So zeichnest du eigene Grafiken und Tabellen sauber ab

Eigene Darstellung richtig beschriften

Lesezeit ca. 7 Min. · zuletzt aktualisiert: 9. September 2026 · Alle Zitierweisen im Überblick

Viele Studierende fragen sich, ob sie für selbst gezeichnete Charts überhaupt eine Quelle angeben müssen. Hier findest du klare Kriterien für die Kennzeichnung eigener Darstellungen, modifizierter Modelle und übernommener Bilder inklusive konkreter Beschriftungsideen.

Bedeutung des Hinweises auf die eigene Herkunft

Entscheidest du dich dafür, eine Grafik vollständig selbst zu gestalten oder eine Tabelle basierend auf persönlichen Analysen zu konstruieren, spricht man fachsprachlich von einer eigene Darstellung. Für diese Art der visuellen Präsentation entfällt jegliche Verpflichtung, eine externe Fundstelle zu benennen, weil keinerlei fremdes Gedankengut reproduziert wird. Trotzdem ist es essenziell, die Urheberschaft explizit kenntlich zu machen. Dafür setzt du den spezifischen Hinweis „eigene Darstellung“ in die Beschriftung ein. Damit wird dem Publikum unmissverständlich klargemacht, dass die grafische Umsetzung dein eigenes intellektuelles Produkt darstellt und nicht aus einem bereits existierenden Fachbuch stammt.

Eine vollständige Musterbeschriftung sieht dann etwa so aus: Abbildung 1: Titel der Grafik (eigene Darstellung). So erkennt jede Leserin sofort, welche Angabe zu welcher Grafik gehört, ohne dass eine fremde Quelle genannt werden muss.

Solche Klarheit schützt beide Seiten. Niemand vermutet fälschlicherweise, du hättest unbeabsichtigt fremdes Material verwendet. Zugleich trennst du deine analytische Leistung deutlich von der Wiedergabe bekannter Theorien ab. Dabei erkennst du Schritt für Schritt, wie man wissenschaftliches Schreiben organisiert, indem du scharfe Linien zwischen importiertem Wissen und eigener Recherche ziehst. Falls du wissen willst, wie man schriftliche Argumente allgemein fundiert untermauert, solltest du die Basisprinzipien beherrschen, um richtig zitieren zu können. Genau dadurch verhinderst du, dass die Autorschaft visueller Bausteine in deinen Seminararbeiten oder Abschlussprojekten missverstanden wird.

Eigene Darstellung kennzeichnen: der Ablauf in drei Schritten

Anpassung bestehender Modelle und Grafiken

Nicht selten nimmst du eine vorhandene Illustration als Grundlage und passt sie an dein Thema an. Sobald du inhaltliche Änderungen vornimmst, verschiebt sich die formale Einordnung. Solche Veränderungen entstehen zum Beispiel, wenn du bestimmte Aspekte weglässt oder zusätzliche Informationen ergänzt. In diesen Situationen reicht der bloße Quellenverweis nicht mehr aus, da du aktiv eingegriffen hast.

Daher wird der normalen Angabe der Zusatz „in Anlehnung an“ vorangestellt. Das bedeutet, dass du explizit darauf hinweist, dass du dich an der ursprünglichen Quelle orientiert hast, aber Änderungen vorgenommen hast. Eine vollständige Musterbeschriftung sieht dann etwa so aus: Abbildung 2: Titel der Grafik (in Anlehnung an Mustermann 2020). Durch diese Differenzierung machst du deutlich, woher die Basis kommt und worin deine Bearbeitung besteht, und du unterscheidest diesen Fall klar von einer reinen Übernahme, bei der kein solcher Zusatz nötig ist. Für die korrekte Umsetzung solcher Anpassungen lohnt es sich, die Details zu studieren, bevor du beginnst, denn auch hier zählt, wie man APA zitieren lernt, um die formalen Vorgaben einzuhalten.

