Wiederlich oder widerlich: Was bedeutet das Wort?
wiederlich Bedeutung: Die richtige Schreibung lautet widerlich
Du hast wiederlich geschrieben und bist unsicher? Hier klärst du Schreibung und Bedeutung in wenigen Schritten und hältst dein Ergebnis nachvollziehbar fest.
Widerlich mit i: Schreibung, Bedeutung und Grenzen
Die richtige Schreibung lautet widerlich, also mit einfachem i und ohne e nach dem w. Das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache (DWDS) führt widerlich als Stichwort und ordnet es den Adjektiven zu. Nach diesem Eintrag bezeichnet das Wort etwas, das Ekel oder Widerwillen hervorruft, etwas Abstoßendes. Eine Schreibung wiederlich mit ie findest du dort nicht als eigenes Stichwort. Wenn du also nach der Bedeutung von wiederlich suchst, meinst du das Adjektiv widerlich.
Deine Frage betrifft die Rechtschreibung eines einzelnen Wortes. Sie ersetzt keinen Blick in die allgemeinen Rechtschreibregeln, sondern beantwortet nur, wie dieses eine Wort geschrieben wird und was es nach dem Wörterbuch bedeutet. Die Entscheidung, die vor dir liegt, ist überschaubar: Du korrigierst die Schreibung in deinem Text und prüfst, ob die belegte Bedeutung zu dem passt, was du ausdrücken willst.
Das Ziel dieser Seite ist praktisch. Du sollst die Schreibung mit i sicher kontrollieren, die Wortart und die Bedeutung in eigenen Worten notieren und das Wort anschließend richtig in einem selbst gebildeten Satz verwenden. So hast du am Ende einen kleinen, nachprüfbaren Beleg für deine Korrektur.
Ebenso wichtig sind die Grenzen. Grundlage ist allein der DWDS-Eintrag zu widerlich. Aussagen zur Herkunft des Wortes, zu seiner Häufigkeit, zu weiteren Bedeutungen oder zu einer stilistischen Bewertung findest du hier nicht, weil dafür kein eigener Beleg vorliegt. Zahlen oder Fristen nennt diese Seite bewusst nicht. Brauchst du für eine Hausarbeit, ein Referat oder eine Prüfung eine verbindliche Vorgabe zur Wörterbuchquelle, kläre das mit der Person, die deine Arbeit betreut oder bewertet.

So prüfst du widerlich Schritt für Schritt
Für die Prüfung brauchst du nur den Wörterbucheintrag und eine kurze Notiz. Geh in dieser Reihenfolge vor:
- Ruf den DWDS-Eintrag zu widerlich auf. Gib das Stichwort mit einfachem i ein und vergleiche die Schreibung Buchstabe für Buchstabe mit deinem Text.
- Notiere die Wortart, die der Eintrag angibt: Adjektiv.
- Bestimme die Bedeutung und formuliere sie in eigenen Worten, etwa so: ruft Ekel oder Widerwillen hervor, wirkt abstoßend.
- Bilde ein eigenes Beispiel, das genau diese Bedeutung trägt, etwa: Der Geruch aus der Mülltonne war widerlich.
- Bestimme, wer bei offenen Fragen zuständig ist. Ermittle aus deinen Kurs- oder Prüfungsunterlagen, welche Person deine Arbeit betreut und ob dort eine bestimmte Wörterbuchquelle verlangt wird.
- Dokumentiere dein Ergebnis mit Quelle, Abrufdatum, Wortart, Bedeutung und Beispielsatz und leg fest, was du als Nächstes tust.
Beim Beispielsatz achtest du nicht nur auf das Wort selbst. Kontrolliere den ganzen Satz auch auf Kommasetzung und Zeichensetzung, damit dein Beleg insgesamt fehlerfrei ist.
Ob das Wort in deinen Fachtext passt, ist eine eigene Frage. Prüf sie mit Blick auf wissenschaftliches Schreiben und auf die Vorgaben deines Fachs, statt aus dem Wörterbucheintrag eine Stilregel abzuleiten.
Ablaufbeispiel: Lena überarbeitet einen Seminartext und entdeckt die Wendung „ein wiederlicher Geruch“. Sie ruft den DWDS-Eintrag auf, findet das Stichwort widerlich mit i und notiert: Adjektiv, bedeutet Ekel oder Widerwillen erregend. Dann schreibt sie einen eigenen Testsatz und korrigiert ihren Text zu „ein widerlicher Geruch“. In ihren Seminarunterlagen sucht sie nach, ob eine bestimmte Quelle gefordert ist. Weil sie dazu nichts findet, schickt sie ihrer Dozentin eine kurze Rückfrage und legt die Notiz zu ihren Quellen.
