Ullstein oder Droemer Knaur: Einreichweg und Unterlagen

Ullstein oder Droemer Knaur: E-Mail oder Formular

Lesezeit ca. 7 Min. · zuletzt aktualisiert: 6. Oktober 2026 · Buch veröffentlichen

Ullstein nimmt Exposé mit Vita und Leseprobe nur per E-Mail an, Droemer Knaur nimmt Unterlagen über ein Formular mit PDF-Uploads ohne Vita entgegen. Beide Häuser nennen drei Monate. Diese Seite legt die Unterschiede nebeneinander, damit du erkennst, welche Unterlagen für welchen Weg vorzubereiten sind.

Einreichweg im direkten Vergleich

Ullstein und Droemer Knaur verlangen unterschiedliche Einreichwege. Ullstein nimmt ein ausgefülltes Exposé mit Vita zusammen mit einer Leseprobe ausschließlich per E-Mail entgegen, während Droemer Knaur Manuskripte über ein Formular auf der Seite zur Manuskripteinreichung annimmt, und dort ist keine Vita vorgesehen. Beide Häuser nennen einen Zeitraum von drei Monaten, allerdings mit gegensätzlicher Bedeutung: Ullstein prüft vollständig eingereichte Unterlagen in dieser Zeit, Droemer Knaur wertet ausbleibende Antwort nach Ablauf als Absage. Die folgende Tabelle stellt die Angaben beider Verlage nebeneinander, und wo ein Verlag zu einem Punkt nichts sagt, steht dort: Keine Angabe der Verlagsseite.

Tabelle: Frage, Ullstein, Droemer Knaur
FrageUllsteinDroemer Knaur
EinreichwegE-Mail an [email protected]Formular auf der Seite zur Manuskripteinreichung
UnterlagenExposé mit Vita und LeseprobeExposé als Inhaltsangabe, Leseprobe, Vergleichstitel; im Formular Kurzexposé und Leseprobe
DateiformatLeseprobe als PDF; Format des Exposés: Keine Angabe der VerlagsseiteAusschließlich PDF
VitaGehört zum ExposéKeine Vita und kein Lebenslauf erwünscht
PostKein angebotener Weg für die reguläre EinreichungWird nicht bearbeitet und wird Eigentum des Verlags
RückmeldungPrüfung innerhalb von drei Monaten nach Erhalt vollständiger Unterlagen; bei Nichteignung keine RückmeldungSchweigen nach drei Monaten gilt als Absage

Auf der FAQ-Seite von Ullstein zur Manuskripteinreichung steht, dass ein ausgefülltes Exposé mit Vita und eine Leseprobe als PDF an [email protected] gesendet werden sollen. Auf dieser Seite findet sich für die reguläre Einreichung kein weiterer Übermittlungsweg. Nach Angabe der Seite werden Einsendungen, die ungefragt über einen anderen Kanal eintreffen, weder geprüft noch beantwortet noch zurückgeschickt. Der Stand der Quelle ist der 6. Oktober 2026.

Wer vorab die eigenen Unterlagen einordnen lassen möchte, kann dafür den Manuskript-Check nutzen, bevor die E-Mail an Ullstein oder das Formular bei Droemer Knaur ansteht. So lässt sich vor dem Versand prüfen, welche Fassung zu welchem Weg gehört.

Aus der Tabelle folgt, dass bei Ullstein eine E-Mail den Weg bildet, während bei Droemer Knaur ein Formular mit Bereichswahl den Weg bildet. Im Formular fragt der Verlag Anrede, Vorname, Nachname, E-Mail-Adresse und eine Nachricht ab. Ohne gewählten Verlagsbereich lässt sich das Formular nicht absenden. Das Auswahlfeld umfasst fünf Bereiche, darunter Belletristik, Sachbuch und Geschenkbuch sowie Bewusst leben und Christliche Spiritualität (bene!).

Droemer Knaur nennt auf der Seite zur Manuskripteinreichung keinen weiteren Zugang. Eine Mail direkt an eine Person im Lektorat taucht dort ebenfalls nicht auf. Die Seite beschreibt damit den Regelweg. Eine Einsendung per Post an die Verlagsadresse ist bei Droemer Knaur kein vorgesehener Weg, wie der Abschnitt zur Post zeigt.

Ullstein oder Droemer Knaur: der Ablauf in drei Schritten

Unterlagen und Vorgaben im Vergleich

Ullstein nennt auf der FAQ-Seite zur Manuskripteinreichung zwei Unterlagen: ein vollständig ausgefülltes Exposé, das eine Vita enthält, sowie eine Leseprobe zwischen 30 und 50 Seiten im PDF-Format. Beides soll ausschließlich per E-Mail an [email protected] gehen. Bei Ullstein gehört die Vita zum Exposé für den Roman. Die Spanne der Leseprobe reicht dort von 30 bis 50 Seiten, bei Droemer Knaur endet sie dagegen bei 30 Seiten.

