Manuskript einreichen: Diogenes und Kampa im direkten Vergleich

Diogenes oder Kampa: Einreichweg, Unterlagen und Fristen im Vergleich

Lesezeit ca. 7 Min. · zuletzt aktualisiert: 30. September 2026 · Buch veröffentlichen

Diogenes bevorzugt den E-Mail-Weg, Kampa schreibt ihn als einzigen Kanal vor. Diogenes bittet um Exposé und Leseprobe von höchstens 30 Seiten, Kampa um das Manuskript mit Kurzvita. Schweigen gilt bei Diogenes nach sechs Monaten als Absage, bei Kampa nach zwölf Wochen. Diese Seite legt die belegten Unterschiede zwischen den beiden Häusern nebeneinander.

Einreichweg im Vergleich: E-Mail bei beiden, aber unterschiedlich verbindlich

Diogenes und Kampa setzen beide auf die E-Mail, unterscheiden sich aber darin, wie streng sie diesen Weg vorschreiben. Beim Diogenes Verlag gilt die E-Mail als bevorzugter Einreichweg. Die Hinweisseite bittet darum, das Exposé mit dem eigenen Namen sowie der eigenen Mailadresse zu versehen, damit der Verlag sich bei Interesse melden kann. Die Adresse des Verlags selbst ist auf der Seite gegen automatisches Auslesen geschützt und wird hier deshalb nicht angegeben.

Beim Kampa Verlag ist der Weg verbindlicher geregelt: Manuskripte werden dort ausschließlich per E-Mail angenommen. Die Seite nennt dafür die Adresse manuskripte[at]kampaverlag.ch. Die Schreibweise [at] dient als Schutz vor automatischem Auslesen und steht für das At-Zeichen. Wer Kinder- und Jugendbücher für den Atlantis Verlag einreichen möchte, schickt diese an eine eigene Mailadresse dieses Imprints und nicht an die für Kampa-Manuskripte vorgesehene Adresse.

Tabelle: Frage, Diogenes, Kampa
FrageDiogenesKampa
EinreichwegE-Mail bevorzugtAusschließlich per E-Mail (manuskripte[at]kampaverlag.ch)
UnterlagenExposé (1 bis 2 Seiten) und Leseprobe (max. 30 Seiten)Manuskript, Exposé und Kurzvita
Post und DatenträgerHandschrift und USB nicht geprüftPost und persönliche Abgabe ausgeschlossen
HaftungKeine Haftung übernommenKeine Haftung für postalische Sendungen
RückmeldungNur bei Interesse; keine EingangsbestätigungNur bei Interesse; keine Absagemails
Frist (Schweigen = Absage)Nach 6 MonatenNach 12 Wochen

Diogenes und Kampa verbinden damit beide den Einreichweg mit dem digitalen Kanal, unterscheiden sich aber in der Verbindlichkeit. Diogenes nennt die E-Mail als bevorzugten Kanal, während Kampa ihn als einzigen festlegt. Texte in Handschrift sowie Einsendungen per USB-Stick werden bei Diogenes grundsätzlich nicht geprüft. Diese Frage, über welchen Kanal ein Verlag Manuskripte entgegennimmt, gehört zu den ersten Punkten, die vor einer Einsendung zu klären sind, da ein falscher Weg zur Folge haben kann, dass der Text überhaupt nicht gesichtet wird. Wer die eigenen Unterlagen vor dem Versand inhaltlich und formal überprüfen lassen möchte, kann für diesen Schritt einen Manuskript-Check in Anspruch nehmen.

Diogenes oder Kampa: der Ablauf in drei Schritten

Unterlagen im Vergleich: Leseprobe oder vollständiges Manuskript?

Beide Verlage verlangen unterschiedliche Unterlagen. Diogenes bittet um ein Exposé, das das Buchprojekt auf ein bis zwei Seiten vorstellt, sowie um eine Leseprobe von höchstens 30 Seiten. Eine Vita, ein gesondertes Anschreiben oder ein bestimmtes Dateiformat schreibt die Seite an dieser Stelle nicht vor. Wer ein Romanprojekt strukturiert darlegen möchte und wissen will, wie ein solches Dokument aufgebaut wird, findet beim Exposé für den Roman eine Anleitung zu Aufbau und Umfang.

