Was bedeutet womöglich?
Womöglich heißt möglicherweise oder eventuell und ist laut DWDS
Womöglich steht für möglicherweise oder eventuell. Hier erfährst du, wie das DWDS das Wort einordnet, wie du deinen eigenen Satz prüfst und welche Fehlgriffe du vermeidest.
Womöglich: Bedeutung und Wortart im Überblick
Wenn du in einem Text auf womöglich stößt, willst du zuerst wissen, was das Wort bedeutet und ob du es selbst sicher einsetzen kannst. Laut DWDS heißt womöglich so viel wie möglicherweise oder eventuell. Ein Satz mit diesem Wort drückt also aus, dass etwas denkbar ist, aber nicht feststeht.
Bei der Wortart ordnet das DWDS womöglich als Adjektiv ein, das meist adverbiell gebraucht wird. Außerdem bildet es keine Steigerung. Formen wie womöglicher oder am womöglichsten passen deshalb nicht zu diesem Eintrag.
Das Ziel dieser Seite ist klar umrissen: Du sollst die Bedeutung bestimmen, den Gebrauch im Satz prüfen und am Ende einen eigenen, passenden Beispielsatz formulieren können. Allgemeine Fragen zur Rechtschreibung gehören nicht hierher, denn es geht nur um dieses eine Wort und seine Verwendung.
Ebenso wichtig sind die Grenzen. Der DWDS-Eintrag verzeichnet neben der Hauptbedeutung eine Lesart, die er als selten und veraltet markiert: soweit oder wenn es möglich ist. Diese Lesart gehört zum vollständigen Bild, ist im Eintrag aber ausdrücklich mit diesen Markierungen versehen. Angaben zur Herkunft, zur Häufigkeit, zu Fristen oder zu Zahlen findest du hier bewusst nicht, weil dafür kein Beleg vorliegt. Wer darüber hinaus Rechtschreibregeln nachschlagen möchte, sollte dafür eigene Nachschlagewerke heranziehen.
Diese Seite ersetzt außerdem keine Vorgaben deines Fachs oder deiner Lehrperson. Wenn du unsicher bist, ob ein Wort in einer Prüfungsleistung zulässig ist, klärst du das mit der Person, die deinen Text bewertet. Fragen zur Groß- und Kleinschreibung oder zur Getrennt- und Zusammenschreibung prüfst du am besten direkt im Wörterbuch, statt nach Gefühl zu entscheiden.

Schritt für Schritt zum sicheren Gebrauch
Gehe beim Prüfen in einer festen Reihenfolge vor. So vermeidest du, dass du dich auf ein vages Sprachgefühl verlässt, und du hast am Ende ein nachvollziehbares Ergebnis.
- Bedeutung bestimmen: Öffne den DWDS-Eintrag zu womöglich und lies die Bedeutungsangabe. Halte fest, dass dort möglicherweise und eventuell genannt werden, und notiere die veraltete Lesart getrennt davon.
- Adverbiellen Gebrauch prüfen: Schau dir deinen Satz an und frag dich, ob womöglich die ganze Aussage einschränkt. Setze probeweise möglicherweise ein. Bleibt der Sinn gleich, passt die Lesart des Eintrags.
- Eigenes Beispiel formulieren: Schreibe einen kurzen Satz aus deinem Alltag, etwa: Die Bibliothek hat womöglich schon geschlossen. So prüfst du, ob du das Wort sicher anwenden kannst.
- Zuständige Person bestimmen: Kläre aus deinen Kursunterlagen oder der Aufgabenstellung, wer deinen Text betreut oder bewertet. An diese Person richtest du Fragen zum Stil.
- Ergebnis dokumentieren: Notiere Bedeutung, Wortart, dein Beispiel und das Datum, an dem du den Eintrag gelesen hast. Lege danach fest, was du als Nächstes tust.
Die Ersatzprobe im zweiten Schritt ist dein wichtigstes Werkzeug. Weil möglicherweise und eventuell im Eintrag als Bedeutung stehen, kannst du sie als Synonyme für den Probetausch nutzen. Lies deinen Satz nach dem Tausch noch einmal vollständig und prüfe die Kommasetzung eigenständig.
Ein kurzes Ablaufbeispiel zeigt, wie das in der Praxis aussieht. Lena schreibt in ihrer Hausarbeit: Die Befragung hat womöglich Lücken. Sie öffnet den DWDS-Eintrag, liest die Bedeutung und ersetzt womöglich probeweise durch möglicherweise. Der Satz behält seinen Sinn, also passt das Wort. Sie notiert Bedeutung, Wortart und das Datum ihrer Recherche. Als nächsten Schritt nimmt sie sich vor, ihre Betreuerin zu fragen, ob für das Fach eine andere Formulierung gewünscht ist.
Gerade wenn es um wissenschaftliches Schreiben geht, lohnt sich diese Rückfrage. Du klärst damit eine Stilfrage bei der Person, die deinen Text betreut, und musst nicht raten, was in deinem Kurs erwartet wird.