Typische Fehler bei widerlich und wie du sie vermeidest
Bei diesem Wort lohnt sich ein genauer Blick auf die Schreibung. Mach dir deshalb die folgenden Punkte bewusst:
- Verwechslung mit wieder: Verwechsle widerlich nicht mit wieder im Sinne von erneut. Das Stichwort im DWDS steht mit einfachem i, ein ie gehört nicht hinein.
- Unbelegte Nebenbedeutungen: Schreib dem Wort keine weiteren Bedeutungen, keine Herkunft und keine Wertung zu, die du nicht selbst in einer Quelle nachgelesen hast. Halte dich an die belegte Bedeutung: Ekel oder Widerwillen erregend, abstoßend.
- Annahmen statt Regeln: Das Gefühl, ein Wort klinge nach ie, ist eine Annahme und keine Regel. Leite aus diesem einen Fall keine allgemeine Schreibregel ab.
- Aufgeschobene Nachweise: Notiere Quelle und Abrufdatum sofort, wenn du nachschlägst. Stell Rückfragen an die betreuende Person früh, statt sie bis kurz vor der Abgabe liegen zu lassen.
Eine weitere Fehlerquelle sind Vermutungen über ältere Schreibweisen. Behaupte nicht ohne eigenen Beleg, die Schreibung von widerlich habe sich durch eine Rechtschreibreform geändert, sondern prüfe diese Frage gesondert, wenn sie für deinen Text wichtig ist.
Auch technische Hilfen nehmen dir die Prüfung nicht ab. Verlass dich nicht blind auf Rechtschreibprogramme, sondern kontrolliere ihren Vorschlag selbst im Wörterbuch und halte das Ergebnis fest.
Wenn du das Wort ersetzen möchtest, nimm keine Gleichbedeutung einfach an. Prüf mögliche Synonyme einzeln im Wörterbuch, bevor du sie einsetzt. Bildest du Fügungen mit widerlich, klärst du Fragen der Getrennt- und Zusammenschreibung ebenfalls eigenständig, statt aus diesem Eintrag etwas dazu abzuleiten.

Checkliste: Schreibung, Bedeutung und nächster Schritt
Bevor du deinen Text abschließt, gehst du diese Punkte einmal durch:
- Schreibung mit i geprüft: widerlich, nicht wiederlich.
- Belegte Wortart notiert: Adjektiv laut DWDS.
- Bedeutung in eigenen Worten festgehalten: ruft Ekel oder Widerwillen hervor, abstoßend.
- Eigenes Beispiel gebildet, das genau diese Bedeutung trägt.
- Zuständige Quelle notiert: der DWDS-Eintrag mit Abrufdatum.
- Zuständige Person ermittelt: aus deinen Unterlagen geklärt, wer bei Fragen zur Quelle oder Bewertung ansprechbar ist.
- Persönlichen nächsten Schritt festgelegt, zum Beispiel Text korrigieren, Rückfrage senden oder die Notiz in deine Quellensammlung übernehmen.
Fragen zum Artikel der, die und das oder zur Pluralbildung prüfst du in deinem Beispielsatz beim Nomen, zu dem widerlich gehört, jeweils gesondert im Wörterbuch.
Deine Notiz lässt sich auch für andere Begriffe nutzen. Willst du weitere Ausdrücke klären, legst du dir eine Sammlung zu Wortbedeutungen und Abkürzungen an und prüfst Kürzel in derselben Arbeit eigens, damit du Abkürzungen richtig schreiben und belegen kannst.
Zum Schluss schaust du auf den Text als Ganzes. Prüf, ob deine Wortwahl zu den Anforderungen der Textformen in deinem Studiengang passt, und kontrolliere bei Bedarf noch einmal die Groß- und Kleinschreibung in deinem Beispielsatz.
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Stand: 26. Oktober 2026korrektur.de. (2026, 26. Oktober). Wiederlich oder widerlich? Bedeutung und Schreibung. korrektur.de. https://korrektur.de/wiederlich
„Wiederlich oder widerlich? Bedeutung und Schreibung.“ korrektur.de, 26. Okt. 2026, korrektur.de/wiederlich. Zugriff 26. Okt. 2026.
korrektur.de (2026) Wiederlich oder widerlich? Bedeutung und Schreibung. Verfügbar unter: https://korrektur.de/wiederlich (Zugriff: 26. Oktober 2026).
korrektur.de. „Wiederlich oder widerlich? Bedeutung und Schreibung.“ Zuletzt geändert 26. Oktober 2026. https://korrektur.de/wiederlich.
korrektur.de. Wiederlich oder widerlich? Bedeutung und Schreibung [online]. 2026 [Zugriff am 26.10.2026]. Verfügbar unter: https://korrektur.de/wiederlich
Quellen und Stand
- Offizielle Quelle: www.dwds.de (geprüft am 2026-10-23)