Ein Muster für eine eidesstattliche Erklärung anwenden
Eidesstattliche Erklärung Muster
Ein Muster für eine eidesstattliche Deklaration hilft dir, deinen Text zu prüfen. Wichtig ist, die konkrete Aussage, ihre Belege und die formalen Angaben getrennt anzuschauen.
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Eidesstattliche Erklärung: Merkzettel
Ein Muster für die eidesstattliche Erklärung auf der einen Seite, alle Pflichtbestandteile und zwei Formulierungsbausteine auf der anderen: dazu eine Tabelle, die die vier gängigen Begriffe unterscheidet, für den letzten Formalcheck.
Die Erklärung als konkrete Prüfaufgabe verstehen
Ein Muster für eine eidesstattliche Deklaration ist mehr als ein Textbaustein. Frage dich zuerst: Welche Aussage soll die Erklärung über meine Arbeit treffen, welche Textstellen muss ich dafür prüfen, und was soll am Ende vorliegen?
Die Vorlage enthält eine Erklärung, dass du die Arbeit selbstständig angefertigt und nur die ausgewiesenen Hilfsmittel verwendet hast. Außerdem versicherst du, dass du übernommene Stellen aus gedruckten oder im Internet verfügbaren Werken durch genaue Quellenangaben kenntlich gemacht hast. Diese Aussagen gehören zu genau dieser Vorlage. Übernimm sie nicht ungeprüft für andere Dokumente.
Trenne Inhalt und Anwendung. Der Inhalt sind die Aussagen im Muster, die Anwendung ist die Prüfung deines eigenen Dokuments. Die Frage dazu: Sind die Aussagen des Musters für deinen Text nachvollziehbar geprüft, und hast du alle Angaben vollständig eingetragen?
Wer wissenschaftliches Schreiben verbessern möchte, kann die Erklärung als Anlass nehmen, die Nachvollziehbarkeit des eigenen Textes zu prüfen. Eine inhaltliche Untersuchung ersetzt die Vorlage nicht. Auch Bestandteile einer wissenschaftlichen Arbeit legt das Muster nicht fest. Schau deshalb in den offiziellen Unterlagen nach, welche Textsorte du schreibst und wofür die Erklärung dort gebraucht wird.
Verwechsle die Erklärung nicht mit einem allgemeinen Überblick. Ein Überblick beschreibt eine Vorlage, eine Prüfung dokumentiert dagegen, was du an deinem eigenen Text kontrolliert hast. Dafür betrachtest du Aussagen, Hilfsmittel, übernommene Stellen und Quellenangaben einzeln. Fehlt dir eine Information in der Vorlage, suche sie in den offiziellen Unterlagen, statt sie zu ergänzen.

Bestandteile in einer nachvollziehbaren Reihenfolge
Du gehst in fünf Schritten vor. Zuerst legst du die Frage fest. Danach wertest du die Vorlage und ihre Kriterien aus. Dann ordnest du das Material und die Daten. Im vierten Schritt führst du die Prüfung durch. Zum Schluss vergleichst du das Ergebnis mit den Kriterien und prüfst, was das Muster nicht aussagt.
- Frage: Formuliere eine begrenzte Frage zu deiner Arbeit. Bei einem Muster für eine eidesstattliche Erklärung kann sie lauten: Welche Aussagen des Musters treffen auf meine Arbeit zu, und welche Angaben muss ich noch anhand der Vorlage kontrollieren?
- Vorlage: Lies den Mustertext vollständig und markiere die einzelnen Aussagebereiche. Dazu gehören die selbstständige Anfertigung, die ausgewiesenen Hilfsmittel, übernommene Stellen und genaue Quellenangaben. Außerdem nennt der Mustertext Ort, Datum, Unterschrift sowie Vorname und Nachname.
- Kriterien: Gib jeder Aussage ein Prüfkriterium. Bei Hilfsmitteln fragst du, ob sie ausgewiesen sind. Bei übernommenen Stellen fragst du, ob genaue Quellenangaben sie kenntlich machen. Bei den Abschlussangaben fragst du, ob sie geprüft wurden.
