Einen Datenbereinigungsplan nachvollziehbar aufbauen

Datenbereinigungsplan erstellen

Lesezeit ca. 8 Min. · zuletzt aktualisiert: 15. August 2026 · Weitere Tipps für Studium und wissenschaftliches Arbeiten

Ein Datenbereinigungsplan kann als eigene Anwendung aus den für einen Datenmanagementplan belegten Dokumentations- und Prüfpunkten entwickelt werden. Halte Qualitätsprüfungen, Zuständigkeiten und Zeitpunkte nachvollziehbar fest.

Den Zweck des Datenbereinigungsplans klar festlegen

Beim Erstellen eines Datenbereinigungsplans entsteht eine eigene Anwendung aus belegten Prüfpunkten für einen Datenmanagementplan. Der Bonner DMP-Leitfaden nennt die Dokumentation von Verarbeitung, Analyse, Aufbereitung und Bereinigung. Nutze diese Punkte als Rahmen für den eigenen Plan, statt sie als allgemeine Definition eines Datenbereinigungsplans auszugeben. Notiere zu jedem Punkt, was im eigenen Material festgehalten werden soll. Ergänze Qualitätsprüfungen zu Vollständigkeit, Konsistenz, Integrität, fehlenden oder fehlerhaften Werten und Duplikaten. Halte außerdem fest, welche Personen und welche Zeitpunkte für diese Prüfungen vorgesehen sind.

Lege den Zweck des Dokuments als nachvollziehbare Sammlung dieser Angaben fest. Beginne mit Verarbeitung, Analyse, Aufbereitung und Bereinigung und ordne danach die passenden Qualitätsprüfungen zu. Für einen Punkt ohne belegte Grundlage formuliere eine Prüfung statt einer Behauptung. Ermittle beispielsweise, ob der Punkt einen der vier Arbeitsbereiche oder eine benannte Qualitätsprüfung betrifft. Beim Thema wissenschaftliches Schreiben kann der Plan als eigener Textteil betrachtet werden. Die Bestandteile einer wissenschaftlichen Arbeit geben dabei Anlass, den Plan von anderen Textteilen abzugrenzen. Wer eine Hausarbeit schreiben möchte, kann prüfen, ob die Dokumentation im eigenen Text gesondert dargestellt werden soll. Wer eine Masterarbeit schreiben will, kann dieselbe Prüfung für die vorgesehenen Arbeitsschritte vornehmen.

Überarbeite die Endfassung anhand einer sichtbaren Zuordnung. Ein Abschnitt beschreibt entweder einen der vier Bereiche oder eine Qualitätsprüfung mit den dazu vorgesehenen Personen und Zeitpunkten. Prüfe bei fehlenden oder fehlerhaften Werten und bei Duplikaten, welche Angabe für die Dokumentation noch fehlt. Ergänze keine Aussage über Vorgaben, Folgen oder Anforderungen, solange das eigene Material sie nicht trägt. Für offene Angaben notiere eine konkrete Prüffrage, etwa welche Person für die Kontrolle fehlender Werte vorgesehen ist. So bleibt der Datenbereinigungsplan eine eigene, aus den genannten Dokumentations- und Prüfpunkten entwickelte Anwendung.

Konkrete Schritte zu Datenbereinigungsplan erstellen

Bausteine in einer nachvollziehbaren Reihenfolge ordnen

Baue den Datenbereinigungsplan in einer Reihenfolge auf, die vom Zweck zu den Arbeitsbereichen und danach zu den Qualitätsprüfungen führt. Zuerst steht der Zweck: Verarbeitung, Analyse, Aufbereitung und Bereinigung werden im Plan dokumentiert. Danach prüfst du die Zielgruppe anhand der eigenen Vorgaben. Diese Entscheidung bleibt getrennt von der Frage, welche zuständigen Personen für die beschriebenen Aufgaben festgelegt werden. Anschließend sammelst du die erforderlichen Bausteine aus den vorliegenden Vorgaben. Als Bausteine stehen Verarbeitung, Analyse, Aufbereitung, Bereinigung, Vollständigkeit, Konsistenz, Integrität, fehlende oder fehlerhafte Werte, Duplikate, zuständige Personen und Zeitpunkte zur Verfügung.

