Widerklage: Bedeutung und Gebrauch im Recht
Widerklage Bedeutung: Widerklage bezeichnet im Recht eine Klage
Du bist in einem Text auf das Wort Widerklage gestoßen und willst es richtig einordnen? Hier findest du die Bedeutung, die grammatischen Eckdaten und einen klaren Weg, den Begriff sicher zu verwenden.
Was Widerklage im Recht bedeutet
Das DWDS ordnet das Wort Widerklage dem Recht zu. Gemeint ist eine Klage, die der Verklagte im selben Verfahren erhebt, und zwar gegen die Klage, die gegen ihn gerichtet ist. Als gleichbedeutendes Wort nennt das DWDS die Gegenklage. Wenn du den Begriff verstehen willst, merk dir drei Bausteine: Es handelt sich selbst um eine Klage, sie geht von der verklagten Seite aus, und sie gehört zu demselben Verfahren wie die ursprüngliche Klage.
Grammatisch ist Widerklage laut DWDS ein Substantiv mit femininem Geschlecht, der Plural lautet Widerklagen. Du schreibst also die Widerklage im Singular und die Widerklagen im Plural. Falls du beim Genus anderer Fachwörter unsicher bist, kannst du im Beitrag zu Artikel der, die und das nachlesen, und weitere Mehrzahlformen klärst du über die Seite zur Pluralbildung.
Das Ziel dieser Seite ist klar umrissen: Du sollst die Bedeutung sicher erfassen, das Wort in einem eigenen Satz korrekt einsetzen und erkennen, wann deine Frage über die reine Wortbedeutung hinausgeht. Genau dort liegen auch die Grenzen. Die Erklärung beschreibt nur das Wort und seinen Gebrauch im rechtlichen Bereich. Sie nennt bewusst keine Zahlen, keine Fristen, keine Zulässigkeitsvoraussetzungen und keine Folgen, weil die Wortdefinition dazu keine Aussage trifft.
Vor dir steht deshalb eine einfache Entscheidung. Brauchst du nur die Bedeutung, etwa für eine Hausarbeit, ein Glossar oder eine Lernkarte? Dann arbeitest du mit dem Wörterbuch und einem sauberen eigenen Beispielsatz. Oder betrifft dich die Frage in einem echten Verfahren? Dann ermittle die zuständige fachkundige Stelle aus offiziellen Unterlagen und kläre die Einzelheiten dort, statt aus der Wortbedeutung Schlüsse über deinen Fall zu ziehen.

Schritt für Schritt zum sicheren Gebrauch
- Bedeutung bestimmen: Schlag das Wort in einem anerkannten Wörterbuch nach, zum Beispiel im DWDS. Notiere die Definition in eigenen Worten und halte fest, dass sie dem Recht zugeordnet ist.
- Verwendung im rechtlichen Kontext prüfen: Lies die Textstelle, in der dir das Wort begegnet, genau. Frag dich: Wer klagt, wer ist verklagt, und erhebt die verklagte Seite in demselben Verfahren ihrerseits eine Klage? Nur wenn diese Konstellation beschrieben wird, deckt sich die Stelle mit der Wörterbuchdefinition.
- Eigenes Beispiel formulieren: Schreib einen kurzen, neutralen Satz, etwa: „Die verklagte Firma reichte im laufenden Verfahren eine Widerklage ein.“ Ergänze einen Satz im Plural, zum Beispiel: „Der Aufsatz vergleicht mehrere Widerklagen.“
- Zuständige Stelle oder Person bestimmen: Für Fragen zu deinem Text ermittle aus den offiziellen Unterlagen deines Kurses oder Studiengangs, wer fachliche Rückfragen beantwortet. Für einen eigenen Rechtsfall ermittle die zuständige Stelle ebenfalls aus offiziellen Unterlagen.
- Ergebnis dokumentieren und nächsten Schritt festlegen: Halte Definition, Quelle, Abrufdatum und deinen Beispielsatz schriftlich fest. Entscheide dann, ob du weiterschreibst oder zuerst eine Rückfrage stellst.
Ein kurzes Ablaufbeispiel zeigt, wie das in der Praxis aussieht. Jonas liest für ein Seminar einen Fachtext und stößt auf das Wort Widerklage. Er schlägt es im DWDS nach und notiert: Klage der verklagten Seite im selben Verfahren, auch Gegenklage genannt, Bereich Recht, feminin, Plural Widerklagen. Danach prüft er die Textstelle und stellt fest, dass dort tatsächlich beschrieben wird, wie die verklagte Partei selbst klagt. Er formuliert einen eigenen Beispielsatz und trägt alles in sein Glossar ein. Eine offene Frage zum konkreten Verfahrensablauf notiert er gesondert und klärt sie mit der Person, die laut Kursunterlagen für fachliche Fragen zuständig ist.
Lies anschließend den Absatz, in den du den Begriff einbaust, noch einmal im Zusammenhang. Hinweise zu Stil und Aufbau findest du auf der Seite über wissenschaftliches Schreiben, und wenn du unsicher bist, ob ein Glossar, ein Essay oder eine Hausarbeit gefragt ist, hilft dir der Überblick über Textformen.
