Einen Datenbereinigungsplan nachvollziehbar aufbauen
Datenbereinigungsplan erstellen
Ein Datenbereinigungsplan kann sich an den im DMP-Leitfaden genannten Dokumentations- und Qualitätsaspekten orientieren. Halte für die im Projekt relevanten Prüfungen Zuständigkeiten und Zeitpunkte nachvollziehbar fest.
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Die Erstellung eines Datenbereinigungsplans hier, die Kette von der Forschungslücke bis zur Aussage dort: neun Designs mit Stärke und Grenze, die Wege der Erhebung, die Operationalisierung in sechs Schritten, die Gütekriterien und ein Raster für das eigene Design.
Den Zweck eines Datenbereinigungsplans klar festlegen
Beim Erstellen eines Datenbereinigungsplans können die Hinweise eines Datenmanagementplans als Orientierung dienen. Der Bonner DMP-Leitfaden nennt für die Dokumentation unter anderem Verarbeitung, Analyse, Aufbereitung und Bereinigung. Nutze diese Punkte als Rahmen für den eigenen Plan, statt sie als allgemeine Definition eines Datenbereinigungsplans auszugeben. Notiere zu jedem Punkt, was im eigenen Material festgehalten werden soll. Berücksichtige bei Bedarf Qualitätsaspekte wie Vollständigkeit, Konsistenz, Integrität, fehlende oder fehlerhafte Werte sowie Duplikate. Halte außerdem fest, welche Personen und welche Zeitpunkte für die vorgesehenen Prüfungen relevant sind.
Lege den Zweck des Dokuments als nachvollziehbare Sammlung dieser Angaben fest. Beginne mit Verarbeitung, Analyse, Aufbereitung und Bereinigung und ordne danach die passenden Qualitätsprüfungen zu. Für einen Punkt ohne gesicherte Grundlage formuliere eine Frage statt einer Behauptung. Kläre beispielsweise, ob der Punkt einen der Arbeitsbereiche oder einen Qualitätsaspekt betrifft. Beim Stichwort wissenschaftliches Schreiben gilt: Du kannst den Plan als eigenen Textteil führen, wenn die Projektvorgaben das vorsehen. Die Bestandteile einer wissenschaftlichen Arbeit helfen, den Plan von anderen Textteilen abzugrenzen. Wer eine Hausarbeit schreiben oder eine Masterarbeit schreiben möchte, prüft anhand der Vorgaben, ob die Dokumentation gesondert dargestellt werden soll.
Überarbeite die Endfassung anhand einer eindeutigen Zuordnung. Jeder Abschnitt widmet sich entweder einem der vier Bereiche oder einer Qualitätsprüfung mit den dafür vorgesehenen Personen und Zeitpunkten. Prüfe bei fehlenden oder fehlerhaften Werten sowie bei Duplikaten, welche Angabe für die Dokumentation noch fehlt. Notiere für unklare Stellen eine präzise Frage, etwa welche Person für die Kontrolle fehlender Werte vorgesehen ist. So bleibt der Datenbereinigungsplan eine eigene Anwendung der genannten Dokumentations- und Prüfpunkte.

Bausteine in einer nachvollziehbaren Reihenfolge ordnen
Baue den Datenbereinigungsplan in einer Reihenfolge auf, die vom Zweck über die Arbeitsbereiche zu den Qualitätsprüfungen führt. Am Anfang steht der Zweck: Verarbeitung, Analyse, Aufbereitung und Bereinigung werden im Plan dokumentiert. Im zweiten Schritt bestimmst du die Zielgruppe anhand deiner internen Vorgaben. Diese Wahl hältst du getrennt von der Frage, welche zuständigen Personen für die Tätigkeiten festgelegt werden. Danach sammelst du die erforderlichen Bausteine aus den vorliegenden Vorgaben. Verfügbar sind Verarbeitung, Analyse, Aufbereitung, Bereinigung, Vollständigkeit, Konsistenz, Integrität, fehlende oder fehlerhafte Werte, Duplikate, zuständige Personen und Zeitpunkte.
- Zweck und Zielgruppe: Nenne die Dokumentation der vier Arbeitsbereiche und prüfe die Zielgruppe anhand deiner Vorgaben.
- Arbeitsbereiche: Trenne Verarbeitung, Analyse, Aufbereitung und Bereinigung in separate Einträge.
- Qualitätsprüfungen: Erläutere für jeden passenden Punkt die Prüfung von Vollständigkeit, Konsistenz, Integrität, fehlenden oder fehlerhaften Werten oder Duplikaten.
