Was bedeutet wohlweislich?
Wohlweislich heißt aus gutem Grund und nach gründlicher Überlegung
Du bist beim Lesen oder Schreiben über wohlweislich gestolpert? Hier erfährst du, was das Wort laut DWDS bedeutet, wie du es richtig schreibst und wie du es sicher in einem eigenen Satz einsetzt.
Was wohlweislich bedeutet und wofür dir diese Seite hilft
Laut dem Digitalen Wörterbuch der deutschen Sprache (DWDS) bedeutet wohlweislich, dass jemand aus gutem Grund und nach gründlicher Überlegung handelt. Der Eintrag ordnet das Wort als Adverb ein. Liest du einen Satz wie „Sie hat ihre Notizen wohlweislich doppelt gespeichert“, dann verstehst du ihn so: Die Person hat das mit Überlegung getan und hatte einen guten Grund dafür.
Der DWDS führt außerdem verwandte Wendungen auf, darunter aus gutem Grund, nicht ohne Grund und nicht zufällig. Solche Synonyme kannst du nutzen, um die Bedeutung in eigenen Worten festzuhalten. Ob ein Ersatzausdruck in deinem konkreten Satz wirklich passt, prüfst du am Text selbst und nicht nach Gefühl.
Auch bei der Schreibung gibt derselbe Eintrag Orientierung: Die Variante wohlweißlich mit ß ist dort als ungültig vermerkt. Schreib das Wort deshalb mit einfachem s, also wohlweislich, und kontrolliere diese Stelle beim Korrekturlesen gezielt.
Das Ziel dieser Seite ist klar umrissen: Du sollst die belegte Bedeutung sicher erkennen, die Wortart kennen, die richtige Schreibung anwenden und das Wort in einem eigenen Satz verwenden können. Ebenso klar sind die Grenzen. Der zugrunde liegende Wörterbucheintrag liefert Bedeutung, Wortart, verwandte Ausdrücke und einen Hinweis zur Schreibung. Zu Herkunft, Häufigkeit, Stilwertung oder zur Abgrenzung von ähnlich klingenden Wörtern findest du hier deshalb keine Aussage. Auch Zahlen oder Fristen nennt diese Seite bewusst nicht, weil es um eine reine Wortfrage geht.
Die Entscheidung, die vor dir steht, ist überschaubar: Passt wohlweislich in deinen Satz, und schreibst du es korrekt? Für Fragen, die über dieses eine Wort hinausgehen, schlag gezielt zur Rechtschreibung nach und lies die einschlägigen Rechtschreibregeln, statt Einzelfälle aus dem Gedächtnis zu entscheiden.

So gehst du Schritt für Schritt vor
Mit fünf kurzen Schritten klärst du die Bedeutung, prüfst deinen Satz und hältst das Ergebnis so fest, dass du später darauf zurückgreifen kannst.
- Bedeutung ansetzen: Lies wohlweislich zuerst als „aus gutem Grund“. Denk zusätzlich „nach gründlicher Überlegung“ mit, denn auch das gehört zur belegten Bedeutung.
- Verwendung im Satz prüfen: Setz probeweise „aus gutem Grund“ an die Stelle von wohlweislich. Bleibt der Satz sinnvoll, passt die belegte Bedeutung. Wirkt er schief, formuliere ihn neu, bevor du weiterarbeitest.
- Eigenes Beispiel formulieren: Schreib einen kurzen Satz aus deinem eigenen Alltag oder Studium, in dem jemand mit Überlegung handelt. Lies ihn anschließend laut und prüf, ob die Ersatzprobe mit „aus gutem Grund“ auch hier funktioniert.
- Zuständige Quelle oder Person bestimmen: Für Bedeutung, Wortart und Schreibung ist der DWDS-Eintrag deine Quelle. Für die Frage, ob das Wort in einer bestimmten Hausarbeit gewünscht ist, ermittle aus deinen Kursunterlagen, welche Person deinen Text bewertet, und kläre Stilfragen direkt mit ihr.
- Ergebnis dokumentieren und nächsten Schritt festlegen: Notier Bedeutung, Wortart, Schreibung, die Quelle mit Abrufdatum und deinen Beispielsatz. Leg anschließend fest, was du als Nächstes mit deinem Text tust.
Ein kurzes Ablaufbeispiel zeigt, wie das aussieht. Lena liest in einem Fachaufsatz: „Die Autorin verzichtet wohlweislich auf eine Prognose.“ Sie ersetzt das Wort probeweise durch „aus gutem Grund“, und der Satz bleibt stimmig. Danach schlägt sie im DWDS nach, prüft die Schreibung ohne ß und notiert Eintrag und Abrufdatum. Ihr eigener Satz lautet: „Ich habe die Gliederung wohlweislich vor dem Schreiben mit meiner Betreuerin abgestimmt.“ Als nächsten Schritt nimmt sie sich vor, den Satz bei der Überarbeitung noch einmal im Zusammenhang zu lesen.
