Was bedeutet wiederum?
Wiederum heißt abermals oder noch einmal und markiert in anderer
Wiederum hat zwei Lesarten. Hier lernst du, sie zu unterscheiden, im eigenen Text sicher zu prüfen und dein Ergebnis festzuhalten.
Wiederum: Bedeutung und Wortart im Überblick
Stößt du in einer Hausarbeit auf das Wort wiederum, solltest du zuerst seine Bedeutung klären, denn das Wort trägt zwei verschiedene Lesarten. Nach dem DWDS-Wörterbuch steht wiederum einmal für abermals, noch einmal oder ein zweites Mal. In dieser Lesart gilt es als verstärkte Form von wieder. In einer anderen Verwendung zeigt wiederum einen Gegensatz oder einen Wechsel der Perspektive an. Erklärt wird es dann mit dagegen, im Gegensatz dazu oder andererseits. Zur Wortart hält der Eintrag fest: wiederum ist ein Adverb.
Ziel dieser Seite ist, dass du beide Lesarten auseinanderhältst und in deinem eigenen Satz die passende erkennst. Das ist ein Baustein der Arbeit an Wortbedeutungen und Abkürzungen, die du beim Überarbeiten eines Textes leisten kannst. Die Grenzen sind ebenso klar benannt: Zu Herkunft, Häufigkeit, Stilwert oder fachlicher Zuordnung des Wortes macht diese Seite keine Aussage, weil dafür kein Beleg vorliegt. Zahlen, Fristen oder Termine spielen für die Bedeutungsfrage keine Rolle. Abgabetermine und Vorgaben deines Studiengangs liest du deshalb in deinen eigenen Unterlagen nach.
Diese Seite behandelt die Bedeutung von wiederum im Zusammenhang, nicht die Rechtschreibung. Willst du daneben Schreibweisen klären, schlage die Rechtschreibregeln getrennt nach und vermische die beiden Prüffragen nicht.
Wenn du neben der Wortbedeutung auch deinen Stil in der Hausarbeit verbessern willst, findest du Hinweise im Beitrag über wissenschaftliches Schreiben.

Schritt für Schritt die richtige Lesart finden
Prüfe jeden Fund von wiederum einzeln und entscheide nicht aus dem Gefühl heraus. Diese Schritte helfen dir dabei:
- Eintrag lesen: Schlag wiederum im DWDS nach und vergleiche beide Lesarten. Die eine meint eine Wiederholung, die andere einen Gegensatz oder Perspektivwechsel.
- Satzzusammenhang prüfen: Lies den Satz davor und danach. Frag dich, ob etwas ein weiteres Mal geschieht oder ob zwei Aussagen einander gegenübergestellt werden.
- Ersatzprobe machen: Setze probeweise noch einmal oder dagegen ein. Die Erklärungswörter aus dem Eintrag dienen dir hier als Prüfwerkzeug, ähnlich wie Synonyme bei anderen Wortfragen.
- Eigenes Beispiel formulieren: Schreib zu der Lesart, die du erkannt hast, einen eigenen kurzen Satz. So siehst du, ob du die Bedeutung wirklich verstanden hast.
- Zuständige Person bestimmen: Kläre anhand deiner Prüfungsunterlagen, wer deine Arbeit betreut oder bewertet. An diese Person richtest du Rückfragen, wenn eine Stelle mehrdeutig bleibt.
- Ergebnis festhalten: Notiere die gewählte Lesart, die Ersatzprobe und deinen Beispielsatz. Leg dann fest, was du als Nächstes tust: umformulieren, stehen lassen oder nachfragen.
Ein kurzes Ablaufbeispiel zeigt, wie das aussieht. Lea schreibt in ihrem Methodenteil: Die erste Umfrage blieb ohne klares Ergebnis; die zweite wiederum lieferte eindeutige Daten. Sie macht die Ersatzprobe. Mit dagegen ergibt der Satz Sinn, mit noch einmal nicht, denn die zweite Umfrage hat keine Daten ein zweites Mal geliefert. Lea entscheidet sich also für die Gegensatzlesart. Als Gegenprobe formuliert sie einen eigenen Satz in der anderen Lesart: Die Dozentin erklärte die Methode wiederum, weil Fragen offen waren. Hier passt noch einmal, dagegen passt nicht. Beide Ergebnisse trägt sie in ihre Notizen ein und behält den ersten Satz bei.
