Was bedeutet Wegnahme?
Wegnahme bezeichnet laut DWDS das Wegnehmen und richtet
Das Wort Wegnahme ist im Wörterbuch als papierdeutsch markiert und wirft beim Schreiben Fragen auf. Hier erfährst du, was das Wörterbuch dazu festhält, wie du das Wort prüfst und woran du denken solltest, bevor du es in Seminararbeit, Referat oder Bewerbung übernimmst.
Was bedeutet Wegnahme laut Wörterbuch?
Wenn du das Wort Wegnahme in einem Text liest oder selbst verwenden möchtest, lohnt sich zuerst ein Blick ins Wörterbuch. Laut DWDS bedeutet Wegnahme das Wegnehmen. Die Bedeutung des Substantivs richtet sich dort nach dem zugehörigen Verb wegnehmen. Zusätzlich trägt der Ausdruck im DWDS die Markierung papierdeutsch. Diese Angabe zum Stil solltest du kennen, bevor du das Wort in einen eigenen Text übernimmst.
Zum Verb wegnehmen führt das DWDS unter anderem zwei Lesarten auf. Nach der ersten wird etwas von dem Platz genommen, an dem es sich gerade befindet. Nach der zweiten nimmt jemand etwas unrechtmäßig an sich. Welche Lesart in einem bestimmten Satz gemeint ist, prüfst du deshalb am konkreten Zusammenhang und nicht am Wort allein.
Das Ziel dieser Seite ist klar umrissen: Du sollst die Wortbedeutung einordnen, die Wortart benennen und die Stilmarkierung bewusst berücksichtigen. Wie bei Fragen der Rechtschreibung gehst du dafür einen festen Prüfweg, den du weiter unten Schritt für Schritt findest.
Genauso wichtig sind die Grenzen. Diese Seite nennt keine Herkunft des Wortes, keine Angaben zur Häufigkeit und keine juristische Definition. Zahlen oder Fristen spielen hier ebenfalls keine Rolle. Brauchst du eine fachliche Bedeutung, etwa für eine Hausarbeit, schlägst du sie in einer passenden Fachquelle nach und zitierst sie dort.
Wegnahme ist ein Substantiv. Bist du dir bei der Schreibung unsicher, kannst du die Grundlagen zur Groß- und Kleinschreibung heranziehen. Das grammatische Geschlecht prüfst du direkt im Wörterbuch, allgemeine Hinweise findest du zusätzlich bei Artikel der, die und das.

Schritt für Schritt zur passenden Verwendung
Mit einem festen Ablauf stützt du deine Entscheidung auf nachprüfbare Schritte. Arbeite die folgenden Schritte nacheinander ab:
- Eintrag lesen: Öffne den DWDS-Eintrag zur Wegnahme und lies Bedeutung, Wortart und Stilmarkierung vollständig.
- Verb abgleichen: Schlag anschließend das Verb wegnehmen nach und vergleiche, welche der beiden Lesarten zu deinem Satz passt.
- Beispiel formulieren: Schreib einen eigenen kurzen Satz, in dem das Substantiv eindeutig nur eine Lesart trägt.
- Zuständigkeit klären: Bestimme, wer über deinen Text entscheidet.
- Ergebnis festhalten: Notiere, was du geprüft hast, und leg den nächsten Schritt fest.
Für den vierten Schritt gilt: Entnimm den Unterlagen deines Kurses oder deiner Prüfungsordnung, wer deine Arbeit betreut oder bewertet. Stilistische Rückfragen richtest du an genau diese Person. Wenn du mehr Orientierung zu Begriffen suchst, hilft dir außerdem die Übersicht zu Wortbedeutungen und Abkürzungen weiter.
Für den fünften Schritt reicht eine kurze Notiz: Quelle, Datum deiner Abfrage, gewählte Lesart, dein Beispielsatz und die offene Frage, falls es eine gibt. Danach entscheidest du, ob du das Wort behältst, ob du Synonyme prüfst oder ob du zuerst eine Rückfrage stellst.
Kurzes Ablaufbeispiel: Lena schreibt eine Seminararbeit und stößt in ihrem Text auf einen Satz mit dem Wort Wegnahme. Sie liest den Wörterbucheintrag und sieht die Markierung papierdeutsch. Danach gleicht sie das Verb ab und stellt fest, dass in ihrem Satz die erste Lesart gemeint ist: Ein Gegenstand wird von seinem Platz genommen. Ihr eigener Beispielsatz lautet: Nach der Wegnahme der Abdeckung war das Bauteil sichtbar. Weil sie unsicher ist, ob der Stil zu ihrer Arbeit passt, schreibt sie die Frage in ihre Notiz und richtet sie an die Person, die ihre Arbeit betreut.
Für das Thema wissenschaftliches Schreiben gilt derselbe Weg. Prüfe in deinen Kursunterlagen, welche Stilvorgaben dort für deine Arbeit genannt sind. Verfasst du verschiedene Textformen, dokumentierst du deine Entscheidung zum Wort für jeden Text getrennt.