Wenn du deinen Satz umstellst, prüf deshalb auch die Kommasetzung und die übrige Zeichensetzung in deiner eigenen Formulierung, bevor du sie übernimmst.
Ein einzelnes Wort ersetzt keine Stilprüfung des ganzen Textes. Arbeitest du parallel an deinem Ausdruck, findest du Hinweise unter dem Stichwort wissenschaftliches Schreiben, und für die Einordnung deiner Arbeit kannst du verschiedene Textformen vergleichen.
Typische Fehler bei Schreibung und Bedeutung
Falsche Schreibung: Der DWDS vermerkt die Schreibung wohlweißlich mit ß ausdrücklich als ungültig. Schreib das Wort deshalb mit einfachem s: wohlweislich. Ob diese Variante früher anders bewertet wurde, geht aus dem Eintrag nicht hervor. Wenn dich alte und neue Schreibweisen grundsätzlich interessieren, lies gesondert zur Rechtschreibreform nach, statt eine Vermutung in deinen Text zu übernehmen.
Bedeutungen dazuerfinden: Der Eintrag nennt die Bedeutung aus gutem Grund und nach gründlicher Überlegung. Über weitere Bedeutungen sagt er nichts. Leg das Wort also nicht auf zusätzliche Lesarten fest, die du nur vermutest oder irgendwo aufgeschnappt hast.
Annahmen mit Regeln verwechseln: Ein Eindruck wie „klingt altmodisch“ oder „passt nur in formelle Texte“ ist eine Annahme, keine Regel. Eine solche Wertung ist für dieses Wort nicht belegt. Prüf deshalb jeden Eindruck, bevor du ihn in deinen Text oder deine Notizen schreibst. Verlass dich bei der Bedeutungsfrage auch nicht allein auf Rechtschreibprogramme, sondern gleiche den Wörterbucheintrag selbst ab.
Nachweise und Rückfragen aufschieben: Notier die Quelle sofort, wenn du nachschlägst, und nicht erst kurz vor der Abgabe. Offene Fragen zum Stil stellst du der zuständigen Person rechtzeitig, statt sie bis zum Schluss mitzuschleppen. Tauchen bei der Durchsicht weitere Unsicherheiten auf, etwa zur Groß- und Kleinschreibung oder zur Getrennt- und Zusammenschreibung, kläre sie in einem Durchgang und halte das Ergebnis schriftlich fest.

Checkliste: Was du abschließend prüfst
Geh diese Punkte durch, bevor du deinen Satz endgültig stehen lässt:
- Bedeutung: Du liest wohlweislich als „aus gutem Grund“ und „nach gründlicher Überlegung“.
- Wortart: Du weißt, dass der DWDS das Wort als Adverb führt.
- Schreibung: Du schreibst wohlweislich ohne ß.
- Eigenes Beispiel: Du hast einen eigenen Satz formuliert und die Ersatzprobe mit „aus gutem Grund“ bestanden.
- Quelle: Du hast den DWDS-Eintrag mit Abrufdatum notiert.
- Zuständige Stelle: Du hast aus deinen Unterlagen ermittelt, wer deinen Text bewertet, und Stilfragen dort geklärt oder vorgemerkt.
- Persönlicher nächster Schritt: Du hast aufgeschrieben, was du als Nächstes tust, zum Beispiel den Absatz im Zusammenhang neu lesen oder eine Rückfrage abschicken.
Halte deine Notizen zu jedem Punkt schriftlich fest, damit du später an einer anderen Stelle im Text nahtlos weiterarbeiten kannst. Stößt du dabei auf weitere unbekannte Begriffe, schlag unter Wortbedeutungen und Abkürzungen nach, und bei Kürzeln hilft dir die Seite Abkürzungen richtig schreiben.
Wohlweislich selbst ist ein Adverb. Bist du in deinem übrigen Text bei einzelnen Nomen unsicher, prüf sie getrennt: Zum grammatischen Geschlecht findest du Hinweise unter Artikel der, die und das, und Mehrzahlformen klärst du über die Pluralbildung.
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Stand: 26. Oktober 2026korrektur.de. (2026, 26. Oktober). Wohlweislich: Bedeutung, Wortart und Schreibung. korrektur.de. https://korrektur.de/wohlweislich
„Wohlweislich: Bedeutung, Wortart und Schreibung.“ korrektur.de, 26. Okt. 2026, korrektur.de/wohlweislich. Zugriff 26. Okt. 2026.
korrektur.de (2026) Wohlweislich: Bedeutung, Wortart und Schreibung. Verfügbar unter: https://korrektur.de/wohlweislich (Zugriff: 26. Oktober 2026).
korrektur.de. „Wohlweislich: Bedeutung, Wortart und Schreibung.“ Zuletzt geändert 26. Oktober 2026. https://korrektur.de/wohlweislich.
korrektur.de. Wohlweislich: Bedeutung, Wortart und Schreibung [online]. 2026 [Zugriff am 26.10.2026]. Verfügbar unter: https://korrektur.de/wohlweislich
Quellen und Stand
- Offizielle Quelle: www.dwds.de (geprüft am 2026-10-23)