APA, Harvard und deutsche Zitierweise im Vergleich: So unterscheiden
Wie der Beleg im Text aussieht und wann welche Weise üblich ist
APA, Harvard oder deutsche Zitierweise helfen dabei, Quellen nachvollziehbar zu machen. Sie unterscheiden sich darin, wo der Beleg steht und wie viel davon im Fließtext sichtbar wird. Welche Zitierweise gilt, hängt von den Vorgaben deines Fachbereichs oder deiner Lehrveranstaltung ab.
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Der Unterschied in einer Zeile
Bei der deutschen Zitierweise stehen Quellenangaben häufig in Fußnoten. APA verwendet Autor-Jahr-Nachweise im Text; bei Harvard können sich Zeichensetzung und Literaturverzeichnis je nach Leitfaden unterscheiden.
Fußnoten halten den Fließtext frei, erfordern aber den Blick zur Anmerkung. Belege im Text sind unmittelbar sichtbar und unterbrechen den Satz stärker. Welche Form besser lesbar ist, hängt von Fach, Vorgabe und Text ab.

Wann welche Weise üblich ist
APA ist besonders in Psychologie und weiteren Sozialwissenschaften verbreitet. Für Harvard und Fußnotenzitation bestehen je nach Fachbereich und Hochschule unterschiedliche Leitfäden. Prüfe deshalb die Vorgabe für deine Arbeit.
Entscheidend sind die Vorgaben deines Fachbereichs oder deiner Lehrveranstaltung, nicht allein die Fachtradition. Gibt es keine schriftliche Vorgabe, kläre die Zitierweise mit der betreuenden Person oder dem Fachbereich. Setze die gewählte Zitierweise anschließend konsequent um.
Was in allen drei Fällen gleich bleibt
Fremde Gedanken und wörtliche Übernahmen müssen nach der vorgegebenen Zitierweise belegt werden. Ob jede belegte Quelle zusätzlich im Literaturverzeichnis steht und wie Seiten- oder Fundstellenangaben aussehen, richtet sich nach Stil und institutioneller Vorgabe. APA verlangt bei wörtlichen Zitaten eine genaue Fundstelle; bei Quellen ohne Seitenzählung kann das zum Beispiel ein Abschnitt oder Absatz sein.
Bei Sekundärzitaten solltest du zuerst versuchen, die Ursprungsschrift zu lesen. Ist sie nicht zugänglich, nenne die Originalquelle und die tatsächlich gelesene Quelle nach dem verlangten Zitierstil. In APA steht im Literaturverzeichnis nur die Quelle, die du selbst gelesen hast.
Der gemeinsame Grundsatz lautet: Übernommene Gedanken und Aussagen müssen belegt werden. Die Form des Nachweises richtet sich jedoch nach Zitierstil und institutioneller Vorgabe.

Die Fehler, die in jeder Zitierweise auffallen
Ein häufiger Mangel ist eine uneinheitliche Handhabung innerhalb eines Dokuments: teils gibt es eine Seitenangabe, teils fehlt sie; ebenso variiert die Kommasetzung. Im Quellenverzeichnis wechseln die Formen willkürlich zwischen ausgeschriebenen Vornamen und Initialen.
Achte außerdem auf Verweise auf Quellen, die im Verzeichnis fehlen, sowie auf Einträge, die im Text nicht belegt werden. Ob und wie ein Lektorat Zitationen prüft, klärst du vor der Beauftragung anhand des vereinbarten Umfangs. Weiterführend: Übersicht der Zitierweisen, APA im Detail und Harvard im Detail.
Wie du dir die Umstellung ersparst
Erkennt man erst spät, dass ein anderes Schema verlangt war, droht erheblicher Mehraufwand. Bestimme daher die Vorgaben vor Beginn des Schreibprozesses und hinterlege sie einmalig in deinem Literaturverwaltungsprogramm.
Solltest du dennoch wechseln, passe die Einstellungen des Literaturverwaltungsprogramms an und generiere die Verweise erneut, statt sie weitgehend manuell anzupassen. Manuelle Eingriffe können zu Uneinheitlichkeiten führen.
Zwei Fälle brauchen besondere Aufmerksamkeit: Quellen ohne Autor und Quellen ohne Jahr. Wie Literaturverwaltungsprogramme damit umgehen, hängt vom gewählten Zitierstil ab. Lege für solche Fälle frühzeitig eine Schreibweise nach dem einschlägigen Leitfaden fest und halte sie konsequent ein.