Was bedeutet zukommen lassen?
zukommen lassen Bedeutung: Jemandem etwas zukommen lassen heißt
Kündigt dir jemand in einer Hochschul-E-Mail an, dir etwas zukommen zu lassen, willst du wissen, was gemeint ist. Hier erfährst du, was die Wendung laut DWDS ausdrückt und wie du sie selbst sicher verwendest.
Was die Wendung zukommen lassen bedeutet
Wer in einer Nachricht liest, man werde ihm etwas zukommen lassen, will wissen, was genau gemeint ist. Der DWDS-Eintrag zu zukommen erklärt die Wendung so: Jemandem etwas zukommen lassen heißt, es ihm zuteilwerden oder angedeihen zu lassen. Geht es um einen Bescheid, eine Botschaft, eine Nachricht oder eine Mitteilung, steht die Wendung im Sinne von übermitteln und zuschicken. Für diesen Zusammenhang nennt das Wörterbuch außerdem die Umschreibung in die Hände spielen.
Das Ziel dieser Seite ist klar umrissen: Du sollst die Wendung verstehen und in eigenen Sätzen passend einsetzen können. Ebenso klar sind die Grenzen. Hier steht nur, was die genannte Passage des Wörterbucheintrags festhält. Angaben zu Herkunft, Häufigkeit, Stilwert oder einer Fachsprache findest du hier bewusst nicht. Auch Zahlen oder Fristen nennt diese Seite nicht, etwa dazu, wann eine angekündigte Unterlage bei dir eintrifft. Die zitierte Passage enthält keine Angabe dazu, wann oder auf welchem Weg etwas geschickt wird. Diese Angaben klärst du direkt mit dem Absender.
Die Frage, was ein Ausdruck bedeutet, gehört thematisch zu den Wortbedeutungen und Abkürzungen. Sobald du die Wendung selbst in einen Text übernimmst, kommt zusätzlich die Rechtschreibung ins Spiel. Prüf deshalb beide Seiten: zuerst den Sinn, danach die Form.

Schritt für Schritt zur passenden Verwendung
Wenn du die Wendung verstehen oder selbst benutzen willst, hilft dir ein fester Ablauf. So trennst du sauber zwischen dem, was das Wörterbuch belegt, und dem, was du im Einzelfall noch klären musst.
- Bedeutung bestimmen: Lies den DWDS-Eintrag zu zukommen und such dort die Stelle zur Wendung jemandem etwas zukommen lassen. Notier dir beide Lesarten: zuteilwerden lassen sowie übermitteln oder zuschicken bei Bescheid, Botschaft, Nachricht oder Mitteilung.
- Verwendung prüfen: Frag dich, was in deinem Satz weitergegeben wird. Ist es eine Mitteilung, passt die Lesart übermitteln. Geht es um etwas, das jemandem zuteilwird, passt die andere Lesart.
- Eigenes Beispiel formulieren: Schreib einen kurzen Satz, der zu deiner Situation passt, zum Beispiel: Die Betreuerin lässt den Studierenden die Rückmeldung zukommen.
- Zuständige Stelle oder Person bestimmen: Für die Bedeutung ist der Wörterbucheintrag deine Quelle. Für Fragen zur Sendung selbst ermittelst du den Absender und eine Kontaktmöglichkeit aus der Nachricht oder aus offiziellen Unterlagen und richtest deine Rückfrage dorthin.
- Ergebnis dokumentieren: Halte fest, welche Lesart du gewählt hast, wo du sie nachgeschlagen hast und welche Frage noch offen ist. Leg dann deinen nächsten Schritt fest.
Ein kurzes Ablaufbeispiel: Lena bekommt eine E-Mail aus dem Sekretariat ihres Instituts. Darin steht, man werde ihr die Unterlagen zur Hausarbeit zukommen lassen. Lena schlägt den DWDS-Eintrag nach und erkennt, dass hier eine Übermittlung gemeint ist. Offen bleibt für sie, auf welchem Weg die Unterlagen kommen. Sie notiert sich diese Frage und schreibt dem Sekretariat eine kurze Rückfrage. In ihrem eigenen Antwortsatz verwendet sie die Wendung selbst: Ich warte darauf, dass mir das Institut die Unterlagen zukommen lässt.
Beim Schreiben deines Beispielsatzes lohnt ein zweiter Blick auf die Form. Gleiche die Getrennt- und Zusammenschreibung der Wendung mit dem Wörterbucheintrag ab, statt sie aus dem Gedächtnis zu übernehmen. Achte auch auf die Groß- und Kleinschreibung, wenn die Wendung am Satzanfang steht.
Suchst du für deinen Text Synonyme, sieh dir die im Eintrag genannten Umschreibungen wie übermitteln oder zuschicken an. Prüf dann, ob die gewählte Umschreibung zu deinem Text passt, und berücksichtige dabei die Textformen, etwa eine E-Mail oder eine Hausarbeit. Begründe deine Wahl kurz in deinen Notizen.
