Was bedeutet Vermögen?
Vermögen bezeichnet einerseits die Fähigkeit
Das Wort Vermögen hat zwei Lesarten. Diese Seite zeigt dir, wie du sie im Satz unterscheidest und sicher anwendest.
Was Vermögen bedeutet: zwei Lesarten im Überblick
Liest du in einer Hausarbeit, einem Fachtext oder einem Referat das Wort Vermögen, stehst du vor einer kleinen Entscheidung: Welche Bedeutung ist an dieser Stelle gemeint? Das DWDS führt für das Substantiv Vermögen zwei Lesarten auf, und du musst im eigenen Satz die richtige davon wählen.
- Fähigkeit: Vermögen bezeichnet das Fähigsein auf einem bestimmten Gebiet, also das, wozu jemand in der Lage ist.
- Besitz: Vermögen bezeichnet außerdem Besitz an Eigentum, besonders an Geld, aber auch an Sachwerten.
Ziel dieser Seite ist, dass du die Bedeutung des Wortes in einem Satz, den du liest oder schreibst, begründet bestimmen kannst. Dafür bekommst du ein Vorgehen in Schritten mit einem Beispiel, eine Übersicht über Fehler, die du vermeiden solltest, und eine Checkliste für den Abschluss.
Die Grenzen sind klar gezogen: Diese Seite erklärt nur die beiden belegten Lesarten und die Wortart. Sie liefert keine Herkunft, keine Angaben zur Häufigkeit, keine Wertung und keine rechtliche oder fachliche Definition. Zahlen, Beträge oder Fristen nennt sie bewusst nicht. Brauchst du für eine Arbeit eine Fachdefinition, prüfe die Literatur deines Fachs oder frage die Person, die deine Arbeit betreut.
Die Frage nach Vermögen ist eine Frage der Wortbedeutung, nicht der Schreibung. Anliegen zur Rechtschreibung oder zu einzelnen Rechtschreibregeln klärst du deshalb in einem getrennten Arbeitsschritt.
Eine sichere Bedeutungswahl beginnt beim einzelnen Wort und setzt sich im ganzen Text fort. Für weitere Begriffe kannst du die Sammlung zu Wortbedeutungen und Abkürzungen durchsehen.

Schritt für Schritt zur passenden Bedeutung
- Satz vollständig lesen: Lies den ganzen Satz und den Satz davor. Achte darauf, worauf sich Vermögen bezieht: auf eine Person und ihr Können oder auf Geld, Eigentum und Sachwerte.
- Lesarten trennen: Notiere beide Bedeutungen nebeneinander. Frag dich, ob sich der Satz mit „Fähigkeit“ oder mit „Besitz“ umschreiben lässt, ohne seinen Sinn zu verlieren.
- Bedeutung bestimmen: Entscheide dich für eine Lesart und halte fest, welches Wort im Satz dich zu dieser Entscheidung geführt hat.
- Eigenes Beispiel formulieren: Schreib einen neuen, kurzen Satz mit derselben Bedeutung. So prüfst du, ob du die Lesart selbst anwenden kannst.
- Zuständige Stelle oder Person bestimmen: Für die Wortbedeutung ziehst du ein Wörterbuch wie das DWDS heran. Bleibt ein Zweifel zu den Anforderungen deiner Arbeit, ermittle aus deinen Kursunterlagen, wer sie betreut oder bewertet, und richte die Rückfrage an diese Person.
- Ergebnis dokumentieren: Halte Satz, gewählte Lesart, Begründung und dein Beispiel in einer Notiz fest. Leg danach den nächsten Schritt fest, zum Beispiel die Überarbeitung des betroffenen Absatzes.
Beispiel: Du liest in einem Fachtext den Satz „Ihr Vermögen, Konflikte zu schlichten, wurde im Team geschätzt.“ Du trennst beide Lesarten und stellst fest, dass es um ein Können geht, nicht um Geld. Dein eigenes Beispiel lautet: „Sein Vermögen, schwierige Sachverhalte einfach zu erklären, half der Gruppe.“ In deiner Notiz hältst du fest: Lesart Fähigkeit, Hinweis im Satz „Konflikte zu schlichten“. Als nächsten Schritt prüfst du die übrigen Stellen deines Textes, an denen das Wort vorkommt.
Dein eigener Beispielsatz soll auch formal stimmen. Kontrolliere die Kommasetzung und die übrige Zeichensetzung, bevor du den Satz in deine Notiz übernimmst.
Nach der Bedeutungswahl bleibt der Satz selbst zu prüfen. Für den Stil kannst du die Hinweise zum Thema wissenschaftliches Schreiben und die Übersicht über Textformen heranziehen.