Regelwerk für unmodifizierte Entleihungen

Nutzt du eine vollständige Illustration aus einem Lehrmaterial oder einer Forschungsarbeit, ohne dabei irgendeinen Aspekt anzupassen, befindest du dich im Modus der direkten Übertragung. Hier greifen dieselben Regeln wie bei der textualen Wiedergabe. Du integrierst den Verweis exakt so, wie es bei normalen Absätzen üblich wäre. Kritisch ist allerdings die räumliche Platzierung innerhalb deines Dokumentes. Die Angabe, welche Publikation das Motiv liefert, gehört eng an die betreffende Grafik oder Tabelle gebunden, denn dort steht die Quellenangabe wie im Text.

In der Praxis bedeutet dies: Der Bezug nimmt seinen festen Platz direkt in der Kopfzeile oder im Fußkommentar der jeweiligen Abbildung ein. Eine vollständige Musterbeschriftung sieht dann etwa so aus: Abbildung 3: Titel der Grafik (Nachname, Jahr, Seite). Somit erkennt der Betrachter augenblicklich, welches originäre Werk hinter dem gezeigten Inhalt steckt. Diese unmittelbare Kopplung von Visuellem und Beleg eliminiert potenzielle Unklarheiten. Zur Sicherheit bezüglich der formalen Richtigkeit prüfst du idealerweise die Bestandteile einer solchen Angabe. Auf diese Weise garantierst du, dass sämtliche wesentlichen Informationen vollständig vorliegen und keine Details fehlen.

Abgrenzung gegenüber dem bibliografischen Apparat

Oft herrscht große Ungewissheit hinsichtlich der abschließenden Auflistung sämtlicher herangezogener Schriften. Als Grundregel lässt sich festhalten: Alles, was du persönlich konzipiert hast, verfügt naturgemäß über keine externe Veröffentlichungsvergangenheit. Folglich findet eine gänzlich selbst entworfene Skizze oder eine individuell berechnete Übersicht keinen Platz in deinem finalen Register. Solche Objekte leben ausschließlich im Fließtext und tragen ihre Herkunftsidentifikation dort lokal. Ein weiterer wichtiger Punkt ist die Abgrenzung zum formellen Apparat. Während normale Bücher und Zeitschriftenartikel strikte Vorgaben erfüllen müssen, folgt die Dokumentation eigener Werke einer vereinfachten Logik. Du musst lediglich sicherstellen, dass der Unterschied zwischen importiertem und produziertem Content jederzeit ersichtlich bleibt. Diese Differenzierung erleichtert die spätere Überprüfung erheblich, da Prüfer schnell erkennen können, welche Teile deiner Arbeit neu entstanden sind und welche auf Bestehendem aufbauen. Zudem unterstützt dich diese Methode dabei, dein Gesamtmanuskript überschaubar zu halten, ohne unnötige Duplikate in der Endliste zu erzeugen.

Völlig unterschiedlich verhält sich die Situation, sobald du dich an einer äußeren Vorlage orientierst. Weil du hier auf ein schon öffentlich zugängliches Objekt zurückgreifst, egal ob du es angepasst hast oder nicht, verlangt die Wissenschaftlichkeit, dass dieses Ausgangsdokument ordentlich verbucht wird. Du übernimmst die primären Angaben vollständig in die entsprechende Listenansicht. Dieses Verfahren fördert deine Fähigkeit, methodisch vorgehen zu lernen, während du erfährst, wie man ein Literaturverzeichnis erstellen kann. Die strikte Unterscheidung zwischen temporären Notizen und dauerhaften Katalogeinträgen erzeugt eine stabile Ordnung in deinem gesamten Schreibprozess und minimiert das Risiko von Fehlzuordnungen drastisch.

Sonderfall: Eigene Optik, fremde Faktenbasis

Oftmals zeichnet man zwar das Layout selbst, nutzt dafür aber statistische Werte aus fremden Studien. In diesem Konstruktionsprozess entsteht eine hybride Situation. Zwar bist du Urheber der grafischen Gestaltung, doch die zugrunde liegenden numerischen Fakten gehören jemand anderem. Deshalb bleibt die gesamte Konstruktion belegpflichtig. Du darfst nicht einfach schreiben, dass alles von dir stammt, nur weil du die Linien gezogen hast.