Prüfe bei deinen Beispielsätzen außerdem die Form. Kontrolliere vor allem die Kommasetzung in Relativsätzen und die übrige Zeichensetzung, bevor du den Satz in deine Notizen übernimmst.
Typische Fehler beim Wort Widerklage
Unpassende Synonyme gleichsetzen: Das DWDS nennt Gegenklage als Entsprechung, mehr nicht. Setz deshalb kein anderes Wort mit Widerklage gleich, nur weil es ähnlich klingt. Wenn du Synonyme für Fachbegriffe suchst, prüf jedes Wort einzeln im Wörterbuch, bevor du es austauschst.
Widerklage und Klageerwiderung vermischen: Die beiden Wörter bestehen aus ähnlichen Bausteinen, doch die Definition beschreibt die Widerklage ausdrücklich als eigene Klage der verklagten Seite. Übertrag diese Bedeutung nicht ungeprüft auf die Klageerwiderung, sondern schlag die Klageerwiderung eigenständig nach und vergleiche beide Definitionen schriftlich. Für weitere Fachbegriffe bietet sich die Sammlung zu Wortbedeutungen und Abkürzungen an.
Annahmen mit Regeln verwechseln: Aus der Wortbedeutung folgt keine Aussage über Fristen, Voraussetzungen oder Erfolgsaussichten. Schreib solche Punkte nicht als Tatsache in deinen Text, solange du keine passende Quelle dafür hast. Gleiches gilt für Sprachfragen: Verlass dich bei Schreibweisen nicht auf dein Gefühl, sondern prüf die einschlägigen Rechtschreibregeln.
Die Schreibung übersehen: Vergleiche deine Schreibung von Widerklage mit dem Wörterbucheintrag. Wenn du bei ähnlichen Zusammensetzungen zögerst, schau in den Beitrag zur Getrennt- und Zusammenschreibung, und für allgemeine Fragen zur Rechtschreibung lohnt sich ein Blick in die Übersichtsseite.
Abkürzungen ohne Prüfung übernehmen: Übernimm aus Fachtexten keine Kurzform, deren Bedeutung du nicht nachgeschlagen hast. Wie du Kurzformen korrekt setzt, erfährst du auf der Seite Abkürzungen richtig schreiben.
Nachweise und Rückfragen aufschieben: Notiere Quelle und Abrufdatum sofort, wenn du eine Definition übernimmst. Offene Fragen zum Verfahren stellst du früh an die zuständige Person oder Stelle, statt sie bis kurz vor der Abgabe liegen zu lassen.

Checkliste: Was du abschließend prüfst
- Bedeutung: Hast du notiert, dass Widerklage eine Klage der verklagten Seite im selben Verfahren bezeichnet, auch Gegenklage genannt?
- Belegte Wortart: Steht in deinen Notizen Substantiv, feminin, Plural Widerklagen?
- Rechtlicher Kontext: Hast du festgehalten, dass der Gebrauch dem Recht zugeordnet ist, und die Textstelle daraufhin geprüft?
- Beispiele: Hast du mindestens einen eigenen Satz im Singular und einen im Plural formuliert?
- Mögliche Verwechslung: Hast du Widerklage und Klageerwiderung getrennt nachgeschlagen und keine ungeprüften Synonyme verwendet?
- Zuständige Quelle oder Stelle: Ist die Wörterbuchquelle mit Abrufdatum notiert, und weißt du aus offiziellen Unterlagen, wer deine fachlichen Rückfragen beantwortet?
- Persönlicher nächster Schritt: Hast du entschieden, ob du weiterschreibst, eine Rückfrage stellst oder bei einem echten Verfahren die zuständige Stelle kontaktierst?
Zum Schluss kontrollierst du deinen Text noch einmal auf formale Sauberkeit. Prüf, ob das Substantiv Widerklage überall großgeschrieben ist, und schlag bei Zweifeln im Beitrag zur Groß- und Kleinschreibung nach. Nutze bei Bedarf Rechtschreibprogramme und gleiche Fachwörter zusätzlich selbst mit dem Wörterbuch ab.
Zitierst du ältere Fachliteratur, vergleiche die dortige Schreibung mit aktuellen Wörterbüchern. Fragen zu Unterschieden zwischen alter und neuer Schreibung klärst du gezielt über die Seite zur Rechtschreibreform, bevor du Zitate anpasst oder unverändert übernimmst.
Wenn alle Punkte abgehakt sind, leg deinen nächsten Schritt schriftlich fest, damit du ihn nicht aus den Augen verlierst.
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Stand: 26. Oktober 2026korrektur.de. (2026, 26. Oktober). Widerklage: Bedeutung im Recht verstehen. korrektur.de. https://korrektur.de/widerklage
„Widerklage: Bedeutung im Recht verstehen.“ korrektur.de, 26. Okt. 2026, korrektur.de/widerklage. Zugriff 26. Okt. 2026.
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korrektur.de. „Widerklage: Bedeutung im Recht verstehen.“ Zuletzt geändert 26. Oktober 2026. https://korrektur.de/widerklage.
korrektur.de. Widerklage: Bedeutung im Recht verstehen [online]. 2026 [Zugriff am 26.10.2026]. Verfügbar unter: https://korrektur.de/widerklage
Quellen und Stand
- Offizielle Quelle: www.dwds.de (geprüft am 2026-10-23)