Typische Fehler bei womöglich
Der erste Fehler betrifft das Lesen selbst. Lies womöglich nicht als Frage nach einem Ort. Der DWDS-Eintrag nennt als Bedeutung möglicherweise und eventuell, also eine Einschätzung der Möglichkeit und keine Ortsangabe. Ein Satz wie Er kommt womöglich später fragt nicht, wo jemand ist, sondern hält offen, ob etwas eintritt.
Der zweite Fehler betrifft die seltene Lesart. Die Bedeutung soweit oder wenn es möglich ist markiert der Eintrag als selten und veraltet. Gib sie deshalb nicht als heutige Hauptbedeutung aus. Wenn du sie erwähnst, kennzeichne sie ausdrücklich als veraltet. Das gilt ähnlich wie bei Fragen zur Rechtschreibreform: Was früher gegolten hat, beschreibt nicht automatisch den heutigen Stand.
Der dritte Fehler ist die Verwechslung von Annahme und Regel. Ein Eindruck wie klingt zu locker oder passt nicht in eine Hausarbeit ist eine persönliche Einschätzung. Bevor du daraus eine feste Regel machst, prüfe, ob eine Quelle diese Wertung tatsächlich nennt. Auch Rechtschreibprogramme nehmen dir diese Prüfung nicht ab, denn eine Markierung im Text ersetzt keinen Blick in den Eintrag.
Ebenso solltest du keine Steigerung bilden. Das DWDS führt womöglich ohne Steigerung. Formen mit -er oder am -sten sind daher keine Option, auch wenn sie bei anderen Adjektiven selbstverständlich wirken.
Der vierte Fehler ist das Aufschieben von Nachweisen und Rückfragen. Notiere dir den Eintrag sofort, wenn du ihn liest, und nicht erst am Ende deiner Arbeit. Stell auch Stilfragen an deine Betreuung früh, damit du die Antwort noch einarbeiten kannst. Wer Satzzeichen prüft, sollte die Zeichensetzung ebenfalls gleich im Arbeitsgang kontrollieren, statt sie auf später zu verschieben. Wenn du parallel prüfen musst, wie man Abkürzungen richtig schreiben sollte, erledige auch das direkt.

Checkliste für deinen eigenen Satz
Bevor du deinen Text abgibst, gehst du diese Punkte einmal durch. So stellst du sicher, dass du womöglich in der belegten Bedeutung verwendest und deine Prüfung nachvollziehbar bleibt.
- Bedeutung: Meint dein Satz möglicherweise oder eventuell? Bestätige das mit der Ersatzprobe.
- Wortart im DWDS: Hast du notiert, dass der Eintrag womöglich als Adjektiv führt, das meist adverbiell gebraucht wird und keine Steigerung bildet?
- Adverbieller Gebrauch: Schränkt das Wort in deinem Satz die Aussage ein, statt ein Substantiv näher zu beschreiben?
- Eigenes Beispiel: Hast du einen eigenen, kurzen Satz formuliert, der die Bedeutung klar zeigt?
- Veraltete Lesart: Hast du die seltene Bedeutung soweit es möglich ist höchstens als veraltet gekennzeichnet?
- Zuständige Quelle oder Stelle: Weißt du, welcher Eintrag deine Angaben stützt und wer deinen Text bewertet?
- Persönlicher nächster Schritt: Hast du festgelegt, ob du den Satz so lässt, umformulierst oder eine Rückfrage stellst?
Bei einem Wort wie womöglich stellen sich keine Fragen nach dem Artikel der, die und das, weil der Eintrag es nicht als Substantiv führt. Für Begriffe, die du nicht kennst, hilft dir eine Sammlung zu Wortbedeutungen und Abkürzungen weiter.
Aus demselben Grund brauchst du hier keine Pluralbildung zu prüfen. Achte stattdessen darauf, ob dein Satz zu den Textformen passt, die deine Aufgabe verlangt, und kläre das im Zweifel mit deiner Betreuung.
Wenn alle Punkte abgehakt sind, hast du eine belegte Grundlage für deinen Satz. Bewahre deine Notizen auf, damit du sie bei einer späteren Rückfrage schnell zur Hand hast.
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Stand: 26. Oktober 2026korrektur.de. (2026, 26. Oktober). Womöglich: Bedeutung, Wortart und Gebrauch. korrektur.de. https://korrektur.de/womoeglich
„Womöglich: Bedeutung, Wortart und Gebrauch.“ korrektur.de, 26. Okt. 2026, korrektur.de/womoeglich. Zugriff 26. Okt. 2026.
korrektur.de (2026) Womöglich: Bedeutung, Wortart und Gebrauch. Verfügbar unter: https://korrektur.de/womoeglich (Zugriff: 26. Oktober 2026).
korrektur.de. „Womöglich: Bedeutung, Wortart und Gebrauch.“ Zuletzt geändert 26. Oktober 2026. https://korrektur.de/womoeglich.
korrektur.de. Womöglich: Bedeutung, Wortart und Gebrauch [online]. 2026 [Zugriff am 26.10.2026]. Verfügbar unter: https://korrektur.de/womoeglich
Quellen und Stand
- Offizielle Quelle: www.dwds.de (geprüft am 2026-10-23)