Was bedeutet Voraussetzung?
Voraussetzung Bedeutung: Eine Voraussetzung ist eine Tatsache
Das Wort Voraussetzung begegnet dir in Studientexten und eigenen Arbeiten. Hier erfährst du, was es bedeutet, welche Wortart es hat und wie du die Wendung unter der Voraussetzung sicher prüfst.
Was Voraussetzung bedeutet und wozu diese Seite dient
Das Wort Voraussetzung meint eine Tatsache, die vorliegen oder als sicher angenommen werden muss, damit etwas anderes eintreten kann. Kurz gesagt handelt es sich um eine Bedingung. Wenn du die Bedeutung verstehen willst, hilft dir genau diese Verbindung: Zuerst ist etwas gegeben oder gilt als sicher, danach kann das andere folgen.
Grammatisch ist Voraussetzung ein Substantiv. Die Wendung unter der Voraussetzung lässt sich im Sinne von wenn lesen. Mehr als diese drei Punkte, also Bedeutung, Wortart und Wendung, behandelt diese Seite nicht. Angaben zur Herkunft des Wortes, zu Fachbedeutungen oder dazu, wie häufig es vorkommt, findest du hier bewusst nicht. Brauchst du solche Angaben, suchst du dafür einen eigenen Beleg in einem Nachschlagewerk.
Das Ziel ist praktisch: Du sollst den Begriff in einem Text sicher einordnen und selbst passend verwenden können. Die Grenze liegt dort, wo es um konkrete Anforderungen geht, etwa wenn in einem Text von Voraussetzungen für eine Anmeldung oder Zulassung die Rede ist. Welche Bedingungen in so einem Fall gelten, prüfst du nicht anhand dieser Seite. Deshalb nennt diese Seite auch keine Zahlen, Fristen oder Anforderungen. Solche Angaben entnimmst du den offiziellen Unterlagen der zuständigen Stelle.
Die Entscheidung, die vor dir liegt, ist daher zweigeteilt: Passt das Wort in deinen Satz, und brauchst du für deinen Fall zusätzlich eine Auskunft von außen? Hast du beim Schreiben außerdem Fragen zur Rechtschreibung, prüfe sie gesondert. Allgemeine Rechtschreibregeln findest du in einem eigenen Beitrag, sie werden hier nicht wiederholt.

Schritt für Schritt: Bedeutung bestimmen und Beispiel prüfen
- Bedeutung bestimmen: Lies den Satz, in dem das Wort steht, und frag dich, welche Tatsache gegeben sein oder als sicher gelten muss und was daraus folgen soll. Kannst du beides benennen, passt der Satz zur Bedeutung Bedingung.
- Wendung prüfen: Steht im Text unter der Voraussetzung, setz probeweise wenn ein. Bleibt der Sinn erhalten, liest du die Wendung so, wie sie gemeint ist.
- Eigenes Beispiel formulieren: Schreib einen kurzen Satz mit dem Wort, zum Beispiel: Unter der Voraussetzung, dass die Daten vollständig sind, beginne ich mit der Auswertung. Prüf anschließend die Umformung: Wenn die Daten vollständig sind, beginne ich mit der Auswertung.
- Zuständige Stelle oder Person bestimmen: Geht es nicht nur um das Wort, sondern um eine konkrete Bedingung in deinem Studium, ermittle die zuständige Stelle aus den offiziellen Unterlagen deines Studiengangs oder deiner Hochschule. Hast du für eine Arbeit eine betreuende Person, frag sie gezielt nach dem gemeinten Sinn.
- Ergebnis dokumentieren: Notiere, welche Bedeutung du festgestellt hast, welches Nachschlagewerk du genutzt hast und welche Frage noch offen ist. Leg danach einen nächsten Schritt fest, etwa eine Rückfrage oder die Überarbeitung deines Absatzes.
Prüf nach dem Umformen deines Satzes den Satzbau noch einmal. Achte dabei auf die Kommasetzung im neuen Satz und schlag unsichere Stellen in den Regeln zur Zeichensetzung nach.
Ablaufbeispiel: Lena schreibt eine Hausarbeit und stößt in ihrem eigenen Text auf den Satz: Unter der Voraussetzung, dass alle Befragten zustimmen, werte ich die Antworten aus. Sie ersetzt die Wendung probeweise durch wenn, und der Satz bleibt verständlich. In ihren Notizen hält sie die Bedeutung Bedingung und die Wortart Substantiv fest. Offen bleibt für sie, ob für ihre Befragung bestimmte Anforderungen gelten. Diese Frage klärt sie nicht über das Wörterbuch, sondern schreibt ihrer Betreuerin eine kurze Nachricht und notiert das Datum der Anfrage. Als nächsten Schritt plant sie, den Abschnitt nach der Antwort zu überarbeiten.
Nach dem Umformen kannst du zusätzlich Stil und Lesbarkeit deines Satzes prüfen. Wenn du deinen Satz glätten willst, findest du Hinweise im Beitrag über wissenschaftliches Schreiben.