Die Bedeutungsfrage ist mit diesen Schritten erledigt. Prüfe danach die Kommasetzung im selben Satz als eigene Aufgabe, ebenso die übrige Zeichensetzung, etwa das Semikolon in Leas Beispiel.
Notiere außerdem, welche Textsorte du schreibst, und lies Vorgaben zu Stil und Aufbau gesondert bei den Textformen und im Beitrag über wissenschaftliches Schreiben nach.
Typische Fehler bei wiederum vermeiden
Der folgenreichste Fehler besteht darin, die Gegensatzlesart mit der Wiederholungslesart gleichzusetzen. Liest du einen Gegensatz als bloße Wiederholung, verstehst du den Satz falsch, und umgekehrt behauptest du im eigenen Text womöglich etwas, das du gar nicht meinst. Mach deshalb bei jeder Fundstelle die Ersatzprobe mit noch einmal und dagegen.
Ein zweiter Fehler betrifft die Schreibung. Schreib das Wort nie als widerum, sondern stets mit ie, so wie es im Wörterbuch steht. Verlass dich dabei nicht allein auf Rechtschreibprogramme, sondern kontrolliere die Schreibung selbst. Fragst du dich bei anderen Wörtern, ob eine Schreibweise alt oder neu ist, kläre das gesondert über die Rechtschreibreform.
Drittens: Verwechsle Annahmen nicht mit Regeln. Dass dir eine Lesart vertraut vorkommt, ist kein Beleg. Halte dich an das, was der Wörterbucheintrag tatsächlich nennt, und erfinde keine zusätzlichen Bedeutungen oder Gebrauchsregeln. Fragen der Getrennt- und Zusammenschreibung oder der Groß- und Kleinschreibung betreffen andere Prüfpunkte und lassen sich nicht aus der Bedeutung von wiederum ableiten.
Viertens: Schieb Nachweise und Rückfragen nicht auf. Notiere die Quelle deiner Entscheidung sofort, solange du den Eintrag vor Augen hast. Bleibt eine Stelle unklar, stell deine Rückfrage an die betreuende Person frühzeitig, statt kurz vor der Abgabe noch zu rätseln.

Checkliste für deinen Text
Bevor du eine Stelle mit wiederum abhakst, geh diese Punkte der Reihe nach durch:
- Lesart im Satz bestimmt: Wiederholung im Sinne von noch einmal oder Gegensatz im Sinne von dagegen.
- Wortart belegt: wiederum ist laut Wörterbuch ein Adverb.
- Gegensatzbezug geprüft: Wenn du die Gegensatzlesart gewählt hast, benenne die beiden Aussagen, die einander gegenüberstehen.
- Beispielsatz notiert: Du hast einen eigenen kurzen Satz in der gewählten Lesart aufgeschrieben.
- Schreibung kontrolliert: wiederum mit ie, nie widerum.
- Quelle festgehalten: DWDS-Eintrag zu wiederum als Grundlage deiner Entscheidung.
- Zuständige Stelle geklärt: Du weißt aus deinen Unterlagen, wer deine Arbeit betreut und an wen du Rückfragen richtest.
Steht im selben Satz ein Nomen, über das du unsicher bist, prüfst du es getrennt, etwa beim Artikel der, die und das oder bei der Pluralbildung. Für Kürzel in deinem Text ist der Leitfaden Abkürzungen richtig schreiben der passende eigene Prüfschritt.
Leg zum Schluss deinen persönlichen nächsten Schritt fest. Das kann sein, alle Fundstellen von wiederum in deiner Arbeit über die Suchfunktion aufzurufen und einzeln zu prüfen, eine mehrdeutige Stelle umzuformulieren oder eine konkrete Rückfrage an deine Betreuung zu schicken.
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Stand: 26. Oktober 2026korrektur.de. (2026, 26. Oktober). Wiederum: Bedeutung, Wortart und Beispiele. korrektur.de. https://korrektur.de/wiederum
„Wiederum: Bedeutung, Wortart und Beispiele.“ korrektur.de, 26. Okt. 2026, korrektur.de/wiederum. Zugriff 26. Okt. 2026.
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korrektur.de. Wiederum: Bedeutung, Wortart und Beispiele [online]. 2026 [Zugriff am 26.10.2026]. Verfügbar unter: https://korrektur.de/wiederum
Quellen und Stand
- Offizielle Quelle: www.dwds.de (geprüft am 2026-10-23)