Was bedeutet Zusatzurlaub im Wörterbuch?
Zusatzurlaub ist im DWDS als Substantiv verzeichnet
Du willst Zusatzurlaub sprachlich sauber einordnen, etwa für eine Hausarbeit oder ein Anschreiben? Hier erfährst du, welche Angaben der DWDS-Eintrag liefert, wie du ihn prüfst und wo die Grenzen liegen.
Zusatzurlaub: was der DWDS-Eintrag belegt
Wer nach der Bedeutung von Zusatzurlaub sucht, findet im DWDS zuerst eine grammatische Einordnung: Das Wort ist dort als Substantiv verzeichnet. Daneben nennt der Eintrag typische Wortverbindungen, unter anderem Anspruch und Arbeitstag. Die weiteren Angaben bestehen aus Verwendungsbeispielen. Weitere Angaben ziehen wir auf dieser Seite nicht heran, und daran richtet sich alles Folgende aus.
Ziel dieser Seite ist, dass du den Eintrag selbst richtig prüfen kannst. Du lernst, die Wortart zu notieren, die genannten Verbindungen festzuhalten und die Beispiele aufmerksam zu lesen. So kannst du Zusatzurlaub in einem eigenen Text verwenden, ohne mehr hineinzulesen, als tatsächlich dasteht. Wenn du beim Schreiben zusätzlich auf die Rechtschreibung achten willst, schlag Zweifelsfälle getrennt von der Wortfrage nach.
Die Grenzen sind genauso wichtig wie das Ziel. Diese Seite liefert keine eigene Bedeutungsdefinition, keine Angabe zur Zahl der Tage, keine Voraussetzungen und keine Rechtsgrundlage. Auch zur Herkunft des Wortes, zu seiner Häufigkeit oder zur Abgrenzung von anderen Urlaubsarten findest du hier nichts, weil dafür kein Beleg vorliegt. Zahlen und Fristen nennen wir bewusst nicht. Hast du eine solche Frage zu deiner eigenen Situation, ermittle die zuständige Stelle aus offiziellen Unterlagen und richte deine Frage dorthin, nicht an ein Wörterbuch.
Die Entscheidung, die vor dir liegt, lautet also: Brauchst du nur eine sprachliche Einordnung, zum Beispiel für eine Seminararbeit, ein Protokoll oder ein Bewerbungsschreiben? Oder brauchst du eine verbindliche Auskunft zu deinem Fall? Für das Erste ist der Eintrag dein Ausgangspunkt. Für das Zweite wendest du dich an die Stelle, die für deinen Fall zuständig ist. Wenn du außerdem allgemeine Rechtschreibregeln nachschlagen willst, halte auch das von der Wortfrage getrennt.
Möchtest du deinen fertigen Text zusätzlich technisch prüfen lassen, kannst du verschiedene Rechtschreibprogramme miteinander vergleichen und danach in Ruhe das passende auswählen.

Schritt für Schritt den Eintrag prüfen
- Eintrag aufrufen: Ruf den DWDS-Eintrag zu Zusatzurlaub auf und lies ihn vollständig, bevor du etwas in deine Notizen übernimmst.
- Wortart notieren: Halte fest, dass dort Substantiv als Wortart angegeben ist, und schreib das Datum deines Abrufs dazu. Wie du ein Substantiv im eigenen Satz schreibst, klärst du danach getrennt über die Groß- und Kleinschreibung.
- Wortverbindungen lesen: Sieh dir die typischen Verbindungen an. Notiere, dass Anspruch und Arbeitstag genannt sind, ohne daraus einen Inhalt abzuleiten.
- Verwendungsbeispiele lesen: Lies die Beispielsätze in Ruhe. Notiere nur, in welchem Satzzusammenhang das Wort vorkommt, nicht welche Regelung du dahinter vermutest.
- Zuständige Stelle oder Person bestimmen: Kläre aus deinen Studienunterlagen, wer deine Arbeit betreut, und richte sprachliche Rückfragen dorthin. Für eine Frage zu deinem eigenen Urlaub ermittle die zuständige Stelle aus offiziellen Unterlagen, etwa aus deinem Arbeitsvertrag oder aus schriftlichen Informationen deines Arbeitgebers.
- Ergebnis dokumentieren: Schreib Wortart, die beiden Verbindungen, deine Notizen zu den Beispielen und deine offenen Fragen auf. Leg danach den nächsten Schritt fest, zum Beispiel eine Rückfrage stellen oder einen eigenen Satz in deinen Text einarbeiten.
Ein kurzes Beispiel: Mira schreibt für ein Seminar eine kleine Analyse von Stellenanzeigen und stößt dabei auf das Wort Zusatzurlaub. Sie ruft den DWDS-Eintrag auf, notiert Substantiv als Wortart und hält fest, dass Anspruch und Arbeitstag als Verbindungen genannt sind. Danach liest sie die Verwendungsbeispiele und formuliert einen eigenen, neutralen Satz: „In der Anzeige wird Zusatzurlaub erwähnt.“ Eine Aussage dazu, wie viele Tage gemeint sein könnten, schreibt sie nicht. Ihre offene Frage, wie sie das Wort in ihrer Analyse einordnen soll, notiert sie und schickt sie an ihre Betreuerin.
Dein eigener Satz bleibt dein Text, also behandle ihn beim Überarbeiten wie jeden anderen Satz. Kontrollier die Kommasetzung und achte bei Zitaten auf die Zeichensetzung.