- Zuständigkeit und Zeitpunkt: Halte bei jeder Kontrolle getrennt fest, welche Person und welcher Zeitpunkt festgelegt werden.
- Endkontrolle: Prüfe, ob alle genannten Bereiche und Prüfgegenstände im Text vorkommen und miteinander verbunden sind.
Die Reihenfolge soll nicht nach Seitenzahl entstehen. Eine Gliederung einer Hausarbeit kann als Orientierung für eine erkennbare Abfolge dienen, ersetzt aber nicht die inhaltliche Zuordnung der Planbausteine. Willst du eine Forschungsfrage formulieren, ist das ein eigener Schritt; im Plan bleibt nur das stehen, was die Dokumentation der genannten Verarbeitungsschritte oder Qualitätsprüfungen trägt. Auch wissenschaftliche Argumentation verlangt keine nachträglich erfundenen Verknüpfungen: Verbinde Abschnitte nur dort, wo der Plan von einem Schritt zu einer zugehörigen Qualitätsprüfung führt.
Arbeite den Text anschließend mit Quellen und Querverweisen aus, ohne ungestützte Ergänzungen einzubauen. Ein Quellenverweis gehört zu der Aussage, die er trägt. Literaturverzeichnis erstellen und Quellenangaben richtig zitieren sind dafür passende weiterführende Themen. Wenn eine Zitierweise ausgewählt werden soll, prüfe die vorhandenen Vorgaben; Zitierweisen, deutsche Zitierweise und Harvard-Zitierweise sind Themen, die getrennt vom Inhalt der Qualitätsprüfung behandelt werden. In der Endfassung kontrollierst du Vollständigkeit der Bausteine und Anschlussfähigkeit der Übergänge: Auf einen Arbeitsbereich folgt nur eine inhaltlich passende Prüfung oder eine festgelegte Zuständigkeit mit Zeitpunkt.
Schrittweise von der Sammlung zur Endfassung
- Zweck notieren: Halte fest, dass Verarbeitung, Analyse, Aufbereitung und Bereinigung dokumentiert werden. Ergebnis: Ein eindeutiger Dokumentationsrahmen.
- Zielgruppe prüfen: Ermittle anhand der eigenen Projektvorgaben, an wen sich der Plan richtet. Ergebnis: Eine dokumentierte oder als unbestimmt gekennzeichnete Zielgruppe ohne Annahmen.
- Zuständigkeiten prüfen: Ermittle getrennt von der Zielgruppe, welche zuständigen Personen im Plan festgelegt werden sollen. Ergebnis: Eine offene oder benannte Zuständigkeitsliste ohne Vermutungen.
- Bausteine zusammenführen: Berücksichtige die vier Arbeitsbereiche sowie Vollständigkeit, Konsistenz, Integrität, fehlende oder fehlerhafte Werte und Duplikate als mögliche Prüfaspekte. Ergebnis: Eine Liste der Bausteine, die für das Projekt gelten.
- Reihenfolge festlegen: Stelle zuerst die Arbeitsbereiche dar und ordne danach die zu prüfenden Qualitätsaspekte zu. Ergebnis: Eine lesbare Abfolge von Dokumentation und Kontrolle.
- Zusammenhänge herstellen: Verbinde jeden Prüfpunkt mit dem Arbeitsbereich, in dem er behandelt wird, und ergänze die festzulegende Person sowie den Zeitpunkt. Ergebnis: Nachvollziehbare Querverweise innerhalb des Plans.
- Nachweise sichern: Prüfe zu jeder Tatsachenbehauptung, ob eine Quelle sie stützt; fehlt sie, ersetze die Behauptung durch eine konkrete Frage. Ergebnis: Ein Text, in dem jede Behauptung eine Quelle hat.
- Endfassung kontrollieren: Prüfe alle Bausteine, Übergänge, Zuständigkeiten und Zeitpunkte erneut. Ergebnis: Eine geprüfte Endfassung.
Methoden wissenschaftlicher Arbeiten können bei der Einordnung weiterer Arbeitsmaterialien eine Rolle spielen. Die qualitative und quantitative Forschung sind nur dann in den Plan aufzunehmen, wenn ihr Bezug zum Vorhaben und zu den Projektvorgaben geklärt ist. Der Datenbereinigungsplan selbst bleibt bei den dokumentierten Bereichen und den für das Projekt festgelegten Qualitätsprüfungen. Für einen nicht abgedeckten Schritt kläre anhand des vorhandenen Materials, ob er dokumentiert werden soll und welche Person sowie welcher Zeitpunkt festzulegen sind.