  1. Zweck und Zielgruppe: Benenne die Dokumentation der vier Arbeitsbereiche und prüfe die Zielgruppe anhand der eigenen Vorgaben.
  2. Arbeitsbereiche: Ordne Verarbeitung, Analyse, Aufbereitung und Bereinigung als getrennte Punkte.
  3. Qualitätsprüfungen: Beschreibe für jeden passenden Punkt die Prüfung von Vollständigkeit, Konsistenz, Integrität, fehlenden oder fehlerhaften Werten oder Duplikaten.
  4. Zuständigkeit und Zeitpunkt: Halte bei den Prüfungen getrennt fest, welche Person und welcher Zeitpunkt festgelegt werden.
  5. Endkontrolle: Prüfe, ob alle genannten Bereiche und Prüfgegenstände im Text vorkommen und miteinander verbunden sind.

Die Reihenfolge soll nicht nach Seitenzahl entstehen. Eine Gliederung einer Hausarbeit kann als Orientierung für eine erkennbare Abfolge dienen, ersetzt aber nicht die inhaltliche Zuordnung der Planbausteine. Die Forschungsfrage formulieren zu wollen, ist ein separater Arbeitsschritt; im Plan bleibt nur das stehen, was die Dokumentation der genannten Verarbeitungsschritte oder Qualitätsprüfungen trägt. Auch wissenschaftliche Argumentation verlangt keine nachträglich erfundenen Verknüpfungen: Verbinde Abschnitte nur dort, wo der Plan von einem Arbeitsschritt zu einer zugehörigen Qualitätsprüfung führt.

Arbeite den Text anschließend mit Quellen und Querverweisen aus, ohne ungestützte Ergänzungen einzubauen. Ein Quellenverweis gehört zu der Aussage, die er trägt. Literaturverzeichnis erstellen und Quellenangaben richtig zitieren sind dafür passende weiterführende Arbeitsschritte. Wenn eine Zitierweise ausgewählt werden soll, prüfe die vorhandenen Vorgaben; Zitierweisen, deutsche Zitierweise und Harvard-Zitierweise sind Themen, die getrennt vom Inhalt der Qualitätsprüfung behandelt werden. In der Endfassung kontrollierst du Vollständigkeit der Bausteine und Anschlussfähigkeit der Übergänge: Auf einen Arbeitsbereich folgt nur eine inhaltlich passende Prüfung oder eine festgelegte Zuständigkeit mit Zeitpunkt.

Schrittweise von der Sammlung zur Endfassung

  1. Zweck notieren: Schreibe auf, dass Verarbeitung, Analyse, Aufbereitung und Bereinigung dokumentiert werden. Ergebnis: Ein klarer Dokumentationsrahmen.
  2. Zielgruppe prüfen: Ermittle anhand der eigenen Projektvorgaben, an wen sich der Plan richtet. Ergebnis: Eine festgehaltene oder als offen markierte Zielgruppe ohne Annahmen.
  3. Zuständigkeiten prüfen: Ermittle getrennt von der Zielgruppe, welche zuständigen Personen im Plan festgelegt werden sollen. Ergebnis: Eine offene oder benannte Zuständigkeitsliste ohne Vermutungen.
  4. Bausteine sammeln: Übernimm die vier Arbeitsbereiche sowie Vollständigkeit, Konsistenz, Integrität, fehlende oder fehlerhafte Werte und Duplikate als Prüfpunkte. Ergebnis: Eine vollständige Arbeitsliste der belegten Bausteine.
  5. Reihenfolge festlegen: Stelle erst die Arbeitsbereiche dar und ordne danach die zu prüfenden Qualitätsaspekte zu. Ergebnis: Eine lesbare Abfolge von Dokumentation und Kontrolle.
  6. Verknüpfungen ausarbeiten: Verbinde jeden Prüfpunkt mit dem Arbeitsbereich, in dem er behandelt wird, und ergänze die festzulegende Person sowie den Zeitpunkt. Ergebnis: Nachvollziehbare Querverweise innerhalb des Plans.
  7. Quellen prüfen: Prüfe zu jeder Tatsachenbehauptung, ob eine Quelle sie trägt; fehlt sie, ersetze die Behauptung durch eine konkrete Prüfhandlung. Ergebnis: Ein Text ohne unbelegte Zusatzbehauptungen.
  8. Endfassung kontrollieren: Prüfe alle Bausteine, Übergänge, Zuständigkeiten und Zeitpunkte erneut. Ergebnis: Eine prüfbare Endfassung.