Halte bei jeder Wortrecherche fest, welche Quelle du wann abgerufen hast, und formuliere eng an dem, was dort steht. Achte darauf, dass dein Satz die Angaben nicht erweitert. Hinweise für wissenschaftliches Schreiben findest du auf einer eigenen Seite.
Typische Fehler beim Nachschlagen vermeiden
Eine Bedeutung erfinden: Ein erster Fehler ist, eine Bedeutungsangabe zu formulieren, die der Eintrag nicht enthält. Wenn du schreibst, Zusatzurlaub bedeutet dieses oder jenes, behauptest du eine Definition, die du nicht belegt hast. Bleib bei dem, was du notiert hast: Wortart, Verbindungen und Beispiele.
Aus Belegstellen Regeln ableiten: Ein zweiter Fehler ist, aus einzelnen Belegstellen eine Anspruchsdauer oder eine Rechtsgrundlage abzuleiten. Ein Verwendungsbeispiel zeigt einen Satz, keine Regelung. Taucht darin eine Zahl oder ein Gesetz auf, ist das kein Nachweis für deinen Fall. Lies aus dem Eintrag auch keine Abgrenzung zu anderen Urlaubsarten heraus.
Annahmen mit Regeln verwechseln: Dass Anspruch als Verbindung genannt ist, sagt nichts darüber, ob du oder jemand anderes einen Anspruch hat. Trenne in deinen Notizen sichtbar, was belegt ist und was du nur vermutest, zum Beispiel in zwei Spalten mit den Überschriften „belegt“ und „offen“.
Nachweise und Rückfragen aufschieben: Notiere Quelle und Abrufdatum sofort, solange der Eintrag noch geöffnet ist. Stell offene Fragen früh, solange du deinen Text noch ändern kannst, statt sie bis zur Abgabe liegen zu lassen.
Sprachliche Nebenfragen gehören nicht in deine Wortnotiz, sondern in einen eigenen Prüfschritt. Bist du unsicher, ob du ein Wort zusammen oder getrennt schreibst, prüf die Getrennt- und Zusammenschreibung eigens. Brauchst du eine Mehrzahlform, schlag die Pluralbildung nach, statt sie zu raten.
Die Belegprüfung bleibt deine Aufgabe. Prüf die Angaben im Eintrag selbst, statt sie dir von Rechtschreibprogrammen bestätigen zu lassen. Begegnet dir eine ältere Schreibweise, ordne sie über die Seite zur Rechtschreibreform ein, statt sie mit der Wortfrage zu vermischen.

Checkliste zum Abschluss
- Wortart Substantiv aus dem DWDS-Eintrag belegt und mit Abrufdatum notiert
- Verbindung Anspruch im Eintrag geprüft und ohne eigene Deutung notiert
- Verbindung Arbeitstag im Eintrag geprüft und ohne eigene Deutung notiert
- Verwendungsbeispiele gelesen und den Satzzusammenhang notiert
- keine Bedeutungsdefinition, Zahl, Frist oder Rechtsgrundlage ergänzt
- zuständige Quelle oder Stelle festgehalten: DWDS für die sprachlichen Angaben, für Fragen zu deinem Fall die Stelle aus deinen offiziellen Unterlagen
- persönlichen nächsten Schritt festgelegt, etwa eine Rückfrage stellen oder den eigenen Satz einarbeiten
Lies deinen eigenen Satz zum Schluss noch einmal laut. Willst du Wörter ersetzen, nimm Synonyme nur aus einer Quelle, die du ebenfalls angibst. Bei Kürzeln schau auf der Seite Abkürzungen richtig schreiben nach.
Bleib bei jedem weiteren Wort beim selben Vorgehen. Für weitere Begriffe aus Stellenanzeigen kannst du die Sammlung zu Wortbedeutungen und Abkürzungen nutzen und das grammatische Geschlecht über die Seite Artikel der, die und das klären.
Überleg zuletzt, in welche Textart dein Satz gehört, etwa in eine Hausarbeit, ein Protokoll oder ein Anschreiben. Einen Überblick über Textformen findest du auf einer eigenen Seite.
So zitieren Sie diese Seite
Stand: 26. Oktober 2026korrektur.de. (2026, 26. Oktober). Zusatzurlaub: Bedeutung im Wörterbuch richtig prüfen. korrektur.de. https://korrektur.de/zusatzurlaub
„Zusatzurlaub: Bedeutung im Wörterbuch richtig prüfen.“ korrektur.de, 26. Okt. 2026, korrektur.de/zusatzurlaub. Zugriff 26. Okt. 2026.
korrektur.de (2026) Zusatzurlaub: Bedeutung im Wörterbuch richtig prüfen. Verfügbar unter: https://korrektur.de/zusatzurlaub (Zugriff: 26. Oktober 2026).
korrektur.de. „Zusatzurlaub: Bedeutung im Wörterbuch richtig prüfen.“ Zuletzt geändert 26. Oktober 2026. https://korrektur.de/zusatzurlaub.
korrektur.de. Zusatzurlaub: Bedeutung im Wörterbuch richtig prüfen [online]. 2026 [Zugriff am 26.10.2026]. Verfügbar unter: https://korrektur.de/zusatzurlaub
Quellen und Stand
- Offizielle Quelle: www.dwds.de (geprüft am 2026-10-23)