Hier ist Präzision gefragt. Du musst zwei Ebenen unterscheiden: Einerseits weist du auf die Urheberschaft der Daten hin, andererseits erkennst du deine gestalterische Leistung an. Beide Angaben sollten getrennt voneinander ersichtlich bleiben. So weiß der Leser, woher die Zahlen kommen und wer sie visualisiert hat. Bei komplexen Zusammenhängen dieser Art bietet es sich an, den gesamten Prozess extern begutachten zu lassen, etwa durch ein professionelles formales Lektorat für Zitate und Verzeichnisse, um Doppelungen oder Widersprüche auszuschließen.

Eigene Darstellung kennzeichnen: Prüfliste mit vier Punkten

Schrittplan für die finale Kontrolle

  1. Kläre zunächst die genaue Herkunft jedes einzelnen Elements. War es komplett neu entwickelt, angepasst oder original erhalten?
  2. Entscheide basierend auf dieser Klassifikation, welchen Textbaustein du benötigst. Ob es sich um einen neutralen Hinweis, eine Adaption oder einen Vollbeleg handelt, hängt von der vorherigen Prüfung ab.
  3. Setze die gewählte Formulierung fest in die Kopfzeile oder Fußnote der jeweiligen Grafik hinein. Achte auf konsistente Typographie.
  4. Überprüfe anschließend deine Endliste. Entferne alle Einträge, die wirklich nur aus eigener Feder stammen, und stelle sicher, dass alle referenzierten Originale korrekt gelistet sind.
  5. Lies zuletzt die speziellen Richtlinien deiner Bildungseinrichtung. Jede Einrichtung definiert ihre Erwartungen individuell. Prüfe daher unbedingt die aktuellen Leitlinien, bevor du abspeicherst. Zusätzlich schützt dich eine letzte Sichtprüfung, bei der du prüfst, ob deine Argumentation standhält, ähnlich wie bei einer internen Plagiatsprüfung.

Quellen und Stand

Bei „So zeichnest du eigene Grafiken und Tabellen sauber ab“ werden zusätzlich „kennzeichnen“ eingeordnet.

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Häufige Fragen zur eigenen Darstellung

Muss ich meine eigene Zeichnung trotzdem irgendwo registrieren?

Nein, eine rein selbst erstellte Grafik erscheint nicht in der endgültigen Bibliografie, da sie keine externe Publikationsnummer besitzt. Der lokale Vermerk im Text genügt völlig.

Reicht es, wenn ich nur die URL angebe, wenn ich ein Bild verändere?

Es ist ratsam, zusätzlich auf die Änderung hinzuweisen, damit klar wird, dass du nicht blind kopiert, sondern bewusst bearbeitet hast. Dies erhöht die Transparenz gegenüber dem Originalautor.

Kann ich eine Tabelle übernehmen, ohne sie zu erwähnen?

Keinesfalls. Jede Nutzung fremden Materials erfordert einen direkten Bezug. Die Zuordnung muss optisch nah am Element platziert sein, damit der Zusammenhang offensichtlich bleibt.

Was passiert, wenn ich vergesse, die Datenquelle anzugeben?

Der Eindruck entsteht, die Statistik sei deine eigene Messreihe. Das führt zu falschen Zuschreibungen. Eine sorgfältige Trennung von Design und Faktur verhindert solche Interpretationen zuverlässig.

Gilt die Regelung auch für Präsentationsfolien?

Die Prinzipien der Transparenz gelten überall, wo akademische Arbeit präsentiert wird. Unabhängig vom Medium sollte die Herkunft stets nachvollziehbar dokumentiert werden, um Integrität zu wahren.

Brauche ich Hilfe, wenn mir unsicher ist, ob mein Beleg stimmt?

Ja, im Zweifel lohnt sich eine zweite Meinung. Externe Experten können prüfen, ob deine Kombination aus lokalem Hinweis und globalem Eintrag logisch schlüssig aufgebaut ist.

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