Methoden wissenschaftlicher Arbeiten können bei der Einordnung weiterer Arbeitsmaterialien geprüft werden. qualitative und quantitative Forschung sind ebenfalls Begriffe, deren Bezug zum eigenen Vorhaben geprüft werden muss, bevor sie in den Plan aufgenommen werden. Der Datenbereinigungsplan selbst bleibt bei den dokumentierten Bereichen und den ausdrücklich genannten Qualitätsprüfungen. Für einen nicht abgedeckten Schritt lautet die Handlung nicht: eine Regel annehmen. Sie lautet: Ermittle im vorhandenen Material, ob der Schritt dokumentiert werden soll und welche Person sowie welcher Zeitpunkt festzulegen sind.

Kurzes Beispiel für einen durchgängigen Plan

Ein Arbeitsprojekt soll einen Datenbereinigungsplan erstellen. Die verantwortliche Person beginnt mit einem Abschnitt zur Verarbeitung und notiert darunter, dass die Vollständigkeit geprüft werden soll. Danach folgt ein Abschnitt zur Analyse; dort wird die Konsistenz als Prüfpunkt aufgenommen. Im Abschnitt Aufbereitung steht die Integrität als Prüfpunkt. Im Abschnitt Bereinigung werden fehlende oder fehlerhafte Werte sowie Duplikate genannt. Zu jedem Prüfpunkt bleibt ein Feld, in dem die zuständige Person und der Zeitpunkt festgelegt werden.

Für die Ausarbeitung verbindet die Person die Aussage zur Verarbeitung mit dem Prüfpunkt Vollständigkeit und die Aussage zur Bereinigung mit den Prüfgegenständen fehlende oder fehlerhafte Werte und Duplikate. Sie ergänzt Quellen dort, wo sie Tatsachenbehauptungen verwendet, und prüft die Querverweise zwischen Arbeitsbereich und Kontrolle. Sie baut keine Gliederung nur nach Seitenzahl. Ebenso ergänzt sie erforderliche Belege oder Verknüpfungen nicht nachträglich, sondern ordnet sie während der Ausarbeitung dem passenden Baustein zu. Zum Schluss streicht sie eine Aussage, für die kein tragender Nachweis vorliegt, und ersetzt sie durch die Aufgabe, den betreffenden Punkt zu prüfen.

Das Beispiel trennt den Plan von angrenzenden Schreibaufgaben. Plagiat vermeiden betrifft die Prüfung von Übernahmen und Belegen; diese Prüfung wird nur dann als eigener Punkt aufgenommen, wenn vorhandene Vorgaben sie für den Plan tragen. Das Ergebnis des Beispiels ist ein Text mit vier dokumentierten Arbeitsbereichen, benannten Qualitätsprüfungen sowie Feldern für Person und Zeitpunkt. Mehr wird nicht behauptet.