Kampa fordert ein anderes Paket: das Manuskript, ein Exposé sowie eine Kurzvita. Die Seite verwendet dabei ausdrücklich den Begriff Manuskript, nicht den Begriff Leseprobe. Einen Höchstumfang, eine Seitenzahl oder ein Dateiformat schreibt die Seite nicht vor. Ein gesondertes Anschreiben gehört nach den dortigen Hinweisen ebenfalls nicht zum verlangten Paket.

Damit besteht ein klarer Unterschied in dem, was die jeweilige Seite verlangt: Diogenes benennt einen klar begrenzten Textausschnitt, Kampa das Manuskript zusammen mit einer Kurzvita. Daraus folgt nicht, dass Diogenes ein vollständiges Manuskript ablehnt oder dass Kampa jedes eingereichte Manuskript unabhängig von seiner Länge annimmt. Die Seiten geben nur Auskunft darüber, welche Unterlagen für die Erstsichtung verlangt werden, nicht darüber, nach welchen inhaltlichen Kriterien eine Entscheidung getroffen wird. Wer beide Anforderungslisten nebeneinanderlegt, sieht, dass Diogenes den Umfang des eingesandten Texts begrenzt, während Kampa diesen Punkt offenlässt.

Programm und Genrehinweise: Schwerpunkte und Ausschlüsse

Das Programmprofil beider Verlage steht auf der jeweiligen Manuskriptseite. Diogenes beschreibt sein Programm als vorwiegend belletristisch ausgerichtet. Einzelne Genres nennt die Seite weder als ausdrücklich erwünscht noch als ausgeschlossen. Der Schwerpunkt Belletristik ist damit das einzige Orientierungsmerkmal, das diese Seite zum Thema Genres enthält. Wer Verlag finden möchte und gezielt nach einem Haus für ein bestimmtes Genre sucht, muss sich bei Diogenes allein an diesem Schwerpunkt orientieren.

Kampa beschreibt sein Programm detaillierter. Das Verlagsprogramm umfasst deutschsprachige und internationale Belletristik, Klassiker und moderne Klassiker, eine umfangreiche Krimiliste sowie ausgewählte Geschenkbücher. Die Seite hält Einsendende außerdem dazu an, vor dem Versand zu überlegen, ob das eigene Projekt in dieses Bild passt. Erst wer diese Frage für sich bejaht, soll die Unterlagen einschicken.

Kampa veröffentlicht zusätzlich eine Aufzählung von Bereichen, die nicht zum Verlagsprogramm gehören. Lyrik und historische Romane zählen dazu, ebenso Science-Fiction oder Fantasy. Auch Horror, Esoterik und Erotik verlegt der Verlag nach eigener Angabe nicht. Fotobände, populäre Sachbücher, Fachbücher und Ratgeberliteratur nennt die Seite ebenfalls. Diogenes listet solche Ausschlüsse nicht auf. Daraus folgt nicht, dass Diogenes alle dort nicht genannten Genres annimmt, und nicht, dass Kampa jedes Genre akzeptiert, das nicht in seiner Ausschlussliste steht. Beide Seiten machen nur Angaben zum Schwerpunkt beziehungsweise zu den ausgeschlossenen Bereichen, nicht zu Annahmewahrscheinlichkeiten oder Redaktionsentscheidungen.

Post, Originale und Haftung: Was physisch geschickt wird, kommt nicht zurück

Wer ein Manuskript einreicht und sich anschließend Buch-Lektorat wünscht, sollte von Anfang an wissen, dass physische Einsendungen bei beiden Verlagen nicht zurückkommen. Diogenes erläutert auf seiner Hinweisseite, dass die hohe Zahl der täglich eintreffenden Manuskripte eine Rücksendung von Unterlagen ausschließt. Der Verlag bittet deshalb ausdrücklich darum, keine Originale zu schicken, und übernimmt keine Haftung. Wer dennoch Papier schickt, muss damit rechnen, dass es nicht zurückkommt.