Fehler, die du vermeiden solltest
Ein Fehler besteht darin, das Wort mit einem Ausdruck gleichzusetzen, der nur ähnlich wirkt. Synonyme sind nur dann brauchbar, wenn sie im konkreten Satz dieselbe Bedeutung tragen. Setz ein Ersatzwort deshalb probeweise ein und prüf, ob weiterhin von einer Bedingung die Rede ist.
Ebenso problematisch ist es, eine Herkunft des Wortes oder eine Fachbedeutung zu behaupten, die du nicht selbst belegt hast. Brauchst du so eine Angabe, such sie in einem Nachschlagewerk und nenne die Quelle. Für knappe Erklärungen zu Wortbedeutungen und Abkürzungen gibt es einen eigenen Überblick.
Eine Annahme ist keine Regel. Vermutest du, dass für eine Prüfung oder Anmeldung eine bestimmte Bedingung gilt, bleibt das zunächst deine Vermutung. Schreib sie nicht als Tatsache in deine Notizen, sondern kennzeichne sie als offene Frage, bis du sie in offiziellen Unterlagen bestätigt findest. Ähnlich gehst du mit Schreibweisen um: Was du aus der Zeit vor der Rechtschreibreform kennst, prüfst du nach, statt es aus dem Gedächtnis zu übernehmen.
Ein weiterer Fehler ist, Nachweise und Rückfragen bis zuletzt liegen zu lassen. Klär offene Punkte, sobald sie auftauchen, und halte fest, wen du gefragt hast und wann. Verlass dich bei Wortfragen außerdem nicht allein auf Rechtschreibprogramme, sondern vergleiche deren Vorschlag mit einem Wörterbuch.
Auch beim Umformulieren entstehen neue Unsicherheiten, wenn du Ausdrücke verbindest oder umstellst. Prüf in solchen Fällen die Getrennt- und Zusammenschreibung im Nachschlagewerk, statt zu raten. Dasselbe gilt für die Groß- und Kleinschreibung in deinen neuen Sätzen.

Checkliste für deinen Abschluss
- Bedeutung geprüft: Was bedeutet das Wort in deinem Satz? Kannst du die Tatsache benennen, die gegeben sein oder als sicher gelten muss, und das, was daraus folgen soll?
- Wortart belegt: Hast du festgehalten, dass Voraussetzung ein Substantiv ist, und dazu das genutzte Wörterbuch notiert?
- Kontext abgegrenzt: Geht es nur um die Wortbedeutung oder um eine konkrete Bedingung in deinem Studium, für die du eine offizielle Auskunft brauchst?
- Beispielsatz geprüft: Lässt sich dein Satz mit unter der Voraussetzung sinnvoll mit wenn umformen, ohne dass sich der Sinn ändert?
- Zuständige Quelle oder Stelle: Hast du für Sprachfragen ein Wörterbuch und für Studienfragen die offiziellen Unterlagen deines Studiengangs herangezogen?
- Persönlicher nächster Schritt: Hast du aufgeschrieben, was du als Nächstes tust, etwa deinen Absatz überarbeiten oder eine Rückfrage abschicken?
Mit dieser Liste schließt du die Arbeit am Wort selbst ab, die Arbeit am Text geht jedoch weiter. Für die Einordnung deines Textes kannst du den Beitrag zu Textformen heranziehen.
Bei weiteren Wortfragen arbeitest du am besten gezielt statt nach Gefühl. Schlag die Pluralbildung und den Artikel der, die und das jeweils im Nachschlagewerk nach, bevor du eine Form in deine Arbeit übernimmst.
Notizen enthalten manchmal verkürzte Formen, die später in den fertigen Text wandern. Willst du in deiner Arbeit Abkürzungen richtig schreiben, prüf jede Form vor der Abgabe.
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Stand: 26. Oktober 2026korrektur.de. (2026, 26. Oktober). Voraussetzung: Bedeutung und Wortart verstehen. korrektur.de. https://korrektur.de/voraussetzungen
„Voraussetzung: Bedeutung und Wortart verstehen.“ korrektur.de, 26. Okt. 2026, korrektur.de/voraussetzungen. Zugriff 26. Okt. 2026.
korrektur.de (2026) Voraussetzung: Bedeutung und Wortart verstehen. Verfügbar unter: https://korrektur.de/voraussetzungen (Zugriff: 26. Oktober 2026).
korrektur.de. „Voraussetzung: Bedeutung und Wortart verstehen.“ Zuletzt geändert 26. Oktober 2026. https://korrektur.de/voraussetzungen.
korrektur.de. Voraussetzung: Bedeutung und Wortart verstehen [online]. 2026 [Zugriff am 26.10.2026]. Verfügbar unter: https://korrektur.de/voraussetzungen
Quellen und Stand
- Offizielle Quelle: www.dwds.de (geprüft am 2026-10-23)