscheidung zwischen „leid“ in der Bedauernswendung und „Leid“ als Substantiv. Für alternative Formulierungen können Synonyme hilfreich sein; sie ändern jedoch nicht die Schreibweise des bereits geprüften Ausdrucks.
Der abschließende Merkcheck lautet: Bedauern = Es tut mir leid. Schmerz oder Unglück als Substantiv = Leid. Prüfe danach den Satzanfang und den übrigen Satz unabhängig davon.
Quellen und Stand
- leid, Schreibung, Definition, Bedeutung, Etymologie, Beispiele | DWDS: www.dwds.de (geprüft am 2026 bis 09 bis 01)
- Leid ▶ Rechtschreibung, Bedeutung, Definition, Herkunft | Duden: www.duden.de (geprüft am 2026 bis 09 bis 01)
- Leid, Wiktionary: de.wiktionary.org (geprüft am 2026 bis 09 bis 01)