Beim Kampa Verlag gilt eine noch schärfere Regelung. Postalisch gesandte oder persönlich abgegebene Manuskripte, Bildmaterial, Datenträger und vergleichbare Materialien werden nach eigener Angabe des Verlags weder entgegengenommen noch geprüft noch zurückgeschickt. Auch für diese Materialien übernimmt der Verlag keine Haftung. Eine Übergabe am Verlagssitz ist damit kein alternativer Einreichweg.

Beide Häuser lassen physisches Material ohne Rücksendung und ohne Haftung. Bei Diogenes kommt Papier nicht zurück und Originale sind ausdrücklich unerwünscht. Kampa schließt Post und persönliche Abgabe von vornherein aus, sodass diese Wege erst gar nicht offenstehen. In beiden Fällen ergibt sich daraus, dass für eine Einsendung ausschließlich digitale Dateien per E-Mail in Betracht kommen. Wer trotzdem ein Original schickt, verliert es ohne Anspruch auf Rückgabe, da beide Verlage die Haftung ausdrücklich ausschließen.

Rückmeldung und Fristen: Schweigen gilt bei beiden als Absage

Wer ein Manuskript einschickt, bekommt von Diogenes keine Eingangsbestätigung. Laut eigener Aussage des Verlags werden unverlangt eingesandte Texte nicht erfasst, weshalb sich daraus auch kein Prüfstatus ableiten lässt. Auf der Hinweisseite steht ausdrücklich, dass Nachfragen zum Bearbeitungsstand unterbleiben sollen. Zwischen dem Absenden und einer möglichen Antwort gibt es also keine Kommunikation vom Verlag. Wer statt der Direkteinsendung einen anderen Weg prüfen möchte, findet beim Thema Literaturagentur finden weiterführende Hinweise.

Absagebriefe verschickt Diogenes nach eigener Aussage in der Regel nicht. Bleibt eine Antwort über einen Zeitraum von sechs Monaten aus, gilt das Schweigen als Ablehnung. Nur wenn der Verlag Interesse hat, nimmt er Kontakt auf und fragt nach weiterem Material. Eine Frist, innerhalb derer diese Meldung im Fall des Interesses eintrifft, nennt die Seite nicht.

Kampa verfährt ähnlich, setzt aber eine andere Zeitspanne an. Aufgrund der hohen Zahl täglich eingehender Einsendungen sieht sich der Verlag nach eigener Aussage nicht in der Lage, ausführliche Rückmeldungen zu geben oder Absagen zu formulieren. Bei Interesse meldet Kampa sich von sich aus. Wer nach zwölf Wochen keine Nachricht erhalten hat, kann davon ausgehen, dass das eingereichte Projekt für keines der Programme des Verlags in Betracht kommt. Auch Kampa bittet darum, auf Anfragen zum Bearbeitungsstand zu verzichten. Bei beiden Häusern gilt damit: Schweigen ist Absage, bei Diogenes nach sechs Monaten, bei Kampa nach zwölf Wochen. Wer das weiß, kann seine Erwartungen an die Kommunikation nach der Einsendung realistisch einordnen.

Diogenes oder Kampa: Prüfliste mit vier Punkten

Dateien und Löschung: Was nach der Wartezeit passiert

Was mit eingesandten Dateien nach der Sichtung geschieht, beantwortet Diogenes auf seiner Hinweisseite vergleichsweise klar. Sobald die sechs Monate verstrichen sind, die als Wartezeitraum gelten, löscht der Verlag nach eigener Aussage die eingegangenen Dateien unwiderruflich. Weitere Angaben zum Datenschutz oder zur Speicherdauer während der Sichtungsphase enthält die Seite nicht. Wer also digitale Dateien einsendet, muss mit einer Löschung nach Ablauf dieser Frist rechnen. Bereits bei der Vorbereitung der Einsendung kann es hilfreich sein, die eigenen Texte sorgfältig zu überarbeiten; wer wissen möchte, wie ein überzeugender Klappentext entsteht und sich vom Exposé unterscheidet, findet dazu gesonderte Hinweise.