Typische Fehler beim Umgang mit dem Wort
Der wichtigste Fehler betrifft die Lesarten. Das Verb wegnehmen kann laut DWDS ein bloßes Entfernen von einem Platz meinen oder ein unrechtmäßiges Ansichnehmen. Vermischst du beide, liest dein Satz sich womöglich wie ein Vorwurf, obwohl du nur einen Handgriff beschreiben wolltest. Prüf deshalb jeden Satz einzeln und frag dich, welche Lesart du meinst.
Ein zweiter Fehler ist die Behauptung einer juristischen Legaldefinition. Der DWDS-Eintrag nennt keine solche Definition. Schreib also nicht, das Wort sei rechtlich in einer bestimmten Weise festgelegt, solange du dafür keine eigene Fachquelle hast. Auch Rechtschreibregeln ersetzen eine solche Fachquelle nicht.
Drittens solltest du eine Annahme nicht mit einer Regel verwechseln. Dass ein Wort für dich förmlich klingt, ist eine Einschätzung. Die Markierung papierdeutsch dagegen steht im Wörterbuch und lässt sich belegen. Trenne beides in deinen Notizen sauber. Auch Rechtschreibprogramme nehmen dir diese Unterscheidung nicht ab, denn welche Lesart du meinst, entscheidest du selbst.
Viertens solltest du Nachweise und Rückfragen nicht aufschieben. Notierst du die Quelle erst kurz vor der Abgabe, fehlt dir womöglich das Datum oder die genaue Lesart. Stell offene Stilfragen früh, damit du genug Zeit zum Überarbeiten hast. Wenn du ohnehin am Text feilst, kannst du bei dieser Gelegenheit auch Kommasetzung und Getrennt- und Zusammenschreibung in deinen Sätzen kontrollieren.
Fünftens solltest du keine Formen erfinden. Ob und wie sich das Substantiv in den Plural setzen lässt, schlägst du nach, statt zu raten. Allgemeine Hinweise zur Pluralbildung helfen beim Einordnen, ersetzen aber nicht den Blick in den konkreten Eintrag. Achte im selben Durchgang auf die Zeichensetzung rund um deinen Beispielsatz.

Checkliste: Bedeutung, Wortart und Stil prüfen
Bevor du das Wort endgültig einsetzt, gehst du diese Punkte durch. Jeder Punkt lässt sich mit einem kurzen Haken in deiner Notiz abschließen.
- Bedeutung prüfen: Hast du nachgelesen, dass Wegnahme laut DWDS das Wegnehmen bedeutet und sich nach dem Verb richtet?
- Lesart bestimmen: Weißt du, ob dein Satz das Entfernen von einem Platz oder das unrechtmäßige Ansichnehmen meint?
- Wortart belegen: Hast du notiert, dass das Wörterbuch Wegnahme als Substantiv führt?
- Stilmarkierung notieren: Steht die Angabe papierdeutsch in deiner Notiz, damit du über den Stil bewusst entscheidest?
- Beispiel formulieren: Hast du einen eigenen Satz geschrieben, der nur eine Lesart zulässt?
- Quelle festhalten: Sind Eintrag und Abrufdatum dokumentiert?
- Zuständige Stelle klären: Weißt du aus deinen Kursunterlagen, wer deine Arbeit betreut oder bewertet?
- Nächsten Schritt festlegen: Hast du entschieden, ob du das Wort behältst, umformulierst oder nachfragst?
Für deinen persönlichen nächsten Schritt wählst du genau eine Handlung: Wort beibehalten, eine Umformulierung testen oder eine Frage an die betreuende Person schicken. Schreib diese Handlung mit Datum in deine Notiz.
Tauchen in deinem Text weitere Fachbegriffe auf, prüfst du sie nach demselben Muster. Wenn du dabei auf Kürzel stößt, findest du Hinweise unter Abkürzungen richtig schreiben. Bei älteren Vorlagen kann ein Blick auf die Rechtschreibreform klären, welche Schreibweise heute maßgeblich ist.
So zitieren Sie diese Seite
Stand: 26. Oktober 2026korrektur.de. (2026, 26. Oktober). Wegnahme: Bedeutung, Wortart und Stil verstehen. korrektur.de. https://korrektur.de/wegnahme
„Wegnahme: Bedeutung, Wortart und Stil verstehen.“ korrektur.de, 26. Okt. 2026, korrektur.de/wegnahme. Zugriff 26. Okt. 2026.
korrektur.de (2026) Wegnahme: Bedeutung, Wortart und Stil verstehen. Verfügbar unter: https://korrektur.de/wegnahme (Zugriff: 26. Oktober 2026).
korrektur.de. „Wegnahme: Bedeutung, Wortart und Stil verstehen.“ Zuletzt geändert 26. Oktober 2026. https://korrektur.de/wegnahme.
korrektur.de. Wegnahme: Bedeutung, Wortart und Stil verstehen [online]. 2026 [Zugriff am 26.10.2026]. Verfügbar unter: https://korrektur.de/wegnahme
Quellen und Stand
- Offizielle Quelle: www.dwds.de (geprüft am 2026-10-23)