Kurzes Beispiel für einen durchgängigen Plan
Eine verantwortliche Person erstellt einen Datenbereinigungsplan für ein Arbeitsprojekt. Sie beginnt mit einem Abschnitt zur Verarbeitung und notiert darin, dass die Vollständigkeit geprüft werden soll. Danach folgt ein Abschnitt zur Analyse, in dem die Konsistenz als Prüfpunkt aufgenommen wird. Im Abschnitt Aufbereitung steht die Integrität als Prüfpunkt. Im Abschnitt Bereinigung werden fehlende oder fehlerhafte Werte sowie Duplikate genannt. Zu jedem Prüfpunkt sieht der Plan ein Feld vor, in dem die zuständige Person und der Zeitpunkt festgelegt werden.
Für die Ausarbeitung verbindet die Person die Aussage zur Verarbeitung mit dem Prüfpunkt Vollständigkeit und die Aussage zur Bereinigung mit den Prüfgegenständen fehlende oder fehlerhafte Werte und Duplikate. Sie ergänzt Quellen dort, wo sie Tatsachenbehauptungen verwendet, und prüft die Querverweise zwischen Arbeitsbereich und Kontrolle. Sie baut keine Gliederung nur nach Seitenzahl. Ebenso ergänzt sie erforderliche Belege oder Verknüpfungen nicht nachträglich, sondern ordnet sie während der Ausarbeitung dem passenden Baustein zu. Zum Schluss streicht sie eine Aussage, für die kein tragender Nachweis vorliegt, und ersetzt sie durch die Aufgabe, den betreffenden Punkt zu prüfen.
Das Beispiel trennt die Planung von angrenzenden Schreibaufgaben. Plagiat vermeiden betrifft die Prüfung von Übernahmen und Belegen; diese Prüfung wird nur dann als eigener Punkt aufgenommen, wenn vorhandene Vorgaben sie für den Plan tragen. Das Ergebnis des Beispiels ist ein Text mit vier dokumentierten Arbeitsbereichen, benannten Qualitätsprüfungen sowie Feldern für Person und Zeitpunkt. Mehr wird nicht behauptet.

Inhaltliche Abgrenzung und formale Endkontrolle
Inhaltliche Abgrenzung: Prüfe zuerst den Zweck: Dokumentiert der Text Verarbeitung, Analyse, Aufbereitung und Bereinigung? Prüfe die Zielgruppe getrennt anhand der eigenen Vorgaben. Prüfe außerdem, ob zuständige Personen und Zeitpunkte für die Prüfungen festgelegt sind. Prüfe die Vorgaben darauf, ob sie die verwendeten Bausteine tragen. Prüfe dann die Bausteine einzeln: Vollständigkeit, Konsistenz, Integrität, fehlende oder fehlerhafte Werte und Duplikate. Enthält der Text einen zusätzlichen Punkt ohne tragende Grundlage, entferne ihn oder formuliere eine konkrete Prüfung.
- Ist jeder Arbeitsbereich als Verarbeitung, Analyse, Aufbereitung oder Bereinigung erkennbar?
- Ist jeder Qualitätsaspekt einem passenden Arbeitsbereich zugeordnet?
- Sind Zielgruppe, zuständige Personen und Zeitpunkte als getrennte Punkte geprüft?
- Sind Quellen bei Tatsachenbehauptungen vorhanden und Querverweise zwischen den zugehörigen Abschnitten nachvollziehbar?
- Führt die Struktur logisch vom Zweck über die Bausteine zur Kontrolle?
Formale Endkontrolle: Prüfe getrennt davon, ob alle im Plan verwendeten Begriffe einheitlich geschrieben sind, ob die Überschriften den Inhalt wiedergeben und ob die Querverweise auf vorhandene Abschnitte zeigen. Prüfe außerdem, ob die Quellenangaben vollständig an der Aussage stehen, die sie belegen. Die formale Prüfung beantwortet nicht, ob ein weiterer Qualitätsaspekt erforderlich ist; diese Frage gehört zur inhaltlichen Abgrenzung und wird anhand der Vorgaben geprüft.
Diese abschließende Kontrolle umfasst Zweck, Zielgruppe, Vorgaben, Bausteine, Reihenfolge, Quellen und Querverweise. Fehlt bei einem dieser Punkte eine Grundlage, formuliere eine konkrete Frage dazu. So bleibt der Datenbereinigungsplan auf die für das Projekt dokumentierten Schritte und Qualitätsprüfungen bezogen.
Quellen und Stand
- DMP-Leitfaden der Universität Bonn: www.forschungsdaten.uni-bonn.de (zuletzt geprüft am 2026-09-30)