Typische Fehler beim Verstehen der Wendung
Ein erster Stolperstein liegt in der Bedeutung selbst. Setz die Wendung nicht mit einer räumlichen Bedeutung von zukommen gleich. Die herangezogene Passage beschreibt zuteilwerden lassen sowie übermitteln und zuschicken, aber keine Bewegung im Raum. Behaupte außerdem keine Fachbedeutung, etwa aus dem Recht oder der Verwaltung. Eine solche Zuordnung trägt der zitierte Abschnitt des Eintrags nicht.
Ein zweiter Fehler entsteht, wenn du Annahmen mit Regeln verwechselst. Dass dir eine Formulierung vertraut vorkommt, macht sie noch nicht zur Regel. Prüf deshalb jede Aussage über die Wendung an einer Quelle, statt sie aus dem Gefühl heraus festzulegen. Das gilt auch für allgemeine Rechtschreibregeln: Schlag nach, statt zu raten. Falls du alte Schreibweisen im Kopf hast, vergleiche sie mit dem aktuellen Stand, bevor du dich auf die Rechtschreibreform berufst.
Ein dritter Fehler betrifft die Organisation. Schieb Nachweise und Rückfragen nicht auf. Wenn dir jemand etwas zukommen lassen will und du nicht weißt, was oder wie, frag sofort nach und bewahre die Antwort auf. Notier dir ebenso gleich, wo du die Bedeutung nachgelesen hast. Später fällt es dir schwerer, die Quelle wiederzufinden.
Achte zuletzt auf den Satzbau rund um die Wendung. Prüf die Kommasetzung, wenn du die Wendung in einen Nebensatz einbaust. Kontrolliere auch die übrige Zeichensetzung, besonders bei Beispielsätzen in Anführungszeichen.

Checkliste zum Abschluss
Bevor du deinen Text abschickst oder abgibst, geh die folgenden Punkte der Reihe nach durch. So stellst du sicher, dass du die Wendung verstanden hast und sie passend einsetzt.
- Bedeutung prüfen: Hast du die Lesart zuteilwerden lassen oder übermitteln und zuschicken am DWDS-Eintrag bestätigt?
- Kontext der Mitteilung prüfen: Geht es in deinem Satz um einen Bescheid, eine Botschaft, eine Nachricht oder eine Mitteilung? Dann passt die Lesart übermitteln.
- Schreibung der Wendung prüfen: Stimmt deine Schreibweise mit dem Wörterbucheintrag überein?
- Beispielsatz prüfen: Ergibt dein eigener Satz Sinn, und ist klar, wer wem was zukommen lässt?
- Zuständige Quelle oder Stelle: Weißt du, dass der Wörterbucheintrag für die Bedeutung steht und der Absender für Fragen zur Sendung?
- Persönlicher nächster Schritt: Hast du notiert, was du als Nächstes tust, etwa eine Rückfrage schicken oder deinen Satz überarbeiten?
Für die formale Kontrolle können dir Rechtschreibprogramme einen ersten Hinweis geben. Prüf ihre Vorschläge trotzdem selbst am Wörterbuch, bevor du sie übernimmst. Wenn du die Wendung in einer Hausarbeit nutzt, achte darauf, dass sie zu den Anforderungen an wissenschaftliches Schreiben in deinem Fach passt.
Enthält dein Text weitere Kürzel, schau nach, wie du Abkürzungen richtig schreiben kannst. Bei unsicheren Nomen in deinem Beispielsatz hilft dir der Artikel der, die und das weiter.
Stehen in deinem Satz Wörter wie Unterlage oder Mitteilung in der Mehrzahl, kontrolliere die Pluralbildung gesondert. Hast du alle Punkte abgehakt, ist dein nächster Schritt klar: Schick den Text ab oder stell deine offene Frage an die zuständige Person.
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Stand: 26. Oktober 2026korrektur.de. (2026, 26. Oktober). Zukommen lassen: Bedeutung verständlich erklärt. korrektur.de. https://korrektur.de/zukommenzulassen
„Zukommen lassen: Bedeutung verständlich erklärt.“ korrektur.de, 26. Okt. 2026, korrektur.de/zukommenzulassen. Zugriff 26. Okt. 2026.
korrektur.de (2026) Zukommen lassen: Bedeutung verständlich erklärt. Verfügbar unter: https://korrektur.de/zukommenzulassen (Zugriff: 26. Oktober 2026).
korrektur.de. „Zukommen lassen: Bedeutung verständlich erklärt.“ Zuletzt geändert 26. Oktober 2026. https://korrektur.de/zukommenzulassen.
korrektur.de. Zukommen lassen: Bedeutung verständlich erklärt [online]. 2026 [Zugriff am 26.10.2026]. Verfügbar unter: https://korrektur.de/zukommenzulassen
Quellen und Stand
- Offizielle Quelle: www.dwds.de (geprüft am 2026-10-23)