Die Manuskriptseite des Kampa Verlags macht zur Löschung eingesandter Dateien keine Angabe.

Die Unterschiede zwischen beiden Häusern sind damit auch bei diesem Punkt deutlich: Bei Diogenes ist belegt, dass Dateien nach dem Ablauf der genannten Frist unwiderruflich beseitigt werden. Bei Kampa bleibt diese Frage nach dem aktuellen Stand der Manuskriptseite offen, da dort kein entsprechender Hinweis steht. Daraus ergibt sich keine Wertung zugunsten eines der beiden Verlage. Es lässt sich nur festhalten, dass zu diesem Punkt unterschiedlich viel Information vorliegt und dass Autorinnen und Autoren diese Frage bei Kampa gegebenenfalls direkt an den Verlag richten müssten. Bis zu einer solchen Klärung gilt lediglich, was die Seite enthält, und das ist zur Dateispeicherung und -löschung keine Aussage.

Quellen und Stand

Der Überblick „Manuskript einreichen: Diogenes und Kampa im direkten Vergleich“ ordnet das Thema vollständig ein.

Soll dein Manuskript vor dem Versand sprachlich geprüft werden?

Datei hochladen

Häufige Fragen zu Diogenes und Kampa

Brauche ich für eine Einsendung bei Diogenes eine Vita oder ein Anschreiben?

Die Hinweisseite des Diogenes Verlags schreibt an dieser Stelle keine Vita, kein Anschreiben und kein Dateiformat vor. Gebeten wird um ein Exposé von ein bis zwei Seiten sowie eine Leseprobe von höchstens 30 Seiten.

Welche Genres verlegt Kampa ausdrücklich nicht?

Die Manuskriptseite des Kampa Verlags nennt Genres, die nicht verlegt werden: Lyrik sowie historische Romane, außerdem Science-Fiction und Fantasy. Auch Horror, Esoterik und Erotik gehören dazu. Fotobände, populäre Sachbücher, Fachbücher und Ratgeberliteratur führt die Seite ebenfalls auf. Für Genres außerhalb dieser Aufzählung macht die Seite keine Zusage zur Annahme.

Was geschieht mit einem Paket, das ich per Post an Kampa schicke?

Der Kampa Verlag kann postalisch gesandte Manuskripte und ähnliche Materialien nach eigener Angabe weder annehmen noch prüfen noch zurückschicken. Für solche Sendungen übernimmt der Verlag keine Haftung.

Schreibt Diogenes eine Absage, wenn das Manuskript nicht passt?

Nein. Der Diogenes Verlag schreibt nach eigener Aussage in der Regel keine Absagebriefe. Wer innerhalb von sechs Monaten keine Antwort erhält, soll das als Ablehnung werten. Eine schriftliche Absage ist damit nicht zu erwarten.

Bekomme ich von Diogenes eine Eingangsbestätigung?

Nein. Der Diogenes Verlag registriert unverlangt eingesandte Manuskripte nach eigener Angabe nicht und sagt damit auch keine Eingangsbestätigung zu. Eine Auskunft zum Stand der Prüfung gibt der Verlag ebenfalls nicht.

Warum verlangt Kampa das Manuskript statt einer Leseprobe?

Die Manuskriptseite des Kampa Verlags verwendet den Begriff Manuskript und nicht den Begriff Leseprobe. Die Seite nennt weder einen Höchstumfang noch ein Dateiformat. Ein gesondertes Anschreiben verlangt sie ebenfalls nicht. Daraus folgt nicht, dass Manuskripte jeder Länge angenommen werden.

Wofür steht [at] in der Kampa-Manuskriptadresse?

Die Schreibweise [at] in der Adresse manuskripte[at]kampaverlag.ch dient als Schutz vor automatischem Auslesen und steht für das At-Zeichen. Kinder- und Jugendbücher für den Atlantis Verlag gehören an eine eigene Adresse dieses Imprints, nicht an diese Adresse.

Unsere Partner