Konkreter Abschlusscheck zu Datenbereinigungsplan erstellen

Inhaltliche Abgrenzung und formale Endkontrolle

Inhaltliche Abgrenzung: Prüfe zuerst den Zweck: Dokumentiert der Text Verarbeitung, Analyse, Aufbereitung und Bereinigung? Prüfe die Zielgruppe getrennt anhand der eigenen Vorgaben. Prüfe außerdem, ob zuständige Personen und Zeitpunkte für die Prüfungen festgelegt sind. Prüfe die Vorgaben darauf, ob sie die verwendeten Bausteine tragen. Prüfe dann die Bausteine einzeln: Vollständigkeit, Konsistenz, Integrität, fehlende oder fehlerhafte Werte und Duplikate. Enthält der Text einen zusätzlichen Punkt ohne tragende Grundlage, entferne ihn oder formuliere eine konkrete Prüfung.

  • Ist jeder Arbeitsbereich als Verarbeitung, Analyse, Aufbereitung oder Bereinigung erkennbar?
  • Ist jeder Qualitätsaspekt einem passenden Arbeitsbereich zugeordnet?
  • Sind Zielgruppe, zuständige Personen und Zeitpunkte als getrennte Punkte geprüft?
  • Sind Quellen bei Tatsachenbehauptungen vorhanden und Querverweise zwischen den zugehörigen Abschnitten nachvollziehbar?
  • Wurde geprüft, ob die Reihenfolge vom Zweck über die Bausteine zur Kontrolle führt?

Formale Endkontrolle: Prüfe getrennt davon, ob alle im Plan verwendeten Begriffe einheitlich geschrieben sind, ob die Überschriften den Inhalt wiedergeben und ob die Querverweise auf vorhandene Abschnitte zeigen. Prüfe außerdem, ob die Quellenangaben vollständig an der Aussage stehen, die sie belegen. Die formale Prüfung beantwortet nicht, ob ein weiterer Qualitätsaspekt erforderlich ist; diese Frage gehört zur inhaltlichen Abgrenzung und wird anhand der Vorgaben geprüft.

Die abschließende Kontrolle umfasst Zweck, Zielgruppe, Vorgaben, Bausteine, Reihenfolge, Quellen, Querverweise und die Endkontrolle selbst. Fehlt bei einem dieser Punkte eine Grundlage, formuliere eine konkrete Prüfaufgabe. Auf diese Weise bleibt der Datenbereinigungsplan an Verarbeitung, Analyse, Aufbereitung, Bereinigung und den benannten Qualitätsprüfungen anschlussfähig.

Quellen und Stand

Das Thema „Einen Datenbereinigungsplan nachvollziehbar aufbauen“ wird hier als Gesamtzusammenhang aufgegriffen.

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Häufige Fragen zu Datenbereinigungsplan erstellen

Welche Arbeitsbereiche dokumentiert ein Datenbereinigungsplan nach dem Bonner DMP-Leitfaden?

Der Bonner DMP-Leitfaden nennt Verarbeitung, Analyse, Aufbereitung und Bereinigung als zu dokumentierende Bereiche.

Welche Qualitätsaspekte sollen im Plan geprüft werden?

Die Qualitätsprüfungen sollen Vollständigkeit, Konsistenz, Integrität, fehlende oder fehlerhafte Werte sowie Duplikate abdecken.

Was ist bei Zuständigkeiten im Datenbereinigungsplan festzuhalten?

Für die Qualitätsprüfungen sind zuständige Personen festzulegen.

Welche zeitliche Angabe gehört zu den Qualitätsprüfungen?

Neben den zuständigen Personen sind Zeitpunkte für die Qualitätsprüfungen festzulegen.

Wie gehe ich mit einem zusätzlichen Planpunkt ohne belegte Grundlage um?

Prüfe konkret, ob der Punkt Verarbeitung, Analyse, Aufbereitung, Bereinigung oder einen der genannten Qualitätsaspekte betrifft. Lässt sich diese Zuordnung nicht belegen, formuliere keine Tatsachenbehauptung dazu.

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