- Material: Sammle nur das Material, das du für die Prüfung brauchst: die Vorlage, deine Arbeit, die verwendeten Hilfsmittel und die Nachweise zu übernommenen Stellen. Wer eine Hausarbeit schreiben oder eine Masterarbeit schreiben möchte, findet im Muster allein keine weiteren Vorgaben. Die stehen in den offiziellen Unterlagen.
- Prüfen: Vergleiche die Aussagen des Musters mit den Textstellen und Angaben deines Dokuments. Halte für jede Aussage fest, welches Material sie stützt oder welche Prüfung noch fehlt.
- Ergebnis: Erstelle eine kurze Prüfdokumentation. Sie zeigt, welche Kriterien du geprüft hast, welches Material du genutzt hast und wo die Aussage des Musters endet.
Die fachliche Vorbereitung kann mit Forschungsfrage formulieren beginnen, wenn du deine Prüfung als Forschungs- oder Arbeitsfrage fasst. Eine wissenschaftliche Argumentation brauchst du nur, wenn sie wirklich Teil deiner Prüfung ist. Für die formale Ordnung kann eine Gliederung einer Hausarbeit hilfreich sein, eine zusätzliche Regel für die Erklärung folgt daraus nicht.
Schritt für Schritt von der Vorlage zum Ergebnis
Arbeite mit einem festen Ablauf, bei dem jeder Schritt ein sichtbares Ergebnis hat. So bleibt die Anwendung des Musters prüfbar und du siehst, wo die Vorlage endet und deine eigene Prüfung beginnt.
- Vorlage abgrenzen: Notiere die Bezeichnung der Vorlage und lies nur die Aussagen heraus, die für die Erklärung wichtig sind. Ergebnis: eine Liste der Aussagen, die du prüfst.
- Frage formulieren: Schreibe eine einzelne Frage zu deiner Arbeit und zum vorgesehenen Dokument. Ergebnis: ein klarer Prüfauftrag ohne Annahmen über Stelle, Staat, Frist, Kosten oder Rechtsfolge.
- Aussagen zerlegen: Trenne die Aussage zur eigenständigen Anfertigung von der Aussage zu Hilfsmitteln und von der Aussage zu übernommenen Stellen. Ergebnis: einzelne Prüffelder statt eines unbestimmten Gesamteindrucks.
- Material ordnen: Lege die eigene Arbeit, die ausgewiesenen Hilfsmittel und die Nachweise zu übernommenen Stellen getrennt ab. Ergebnis: eine nachvollziehbare Materialliste.
- Text prüfen: Vergleiche jede übernommene Stelle mit ihrer Quellenangabe und kontrolliere, ob die Erklärung die einschlägige Aussage des Musters abbildet. Ergebnis: eine Zuordnung zwischen Textstelle, Nachweis und Prüfkriterium.
- Formularangaben prüfen: Kontrolliere die im Muster genannten Angaben für Ort, Datum, Unterschrift, Vorname und Nachname. Ergebnis: eine eigene Liste der formalen Angaben.
- Grenzen festhalten: Markiere Aussagen, die das Muster nicht abdeckt. Ergebnis: Du siehst, was belegt ist und was noch offen bleibt.
Bei der Quellenprüfung kann Literaturverzeichnis erstellen ein passender Schritt sein, wenn du die Nachweise deiner Arbeit ordnest. Für einzelne Belege kann Quellenangaben richtig zitieren als Prüfschwerpunkt dienen. Welche Zitierweisen du verwenden sollst, steht nicht in dieser Vorlage. Schau dafür in die offiziellen Unterlagen. Das gilt ebenso für deutsche Zitierweise und Harvard-Zitierweise: Sie bezeichnen nur die jeweilige Zitierform und sind keine Vorgabe für das Muster.
Wenn die Prüfung methodische Entscheidungen umfasst, nimm die Methoden wissenschaftlicher Arbeiten nur insoweit hinzu, wie du sie für deine Frage brauchst. Die Begriffe qualitative und quantitative Forschung musst du nicht automatisch voneinander abgrenzen. Prüfe, ob deine Aufgabe diese Unterscheidung überhaupt verlangt.
Kurzes Beispiel für eine eigene Anwendung
Das folgende Muster orientiert sich an den Aussagen der Vorlage. Die Angaben, die zu deiner Arbeit passen müssen, bleiben offen. Du füllst den Text aus und gleichst ihn danach mit deiner Arbeit ab.