Droemer Knaur verlangt für die Vorbereitung ein Exposé in Form einer Inhaltsangabe sowie eine Leseprobe als PDF, und die Leseprobe darf höchstens 30 Seiten umfassen. Dazu kommen Vergleichstitel, die das eigene Werk einordnen sollen, und die Summe aller Anhänge liegt bei höchstens 9 MB.

Im Online-Formular laden Einreichende ein Kurzexposé und eine Leseprobe hoch; beide Uploadfelder sind verpflichtend. Nur PDF-Dateien werden angenommen, als Grund nennt der Verlag die Datensicherheit. Ein Word-Dokument wandelt man daher vorher in PDF um. Ohne eine der beiden Dateien lässt sich das Formular nicht absenden.

Droemer Knaur wünscht bei der ersten Einsendung ausdrücklich keine Vita und keinen Lebenslauf. Der Anhang soll sich auf Exposé, Leseprobe und Vergleichstitel beschränken. Persönliche Angaben passen deshalb höchstens in die kurze Nachricht des Formulars.

Bei Ullstein steht die Vita dagegen im Exposé, und genau diese Stelle unterscheidet die beiden Häuser am deutlichsten. Für die Leseprobe bedeutet das konkret: Ein Auszug mit 35 Seiten passt zu Ullstein, aber nicht zu Droemer Knaur.

Unterlagen lassen sich deshalb nicht unverändert von einem Haus ins andere übertragen. Wer beide Wege nutzen möchte, legt daher zwei getrennte Fassungen an, eine mit Vita für Ullstein und eine ohne Vita für Droemer Knaur.

Post, Wartefrist und Rückmeldung

Ullstein prüft vollständig eingereichte Unterlagen nach eigener Angabe binnen drei Monaten ab Eingang und meldet sich bei Interesse an einer Zusammenarbeit direkt bei der einreichenden Person. Kommt ein Text für eine Veröffentlichung nicht infrage, erhalten Einreichende nach Angabe des Verlags keine Rückmeldung. Anfragen zum Stand der Prüfung über E-Mail oder Telefon bleiben nach Angabe des Hauses ebenfalls unbeantwortet. Die Dreimonatsfrist betrifft ausschließlich vollständige Unterlagen, unvollständige Einsendungen fallen nicht darunter.

Droemer Knaur behandelt Schweigen über drei Monate hinweg als Absage. Eine Begründung schickt der Verlag nicht mit, und er bittet ausdrücklich darum, von Nachfragen zum Bearbeitungsstand abzusehen. Die Prüfung läuft ausschließlich digital. Per Post eintreffende Unterlagen werden nicht bearbeitet, sondern gehen in das Eigentum des Verlags über; für Aufbewahrung und Haftung übernimmt das Haus dabei keine Verantwortung.

Beide Verlage nennen eine Frist von drei Monaten. Bei Ullstein folgt auf die Prüfung eine Rückmeldung nur bei Interesse, bei Droemer Knaur gilt Schweigen als Absage. Keiner der beiden Verlage sagt zu, bei ausbleibender Antwort eine gesonderte Absage zu verschicken. Nachfragen zum Stand sind bei beiden Häusern deshalb nicht vorgesehen.

Wer bei Ullstein einreicht, sollte innerhalb von drei Monaten mit einer Rückmeldung rechnen, falls Interesse besteht und die Unterlagen vollständig waren. Bei Droemer Knaur endet die Wartezeit nach drei Monaten ohne Schreiben, und das Datum der Einsendung ist deshalb als Notiz hilfreich.

Wer daneben eine Vermittlung in Betracht zieht, kann unter dem Schritt Literaturagentur finden weiterlesen. Wenn du vor dem Versand eine sprachliche Überarbeitung erwägst, passt dazu der Blick auf ein Buch-Lektorat.

Ullstein oder Droemer Knaur: Prüfliste mit vier Punkten

Programm, Kosten, KI und Alternativen

Die Ullstein Buchverlage erheben nach eigener Angabe keinen Druckkostenvorschuss bei einreichenden Personen. Wer bei Ullstein veröffentlicht, bekommt stattdessen ein Honorar, zur Höhe macht die Seite jedoch keine Angabe. Grundsätzlich kommt jedes der Ullstein-Häuser infrage, sofern das Manuskript zu dessen Schwerpunkten passt. Für die Auswahl verweist die FAQ-Seite auf die Übersicht Unsere Verlage, in der die einzelnen Häuser und ihre Programmschwerpunkte stehen. Wie alle Verlagshäuser hat auch Ullstein programmatische Schwerpunkte, weshalb ein formal vollständiges Manuskript nicht automatisch zu einem Haus passt. Kinderbücher, Lyrik und Bildbände gelten bei Ullstein laut Angabe als Ausnahmen, und entsprechende Manuskripte prüft der Verlag grundsätzlich nicht.

Bei Droemer Knaur kommen ausschließlich persönlich verfasste Texte in Betracht. Schöpferische Arbeit darf nicht an eine KI ausgelagert worden sein, und KI darf keine kreativen Aufgaben im Text übernommen haben. Der Hinweis richtet sich auf die schöpferische Arbeit am Text, nicht auf jede eingesetzte Software. Wer KI-Werkzeuge genutzt hat, bedenkt das vor dem Absenden.