Fehler, die du beim Wort Vermögen vermeiden solltest
- Besitz in einen Fähigkeitssatz tragen: Im Satz „Er hat das Vermögen, auch unter Druck ruhig zu bleiben“ geht es um Können. Wer hier an Geld denkt, liest den Satz falsch. Prüfe zuerst, worauf sich das Wort bezieht.
- Fähigkeit in einen Besitzsatz tragen: Im Satz „Ihr Vermögen besteht aus einer Wohnung und Ersparnissen“ geht es um Eigentum und Geld. Deute ihn nicht als Aussage über ein Talent.
- Unpassende Synonyme gleichsetzen: Setze kein Ersatzwort für Besitz in einen Satz über Fähigkeit und umgekehrt. Wenn du Synonyme suchst, prüfe bei jedem Wort im konkreten Satz, zu welcher Lesart es passt, bevor du es übernimmst.
- Annahmen mit Regeln verwechseln: Dein Eindruck, wie das Wort gebraucht wird, ist keine Regel. Stütze deine Entscheidung auf das Wörterbuch und den Satzzusammenhang, nicht auf ein Bauchgefühl.
- Bedeutungen ergänzen: Füge den beiden belegten Lesarten keine eigene dritte hinzu. Brauchst du eine Fachdefinition, suche sie in der Literatur deines Fachs.
- Nachweise und Rückfragen aufschieben: Notiere die Quelle der Bedeutung sofort beim Nachschlagen. Stelle offene Fragen an die betreuende Person, solange du deinen Text noch ändern kannst.
Die genannten Fehler liegen auf der Ebene der Bedeutung. Formfragen wie die Groß- und Kleinschreibung oder die Getrennt- und Zusammenschreibung bei Zusammensetzungen mit dem Wort prüfst du in einem eigenen Durchgang.
Die Wahl der Lesart ist eine inhaltliche Entscheidung. Verlass dich dabei nicht allein auf Rechtschreibprogramme, sondern prüfe die Lesart selbst am Satz.

Checkliste für deine abschließende Prüfung
- Beide Bedeutungen getrennt: Du hast Fähigkeit und Besitz nebeneinander notiert und nicht vermischt.
- Belegte Wortart: Laut DWDS ist Vermögen ein Substantiv. Du hast geprüft, dass du das Wort in deinem Satz als Substantiv verwendest.
- Kontext geprüft: Du hast den ganzen Satz und den Satz davor gelesen und das Wort benannt, das deine Entscheidung stützt.
- Eigenes Beispiel: Du hast einen neuen Satz mit derselben Lesart geschrieben.
- Zuständige Quelle oder Stelle: Für die Bedeutung hast du ein Wörterbuch genutzt. Für Anforderungen an deine Arbeit hast du aus deinen Unterlagen ermittelt, wer sie betreut, und dort nachgefragt.
- Persönlicher nächster Schritt: Du hast einen konkreten Schritt aufgeschrieben, etwa: „Ich überarbeite den Absatz mit dem Wort Vermögen und lege ihn danach der betreuenden Person vor.“
Eine abschließende Prüfung umfasst neben der Bedeutung auch die Form deines Textes. Übernimmst du ältere Schreibweisen aus Quellen, kannst du die Seite zur Rechtschreibreform zum Abgleich nutzen; Unsicherheiten beim Genus klärst du mit der Übersicht zu Artikel der, die und das.
Stehen in deinem Text weitere unsichere Wörter, plane dafür eigene Prüfschritte ein. Für Mehrzahlformen kannst du die Hinweise zur Pluralbildung nutzen, und wenn du Kürzel einsetzt, lies nach, wie du Abkürzungen richtig schreiben kannst.
So zitieren Sie diese Seite
Stand: 26. Oktober 2026korrektur.de. (2026, 26. Oktober). Vermögen: Bedeutung des Wortes erklärt. korrektur.de. https://korrektur.de/vermoegen
„Vermögen: Bedeutung des Wortes erklärt.“ korrektur.de, 26. Okt. 2026, korrektur.de/vermoegen. Zugriff 26. Okt. 2026.
korrektur.de (2026) Vermögen: Bedeutung des Wortes erklärt. Verfügbar unter: https://korrektur.de/vermoegen (Zugriff: 26. Oktober 2026).
korrektur.de. „Vermögen: Bedeutung des Wortes erklärt.“ Zuletzt geändert 26. Oktober 2026. https://korrektur.de/vermoegen.
korrektur.de. Vermögen: Bedeutung des Wortes erklärt [online]. 2026 [Zugriff am 26.10.2026]. Verfügbar unter: https://korrektur.de/vermoegen
Quellen und Stand
- Offizielle Quelle: www.dwds.de (geprüft am 2026-10-23)