Selbstständigkeitserklärung
Hiermit erkläre ich an Eides Statt, dass ich diese Arbeit selbstständig angefertigt und dabei nur die ausgewiesenen Hilfsmittel verwendet habe.
Stellen, die ich aus gedruckten Werken oder aus im Internet verfügbaren Werken übernommen habe, habe ich durch genaue Quellenangaben kenntlich gemacht. Dies gilt sowohl für Übernahmen im Wortlaut als auch für Übernahmen dem Sinn nach.
Ort: [Ort]
Datum: [Datum]Unterschrift: [Unterschrift]
Vorname: [Vorname]
Nachname: [Nachname]
Fülle die fünf Platzhalter erst aus, nachdem du den Text deiner Arbeit geprüft hast. Sieh die verwendeten Hilfsmittel durch und vergleiche übernommene Stellen mit ihren Quellenangaben. So bezieht sich die Erklärung auf konkrete Punkte: die selbstständige Anfertigung, die verwendeten Hilfsmittel und die Kennzeichnung von Übernahmen.
Eine kleine Übersicht hilft dir bei der Prüfung:
| Prüfpunkt | Eigene Unterlage | Ergebnis |
|---|---|---|
| Hilfsmittel | Liste der verwendeten Hilfsmittel | abgeglichen |
| Übernommene Stellen | Textstelle und Quellenangabe | abgeglichen |
| Abschlussangaben | Ort, Datum und Name | eingetragen |
Das Thema Plagiat vermeiden bedeutet hier nur: Du gleichst übernommene Stellen mit ihren Quellenangaben ab. Zu rechtlicher Wirkung, Fristen oder dazu, wer ein bestimmtes Dokument verlangt, sagt dieses Muster nichts.

Fachliche Abgrenzung und formale Prüfung
Der Abschlusscheck hat zwei Teile: die inhaltliche Abgrenzung und die formale Prüfung. Beide beziehen sich auf die Vorlage und auf deine Arbeit.
Inhaltliche Abgrenzung:
- Hast du deine Frage ausdrücklich formuliert?
- Hast du die Vorlage vollständig als Bezugspunkt festgelegt?
- Sind die Aussagen zu eigenständiger Anfertigung, ausgewiesenen Hilfsmitteln, übernommenen Stellen und Quellenangaben getrennt geprüft?
- Ist das benötigte Material benannt und geordnet?
- Ist dein Vorgehen so dokumentiert, dass eine andere Person die Zuordnung zwischen Aussage, Material und Ergebnis nachvollziehen kann?
- Behauptest du nur das, was die Vorlage tatsächlich trägt?
- Sind nicht gesicherte Angaben zu Institution, Zuständigkeit, Staat, Recht, Frist, Kosten oder Folgen offen geblieben?
Formale Prüfung:
- Sind die im Muster genannten Angaben für Ort und Datum kontrolliert?
- Sind Unterschrift sowie Vorname und Nachname als eigene Abschlussangaben berücksichtigt?
- Sind übernommene Stellen mit genauen Quellenangaben kenntlich gemacht, soweit dies im eigenen Text geprüft werden soll?
- Wurde die formale Kontrolle nicht mit einer fachlichen Aussage über die Bedeutung des Dokuments vermischt?
Kannst du ein Prüffeld nicht beantworten, ersetze die Vermutung durch eine konkrete Handlung: Lies die Vorlage erneut, suche die offiziellen Unterlagen heraus oder notiere den offenen Punkt. Ein allgemeiner Überblick über ein Muster für eine eidesstattliche Deklaration ist dann ausreichend, wenn du ihn nicht als fertiges Ergebnis deiner eigenen Dokumentprüfung ausgibst.
Für die sprachliche Überarbeitung des eigenen Textes kannst du wissenschaftliches Schreiben und die genannten Quellenprüfungen getrennt betrachten. Die Erklärung selbst enthält nur die Aussagen aus dem Mustertext. Alles Weitere prüfst du an deinem Dokument und an den offiziellen Unterlagen.
Quellen und Stand
- Muster-Eidesstattliche Erklärung: www.geku.uni-passau.de (geprüft am 2026-08-30)
Der Überblick „Ein Muster für eine eidesstattliche Erklärung anwenden“ ordnet das Thema vollständig ein.