Passt ein Projekt nicht ins aktuelle Programm, nennt Droemer Knaur als Alternative das Selbstverlegen innerhalb der Holtzbrinck Verlagsgruppe. Dafür stehen epubli, das mit Print-on-Demand arbeitet, und Autaria, das Auflagendruck samt persönlicher Beratung anbietet, zur Wahl. Diese Angebote gehören laut Seite nicht zum Verlagsprogramm; sie richten sich an Autorinnen und Autoren, die nicht länger warten möchten oder keine positive Rückmeldung erhalten haben.

Die Verlagsgruppe hat ihren Standort in München und zählt zur Holtzbrinck-Gruppe. Auf der Verlagsseite erscheinen unter anderem die Marken Droemer, Knaur, Knaur Menssana, O.W. Barth, Knaur Balance und bene, dazu die Geschenkverlage Groh, Pattloch und Elma van Vliet sowie der Bramble Verlag. Welches Haus ein Projekt aufnimmt, entscheidet sich im jeweiligen Haus, das Formular fragt nur den Verlagsbereich ab. Unter den fünf Bereichen des Formulars steht kein Kinderbuch.

Es bietet sich an, das Programm beider Häuser anzusehen, die Unterlagen als PDF vorzubereiten und bei Bedarf die Agentursuche als Weg daneben zu prüfen. Wer weitere Häuser vergleichen möchte, findet den Einstieg unter dem Schritt Verlag finden. Für spätere Schritte kannst du den Klappentext als eigenen Baustein vorbereiten. Die Einreichung bei Ullstein im Einzelnen steht unter Ullstein Manuskript einreichen.

Quellen und Stand

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Häufige Fragen zu Ullstein und Droemer Knaur

Kann ich mein Manuskript bei Ullstein per Post einreichen?

Ullstein nennt für die reguläre Einreichung die E-Mail an [email protected]. Ein anderer Übertragungsweg wie Post oder ein Onlineformular wird dort nicht angeboten. Ungefragt auf anderem Weg eingegangene Einreichungen können laut Ullstein weder gesichtet noch beantwortet noch zurückgesandt werden.

Wird bei Droemer Knaur eine Vita erwartet?

Der Verlag bittet ausdrücklich darum, keine Vita und keinen Lebenslauf mitzusenden. Die Unterlagen sollen sich auf Exposé, Leseprobe und Vergleichstitel konzentrieren. Angaben zur Person gehören höchstens in die kurze Nachricht im Formular. Bei Ullstein gehört die Vita dagegen zum Exposé.

Welche Dateiformate akzeptiert das Formular von Droemer Knaur?

Im Formular sind ein Kurzexposé und eine Leseprobe als Dateien hochzuladen, beide Felder sind Pflichtfelder. Zugelassen sind laut Seite ausschließlich PDF-Dateien, die Begründung lautet Datensicherheit. Fehlt eine der beiden Dateien, lässt sich die Einsendung nicht absenden.

Was gilt bei Ullstein, wenn nach der Einreichung keine Rückmeldung kommt?

Ullstein prüft vollständig eingereichte Unterlagen laut eigener Angabe innerhalb von drei Monaten nach Erhalt und meldet sich bei Interesse an einer Zusammenarbeit. Wenn ein Text nicht infrage kommt, gibt der Verlag keine Rückmeldung. Anfragen per E-Mail oder Telefon zum Stand kann Ullstein ebenfalls nicht beantworten.

Darf ich bei Droemer Knaur nach dem Bearbeitungsstand fragen?

Von Nachfragen zum Bearbeitungsstand bittet der Verlag ausdrücklich abzusehen. Eine Absage mit Begründung gibt er laut Seite nicht ab. Schweigen nach drei Monaten gilt bei Droemer Knaur als Absage.

Verlangt Ullstein einen Druckkostenvorschuss?

Die Ullstein Buchverlage verlangen laut eigener Angabe keinen Druckkostenvorschuss von einreichenden Personen. Wer bei Ullstein veröffentlicht, erhält stattdessen ein Honorar. Zur Höhe des Honorars macht die Seite keine Angabe.

Nimmt Droemer Knaur Manuskripte an, die mit Künstlicher Intelligenz entstanden sind?

Der Verlag nimmt nur persönlich verfasste Manuskripte an. Die schöpferische Arbeit darf nicht auf Künstliche Intelligenz übertragen worden sein. Gemeint ist die schöpferische Arbeit am Text, nicht jede Software.

Prüft Ullstein Kinderbücher, Lyrik oder Bildbände?

Kinderbücher, Lyrik- oder Bildbände verlegt Ullstein laut eigener Angabe nur in Ausnahmefällen. Entsprechende Manuskripte prüft der Verlag deshalb grundsätzlich nicht. Die Seite begründet das mit den allgemeinen programmatischen Schwerpunkten.

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